Schädigt Tinte die Schreibeigenschaften eines Füllers????

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keynes
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Schädigt Tinte die Schreibeigenschaften eines Füllers????

Beitrag von keynes » 20.01.2007 13:00

Hallo zusammen,

ich habe neulich gehört, dass andere Farben als blau der Feder schaden können, da sich Pigmente absetzen und somit das Leitsystem nach und nach verschließt. Meine Frage ist das erstens wahr und zweitens schlimm, wenn man seine Füller ca. einmal im Monat komplett reinigt.

Habe zur Zeit ein Problem mit meinen Pelikan Epoche P 361. Mein Problem ist, dass ich nicht weiss, ob es am Konverter oder an der Tinte (Pelikan Brillant schwarz) liegt. Mit Patrone ging es eigentlich ganz gut. Zicken macht der Füller erst seit dem Konverter.

Schönen Dank für Eure Tipps schon mal vorab.

Michael

G-H-L
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Schädigt Tinte die Schreibeigenschaft eines Füllers.

Beitrag von G-H-L » 20.01.2007 18:34

Hallo,

meines Wissens ist der Epoch gar nicht für den Einsatz mit Konverter vorgesehen.

Auch würde ich nicht unbedingt einen Füller einmal im Monat komplett zerlegen und reinigen. Am einfachsten ist es den Füller gelegentlich in ein Ultraschallbad zu legen. Auch gebe ich bei solchen Reinigungen noch etwas Geschirrspülmittel hinzu und die Füller schreiben wieder wie am ersten Tag.

Ich denke, daß jede Tinte im Laufe der Zeit das Leitsystem nach und nach verstopft. Auch in blauer Tinte bilden sich manchmal Flocken, welche das Tintensystem verstopfen können. Aber so ein Ultraschallbad wirkt wahre Wunder.

Gruß
Gerhard
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Gerhard

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Tenryu
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Beitrag von Tenryu » 20.01.2007 20:32

An der Farbe liegt es sicher nicht. Das liegt am Converter. Der Epoch ist (aus unerfindlichen Gründen) nicht geeigent, um mit einem Converter betrieben zu werden, gleichwohl er natürlich hineinpaßt.

Das beste ist, nur Patronen zu verwenden. Ggf. mußt du sie eben mit einer Spritze füllen, wenn du andere Tinten verwenden willst. Ich habe auf die Art auch schon Waterman-Tinte hineingetan und hatte keine Probleme.

So häufig muß man einen Füllhalter auch nicht reinigen. Wenn man viel damit schreibt, reinigt er sich gewissermaßen von selbst. Nur wenn man ihn lange liegen läßt und die Tinte eintrocknet, bzw. stark eindickt, kann der Tintenleiter mit der Zeit verstopfen. Dann sollte man ihn gründlich durchspülen. Auseinendernehmen ist eher die ultima ratio, wenn es sehr hartnäckige Verschmutzungen gibt.

Beim Epoch ist die Feder übrigens hineingeschraubt.

keynes
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Beitrag von keynes » 21.01.2007 0:41

Erst einmal schönen Dank für Eure Tipps. Ich habe mir auch gedacht, dass es am Koverter liegen mag. Der WItz daran ist, dass ich auch nch einen P 360 mit einer M-Feder im Gegensatz zum P 361 mit einer B-Feder besitze, bei welchem allerdings der Konverter wie am Schnürrchen läuft. Der P 361 war schon mal mit Caran d´Ache Tinte und Patrone gefüllt und lief auch so sehr gut mit dem Konverter ging alles schief. Wollte es vielleicht nur auf die Tinten schieben, weil mit Patronen auffüllen ist es eine ziemliche Sauerei, aber vielleicht bin ich nur ein wenig ungeschickt. Schönen Dank, über weitere Meinungen würde ich mich sehr freuen.

Liebe Grüße

Michael

ms
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Beitrag von ms » 21.01.2007 13:53

Also, bei meinem Epoch gab es bisher noch nie Probleme mit dem Tintenfluss - egal, ob Tinte oder Konverter benutzt wurde. Warum
sollte man im Epoch keinen Konverter benutzen können ?
Meiner schreibt mit De Atramentis Atlantikblau im Konverter mit reichlichem Tintenfluss, ich benutze eine Stahlfeder der Stärke M.

G-H-L
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Schädigt Tinte die Schreibeigenschaften eines Füllers.

Beitrag von G-H-L » 21.01.2007 19:22

Hallo,

soweit ich im Internet herausgefunden habe, ist der Epoch nicht für Konverterbetrieb vorgesehen und einige hatten Probleme, einen Konverter im Epoch zu benutzen.

Auch erscheint mir das Brillantschwarz von Pelikan etwas dickflüssiger zu sein als die blaue Tinte. Daher könnte ich mir Probleme mit dem Konverter und schwarzer Tinte durchaus vorstellen.

Das Auffüllen von Patronen gibt eigentlich nur dann eine sauerei, wenn man keine Injektionsnadel hat. Eine Spritze und eine Nadel gibt es in jeder Apotheke für wenig Geld. Vor allem bekommt man mit der Injektionsnadel auch noch den kleinsten Tintenrest aus dem Glas.

Gruß
Gerhard
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Maximilian
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Ultraschallgerät???

Beitrag von Maximilian » 23.01.2007 20:54

Hi,
wie war das mit dem ultraschallreinigungsgerät? Damit kann man ganze füller reinigen, oder nur die feder? Und was, wenn die feder nicht runterschrauben geht? Was kostet denn so ein gerät?
Ja, und noch eine frage habe ich: Habe mir gerade eine herbin tinte in "orange indien" gekauft und möchte sie in den konverter für meinen waldmann-füller tun. Kenn jemand diese tinte bzw. hat erfahrung damit?
Danke
Max

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Re: Ultraschallgerät???

Beitrag von G-H-L » 23.01.2007 21:09

Maximilian hat geschrieben:Hi,
wie war das mit dem ultraschallreinigungsgerät? Damit kann man ganze füller reinigen, oder nur die feder? Und was, wenn die feder nicht runterschrauben geht? Was kostet denn so ein gerät?
Ein solches Gerät gibt`s immer wieder mal bei Tschibo für knappe 25 Euro oder so. Von Conrad-Electronic gibt´s auch eins, aber das ist wesentlich teuerer.

Darin kann man neben Brillen, Uhren, Schmuck auch ganze Füller (auch Tusche-Füller) reinigen. Die Feder braucht dabei nicht herausgeschraubt zu werden. Allerdings bei Kolbenfüllern ist zu beachten, daß man den Drehknopf für die Kolbenbetätigung über Wasser hält, da ansonsten Wasser in die Mechanik eindringen kann. Das kriegt man nur sehr schwer wieder raus.

Gruß
Gerhard
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El Grande
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Und wie is des mit brilliant schwarz ??

Beitrag von El Grande » 07.07.2007 11:36

Hallo,

Ich schreib grundsätzlich nur mit schwarzer Tinte (im Moment mit Pelikan
brilliant schwarz).Doch irgendwann schrieb mein Souverän 400 (Federstärke M in 18c ) nicht mehr so wie er sollte !Also hab ich ihn gereinigt und mit neuer Tinte ,die bei mir in so einem alten Marmorteil mit Ablabe usw gelagert ist, befüllt .Aber dann schrieb er immer noch nicht !!!
Erst nachdem ich ganz frische Tinte aus einem eben eingekauften Glas eingefüllt hatte funktionierte es wieder .

Daher folgende Fragen:
1. Wo sollte ich meine Tinte am besten lagern ?
2. Ist es besser mit einer anderen Farbe ( kein Königsblau!!) zu schreiben?
3.Welche Marke würdet ihr mir empfehlen ?

lw7275
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Beitrag von lw7275 » 07.07.2007 14:56

Ich verwende in meinem M800 Pelikan brillantschwarz. Die Literpulle steht dunkel und kühl im Keller, das immer wieder nachgefüllte Fässchen in der Schreibtischschublade.
Die Tinte in der großen Flasche ist inzwischen (subjektiv) etwas dicker geworden. Ich habe sie mal im Fässchen mit etwas Wasser verdünnt, und sie begann zu schimmeln. Das nächste Fässchen habe ich mit etwas Isopropanol verdünnt.
Der Füllhalter muss so etwa einmal im Monat mit Wasser gespült werden. Ich weiche ihn über Nacht in destilliertem Wasser ein; manchmal, wenn der Tintenfluss ins Stocken geraten ist, verwende ich auch ein Ultraschallbad. Danach schreibt der Stift wieder richtig gut.
Viele Grüße
Lars

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Schwarze Tinte

Beitrag von G-H-L » 07.07.2007 17:22

Hallo,

also ich hab hier knapp einen halben Liter schwarze Tinte von Pelikan. Auch ich habe den Eindruck, daß sie eingedickt ist. Aber dennoch in den meisten meiner Füller habe ich keinerlei Probleme damit.

Gruß
Gerhard
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Gerhard

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Iso

Beitrag von El Grande » 07.07.2007 19:19

Ich kenn mich da zwar nicht so gut aus ,aber ist Isopropanol nicht ähnlich wie Isopropylalkohol ?Den hätte ich zwar daheim, hab aber gehört das es dem Kunststoff schadet! Denn Alkohol ist ein Lösungsmittel, was z.B. Lakierte Dinge wie Instrumente oder Möbel und auch Kunststoffe trüb werden lässt !
Daher bin ich mir nicht ganz sicher ob es dem Füller gut tut oder ihm schadet.
Aber ich habe ein mittel mit dem man Verkrustungen aus dem Tintenregler löst .Wasser 1/8 Glycerin und der oben genannte Alkohol. Das schüttelt man ,wodurch sich eine Emulsion bildet die ,wenn man den herausgeschraubten
Tintenregler hinenlegt, so ziemlich alle noch so kleinen Schmutzpartikel entfernt. Und das besser wie jeder Ultraschallreiniger !!
Unbedingt mal ausprobieren !

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Tenryu
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Beitrag von Tenryu » 07.07.2007 19:28

Nach meiner Beobachtung scheint die schwarze Tinte eher zum Schimmeln zu neigen, als die blaue.
Ich glaube nicht, daß ein klein wenig Isopropanol dem Füller schadet, wenn man es mit der Konzentration nicht übertreibt. Bei antiken Füllhaltern wäre ich aber auch vorsichtig.
Zum Verdünnen sollte man immer destilliertes Wasser und kein Leitungswasser nehmen. Allenfalls könnte man es mit abgekochtem Wasser versuchen.

Uromastyx
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Beitrag von Uromastyx » 07.07.2007 20:09

Hallo,

mit Isopropylalkohol (Isopropanol ist ein anderer Name dafür) würde ich bei jedem Kunststoff sehr vorsichtig sein - kann zumindest die Oberfläche angreifen! Ein paar Tropfen in die Tinte könnten die Fließeigenschaften aber durchaus verbessern. Um den Schimmel zu bekämpfen hat man früher Phenol hinzugegeben. gilt heute mit Recht als krebserregend. Hat irgend jemand schon mal versucht, ein Konservierungsmittel, wie man es früher in Marmelade verwendet hat, in die Tinte zu geben? Als Stichwört fällt mir da Nipagin ein..... war in grauer Vorzeit! Von allem, was mit Salicylsäure zu tun hat, würde ich abraten, denn das kann Kunststoff erweichen!

Viele Grüße
Gerd

El Grande
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Beitrag von El Grande » 07.07.2007 20:44

Danke,
aber wie ist das mit dem Farbstoff ? ich hab gehört Pelikan brilliant-schwartz
wird mit Rußpartikeln gefärbt .Könnte es dann nicht den Tintenfluss verbessern wenn man die tinte stehen lässt und dann von oben die Tinte
ansaugt ?

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