Neuer Füller für Studienzeit

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NoBody
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Neuer Füller für Studienzeit

Beitrag von NoBody » 02.11.2017 1:28

Bisher habe ich in der Schule immer nur billige Füller aus Plastik verwendet, die auch nach ein bis zwei Jahren kaputt waren. Doch bald gehe ich studieren und jetzt suche ich einen Füller, der etwas hochwertiger ist. Ich will dafür dann 50+-20 € ausgeben.
Den würde ich dann täglich verwenden.

Was Füllmechanismen und Feder-Eigenschaften angeht, habe ich keine Ahnung. Ich kann nur sagen, dass ich besonders dicke und dünne Schrift nicht gut finde und das ich es schön finde, wenn die Dicke leicht ab- bzw. zunimmt, jenach dem in welche Richtung man den Füller bewegt.
Auch besonders dicke oder dünne Füller mag ich nicht. Was das Aussehen angeht finde ich alles schlichte und "neutrale", also schwarz, chrom, grau, weiß und Metalloptik gut.
Ein paar habe ich mir bereits rausgesucht, zu denen würde mich eure Meinung interessieren:

Lamy Studio, Waterman Hemisphere Deluxe, Parker Urban, Faber Castell Loom, Pelikan M205

Vielen Dank!

Barbara HH
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Re: Neuer Füller für Studienzeit

Beitrag von Barbara HH » 02.11.2017 2:08

Moin Nobody :D

Willkommen hier im Club und Glückwunsch zum Studienbeginn!

Vom Faber-Castell Loom würde ich in diesem Zusammenhang ganz dringend abraten. Ich hab zwei und benutze sie sehr gerne für kürzere Notizen, aber von der Ergonomie her kommt der Loom für längeres Schreiben nicht infrage. Das Griffstück ist zu dick, zu rutschig und völlig unergonomisch.

Pelikane sind immer gut - ehrlich jetzt, keine Schleimerei, nur weil wir hier im Pelikan-Forum sind. Zu den anderen kann ich nichts sagen. Ich würde noch den Lamy Al-Star und den Lx empfehlen, falls sie Dir optisch zusagen. Das Griffstück ist sehr ergonomisch - wenn man eine damit konforme Handhaltung anwendet -, man kann die Feder austauschen, der Füller ist zuverlässig und jedenfalls beim Al-Star könnte man den Verlust finanziell verkraften, wenn er mal runterfällt oder geklaut wird. Wenn ich noch mal soviel schreiben müsste wie im Studium wäre der Al-Star wegen des Griffstücks für mich die erste Wahl.
„Ich denke tatsächlich mit der Feder, denn mein Kopf weiß oft nichts von dem, was meine Hand schreibt.“ Wittgenstein, Vermischte Bemerkungen

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Tenryu
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Re: Neuer Füller für Studienzeit

Beitrag von Tenryu » 02.11.2017 4:26

Barbara HH hat geschrieben:Vom Faber-Castell Loom würde ich in diesem Zusammenhang ganz dringend abraten. Ich hab zwei und benutze sie sehr gerne für kürzere Notizen, aber von der Ergonomie her kommt der Loom für längeres Schreiben nicht infrage. Das Griffstück ist zu dick, zu rutschig und völlig unergonomisch.
Ich habe damit kein Problem. Es gibt den Loom meines Wissens aber in einer hochglänzenden und in einer matten Version.
Mit den dreieckigen Griffstücken mancher Lamys hingegen kann ich absolut nicht schreiben. :|

Es gibt einige chinesische Marken, die recht ordentliche Alltagsfüller abgeben, und dabei geradezu spottbillig sind. Diese hier besitze ich selbst und bin sehr damit zufrieden:
https://www.amazon.de/Jinhao-X750-Vivid ... B01MQ09CJ2
https://www.amazon.de/WingSung-3008-Sil ... 075GJQHS4/
Auf den letzteren passen übrigens auch Lamy-Ersatzfedern.

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thewritingsonthewall
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Re: Neuer Füller für Studienzeit

Beitrag von thewritingsonthewall » 02.11.2017 6:12

Also der Pelikan M200 ist natürlich immer ne gute Idee, auch da gilt, er muss dir liegen. Mir sind sie trotz sehr kleiner Hände zu dünn.
Den oben genannten Wing Sung 3008 habe ich auch, mein Review ist im Bereich Asiatische Marken zu finden. Für 3 Euro ein absoluter Hit.
Auch einen TWSBI Eco kannst du dir anschauen.
Und wenn es Alu sein soll als Alternative zu den Lamy Al Star, wäre der Pelikano Up vielleicht auch nicht schlecht. Auch bei diesem muss man das Griffstück mögen.
Möge der Saft mit dir sein :mrgreen:

Johnson-Leser

Re: Neuer Füller für Studienzeit

Beitrag von Johnson-Leser » 02.11.2017 6:57

Einen Kolbenfüller würde ich fürs Studium nicht kaufen. Geht Dir unterwegs die Tinte aus, bleibt nur der Schreibgerätewechsel. Eine Patrone kannst Du jederzeit sauber und schnell austauschen und musst Dich nicht um Füllstände kümmern, allenfalls ein, zwei Mal im Monat ein Päckchen Patronen in die Mappe nachlegen.

Empfehlen würde ich Dir für den Anfang, Dich im Lamy-Sortiment umzuschauen. Lamys haben haben ein super Preis-Leistungs-Verhältnis und den Vorteil, dass Du die Feder einzeln in jedem besseren Schreibwarengeschäft für so um die 6 Euro nachkaufen und problemlos selbst wechseln kannst. Das ist praktisch, weil Du Dich noch nicht auf eine bestimmte Federnbreite "eingeschossen" hast. Bei anderen Herstellern ist das deutlich teurer. Die Patronen kriegst Du auch überall, außerdem sind das Großraumpatronen. Und wenn was ist: Der Lamy-Service ist für seine Freundlichkeit und Kulanz berühmt.

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Re: Neuer Füller für Studienzeit

Beitrag von miel » 02.11.2017 8:00

Ich bin ein grosser Lamy-Fan und habe beim Wiedereinstieg in die Füllerwelt auch mit einem Lamy Studio begonnen. Auch weil ich da eben sehr günstig Ersatzfedern bekam und so ohne grosse finanzielle Hürden die verschiedensten Federbreiten - inklusive 1.1 und 1.5 Stub - ausprobieren konnte.

Allerdings komme ich mit dem Metallgriffstück der teureren Variante nicht klar und nutze nur den günstigsten Studio mit Plastikgriffstück.

Mit dem Pelikan M200 geht es mir wie thewritingsonthewall: Er ist mir zu klein.

Der Waterman Hemisphere ist ebenfalls ein schöner und zuverlässiger Füller - ich würde aber für den Einstieg wegen der Variabilität in der Federwahl ihn nicht als kaufen, wenn ich mir nicht absolut sicher wäre, daß die Federstärke passt.

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thewritingsonthewall
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Re: Neuer Füller für Studienzeit

Beitrag von thewritingsonthewall » 02.11.2017 8:26

Zum Thema lamy fällt mir noch ein wenn es ein Kolbenfüller sein soll, den lamy 2000 gibt es doch hier im Forum zum Vorzugspreis. Das ist natürlich vom Design her was echt Außergewöhnliches.
Möge der Saft mit dir sein :mrgreen:

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Re: Neuer Füller für Studienzeit

Beitrag von JulieParadise » 02.11.2017 10:10

Wie wäre es mit einem KaWeCo Student? Der kostet so um die 40€, ist durchschnittlich groß/dick, ein Patronenfüller für Standardpatronen, die Feder ist für ca. 10€ jederzeit austauschbar (EF, F, M, B, BB, 1,5 mm u.a. Kalligraphie- bzw. Italicfedern gibt es auch). Es gibt ihn in verschiedenen Farben, er sieht klassisch aus und doch nicht langweilig.

Was die Frage nach dem Füllsystem angeht: Klar, Standardpatronen haben den Vorteil, dass sie sich jederzeit völlig problemlos und sauber wechseln lassen, fällt die Wahl aber auf einen Kolbenfüller wie etwa den Pelikan, dann ist m.M.n. das Füllvolumen groß genug, um damit auch mal locker zwei bis drei Uni-Tage auszukommen.
Sina a.k.a. Julie Paradise, bei Instagram @wwwjulieparadisede

stingray
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Re: Neuer Füller für Studienzeit

Beitrag von stingray » 02.11.2017 12:00

die idee lamy und kaweco in betracht zu ziehen finde ich schon mal super.

für eine konkretere beratung fehlen mir weitere hinweise zu deiner person.
große oder kleine hände? welches studienfach? schreibst du eher viel, oder weniger? etc.

einer meiner professoren (älteres semester, der noch wert auf etikette, anstand, werte und ethik legte) hatte die angewohnheit ausschliesslich mit lamy zu schreiben. in seinem sakko, bzw. seiner brusttasche war immer ein safari umbra zu finden.

lamy hat den vorteil in der anschaffung günstig zu sein. wie oben bereits erwähnt, kannst du die federn beim safari und studio mittlerweile für unter 5,- euro nach belieben tauschen. wenn der fokus auf günstig liegt, würde ich mit einem safari anfangen.
für den preis von zwei safaris bekommst du einen studio. hier empfehle ich einen mit schwarzen griffstück. dies lässt sich einfacher und entspannter schreiben. das griffstück kannst du auch für ca. 10,- euro nachkaufen, falls du dich für das glänzende modell entscheiden würdest.

mit der zeit wirst du experimentieren und langfristig sowieso 2-20 weitere exemplare kaufen, die nach und nach etwas teurer werden.

solltest du dich für einen kolbenfüller entscheiden, kannst du in der tasche ein reisetintenfass mitführen. oder eine beliebige tintenflasche deiner wahl zum nachtanken. hier empfehle ich die 30ml version von diamine. die ist alltagstauglich, in vielen farben verfügbar, mit ca. 3,50 euro recht günstig und fast unkaputtbar - selbst wenn sie dir mal aus der hand fallen sollte.

mit einem lamy hast du den vorteil einer grossen patrone. hier würde ich jedoch mit einem konverter (und einer nach tagesform abhängigen tinte) in den tag starten und als backup-lösung 1-2 patronen im gepäck haben.

meine wahl wäre vermutlich die kombination aus einem safari und einem TWSBI. für das studium empfehle ich dir einen 580er. vorteil hier: diverse farben zur auswahl, grosses tintenvolumen und diverse federn verfügbar. du könntest mit einer "M" starten und dir zu weihnachten z.B. eine "stub" schenken lassen.

agathon
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Re: Neuer Füller für Studienzeit

Beitrag von agathon » 02.11.2017 12:33

Ich empfehle mittlerweile immer den TWSBI ECO. Das ist ein preiswerter, robuster und alltagstauglicher Füller ohne Zicken und mit großem Tintenvolumen. Gefolgt von Pelikankolbenfüllern, je nach persönlicher Vorliebe und Geldbeutel.

Grüße

agathon

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Re: Neuer Füller für Studienzeit

Beitrag von Tenryu » 02.11.2017 13:44

Wem das chromglänzende evtl. glitschige Griffstück des Lamy Studio nicht zusagt, kann sich mal den neuen Lamy Aoin anschauen. Er hat ein ähnliches Format, ist aber matt.
Über den liest man derzeit viel Gutes. Kostet ca. 45€.

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Re: Neuer Füller für Studienzeit

Beitrag von NicolausPiscator » 02.11.2017 13:51

Im Grunde kann ich den vorangegangenen Beiträgen kaum etwas hinzufügen, Pelikan ist solide und gibt es immer wieder günstig, Kaweco günstiger aber ebenso solide usw. Wenn für Dich japanische Füller - allerdings zum Teil etwas längeren Wartezeit verbunden - in Frage kommen, dann schau Dich im Angebot zum Beispiel auf eBay oder Rakuten um, dort findest Du regelmäßig gute und günstige Angebote verschiedener Füller von Pilot und Platinum auch mit Goldfeder, die Angebote engen sich natürlich ein, wenn Du einen speziellen Farbwunsch hast, dann kann das Warten auch einmal etwas länger dauern.

Bei der Füllerwahl kommt es am Ende aber immer auf die eigenen Vorlieben und den Gebrauch an, für den sie vorgesehen sind. Aus Deinen Zeilen habe ich gelesen, dass Kunststoff für Dich vielleicht nicht so attraktiv ist, dann wäre gegebenenfalls der frisch herausgekommene Caran d'Ache 849 etwas für Dich, der hier auch ausführlich besprochen worden ist. Und Tenryu kann ich mit dem Lamy auch zustimmen.

Das Beste ist immer in ein gut sortiertes Schreibwarengeschäft zu gehen und dort ohne Stress Füller auszutesten.

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Re: Neuer Füller für Studienzeit

Beitrag von Pelle13 » 02.11.2017 16:04

Tenryu hat geschrieben:Wem das chromglänzende evtl. glitschige Griffstück des Lamy Studio nicht zusagt, kann sich mal den neuen Lamy Aoin anschauen. Er hat ein ähnliches Format, ist aber matt.
Über den liest man derzeit viel Gutes. Kostet ca. 45€.
Moin Nobody,

ich bin zwar ein eingefleischter Pelikan-Fan (M200/M205 und vor allem M215, der schwerer als die M200/M205 ist) und liebe auch meine Kaweco AL Sport, die ich Dir alle gerne ans Herz legen möchte ... aber wenn ich Deine Beschreibung so lese, würde ich Tenryu zustimmen: der neue Lamy Aion ist ein ganz toller, robuster, gut aussehender Schreiber, bei dem man preiswert (selber) die Federn tauschen kann. Den Lamy Studio mag ich vom Aussehen her ebenfalls sehr, komme aber mit den Edelstahl-Griffstücken nicht gut zurecht (zu glatt).

Vorteil der aufgezählten Füller: man kann sie in jedem gut sortierten Schreibwarengeschäft ausgiebig in die Hand nehmen (Gewicht, Dicke, Material, Hecklastigkeit, ...) und Probeschreiben (Federbreite, Fließfreudigkeit). Gerade, wenn man noch nicht so genau weiß, welcher Füller es denn werden soll, ist das (gegenüber Online-Bestellungen) ein ganz klares Plus!

Viel Spaß beim Aussuchen!
Dagmar
Freude am Schauen und Begreifen ist die schönste Gabe der Natur. (Albert Einstein)

Johnson-Leser

Re: Neuer Füller für Studienzeit

Beitrag von Johnson-Leser » 02.11.2017 17:25

JulieParadise hat geschrieben:Was die Frage nach dem Füllsystem angeht: Klar, Standardpatronen haben den Vorteil, dass sie sich jederzeit völlig problemlos und sauber wechseln lassen, fällt die Wahl aber auf einen Kolbenfüller wie etwa den Pelikan, dann ist m.M.n. das Füllvolumen groß genug, um damit auch mal locker zwei bis drei Uni-Tage auszukommen.
Mit Patronen kommt man auch locker 2-3 Unitage aus. Das Problem ist ja nicht die Dauer, die man braucht, um ihn leerzuschreiben, sondern das Problem, dass man einen Kolbenfüller nicht einfach so wieder auffüllen kann, wenn er in der Vorlesung oder der Klausur plötzlich leer ist. Kolbenfüller sind eine nette Sache, aber wenns dazu führt, dass man mitten in der Vorlesung zum Kuli greifen muss weil er leer ist, ist damit nicht viel gewonnen. Dann lieber einen soliden Patronenfüller anschaffen.

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Re: Neuer Füller für Studienzeit

Beitrag von NicolausPiscator » 02.11.2017 18:06

Jup, das ist so und ganz gehörig von der Feder und dem Papier abhängig, an einem schreibintensiven Tag auf universitärem Standarddruckerpapier verschreibe ich gut und gerne eine M150-Tintenfüllung auf 15 bis 20 Seiten. Aber an die Tintenmenge bei College-Blöcken erinnere ich mich nicht, nur daran, dass ich tatsächlich immer einmal wieder zum Bleistift oder Kugelschreiber greifen musste...

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