Masterarbeit "The Forgotten Fountain Pen"

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mondindianer
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Masterarbeit "The Forgotten Fountain Pen"

Beitrag von mondindianer »

Hallo,
ich bin auf eine (gut lesbare) amerikanische Masterarbeit für Geschichte aus dem Jahr 2017 gestoßen, die sich "[...] mit der Einführung, Popularität, dem Niedergang und der Wiederbelebung des Füllfederhalters in der amerikanischen Kultur und Gesellschaft des 20. Jahrhunderts [...]" befasst (aus der Einleitung, eigene Übersetzung). Interessant daran finde ich den Blick aus der Gesellschaft (vulgo: dem Nutzer) auf die Füllhalterbranche und nicht unter dem üblichen Aspekt der Innovation und Konkurrenz unter den Herstellern. Der Autor arbeitet interessante Zusammenhänge heraus, die sich durchaus auf andere Gesellschaften übertragen lassen.
Ich habe die PDF-Datei über das Internet-Archiv aufgerufen, der Original-Link wollte bei mir nicht funktionieren:
Busby, Charles Edward: "The Forgotten Fountain Pen" Auburn, Alabama, 2017.
Viele Grüße
Fritz
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pradella2
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Re: Masterarbeit "The Forgotten Fountain Pen"

Beitrag von pradella2 »

Hier ist der direkte Link zum PDF.
Danke für den Hinweis auf die Arbeit!
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Andreas_Hannover
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Re: Masterarbeit "The Forgotten Fountain Pen"

Beitrag von Andreas_Hannover »

Sehr interessant, vielen Dank!
Gast1
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Re: Masterarbeit "The Forgotten Fountain Pen"

Beitrag von Gast1 »

Danke! Beim Tardiff-Abschnitt und Sätzen wie "Traditional fountain pen inks are water soluble – great for smooth flow, less so
if one spills hot coffee on a recently written page." musste ich allerdings ein wenig stutzen. Traditionelle Füllertinten waren vor allem auch die EG-Tinten und so richtig kaffeelöslich waren die auch nicht.
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mondindianer
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Re: Masterarbeit "The Forgotten Fountain Pen"

Beitrag von mondindianer »

Gast1 hat geschrieben:
02.01.2026 3:12
Danke! Beim Tardiff-Abschnitt und Sätzen wie "Traditional fountain pen inks are water soluble – great for smooth flow, less so
if one spills hot coffee on a recently written page." musste ich allerdings ein wenig stutzen. Traditionelle Füllertinten waren vor allem auch die EG-Tinten und so richtig kaffeelöslich waren die auch nicht.
Übersetze einfach "traditional" nicht linear, sondern im Sinne eines der Synonyme, z. B. "common", und du bist dichter an der Aussage. Es geht dem Autor imho um den Gegensatz üblicher Tinten zu denen von Tardiff.

Just my 2 cents worth.
Viele Grüße
Fritz
Gast1
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Re: Masterarbeit "The Forgotten Fountain Pen"

Beitrag von Gast1 »

Na ja, was sind denn "übliche Tinten"? Wenn er sowas schreibt, dann sollte es wenigstens stimmen.
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Andreas_Hannover
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Re: Masterarbeit "The Forgotten Fountain Pen"

Beitrag von Andreas_Hannover »

Auf Seite 3 bezieht er sich ausdrücklich auf „water-based inks“ als eine Voraussetzung (von mehreren) für die Entwicklung von „modern fountain pens“ in Abgrenzung zu z.B. Federkielen. Er meint also sicherlich solche.
Gast1
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Re: Masterarbeit "The Forgotten Fountain Pen"

Beitrag von Gast1 »

Wasserbasiert sind Eisengallustinten auch, also jetzt gehen wir's mal durch. Die ersten Eisengallustinten, die das EG gelöst hielten, gab es schon in den 1830ern. Kommerziell wichtig in Deutschland war sicher das Leonhardi-Patent von 1856. Die ersten wasserlöslichen synthetischen blauen Teerfarbstoffe wurden in den 1860ern erfunden und die Kameraden Schluttig und Neumann haben ihre Referenztinte aus Einzelkomponenten (nicht mehr aus Galläpfeln) gemacht (Foto) und synthetisch eingefärbt. Man konnte Tinten wie die Registrars Ink und die ESSRI um 1890 machen und zwar genau so wie Registrars Ink und ESSRI. Man kann also berechtigt davon ausgehen, dass diese Tinten mit den Füllhaltern entstanden und obgleich einzelne Hersteller verschwanden (und bei Pelikan der EG-Gehalt immer weniger wurde), ist die Kette bis heute niemals abgerissen.
(Und wieso gibt es eigentlich ein Schallplatten-Revival, nur weil einige Fans wieder auflegen, wieviel Prozent sind das denn im Gesamtbild von Streaming und Co., ist das vielleicht nur ein Nischeneffekt? Wer weiß, vielleicht gibt's ja auch kein wirkliches Füller-Revival? :) )
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