Majohn & Montblanc
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Majohn & Montblanc
Es sieht so aus als ob die chinesische Firma Majohn einen neuen Fueller auf den Markt bringen moechte.
Es sieht so aus als ob sie eine Kopie des Montblanc 1246 aus den 1970ern plant.
Details der Spekulation: https://www.fountainpennetwork.com/foru ... ajohn-pen/
Ich vergass zu erwaehnen, dass anscheinend alte MB Federn eingewechselt werden koennen.
Wer nicht weiss, um was es sich bei dem Montblanc 1246 handelt:
1276 war solid gold 14k cap and barrel, 1296 war solid gold 18k.
Es sieht so aus als ob sie eine Kopie des Montblanc 1246 aus den 1970ern plant.
Details der Spekulation: https://www.fountainpennetwork.com/foru ... ajohn-pen/
Ich vergass zu erwaehnen, dass anscheinend alte MB Federn eingewechselt werden koennen.
Wer nicht weiss, um was es sich bei dem Montblanc 1246 handelt:
1276 war solid gold 14k cap and barrel, 1296 war solid gold 18k.
Re: Majohn & Montblanc
Ikonen-Fledderei.
Re: Majohn & Montblanc
Patente erloeschen nach 20 Jahren und danach kann jeder damit machen was er moechte.
Warum soll das eigentlich bei Designs anders sein?
Warum soll das eigentlich bei Designs anders sein?
- Entschleuniger
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Re: Majohn & Montblanc
Da wird ja wieder die empörungskultur aufleben… Jedesmal das gleiche.
Sollte er die gleiche Verarbeitungsqualität aufweisen wie die 136er werde ich mir von diesem Modell auch alle Modellversionen zulegen.
Ich bin sehr gespannt drauf.
LG Martin
Sollte er die gleiche Verarbeitungsqualität aufweisen wie die 136er werde ich mir von diesem Modell auch alle Modellversionen zulegen.
Ich bin sehr gespannt drauf.
LG Martin
Re: Majohn & Montblanc
Ich schließe mich an und hätte noch zwei originale MB 14K-Federn aus leckenden alten Montblancs, an denen ich mich dann wieder erfreuen könnte. Wenn man da wirklich die alten Federn einsetzen könnte, fände ich das großartig.Entschleuniger hat geschrieben: ↑17.03.2026 11:30Sollte er die gleiche Verarbeitungsqualität aufweisen wie die 136er werde ich mir von diesem Modell auch alle Modellversionen zulegen.
Ich bin sehr gespannt drauf.
LG Martin
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- Strombomboli
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Re: Majohn & Montblanc
Ich habe nur eine solche Feder und schließe mich auch an. Da ich noch nie etwas von Majohn oder überhaupt direkt in China oder bei Ali-Express bestellt habe, wäre ich sehr dankbar, wenn ich, wenn es soweit ist, mich bei irgendwem anschließen könnte, der damit Erfahrungen hat, also, es würde mich freuen, wenn jemand einen Füller für mich mitbestellen würde.
Am allerbesten wäre es natürlich, wir würden warten, bis jemand schon einen Füller hat und bestätigen kann, daß man di alten Federn einsetzen kann. Wenn sich dazu jemand erbarmte.
Iris
Mein Avatar ist ein Gemälde von Ilja Maschkow (1881-1944): Selbstporträt; 1911, das in der neuen Tretjakow-Galerie (am Krimskij Wal) in Moskau hängt, wo ich es fotografiert habe.
Mein Avatar ist ein Gemälde von Ilja Maschkow (1881-1944): Selbstporträt; 1911, das in der neuen Tretjakow-Galerie (am Krimskij Wal) in Moskau hängt, wo ich es fotografiert habe.
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PerpetualPencil
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- Registriert: 19.10.2024 1:59
Re: Majohn & Montblanc
Kopieren im kommerziellen Kontext ist und bleibt moralisch falsch, egal, ob es rechtlich erlaubt ist, Gesetze kommen und gehen. Das ist keine 'Empörungskultur'. Im anderen Thread beklagt man den Rückgang der deutschen Schreibwarenbranche.. ???
Viele Grüße
- Entschleuniger
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Re: Majohn & Montblanc
Ich denke , der Niedergang der Schreibwarenbranche hat ziemlich wenig mit Markenfälschung oder Designklau zu tun. Die Zeiten ändern sich einfach.
LG
LG
Re: Majohn & Montblanc
> Kopieren im kommerziellen Kontext ist und bleibt moralisch falsch, egal, ob es rechtlich erlaubt ist
Diese Aussage ist nicht so ganz durchdacht.
Generika waeren dann moralisch nicht erlaubt.
Reclamhefte der Werke von Goethe waeren moralisch falsch.
Konzertauffuehrungen von Mozart ...
Das alles sind Kopien von frueheren Originalen.
Die Liste kann man beliebig weiterfuehren.
Solange niemand direkt geschaedigt wird, sollten wir uns an Gesetze halten und die Moral etwas beiseite lassen.
Diese Aussage ist nicht so ganz durchdacht.
Generika waeren dann moralisch nicht erlaubt.
Reclamhefte der Werke von Goethe waeren moralisch falsch.
Konzertauffuehrungen von Mozart ...
Das alles sind Kopien von frueheren Originalen.
Die Liste kann man beliebig weiterfuehren.
Solange niemand direkt geschaedigt wird, sollten wir uns an Gesetze halten und die Moral etwas beiseite lassen.
Re: Majohn & Montblanc
Es gibt schon gute Gründe, warum Urheberrecht, Patentrecht etc. Schutzfristen haben. Der eigentliche Schöpfer soll eine gewisse Zeit bekommen, in der er sein Werk exklusiv vermarkten darf. Nach Ablauf der Frist soll aber jeder die Möglichkeit haben, auf diesen Werken aufzubauen und das schliesst auch Kopien ein.
Ich habe keine Probleme mit "inspirierten" Füllern, solange sie eindeutig vom Original zu unterscheiden sind also z.B. ein eigenes Logo verwenden oder den eigenen Herstellernamen zeigen.
Wer wirklich ein Meisterstück will, der wird auch eines kaufen (oder eine Fälschung mit Schneegipfel) aber keinen Jinhao.
Ein Jinhao, der fast wie ein Meisterstück aussieht, wird weder Montblanc schaden noch dem Einzelhandel.
Was dem Einzelhandel eher schadet, ist ein größeres Angebot an bezahlbaren Füllern für Jedermann. Wenn ich am einzigen echten Schreibwarenladen hier in Aachen vorbeikomme, liegen da in der Regel nur GFvC-Füller mit Preisen im dreistelligen Bereich im Schaufenster. Sehr selten sind da für kurze Zeit auch die Lamy Safaris der neuen Limited Edition zu sehen. Es besteht leider der Trend bei den bekannten Marken, ihre Produkte immer mehr als Luxusartikel zu vermarkten und dann wird das Angebot an Arbeitspferden im Geschäft sehr dünn. Wer einfach nur einen ordentlichen Füller zu einem reellen Preis sucht, wird da enttäuscht.
Ich habe keine Probleme mit "inspirierten" Füllern, solange sie eindeutig vom Original zu unterscheiden sind also z.B. ein eigenes Logo verwenden oder den eigenen Herstellernamen zeigen.
Wer wirklich ein Meisterstück will, der wird auch eines kaufen (oder eine Fälschung mit Schneegipfel) aber keinen Jinhao.
Ein Jinhao, der fast wie ein Meisterstück aussieht, wird weder Montblanc schaden noch dem Einzelhandel.
Was dem Einzelhandel eher schadet, ist ein größeres Angebot an bezahlbaren Füllern für Jedermann. Wenn ich am einzigen echten Schreibwarenladen hier in Aachen vorbeikomme, liegen da in der Regel nur GFvC-Füller mit Preisen im dreistelligen Bereich im Schaufenster. Sehr selten sind da für kurze Zeit auch die Lamy Safaris der neuen Limited Edition zu sehen. Es besteht leider der Trend bei den bekannten Marken, ihre Produkte immer mehr als Luxusartikel zu vermarkten und dann wird das Angebot an Arbeitspferden im Geschäft sehr dünn. Wer einfach nur einen ordentlichen Füller zu einem reellen Preis sucht, wird da enttäuscht.
gruß
stephan
“Let grammar, punctuation, and spelling into your life! Even the most energetic and wonderful mess has to be turned into sentences.” ― Terry Pratchett
stephan
“Let grammar, punctuation, and spelling into your life! Even the most energetic and wonderful mess has to be turned into sentences.” ― Terry Pratchett
Re: Majohn & Montblanc
Meine Vermutung: Das Hauptmotiv bzw. die Zielgruppe für das minutiöse Zitats eines 65 Jahre alten Designklassikers dürften natürlich nicht „wir“ (abendländische Sammlerinnen, Enthusiasten und Erben) sein, sondern rasch trendende jüngere Generationen auf dem chinesischen und japanischen Markt. Nicht umsonst tauchen bei Ebay erstaunlich viele MBs gerade aus dieser Produktgeneration zu erstaunlich hohen Preisen auf. Die Dinger laufen also gerade, und Majohn bedient diesen Trend.
Re: Majohn & Montblanc
Siehe auch hier
bzw. untenstehendes Foto auf Kunstrasen:
bzw. untenstehendes Foto auf Kunstrasen:
Re: Majohn & Montblanc
> Zielgruppe
Chinesische Kaeufer sind mit Sicherheit die Zielgruppe.
Wenn man einmal annimmt, dass die meisten Auslaender ueber Amazon, Etsy und Aliexpress kaufen, kann man abschaetzen wieviel Schreibgeraete an Auslaender verkauft werden. Aliexpress zeigt die Anzahl der verkauften Stuecke an, das sind oft nur ein paar hundert oder weniger pro Modell (unterschiedliche Farbe = unterschiedliches Modell). Ich nehme an, dass ueber Amazon die meisten verkauft werden. Viele getrauen sich halt nicht bei Aliexpress zu kaufen. Im guenstigsten Fall werden also ein paar tausend ueber die erwaehnten AEA verkauft.
Ein Chinese hat auf FPN erwaehnt (Meinung!), dass pro Modell wohl so ab 100'000 hergestellt werden, damit es sich ueberhaupt lohnt. Immerhin kann man in Mainland China nicht die gleichen Preise fordern wie bei AEA. Der Rest muss dann wohl in China verkauft werden.
Man muss auch beruecksichtigen, dass Montblanc ausgelaufene Modelle sowieso nicht mehr herstellt (auch bei Bedarf) und sich auch sonst nicht um Wuensche ihrer Kunden kuemmert (nicht-schwarze 149). Da ist es eigentlich begruessenswert, dass Majohn et al. dies tut.
Ansonsten vermute ich, dass MB gar kein grosses Interesse hat, die Herstellung zu unterbinden (kostet Geld)*. Sie haben ja bereits ihr Geld mit der Originalbatch verdient. Ob die Preise des second-hand Marktes beeinflusst werden interessiert MB sicher nicht - zumindest solange die Kaeufer eines MB nicht realisieren, dass sie ihre gebrauchten Fueller nicht einfach verkaufen koennen wenn es die guenstigen chinesischen Kopien gibt. Langfristig koennte MB daher schon Verkaufseinbussen erleiden.
* MB geht allerdings zu Recht gegen Firmen vor, die den Namen Montblanc oder die die Schneekappe benutzen.
> Es gibt schon gute Gründe, warum Urheberrecht, Patentrecht etc. Schutzfristen haben. Der eigentliche Schöpfer soll eine gewisse Zeit bekommen, in der er sein Werk exklusiv vermarkten darf. Nach Ablauf der Frist soll aber jeder die Möglichkeit haben, auf diesen Werken aufzubauen und das schliesst auch Kopien ein.
Ganz genau. Leider ist das nicht immer der Fall, siehe Micky Maus. Da wurde von den Lobbisten erreicht, dass das Copyright-Recht zum Nachteil des Verbrauchers veraendert wurde. Ueber die "Argumente", die dies erreichten, wird spekuliert.
Chinesische Kaeufer sind mit Sicherheit die Zielgruppe.
Wenn man einmal annimmt, dass die meisten Auslaender ueber Amazon, Etsy und Aliexpress kaufen, kann man abschaetzen wieviel Schreibgeraete an Auslaender verkauft werden. Aliexpress zeigt die Anzahl der verkauften Stuecke an, das sind oft nur ein paar hundert oder weniger pro Modell (unterschiedliche Farbe = unterschiedliches Modell). Ich nehme an, dass ueber Amazon die meisten verkauft werden. Viele getrauen sich halt nicht bei Aliexpress zu kaufen. Im guenstigsten Fall werden also ein paar tausend ueber die erwaehnten AEA verkauft.
Ein Chinese hat auf FPN erwaehnt (Meinung!), dass pro Modell wohl so ab 100'000 hergestellt werden, damit es sich ueberhaupt lohnt. Immerhin kann man in Mainland China nicht die gleichen Preise fordern wie bei AEA. Der Rest muss dann wohl in China verkauft werden.
Man muss auch beruecksichtigen, dass Montblanc ausgelaufene Modelle sowieso nicht mehr herstellt (auch bei Bedarf) und sich auch sonst nicht um Wuensche ihrer Kunden kuemmert (nicht-schwarze 149). Da ist es eigentlich begruessenswert, dass Majohn et al. dies tut.
Ansonsten vermute ich, dass MB gar kein grosses Interesse hat, die Herstellung zu unterbinden (kostet Geld)*. Sie haben ja bereits ihr Geld mit der Originalbatch verdient. Ob die Preise des second-hand Marktes beeinflusst werden interessiert MB sicher nicht - zumindest solange die Kaeufer eines MB nicht realisieren, dass sie ihre gebrauchten Fueller nicht einfach verkaufen koennen wenn es die guenstigen chinesischen Kopien gibt. Langfristig koennte MB daher schon Verkaufseinbussen erleiden.
* MB geht allerdings zu Recht gegen Firmen vor, die den Namen Montblanc oder die die Schneekappe benutzen.
> Es gibt schon gute Gründe, warum Urheberrecht, Patentrecht etc. Schutzfristen haben. Der eigentliche Schöpfer soll eine gewisse Zeit bekommen, in der er sein Werk exklusiv vermarkten darf. Nach Ablauf der Frist soll aber jeder die Möglichkeit haben, auf diesen Werken aufzubauen und das schliesst auch Kopien ein.
Ganz genau. Leider ist das nicht immer der Fall, siehe Micky Maus. Da wurde von den Lobbisten erreicht, dass das Copyright-Recht zum Nachteil des Verbrauchers veraendert wurde. Ueber die "Argumente", die dies erreichten, wird spekuliert.
