Parker Ingenuity

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Faith
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Re: Parker Ingenuity

Beitrag von Faith » 18.11.2012 20:20

pawag hat geschrieben:Den Fineliner gab es doch auch schon lange als Schmidt Finelinermine 6040 im Euro Format und diese passt in viele Tintenroller von Pelikan, Waterman, Caran d Ache und anderen Hersteller :)

So hat jeder eine 5th Generation, nur ohne Federoptik.
Danke für den Hinweis, ist sicher ein Ausprobieren wert. :)

Ich stimme dir vollkommen zu, Andreas. Es muss ja genug Käufer geben, wenn sie ihre komische Erfindung ausweiten.
Aber warum man da eine Feder imitieren muss ist einfach mal Humbug, welche Vorteile soll das haben? Dass die Fineliner Fraktion sich besser fühlt?
Viele Grüße
Faith

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Rene
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Re: Parker Ingenuity

Beitrag von Rene » 19.11.2012 13:29

Hallo!

Wieder ein Teil dass niemand vermisst wenn es wieder vom Markt verschwindet ... .


Kopfschüttelnde Grüße

René

Klex
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Re: Parker Ingenuity

Beitrag von Klex » 23.11.2012 13:11

Hallo miteinander,

zum Ingenuity möchte ich nun auch meine Meinung beitragen.
Zu diesem Halter bin ich durch einen Warenumtausch gekommen. Freiwillig hätte ich ihn mir wohl nicht gegönnt.
Neben meinen Füllhaltern besitze ich auch eine Anzahl von verschiedenen Rollerballs und habe mich intensiv mit dieser Materie beschäftigt. Meine ganz persönliche Erfahrung:
Bei Füllhaltern hatte ich schon bemerkt, daß - je weicher eine Feder schrieb - desto mehr kam es auf glatten Papieren zu Aussetzern. Und je mehr eine Feder 'kratzte', desto sicherer war sie im Anschreibverhalten und auch auf glatten Papieren.
Ähnlich, aber nicht so deutlich verhält es sich bei Roller- und Gelschreibern. Nicht jeder Roller fühlt sich wohl auf z.B. den Notizblöcken von Clairefontaine oder auf PostIt! Notizzetteln.
Hier punktet der Ingenuity!
So denke ich - wenn man schon zu den verrückten Schreibgerätesammlern gehört (und wie ich auch gerne damit schreibt; ich besitze keine Vitrine), warum sollte man nicht - wie bei Werkzeug - gewappnet für unterschiedliche Papieroberflächen sein?
So steckt dann in meinem 3er Pelikan-Etui kein Pelikan:
1 Waterman Exception Rollerball mit Pilot Gelmine BLS-G2-10 (breit)
für alle Standard- und rauheren Oberflächen bis hin zum Überweisungsträger (Schmirgelpapier). Diese Minen sind einfach genial, und in G10-Stärke haben sie die satteste und kräftigste Farbabgabe, die ich kenne. Da sie in einem transparenten Gehäuse stecken, kann man jederzeit den Inhalt prüfen. Das weiche und satte Schreibgefühl - gerade mit einem schweren Halter - ist himmlisch!
1 Parker Rollerball - mit einem lachenden und einem weinenden Auge! Wenn er 'auf Touren ist', schreibt er so schön leicht ungleichmäßig, womit man sein Schriftbild eher einem feinen Füllhalter zuordnen könnte. Er ist nicht so klinisch sauber, wie viele seiner Konkurrenten.
Aber(!) kommt es zeitweise auch mal zu Aussetzern oder schwachem Schriftbild, daß man denken könnte, die Tinte ginge zur Neige. Allerdings ist mir dieses Verhalten bislang nur bei blauer Tinte aufgefallen.
1 Parker Ingenuity - tja, da steckt er nun im Etui und kommt bei allen glatten Papieren zum Einsatz. Allerdings finde ich seinen Tintenverbrauch auch unverschämt hoch, und die Minen viel zu teuer. Der günstigste Anbieter, den ich finden konnte, verlangt 5,60 pro Mine. Das ist wie Ferrarifahren bei Vollgas mit V-Power betankt.
Aaaaber: er schreibt sehr gut und ist auf einigen Oberflächen der absolute Gewinner.

So, das war nun mein Senf zu diesem Thema. Ich hoffe, dem einen oder anderen von Euch vielleicht geholfen zu haben.
Wenn ich vor der Wahl stünde, nur einen Halter benutzen zu dürfen, würde ich immer auf einen schweren Waterman mit breiter Pilot Gelmine gehen (BLS-G2-10 in schwarz, blau, grün oder rot)

Noch viele satte Striche
und frohe Festtage wünscht Euch
Uwe

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Re: Parker Ingenuity

Beitrag von kaktus » 23.11.2012 19:26

Lieber Uwe,

vielen Dank für Deinen Beitrag. Den ersten wirklich mit Praxiserfahrungen. Mal abgesehen von der hier bereits diskutierten "Füller-Tarnoptik", die nicht jedem zusagt, ist der Minenpreis sicher bedenkenswert für Vielschreiber. Nochmals merci.

Andi

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Re: Parker Ingenuity

Beitrag von Andi36 » 23.11.2012 20:12

Hallo Uwe,

dem Dank von Andi möchte ich mich anschliessen, der Vergleich ist sehr aufschlussreich.

Gruß,
Andreas
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Re: Parker Ingenuity

Beitrag von Faith » 23.11.2012 22:08

Hallo Uwe,

ich schließe mich ebenfalls an.
Das ist mal eine Einschätzung, die nicht nur von der konfusen Optik, sondern dem Wichtigsten, den Schreibeigenschaften ausgeht. Vielen Dank dafür.
Viele Grüße
Faith

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Re: Parker Ingenuity

Beitrag von Klex » 24.11.2012 0:05

Hallo,

jau - danke für Eure Zustimmungen!

Zum Füllhalter-ähnlichen Aussehen möchte ich auch noch etwas sagen:
Dieser Metallschnabel, der über der sehr elastischen Minenspitze liegt, dient ersten dazu, daß sich die in einem Kunststoffgerippe (ähnlich einem Tintenleiter) befindliche Spitze nicht zu sehr nach oben biegt. Würde sie tun, wenn der Schnabel nicht wäre.
Zweitens soll man ja den Stift immer gleich halten, damit sich die 'magische'* Spitze ebenmäßig anschleift, und sich so quasi dem Schreiber individuell anpasst.
Somit ergibt sich für mich sogar ein zweifacher Sinn für dieses Schnabeltier-ähnliche Aussehen. Ist doch sogar ganz witzig, oder?
* magisch = für mich deshalb, da ich auch unter 5facher Vergrößerung keine Fasern erkennen kann. Es scheint sich um irgendetwas Neues zu handeln, zumal die Strichstärke sich kaum verändert bis die Mine leer ist. Hingegen KÖNNTE es bei zu hohem Schreibdruck passieren, daß die Spitze sich bis zur Funktionsuntüchtigkeit dem 'Schnabel' nähert, bevor die Mine leer ist. Allerdings benötigt der Ingenuity genauso wenig Druck wie ein Füllhalter.

Liebe Grüße
Uwe

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Re: Parker Ingenuity

Beitrag von kaktus » 24.11.2012 0:16

Interessante Infos, nochmals vielen Dank. Wechselt man mit der Mine auch die Schreibspitze, d.h. geht das "Einschreiben" dann von vorne los?

Andi

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Re: Parker Ingenuity

Beitrag von Klex » 24.11.2012 1:17

kaktus hat geschrieben:Interessante Infos, nochmals vielen Dank. Wechselt man mit der Mine auch die Schreibspitze, d.h. geht das "Einschreiben" dann von vorne los?

Andi

So ist es! Allerdings geht das genauso schnell wie bei einem Bleistift. Die Spitze bekommt je nach Haltung einen schrägen Anschliff. Null Problemo!

Uwe

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Re: Parker Ingenuity

Beitrag von Faith » 24.11.2012 13:21

Interessant. In dem Ingenuity scheint mehr Grips drin zu stecken, als es auf den ersten Blick für alle Füller-Freunde wirkte. ;)
Viele Grüße
Faith

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Re: Parker Ingenuity

Beitrag von Faith » 14.12.2012 18:53

Ich weiß nicht, inwiefern das bekannt ist, aber Parker hat tatsächlich das Ganze noch weiter getrieben: http://www.pensandleather.com/parker-5t ... large.aspx
Ich habe dies Stück heute für 350€ in der Vitrine eines Händlers liegen sehen, da fielen mir fast die Augen aus. Der Stift ist ganz schick, aber so viel Geld für diese Technik... nein, das ist wirklich zuviel es Guten.
Viele Grüße
Faith

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Re: Parker Ingenuity

Beitrag von Stuemper_61 » 30.01.2013 11:05

Das Prinzip hat mich interessiert und deshalb habe ich mir einen zu Weihnachten gegönnt.

Gekauft bei http://www.vulpennen.nl, weil es da auch die für 66€ gibt und die Refills in 6 Farben (nicht nur schwarz und blau wie hier).

Ich finde ihn ganz witzig und das Schreibgefühl ist deutlich besser als bei Kugelschreibern und Rollerballs ... er darf immer mitkommen und kommt dort zum Einsatz, wo Füller eher unpraktisch wird ..

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TomSch
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Re: Parker Ingenuity

Beitrag von TomSch » 30.01.2013 11:55

Hallo zusammen.

Auch ich benutze den Ingenuity inzwischen recht regelmäßig und muss meine zu Anfang recht einseitige Sichtweise ein wenig revidieren. Das Schreibverhalten ist durchaus sauber und rund. Für die schnelle Notiz zwischendurch eine wirklich angenehme Alternative.

Was meines Erachtens bleibt, ist einerseits die Kostenfrage bei der Anschaffung. Ein I.M. mit der 5th-Technologie für 66€ oder ein "echter" für 130-160€ finde ich persönlich ein wenig zu heftig. Aber die jüngste Einführung von neuen Modellen im Füllersegment scheint ja zumindest der Nachfrage Rechnung zu tragen.
Dann sind da noch die schon mehrfach angesprochenen Folgekosten für die Minen. Aber auch hier gibt es inzwischen Möglichkeiten und Angebote. @Uwe (und "Stuemper"): Ich möchte bestimmt eines nicht: Werbung betreiben. Du schriebst von den (im Normalfall wirklich enorm hohen) Minenkosten. Wenn du auch mit anderen als den normalen Tintenfarben einverstanden bist, schau dich einmal in der Bucht um und du wirst einen - weder mit mir verwandten noch verschwägerten oder irgendwie verwandtschaftlich verbandelten - Anbieter finden, der 8 Minen für 15€ (kostenloser Versand) anbietet. Im Moment unschlagbar! :)

Liebe Grüße
- und allen Niedersachsen schöne Zeugnisferien -
Thomas
Bewerte deine Erfolge daran, was du aufgeben musstest, um sie zu erzielen.
Dalai Lama

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Re: Parker Ingenuity

Beitrag von Stuemper_61 » 31.01.2013 10:49

Hallo Thomas,

einen Hinweis auf kostengünstige Refill-Quellen würde ich kaum als Werbung bezeichnen ... ich habe mir dazu aber auch in der Bucht schon einen Wolf gesucht und finde das trotz Deines Hinweises nicht ... da fehlt mir vielleicht noch das passende Suchwort ...

:(

Lieben Gruß
Eduardo

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Re: Parker Ingenuity

Beitrag von TomSch » 31.01.2013 22:11

Ein stürmisches "Hallo zusammen!"

Eine Frage an die Mods: ist bei häufigerer Nachfrage (Ersatzpatronen Ingenuity) ein direkter Link zur Bucht akzeptiert?
@Eduardo: du hast eine PN ;)

Windige Grüße,
Thomas
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