Moonman/Majohn Wancai Mini 2. Generation

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SteamDevil
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Moonman/Majohn Wancai Mini 2. Generation

Beitrag von SteamDevil »

Habe die Ehre, da bin ich wieder.

Heute geht es um den Moonman Wancai Mini 2. Generation.
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Er ist der Nachfolger des klassischen Moonman Wancai.
Was die hauptsächlichen Änderungen angeht, dazu später mehr in diesem Review.

Als kleines Extra kommt diesmal noch eine besondere Feder hinzu.
Hierbei handelt es sich um eine “Bobby Handmade Mini Fude” feder. Oder wie er sie nennt: „A Little Bent Nib”
Und da sie optisch passen, musste natürlich in Rainbow Color.

und los geht's.





Die technischen Daten...
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Befüllsystem(e): Eyedropper (only)


Bezugsquellen:
AliExpress - Pappihot Official Store


Preis: ca. 6,10 €


Farvarianten:
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Erster Eindruck:

Als allererstes stellen wir fest, rein äußerlich unterscheidet er sich nicht von seinem Vorgänger.
Schaut man aber genauer hin, stellt man doch geringfügige Unterschiede fest.
Dazu aber gleich mehr.

Da sich also optisch kaum etwas geändert hat, kommt es hier auch zu keinen größeren Überraschungen.
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Wie zu sehen ist, habe ich mich für eine Version in Lila mit ein paar silbernen Sprenkeln entschieden.
Leider sagten mir die anderen verfügbaren Farben in ihrer Gesamtheit nicht wirklich zu.
Die schwarze Version war mir schlicht zu langweilig, während die blaue Version für mich überhaupt nicht in Frage kam, da ich blau grundsätzlich eher nicht mag. Auch die anderen Modelle in den Pastellfarben sagten mir nicht zu, da diese einfach zu feminin wirken.

Und damit sind wir eigentlich auch schon mit dem ersten Eindruck durch, denn schließlich gibt es nur minimale Änderungen hinsichtlich Material und Farbauswahl.

Es bleibt nur noch anzumerken, daß eine Glas-Pipette mitgeliefert wird, um den Füller
befüllen zu können - falls man noch keine Pipetten für Eydropper hat, den für manche könnte es ja der erste sein.





Material und Verarbeitung:

Wurde beim Vorgänger noch ein einigermaßen hochwertiges Kunstharz verwendet, finden wir hier stattdessen nur noch einen einfachen ABS-Kunststoff.
Das lässt sich unschwer daran erkennen, dass an beiden Enten ein kleiner Gnubbel oder Dimpel oder wie man das auch immer nennen möchte, zu sehen ist.
Dieser rührt schlicht von der Spritzgussform her.
Man ist also in der zweiten Generation von einem hochwertigen Material auf ein eher günstiges umgestiegen.

In Sachen Verarbeitung hat man sein Möglichstes getan, um zumindest einen halbwegs sauberen und anständigen Eindruck zu hinterlassen.
Stellenweise findet man aber dennoch die eine oder andere einigermaßen scharfe Kante, was aber in der Natur der Sache liegt, um einen sauberen Abschluss beziehungsweise Übergang zu erhalten.
daher sollte das nicht zwingend ein Negativkriterium sein.





Haptik & Ergonomie:

Haptisch hat er mich jetzt nicht vom Hocker gerissen.
Das Material hinterlässt gefühlt einfach nur einen etwas billigen Eindruck, sodass kaum Freude bei der Berührung aufkommt.
Wenn er zu voller Größe aufgepflanzt wurde, stört am Griffstück dann doch der etwas scharfkantige Übergang.
Aber für einen Pocket Pen dieser Größe und Bauart mag das noch in Ordnung gehen.

Ergonomisch verhält es sich bei diesem Füller wie mit jedem anderen seiner Gattung. Er ist halt weder Fisch noch Fleisch.
Aber auch das soll in diesem Fall jetzt kein Negativkriterium sein.





Die Feder:

Kurz ein Wort zur original verbauten Feder:

Die goldfarbene Feder in Größe #5 und Strichstärke “F” konnte jetzt nicht wirklich überzeugen und hatte auch ein recht deutliches Feedback.
Was offensichtlich daran liegt, dass es sich bei diesem Modell der Feder um eine ältere Charge handelt.
Aus diesem Grund - und aus meiner Sicht - war daher ein Federwechsel zwingend notwendig.
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Kommen wir aber nun zur Feder von Bobby:

Hierbei handelt es sich um eine sogenannte Mini Fude Feder, die von Bobby von Hand gefertigt wurde.
Mini deshalb, weil der Schnabel deutlich kürzer ist als bei herkömmlichen dieser Bauart.
Dadurch lässt sich etwas Varianz in der Linienführung erzeugen.
Was auch typisch für Federn dieser Art ist: man muss den Sweetspot treffen.
Gelingt einem das, was nicht allzu schwierig ist, wird man mit einer Linie bis hin zur Stärke Medium belohnt.
Wählt man dazu mit Bedacht eine gut fließende Tinte. Dann gibt es noch nicht einmal ein nennenswertes Feedback.
Jedenfalls gefällt mir diese Feder in Sachen Schreibeigenschaften und Linienführung sehr gut.
Und als Lohn für die Mühen des Umbaus passt diese Feder in diesen Füller wie der Deckel zu seinem Topf.




Befüllung:

Hier gibt es nicht viel zu sagen.
Es handelt sich hierbei um einen astreinen Eyedropper.
Und aufgrund der kurzen Bauform lässt er auch keinerlei Möglichkeit zu Patrone oder Konverter zu benutzen. Ich.





Bewertung & Schreibprobe:

Zuerst der Bewertungsbogen:
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Und es folgt auch gleich die Schreibprobe.
Wie üblich auf Oxford Optik Paper 90g/m².
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Fazit:

Was soll ich als Fazit sagen?
Zweckbedingt als Taschenfüller gefällt er mir ja recht gut. Um nicht zu sagen ausgesprochen gut.
Daher ist er auch seit einiger Zeit mein täglicher Begleiter und klemmt an meinem Notizbuch.
Aber das würde auch sein Vorgängermodell, hätte ich es nur hier.
Der einzig wirklich echte Vorteil liegt im Preis. Diese beträgt lediglich ein Drittel dessen, was sein Vorgänger gekostet hat.
Das ist aber auch dem entsprechend günstigeren Material zu verdanken.

Man kann also sagen, er hat mich nicht vom Hocker gehauen. Aber irgendwie liebgewonnen habe ich ihn trotzdem.
Gemessen an dem, für was er gedacht ist, erfüllt er seinen Zweck mit Bravour.
Wer also etwas günstiges für unterwegs braucht, ist mit diesem Füller sehr gut beraten. Denn bei dem schadet es auch nicht. Groß geht er mal verloren oder geht zu Bruch. Man hat damit zumindest nicht den Gegenwert eines halben Jahresurlaubs in den Wind geschossen.

Wie? Und das war's auch schon wieder von mir.

Liebe Grüße
SteamDevil

Das entsprechende Video dazu findet Ihr hier:
Majohn P138 | Majohn Wancai Mini 2. Generation | Der Nachfolger
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