Alte 4001 Pelikantinten

Moderatoren: MarkIV, Zollinger, desas, Linceo, Lamynator, JulieParadise, HeKe2

Antworten
Gast1
Beiträge: 879
Registriert: 01.06.2024 14:35

Re: Alte 4001 Pelikantinten

Beitrag von Gast1 »

Pelle13 hat geschrieben:
19.08.2026 12:19
Ich tippe mal darauf, dass die Salicylsäure zur Konservierung der Tinte dient ...
Ja. Es ging ja unter anderem darum, zu testen welche Konservierungsstoffe er verträgt. Wir kennen vielleicht noch 2 mittelalterliche Rezepte gegen Blasenschwäche und Hühneraugen nicht. Aber unser modernes Wissen ist viel umfangreicher und unsere technologischen Möglichkeiten sind sehr viel weitreichender. Unsere Probleme sind nicht unsere aktuellen Technologien, sondern die korrekten Antworten auf die Frage zu finden, wie wir sie verwenden.
Benutzeravatar
vanni52
Beiträge: 7417
Registriert: 02.03.2016 17:57

Re: Alte 4001 Pelikantinten

Beitrag von vanni52 »

Pensilea hat geschrieben:
10.08.2026 19:45
Zuerst dachte ich, es wären königsblaue Patronen. Aber die Tinte unterscheidet sich schon vom Königsblau 4001.
Bei der Schreibprobe mit dem unverdünnten Tintenrest kommt auch für mich die Pelikan 4001 Cyanblau der Pelikan 4001 Königsblau sehr nahe. Den Verdünnungsgrad zu erreichen, der der Ausgangskonzentration entspricht, bleibt ohne Eindrücke aus dem Herstellungszeitraum sehr spekulativ. Mal ein Versuch:

IMG_7991.jpeg
IMG_7991.jpeg (732.37 KiB) 126 mal betrachtet


Ich habe mich dann für eine eher zurückhaltende Verdünnung mit destilliertem Wasser entschieden.

IMG_7987.jpeg
IMG_7987.jpeg (590.55 KiB) 126 mal betrachtet
IMG_7988.jpeg
IMG_7988.jpeg (764.68 KiB) 126 mal betrachtet

Im Gegensatz zur Königsblau hier mit einem Hauch von Türkis. Wie weit die Cyanblau von der Königsblau grundsätzlich entfernt ist, zeigen neben dem weiter oben gezeigten Chromatogramm auch die Überprüfungen der Textmarkerbeständigkeit, der Löschbarkeit sowie der Wasserresistenz:

IMG_7993.jpeg
IMG_7993.jpeg (256.74 KiB) 126 mal betrachtet


Unter dem Strich schließe ich mich bei der Beurteilung des Erhaltungszustandes der Einschätzung von Angelika an, nämlich gut. Dies zeigt auch der Blick auf die Linien, hier zeigt sich an den Rändern eine deutliche Aufkonzentration der Tinte (Haloeffekt).

IMG_7992.jpeg
IMG_7992.jpeg (427.57 KiB) 126 mal betrachtet

Abschließend noch eine Schreibprobe auf einem stärker absorbierenden Papier:

IMG_7990.jpeg
IMG_7990.jpeg (726.35 KiB) 126 mal betrachtet

Und auch hier schneidet die Cyanblau ganz gut ab.

Unter dem Strich vermute ich, dass der Farbton einer frischen Tintenprobe etwas heller ausfällt, und damit auch mit einem deutlicheren Cyaneinschlag.
LG
Heinrich
Benutzeravatar
mondindianer
Beiträge: 720
Registriert: 20.05.2013 17:39
Wohnort: Wendland

Re: Alte 4001 Pelikantinten

Beitrag von mondindianer »

Danke für die Tests, Heinrich. Eine solche Tinte hätte es wahrscheinlich in meinen Tintenschrank geschafft ;)
Mal sehen, ob ich so etwas mit meinem CMYK-Baukasten nachstellen kann...
Viele Grüße
Fritz
Benutzeravatar
vanni52
Beiträge: 7417
Registriert: 02.03.2016 17:57

Re: Alte 4001 Pelikantinten

Beitrag von vanni52 »

Bei den Pelikan Edelstein Tinten findet sich eine Vergleichstinte zur 4001 Cyanblau, und zwar die Golden Lapis. Mit einem vergleichbaren Farbton und einem sehr ähnlichen Chromatogramm, innen Magenta und außen Cyan. Natürlich abgesehen vom Glitzer.

IMG_9723.jpeg
IMG_9723.jpeg (524.94 KiB) 42 mal betrachtet
LG
Heinrich
Antworten

Zurück zu „Die Tinte und der Tintenfluss / Ink and the ink flow“