Pilot Konverter CON-70

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VolkerB
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Pilot Konverter CON-70

Beitrag von VolkerB »

Ich habe ja vor ein paar Jahren schon einmal etwas zu Füllsystemen geschrieben, aber erst jetzt habe ich mich mit dem Pilot-Konverter CON-70 beschäftigt. Ich bin mir allerdings nicht völlig sicher, ob ich die Funktionsweise komplett verstanden habe, daher hier meine bisherigen Erkenntnisse.

Pilot bietet hier aktuell als Konverter CON-40 und CON-70 an. Der CON-40 ist erst einmal ein klassischer Drehkolbenkonverter. Allerdings haben Patronen und Konverter von Pilot ein sehr breites Mundstück, das beim CON-40 ein ähnlich großes Volumen hat wie der Tintentank selbst. Dadurch it der Konverter schlecht zu füllen, weil der Tintentank erst einmal voller Luft bleibt. Andererseits ist er relativ klein und findet z. B. auch im Capless oder Prera Platz, die für den CON-70 zu klein sind.

In den USA gibt es auch den CON-B als einfacheren Ersatz für den Quetschkonverter CON-20.

Con-70 1s.JPG
Con-70 1s.JPG (175.23 KiB) 190 mal betrachtet

Zum CON-70. Auf dem Bild sind die Elemente des Konverters zu sehen, von links nach rechts:
Nach dem Mundstück folgt ein taillierter Abschnitt des Tintentanks, der innen mit Rippen versehen ist. Der obere Teil des Tintentanks ist innen glatt. Darauf folgt in einer Metallhülse der Pumpmechanismus mit einem gefedert gelagertem Kolben, der am Ende von einem schwarzen Druckknopf bedient wird.

Im Inneren des Tintentanks ist eine Metallstange, die sich axial ca. 1 cm frei bewegen kann. Vorne auf der Stange sitzt ein doppelkonisches Kunststoffteil, das nach vorne auf der Taille anschlägt, wenn man den Kolben voll betätigt. Hinter dem Kunststoffteil befundet sich eine Verdickung an der Achse, die das Kunststoffteil nach hinten stoppt. Die Metallstange ist innen hohl.

Con-70 2s.JPG
Con-70 2s.JPG (187.32 KiB) 190 mal betrachtet

Zum Füllen wird der Füllknopf mehrfach nach unten gedrückt, dabei entweicht erst Luft und es fließt dann Tinte nach. Nach etwa 5-6 Hüben ist der Konverter voll.

Wie funktioniert das? Früher hatte ich gedacht, es wäre eine Art Vakuum-Füllsystem, aber scheinbar ist es ein Steigrohr-System. Ich erkläre es mir so: Beim Pumpen wird die Luft durch die hohle Achse herausgedrückt, während der Doppelkonus den Tintentank zumindest teilweise nach unten abdichtet. Beim Loslassen des Kolben wird der Doppelkonus wieder losgespült und Tinte fließt nach. Möglicherweise dienen die Rillen an der Taille dazu, ein Festsaugen zu verhindern. Die Verdickung an derAchse dient einerseits als Anschlag für den Doppelkonus, andererseits möglichweise auch als Gewicht.

Anders als bei klassischen Steigrohrsystemen, z. B. Parker Aerometric, ist hier das Steigrohr beweglich und der Doppelkolben dient als Ventil.

Vorteile gegenüber dem CON-40 ist die größere Tintenkapazität und das einfachere Befüllen. Nachteil ist einerseits, daß sich das System schlecht reinigen läßt, weil immer wieder Tintenreste herumgespült werden und, anders als bei einem Kolbenkonverter, die Wand des Tintentanks nicht abgewischt wird. Andererseits wird bei Befüllen auch immer wieder Tinte zurück ins Tintenglas gespült, Füller und Konverter müßen also vor einem Tintenwechsel gründlich gereinigt werden.

Gibt es etwas, was ich übersehen habe?

Viele Grüße,
Volker
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