Geha 711A Federwechsel und Reinigung?

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MelliL
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Geha 711A Federwechsel und Reinigung?

Beitrag von MelliL » 08.11.2014 15:39

Hallo zusammen,

Irgendwie strömen derzeit die Neuzugänge nur so bei mir herein.

In einem üblen Anfall von Füllerkaufwut habe ich mir einen lange gehegten Wunsch erfüllt und mir meinen alten Schulfüller besorgt. Der ursprüngliche rote Geha ging irgendwann während der späten Jahre am Gymnasium sehr zu meinem Leidwesen verloren.

Jetzt habe ich also wieder einen, der offenbar nie groß benutzt wurde und noch den Original-Aufkleber trägt - aber die letzten Jahrzehnte mit eingelegter Patrone geschlummert hat. Natürlich strömt da selbst nach Stunden des Wässerns noch Geha-Blau heraus. Nachdem ich zusätzlich eine kleine Auswahl an Federn erstehen konnte, würde ich da auch gerne etwas experimentieren.
Nur: Egal, wie ich ziehe, drücke, das orangerote Schieberchen auf der Unterseite positioniere, an der Feder ziehe, es bewegt sich nichts.

Wie also zerlege ich den kleinen Kerl? Mehr Kraft, weil einfach nur die eingetrocknete Tinte den Erfolg verhindert? Ist doch irgendein Trick dabei?

Vielen Dank und viele Grüße,
Melli
Viele Grüße,
Melli

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Cepasaccus
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Re: Geha 711A Federwechsel und Reinigung?

Beitrag von Cepasaccus » 08.11.2014 17:29

Melli, bei den Kolben-Gehas, die vermutlich der Vorgaenger Deines roten sind, sind die Federeinheiten geschraubt. Vielleicht haben die das beibehalten?

Cepasaccus

MelliL
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Re: Geha 711A Federwechsel und Reinigung?

Beitrag von MelliL » 08.11.2014 19:24

Cepasaccus,
Drehen kann es nicht sein, so wie die Feder zwischen Tintenleiter und Griff sitzt. Ich kann davon morgen auch gerne mal Bilder machen. Aber egal, wie ich ziehe, es bewegt sich exakt nichts.
Ich habe jetzt - nachdem er 6 Stunden im Wasserbad verbracht hat - erstmal mit der Spritze eine der alten Patronen betankt und schaue, was passiert. Der Lebenssaft fließt, er schreibt, vielleicht hilft ja die Feuchtigkeit?!

Wenn sich noch jemand findet, dem etwas zum Zerlegen einfällt, würde ich mich freuen. Irgendwann würde ich schon gerne die anderen Federn ausprobieren.

Viele Grüße,
Melli
Viele Grüße,
Melli

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Re: Geha 711A Federwechsel und Reinigung?

Beitrag von TomSch » 05.02.2015 21:38

Hallo Melli,
auch wenn du noch nicht zum Photographieren gekommen bist;
bei den alten grünen, roten und orangenen Patronenfüllern von Geha, den 711ern, sind die Federn definitiv von vorn gesteckt. Ich besitze auch ein paar von diesen alten Gesellen in allen möglichen (und unmöglichen) Farbkombinationen.

Das "orangerote Schieberchen" auf der Unterseite ( des Tintenleiters) ist der so genannte Reservetank. Geht der Patroneninhalt zur Neige, wird mit dem Kappenrand der Plastiknippel Richtung Griffstück geschoben. So werden die Reserven des Tintenvorrates bis zum letzten Mililiterchen ausgenutzt. Wenn du dann die Patrone wechselst, schiebst du damit den Nippel wieder in die Ausangslage zurück. Dieses "orangerote Schieberchen" hat also mit dem Federwechsel nüscht zu tun. :wink:

Nach dem Wässern einfach mit den Fingernägeln von Daumen und Zeigefinger hinter dem Iridiumkorn ansetzen und die Feder nach vorn abziehen. Du kannst auch einen Streifen Tesa o.ä. auf die Feder setzen und daran ziehen. Wichtig ist, dass du beim Ziehen den Winkel, in dem die Feder im Korpus steckt, nicht veränderst, sonst beschädigst oder zerbrichst du den Tintenleiter. :shock:

Liebe Grüße,
Thomas
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Re: Geha 711A Federwechsel und Reinigung?

Beitrag von TomSch » 05.02.2015 22:46

Hallo noch einmal.

Hier ein Bild von dem alten Patronen-Geha mit der vorsichtig nach vorn herausgezogenen A- (Anfänger-)Feder.

Tschö, woll,
Thomas
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geha.jpg
Geha-Mundstück mit "gezogener" Feder.
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Re: Geha 711A Federwechsel und Reinigung?

Beitrag von MelliL » 19.02.2015 4:45

Hallo Thomas,

Vielen Dank für Deine Antwort und erstmal Entschuldigung für die späte Reaktion. Ich gestehe zu meiner Schande: der Beitrag war mir nicht mehr wirklich im Bewußtsein.

Das Geheimnis des roten Schieberchens war mir seinerzeit schon bekannt, ich dachte nur, es könnte vielleicht trotzdem irgendein Zusammenhang bestehen (anders gesagt: ich wollte alles, was ich versucht habe erwähnen, nicht daß es am Ende heißt "hättest Du doch einfach den Reserveschieber in Stellung XY gebracht" ;) ). Ich habe auch immer mal wieder versucht, die Feder herauszuziehen, leider ohne Erfolg. Die Idee mit dem Tesa-Streifen finde ich interessant, das werde ich demnächst mal ausprobieren.

Vielen Dank und viele Grüße,
Melli
Viele Grüße,
Melli

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