Konverter und die Riesensauerei

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Jowe
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Konverter und die Riesensauerei

Beitrag von Jowe »

Hallo.
Ich möchte mich nach Euren Erfahrungen mit Konvertern erkundigen, speziell ihr Dichtigkeit über längere Zeit und bei mehrfachem An- und Absetzen. So richtig hat mich die SuFu nicht weitergebracht.

Einige meiner Otto Hutts betreibe ich mit Konvertern, ebenso einige andere Patronenfüller. Meist nutze ich Konverter des jeweiligen Herstellers, aber auch Universalkonverter, die explizit für Anschlüsse, auf die Universalpatronen passen, vorgesehen sind. Dann gibt es noch wenige spezielle Fälle wie Konverter für Pilot oder Mini-Konverter für Kaweco Sport.

Recht schnell habe ich gemerkt, dass es nicht sehr sinnvoll ist, Konverter zwischen verschiedenen Füllern zu wechseln, auch wenn eigentlich in alle Universalpatronen passen. Plötzlich war ein Konverter, der in Füller A problemlos arbeitete, nach einem Einsatz in Füller B auch in A undicht. Riesensauerei in Tasche, Hemd und auf dem Schreibtisch!

Ein anderes Problem verunsichert mich allerdings viel mehr. Bei einigen Füllern funktioniert das Aufziehen mittels Konverter durch die Feder nicht so gut. Also Konverter runter, füllen und wieder aufsetzen. Oder ich will die Tinte wechseln. Konverter runter, säubern und mit neuer Tinte befüllt wieder aufsetzen. Der Füller wird vlt. auch mal mit Patronen genutzt, der Konverter hat also Pause.

Nun musste ich bemerken und mich darüber ärgern, dass die Konverter nach mehrmaligem Abnehmen und wieder Aufsetzen - es wurde darauf geachtet, dass der gleiche Konverter zu "seinem" Füller kam - dann undicht ist. Das betrifft die markeneigenen Konverter ebenso wie billige Konverter bsp. von Online etc. Wie oft ich den Konverter abnehmen kann bis die Sauerei kommt wechselt und ist nicht an einer Marke festzumachen, manchmal nach dreimaligem, aber auch bis zu fünfzehn- bis zwanzigfachem Wechsel. Und ja, ich habe, weil es mich einfach interessierte, in den letzten Monaten Strichliste geführt.

Wie ist da Eure Erfahrung, sollte man nach mehrfachem Nutzen den Konverter entsorgen? Das widerspräche natürlich dem ökologischen, aber auch ökonomischen Ansatz. Und wenn ja, wann? Eine Tendenz zu einer "sicheren" Wechselfrequenz kann ich ja bei meiner natürlich begrenzten Fallzahl nicht ausmachen.

Wie handhabt Ihr das?

Freundliche Grüße rundum,
Jörg
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TomSch
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Re: Konverter und die Riesensauerei

Beitrag von TomSch »

Tach Jörg.

Dass Universal-Konverter auf Universal-Patronenanschlüsse passen, ist der Form halber zwar korrekt.
Dennoch gibt es
a) Fertigungstoleranzen, wenn vielleicht auch nur im Zehntel- oder Hundertstelmillimeterbereich;
b) Unterschiede zwischen Waterman/Schmidt/Pelikan/KaWeCo/Montblanc, die theoretisch alle universell sind.
c) Hinzu kommt, dass du beispielsweise auch eine Universalpatrone nicht unendlich oft abziehen, mit einer Spritze auffüllen und wieder auf den Anstichdorn schieben kannst. Nach ein paar Runden leiert die Patronenöffnung aus, bekommt erste Risse, leckt. Mit den Konvertern ist das ähnlich. :roll:

Mein Rat: passende Füller-/Konverter-Konstellationen nicht auseinanderreißen und konsequent über die Feder betanken, auch wenn es nicht so gut funktioniert. :P

Tschö, Thomas
Sei nicht so; sei anders.
Skribenion
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Re: Konverter und die Riesensauerei

Beitrag von Skribenion »

Der älteste Konverter den ich mein Eigen nenne ist einer von Lamy. Zigfach entnommen, gereinigt, befüllt und bis heute dicht.
Das größte Arbeitstier ist ein Konverter von Diplomat (aus dem CLR), den ich auch schon in Füller diverser anderer Hersteller hatte. Ebenfalls bis heute dicht.

Probleme hatte ich bisher nur mit einem Konverter von Schmidt, der sich aber auch schon beim erstmaligem Einsetzen wackelig anfühlte.
Und der Con70 von Pilot sprang beim ersten Befüllen auseinander.

Wiederbefüllte Patronen benutze ich nicht.

Im Übrigen tendiere ich aber auch dazu Füller über die Feder zu befüllen und die Konverter nur zu entnehmen wenn ich die Tinte wechsle.
Mit besten Grüßen

René
Gast1
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Re: Konverter und die Riesensauerei

Beitrag von Gast1 »

Das hängt auch ein bisschen von der Härte des Einsatzes ab, der ArtPen-Konverter hat den EG-Thread auch nicht überlebt, da war die Dichtung hinüber. Wenn Ihr einen Patronenfüller durch den Tintenleiter befüllt, dann denkt an den Druckausgleich.viewtopic.php?p=412872#p412872
Portaner
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Re: Konverter und die Riesensauerei

Beitrag von Portaner »

Ich bedanke Konverter ausschließlich über die Feder und hatte da bisher keine Probleme mit Undichtigkeiten.
Außer beim Konverter Kaweco Mini, da ist das Betanken schon sehr fummelig. Den nehme ich dann schon mal raus und befülle mit Spritze.
Dicht ist er aber bis jetzt.

Vielleicht ein Tipp: Wenn ich den Konverter über die Feder betanken, halte ich den Füller am Konverter fest, nicht am Griffstück.
Würde man am Griffstück halten, könnte sich der Konverter während des Betankes auf dem Dorn teils mitdrehen, was ggf Undichtigkeiten begünstigt.
Gruß Ed
Crovax
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Re: Konverter und die Riesensauerei

Beitrag von Crovax »

Portaner hat geschrieben:
04.05.2026 22:34
Vielleicht ein Tipp: Wenn ich den Konverter über die Feder betanken, halte ich den Füller am Konverter fest, nicht am Griffstück.
Würde man am Griffstück halten, könnte sich der Konverter während des Betankes auf dem Dorn teils mitdrehen, was ggf Undichtigkeiten begünstigt.
Das mache ich normalerweise auch, aber ich hatte schon einen Fall, wo ein Konverter zu lose saß und sich dann beim Befüllen das Griffstück ins Tintenglas gestürzt hat.

Ansonsten hatte ich bisher keine Ausfälle. Allerdings bleiben bei mir mitgelieferte Konverter im jeweiligen Füller. Und wenn kein Konverter dabei ist, besorge ich mir einen Konverter des Herstellers. Irgendwelche "Universalkonverter" meide ich.

Bei meinen ersten Füllern habe ich damals probiert, einen Konverter zu nehmen, der so ungefähr passte. Das endete gelegentlich in einer Sauerei, weil sich das Teil gelöst hatte und die Tinte dann in den Füller gelaufen ist. Seitdem lasse ich das.

Bisher ist aber keiner meiner Konverter durch Verschleiss ausgefallen. Nur meine Pilot CON-40 habe ich weitgehend durch CON-B ersetzt. Das liegt aber nicht an Verschleiss oder einem Defekt, sondern an einem Murks-Design.
gruß
stephan

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Re: Konverter und die Riesensauerei

Beitrag von fountainpen.de »

Ich hatte bisher noch keine Probleme* mit Konvertern. Ich nutze selbst die Konverter der jeweiligen Hersteller, aber auch andere ... und seit kurzem sogar einen von Ali Express (das war die einzige Quelle, die ich für einen Füllhalter gefunden hatte).

* ich hatte bisher nur einmal Probleme mit einem neuen Graf Faber-Castell Konverter, bei dem die Tinte Innen "kleben geblieben" ist. Das hat sich aber mit der Zeit verbessert.
Astoria, Nakaya, Pelikan und Montblanc Sammler
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