Robbes hat geschrieben: ↑04.09.2023 10:21
Auf der anderen Seite des Spektrums, den breiten Federn also, sind die Pelikan-Federn undefiniert, hauen Tinte aufs Papier, dass konturiertes Schreiben unmöglich wird. Wer mit einer ordentlichen breiten Feder schreiben möchte, die dennoch Konturen erlaubt, der sollte eine Pelikan Fein oder Medium wählen. Beim M1000 ist das alles noch einmal übersteigert. Da gibt es EF die wie B schreiben. Es sind eher die Ausnahme-Federn von Pelikan, die der angegebenen Federstärke entsprechen. Das ist zumindest meine Erfahrung. Und dennoch mag ich Pelikan.

Man muß seine Federn finden.
Ist zwar ein alter Beitrag, aber da muß ich doch mal eine Lanze für Pelikans B-Federn brechen. Ich habe einen M800 Old Style mit B-Feder. Anfangs hielt ich sie für so plump, wie von Dir beschrieben. Aber auf dem richtigen Papier (Fabriano Grifo, Salzer Werkdruck, Carta Pura 120g, Tomoe River, Rhodia) blüht sie richtig auf. Da bekommt man ordentlich Strichstärkenkontrast. Hängt natürlich auch noch von Handschrift und Tinte ab, am meisten aber vom Papier. Das hat einen großen Einfluß. Zuerst war ich von der Feder enttäuscht, inzwischen ist sie eine meiner Lieblingsfedern.
Ähnlich ging es mir mit einer B-Feder aus Stahl, in einem M200 Old Style. Da kam es aber mehr auf die richtige Haltung usw. an.