Handschrift im Berufsleben

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Pen-Tagon
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Handschrift im Berufsleben

Beitrag von Pen-Tagon »

Gruß
Knut
Portaner
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Re: Handschrift im Berufsleben

Beitrag von Portaner »

Oh man, was es nicht alles gibt
Früher war zumindest nicht alles schlechter. :-)
Gruß Ed
Crovax
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Re: Handschrift im Berufsleben

Beitrag von Crovax »

Ach herrje, die Graphologie als Charakterdeutung ist zwar uralt, wird aber inzwischen als unwissenschaftlich eingestuft:
https://de.wikipedia.org/wiki/Graphologie#Kritik

Es gab auch mal die Theorie der Phrenologie (Schädeldeutung):

"Die Phrenologie ist eine von dem Arzt Franz Josef Gall entwickelte und umstrittene Lehre, die von der Kopfform auf die Hirnform und damit auf die kognitiven Fähigkeiten schließt. Besonders in Verruf geriet die Phrenologie durch ihre Anwendung in der NS-Zeit, da man mit ihrer Hilfe rassische Klasseneigenheiten festzustellen glaubte."

In Terry Pratchetts Scheibenwelt-Universum gibt es den Beruf der Retro-Phrenologie:

"Retrophrenologie ist die Umkehrung der Phrenologie, einer Wissenschaft, die aus der Form des Kopfes, also seinen Beulen und Dellen, Rückschlüsse auf den Charakter zieht. Retrophrenologen, wie beispielsweise Zorgo aus Ankh-Morpork, hingegen versuchen, durch eine Serie kunstvoll platzierter Schläge auf den Kopf, Charakter, Neigungen und Vorlieben des Kunden dessen Wünschen anzupassen."

Da frage ich mich doch, ob es nicht auch eine Retro-Graphologie geben könnte, bei der man sich durch Antrainieren einer bestimmten Handschrift auch bestimmte Charaktermerkmale aneignen kann. Zumindest könnte man damit einen Firmen-Graphologen austricksen.
gruß
stephan

Let grammar, punctuation, and spelling into your life! Even the most energetic and wonderful mess has to be turned into sentences.” ― Terry Pratchett
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BC666
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Re: Handschrift im Berufsleben

Beitrag von BC666 »

Crovax hat geschrieben:
27.01.2026 10:27
...
Da frage ich mich doch, ob es nicht auch eine Retro-Graphologie geben könnte, bei der man sich durch Antrainieren einer bestimmten Handschrift auch bestimmte Charaktermerkmale aneignen kann. ...
Du musst es nur oft und laut genug auf bestimmten Plattformen verkünden, dann glaubt das heute jeder. Ließe sich bestimmt viel Geld mit verdienen 8-)
LG, Claudia
Nitschewo
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Re: Handschrift im Berufsleben

Beitrag von Nitschewo »

Ich weiß gar nicht, was ihr habt. Der Graphologe ist immerhin (nach Philosophiestudium) Heilpraktiker in der Psychotherapie. Seriöser geht es ja wohl kaum! :lol:
Viele Grüße

Bianka

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Jowe
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Re: Handschrift im Berufsleben

Beitrag von Jowe »

Wenn ich mir überlege wie sich meine Handschrift im Laufe des Berufslebens verändert hat - ungeeignete Schreibutensilien, schnell hingeworfene Notizen etc. - und wie ich jetzt in der Rente bemüht bin mir mit schönen Füllern und Rollerballs wieder eine lesbare schönere Schrift anzugewöhnen müsste ich mich glaube ich analysieren lassen, um zu erfahren was in den letzten 50 Jahren mit meinem Charakter parallel passiert ist.

Ich war immer schon der Meinung, dass die Tätigkeit in einer medizinischen Subspezialiät, die mit der lateinischen Vorsilbe die Seele bedeutet anfängt im Laufe der Jahrzehnte sicher abfärbt. Und wenn dann noch so ein Typ wie der im Artikel geschilderte seinen Woodoo verbreitet würde ich gerne drüber lachen, wenn nicht vielleicht das berufliche Schicksal eines Bewerbers davon abhängt, weil ein Personaler durch verschiedene neuronale Fehlschaltungen an solch einen Schei.... glaubt.

Entschuldigung, aber solche Pseudowissenschaftler führen bei mir zu vermehrter Adrenalinausschüttung!

Gruß Jörg
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Zollinger
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Re: Handschrift im Berufsleben

Beitrag von Zollinger »

...wer schreibt denn heute noch Bewerbungen mit der Hand? Das habe ich schon sehr lange nicht mehr gesehen.

Alles was ich aus einer Handschrift lesen kann ist, ob jemand ein geübter Schreiber ist, oder nur gelegentlich von Hand schreibt. Und dabei erstaunen mich immer wieder Schriftstücke von älteren Menschen, die ein Leben mit Handschrift verbracht haben.
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Jowe
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Re: Handschrift im Berufsleben

Beitrag von Jowe »

Zollinger hat geschrieben:
27.01.2026 14:40
...wer schreibt denn heute noch Bewerbungen mit der Hand? Das habe ich schon sehr lange nicht mehr gesehen.
Ich kenne tatsächlich noch Firmen, auch große, die zumindest im Nachgang auf eine Onlinebewerbung einen handschriftlichen Lebenslauf wünschen.

Gruß Jörg
Nitschewo
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Re: Handschrift im Berufsleben

Beitrag von Nitschewo »

Vor etwa zehn Jahren war ich gerade auf Jobsuche und bin auch über eine Stellenanzeige gestolpert, die ein handschriftliches Bewerbungsschreiben forderte. Auf mich hatte das eine abschreckende Wirkung, weil ich eine graphologische Bewertung dahinter argwöhnte und nicht für ein Unternehmen arbeiten wollte, das zu esoterischen Recruiting-Methoden neigt. Der Job erforderte weder handschriftliche Fertigkeiten noch kreative Begabung. Meinem jetzigen Arbeitgeber reichte zum Glück ein Anschreiben per E-Mail und ein tabellarischer Lebenslauf als PDF.
Viele Grüße

Bianka

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