Wahl-Eversharp Drehbleift von 1931 - 35

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pelikanjog
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Wahl-Eversharp Drehbleift von 1931 - 35

Beitrag von pelikanjog » 16.11.2019 14:37

Hallo,

ich besitze einen Eversharp Set mit Drehbleistift (1. Gen, 1931 - 35) Jet Black mit Ketten Ringband und 1,24 mm Minendicke.

Kann mir jemand sagen, wie man ihn öffnet?

a) wegen Minenersatz
b) weil zwischen dem Ober- und Unterteil ein Spalt von ca. 0,5 mm klafft, den ich möglicherweise vermeiden möchte.

Hansjürgen

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TomSch
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Re: Wahl-Eversharp Drehbleift von 1931 - 35

Beitrag von TomSch » 16.11.2019 16:54

Hallöle,

kannst du bitte ein Bild davon posten?

Nieselgrüße aus dem Norden, Thomas
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pelikanjog
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Re: Wahl-Eversharp Drehbleift von 1931 - 35

Beitrag von pelikanjog » 16.11.2019 17:19

Hallo Thomas,

.... man wohnt nicht freiwillig / ungestraft im Norden ... Spässle!

Dass diese Bitte kommt, hätte ich inzwischen wissen können. Ob Bilder helfen, weiß ich nicht, aber ich schicke sie.

MfG Hansjürgen

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Re: Wahl-Eversharp Drehbleift von 1931 - 35

Beitrag von TomSch » 16.11.2019 17:36

Soso, Spässle! :lol:

Wie bewegst du die Mine, ist vorn die Spitze der Drehmechanismus oder musst du das Heck drehen?
Sollte dies der Fall sein, wie bei 99% der damaligen Drehbleistifte, würde ich einmal vorsichtig probieren, das Heck abzuziehen. Meines Erachtens spricht die Facettierung auch dafür.

Du hast Recht: dort ist ein Spalt, der definitiv fehl am Platze ist.
Ei verbibbscht,
Thomas
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Re: Wahl-Eversharp Drehbleift von 1931 - 35

Beitrag von pelikanjog » 16.11.2019 18:19

Hallo Thomas,

Jaaaah, das geht. Danke für die Ermutigung!

Da kommt dann auch das Teil mit dem Radiergummi ans Licht. Leider ist er völlig verbraucht. Mal sehen, ob ich da was ersetzen kann.


Nb: Ostfriesland, Nordsee, Inseln - bei schönem Wetter, was immer das ist, schön für einen (kurze) Urlaub.
Wir haben unseren Hochzeitsurlaub 1971 in Nordfriesland verbracht, allerdings auf dem Festland bei und dabei gemerkt, wie sehr wir Süddeutschland mögen und vermissen, vor allem die Schwäbische Alb und die Alpen. Wir haben aber Freunde in Hamburg, die wieder nach Hamburg zurückgezogen sind. Denen war das hier alles zu kleinkarriert. - OK!


Hansjürgen

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Re: Wahl-Eversharp Drehbleift von 1931 - 35

Beitrag von TomSch » 16.11.2019 18:38

Hallo Hansjürgen.

Dann bin ich quasi das geographische Bindeglied. :P Ruhrpöttler aus Bochum (Vorort Richtung Witten und Ennepekreis), den es beruflich nach Papenburg verschlug, und der gern den Sommerurlaub in Unterfranken oder im Allgäu verbringt. Passt doch super. :lol:

Bei den alten Radierern mache ich es immer so, dass ich sie versuche, rückstandsfrei herauszupfriemeln. Danach kommt ein weiches Radiergummi von Pelikan, Läufer o.ä., von dem ich ein Quadrat grob erforderlicher Größe anschneide. Mit einem Skalpell versuche ich häppchenweise eine annähernd runde Form zu schnipseln und dat Dingen als Ersatzradierer einzusetzen. 8-) :mrgreen:

Tüsskess, Thomas
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Re: Wahl-Eversharp Drehbleift von 1931 - 35

Beitrag von Grimbart » 17.11.2019 23:42

Wo Sie grad' sagen: "Spässle":

"Drehbleift" finde ich fast schon genial! Wie der Volksmund ja auch sagt: In der Kürze liegt die Würze. :)
Gruß von Gernot

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Re: Wahl-Eversharp Drehbleift von 1931 - 35

Beitrag von pelikanjog » 18.11.2019 10:12

Hallo Thomas,

alle "Operationen" erfolgreich erledigt, incl. Radiergummi.
Der in meinen Augen wunderschöne, facettierte, leichte und dünne "Drehbleistift" aus den 3oer Jahren ist gebrauchtsfertig.

Ich habe einen 5 mm Bohrer benutzt, um den alten Radiergummi zu entfernen.
Den neuen Einsatz zu schnitzen, war im Vergleich zum Schnitzen einer (dünnen) Korkdichtung im Kolbenfüller, einfach.

Der Spalt ist durch korrekte Montage verschwunden. Das Oberteil war einfach nicht vollständig aufgesteckt / angedrückt - ging auch relativ stramm.

Jetzt ist Ersatzminen zu bekommen, die Herausforderung. Nötig sind 1,24 mm Minen, im Handel habe ich bisher nur 1,2 mm Minen gefunden. Mal sehen, ob dass auch geht oder ob ich originaldicke Minen finde.

Vielen Dank nochmal für deine Hinweise,

Hansjürgen

PS Gimbarts Beitrag habe ich leider nicht ganz verstanden. Bezieht sich die "Würze" auf den Ausdruck "Drehbleistift"?
Ich (u.a.) nutze ihn, um diese Art vom "Druckbleistift" (z.B. bei Pelikan u.a.) zu unterscheiden.

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Re: Wahl-Eversharp Drehbleift von 1931 - 35

Beitrag von Frischling » 18.11.2019 10:23

Hansjürgen,

In der Überschrift steht "Drehbleifte", das "st" fehlt ;-)

Vermutlich mag Grimbart/Gernot solche Vertipper genauso gern wie ich, die ergeben oft wirklich schöne und/oder lustige Wörter bzw. Inhalte.

LG
Christa

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Re: Wahl-Eversharp Drehbleift von 1931 - 35

Beitrag von pelikanjog » 18.11.2019 10:32

Hallo Christa,

Ok, das erklärt mir alles.

So etwas passiert mir bei Tippen leider desöfteren, trotz Korrekturlesen ... - Blinder Fleck?

Schön finde ich die "Abkürzung" nicht. Danke für deine positive Konnotation.

Von meiner Seite (als Ästhet): Sorry dafür!

Hansjürgen

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Re: Wahl-Eversharp Drehbleift von 1931 - 35

Beitrag von VolkerB » 21.11.2019 23:34

Hallo,

vielleicht ein wenig off-topic, aber ich habe gerade eine passende Textstelle ind er Literatur gefunden:

"Mr. Prout sagte, man solle ihn damit in Ruhe lassen; der Drehbleistift sei sowieso nur eine alberne Spielerei; wenn Mr. Bredon einen richtigen Bleistift haben wolle, solle er sich einen Eversharp besorgen."

Aus: Dorothy L Sayers, "Mord braucht Reklame", Rowohlt 1980, S. 160. Ursprünglich 1933 erschienen als 'Murder Must Advertise'.

Das wäre dann dieser Stift, denke ich.

Viele Grüße,
Volker

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Re: Wahl-Eversharp Drehbleift von 1931 - 35

Beitrag von Grimbart » 22.11.2019 21:58

So so, ein Bleistift mit krimineller Vergangenheit. Und literarisch geadelt! Das hat man ja auch nicht so oft.

Aber wenn Mr Prout vom Drehbleistift abrät und einen Eversharp empfiehlt, dann hat er doch wohl gerade nicht diesen Drehbleistift von Eversharp gemeint, oder?
Gruß von Gernot

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Re: Wahl-Eversharp Drehbleift von 1931 - 35

Beitrag von pelikanjog » 23.11.2019 10:23

Hallo ihr beiden,

bin wieder zurück und am PC.

Die Textstelle finde ich interessant.
"Eversharp" war, soweit ich weiß, ein Name, der eine Zeit lang für (Dreh-)Bleistifte überhaupt stand.
Der Autor meinte vielleicht eine andere Marke. Es gab ja mehrere Firmen, die so etwas produzierten.
Vielleicht meinte er auch, dass der Drehbleistift ("Eversharp" von Eversharp) einfach anderen mechanischen Stiften / Druckbleistift / Holzbleistift überlegen sein.

Es gab jedenfalls - wie ich aus Katalogen weiß - auch ganz andere (schmucke) Drehbleistifte von Eversharp, die eigenständig in Form und Gestaltung / Verzierung waren als meinen, der zu einem Set (Popular) gehört.

Soviel Erklärungsversuch von mir,

Hansjürgen

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Re: Wahl-Eversharp Drehbleift von 1931 - 35

Beitrag von VolkerB » 24.11.2019 22:56

Ich denke, es ging schon konkret um den Vergleich eines Eversharp mit einem anderen mechanischen Bleistift, der hier in kleiner Zahl als Werbegeschenk verteilt wurde, was den Kreis der Verdächtigen klein hält.

Ich weiss nicht, wie viele unterschiedliche Typen Eversharp damals im Programm hatte, aber der Zeitrahmen passt ja. Aber vielleicht dachte Sayers an ein anderes Modell.

Viele Grüsse,
Volker

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Re: Wahl-Eversharp Drehbleift von 1931 - 35

Beitrag von pelikanjog » 25.11.2019 11:48

Das kommt mir auch einleuchtend vor, wirklich entscheidend wichtig für ein Problem mit einem Eversharp DB scheint es mir aber auch nicht zu sein.

Trotzdem schön, von einer literarischen Nennung zu hören.


Hansjürgen

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