Federschliff für schmalere Querlinien

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frechy
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Federschliff für schmalere Querlinien

Beitrag von frechy »

Hallo zusammen,

Ich habe eine Frage zu einer Feder. Es handelt sich um eine fein geschliffene Feder, die etwas flexibel ist. Bei moderatem Druck schreibt sie besonders bei Abstrichen nass und macht zugleich feine Linien, was mir gut gefällt. Zieht man mit ihr horizontale Linien, schreibt sie ebenfalls fein, aber etwas trockener.

Schreibt man mit ihr ein V, füllt sich die Feder durch den diagonalen Abstrich von oben links nach unten rechts mit Tinte, welche sie beim diagonalen Aufstrich von unten links nach oben rechts mitzieht. Dadurch wird der diagonale Aufstrich oder eine horizontale Querlinie (etwa bei einem L) häufig einen kleinen Tick breiter als der Rest - die Feder fühlt sich also ganz leicht nach einer "Architect"-Feder an. Der Effekt ist nicht so stark ausgeprägt, aber spürbar.

Meine Frage: Ist diese Auffälligkeit auf scharfe Innenseiten des Schreibkorns (polierbar) oder die Flexibilität der Feder zurückzuführen oder ist die Kontaktzone zum Papier durch die hochgezogene "Nase" einfach etwas lang?
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TomSch
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Re: Federschliff für schmalere Querlinien

Beitrag von TomSch »

Tach Gemeinde, hallo Frechy!

Solchermaßen gebaute Federn kenne ich von (älteren) Montblancs.
Da - abhängig von Stellwinkel und Haltung der Feder beim Schreiben - die Auflagefläche des Schreibkorns bei eher senkrechten Strichen geringer, bei eher waagerechten jedoch größer ist, entsteht der Eindruck eines Architect-Verhaltens. Das Verhalten ist also m.E. zuerst einmal eines der Kontaktzone, die Flexibilität wirkt in dieser Richtung mit.

Wenn dir das unangenehm ist, könntest du durch vorsichtiges Abschleifen von der Länge des Schreibkorns für eine ausgeglichenere Strichstärke sorgen. Mir persönlich gefallen sowohl leichtes Feedback und Flexibilitiät, als auch der Architct-Schliff. :mrgreen:

Tschö, Thomas
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desas
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Re: Federschliff für schmalere Querlinien

Beitrag von desas »

Ein Bild des Schreibkorns von unten wäre vielleicht hilfreich
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frechy
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Re: Federschliff für schmalere Querlinien

Beitrag von frechy »

Danke für die Einschätzung, Thomas.

Feedback und Flexibilität sind super, nur diesen Architect-Effekt hatte ich bisher noch nicht. Spontan würde ich diesen tendenziell gegen einen Stub-Effekt eintauschen, damit kleine / leicht gestaucht geschriebene b-Schlingen offener bleiben :)

Hier noch ein Bild von der Unterseite der Feder.
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pradella2
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Re: Federschliff für schmalere Querlinien

Beitrag von pradella2 »

Da steigt natürlich die Spannung: Um was für einen Füller handelt es sich denn in diesem Fall?
frechy
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Re: Federschliff für schmalere Querlinien

Beitrag von frechy »

:) es handelt sich um einen Montblanc 146, Baujahr ist mir unbekannt, eigentlich mit einer Bicolor-Feder, die mir viel zu breit war. Diese habe ich an der Penshow in Köln gegen eine ältere Monocolor-EF mit etwas Flex tauschen können.

Zugleich wanderte da ein zweiter 146, bordeauxrot in F, in meine Stiftrolle. Ich weiss heute noch nicht, wie das passieren konnte - aber ich habe schon an anderer Stelle gelesen, dass Montblanc-Füller gerne in Gesellschaft leben.
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pradella2
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Re: Federschliff für schmalere Querlinien

Beitrag von pradella2 »

Ich habe mal nachgeschaut und stelle fest, dass es sich bei meinem 146er ähnlich verhält. Ich kann nur keine gescheiten Nahaufnahmen machen. Das Korn ist per se länglich, im Querstrich (je nach Schreibhaltung) breiter auflagernd als im Auf- und Abstrich.
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frechy
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Re: Federschliff für schmalere Querlinien

Beitrag von frechy »

Vielen Dank für eure Antworten. Somit scheint dies ein typischer Montblanc-Schliff zu sein.

Ich werde die Feder nun einfach häufig schreiben und meine Handschrift darauf anpassen.
Gast1
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Re: Federschliff für schmalere Querlinien

Beitrag von Gast1 »

frechy hat geschrieben:
03.04.2026 12:17
... Meine Frage: Ist diese Auffälligkeit auf scharfe Innenseiten des Schreibkorns (polierbar) oder die Flexibilität der Feder zurückzuführen oder ist die Kontaktzone zum Papier durch die hochgezogene "Nase" einfach etwas lang? ...
Wie Du das beschreibst, macht die Feder einen Wechselzug und einen Schwellzug, aber gegenläufig. Der Wechselzug macht eine breitere Querlinie und der Schwellzug macht den Abschwung breiter. Ich würde die so lassen, denn wenn Du immer nur das machst, was Du schon kennst, bleibst Du immer da, wo Du schon bist (was aber auch nicht schlecht ist :) ).
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