Warum Patronenfüller mit Konverter?

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juergenk
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Warum Patronenfüller mit Konverter?

Beitrag von juergenk » 09.02.2008 17:18

Hallo zusammen,

ich bin auf der Suche nach einem neuen Füller (mein dritter (erst).

Schwanke zwischen Waterman (Hemispher z.B.), Lamy (welcher?) und Faber C.
Nun habe ich eine grundsätzliche Frage:

Warum kauft ihr Patronenfüller und stattet sie dann miteinem Konverter aus?
Warum nicht gleich einen Kolbenfüller?

Mit Patronenfüllern hab ich ganz gute Erfahrungen gemacht (Waterman) , der Vorteil der Patrone für mich: ich muss nicht gleich ein ganzes Glas Tinte kaufen wenn ich mir nicht sicher bin ob mir die Farbe gefällt bzw. ob ich dauernd damit schreiben will.

Danke für eure Antworten

Jürgen

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esp
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Re: Warum Patronenfüller mit Konverter?

Beitrag von esp » 09.02.2008 17:54

juergenk hat geschrieben:Warum kauft ihr Patronenfüller und stattet sie dann miteinem Konverter aus?
Warum nicht gleich einen Kolbenfüller?
Ganz einfach: Weil ich manchmal eine Füllfeder unbedingt haben will - auch wenn es eine Patronenfüllfeder ist.

Ich bevorzuge aber Kolbenfüller; ein Grund dafür ist, dass ich jede Tinte verwenden kann, nicht nur die, die es in Patronen gibt.

Und das Füllen von leeren Patronen mit einer Injektionsspritze mache ich nur ungern, denn früher oder später wird jede Patrone durch das Ein- und Ausstecken undicht.
Auf Wiederlesen ...
Edi

diogenes
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Beitrag von diogenes » 09.02.2008 17:55

Konverter haben den Vorteil, dass man damit jede beliebige Tinte verwenden kann. Der Einwand, man könne gleich Kolbenfüller verwenden, ist zwar nachvollziehbar, aber berücksichtigt nicht die traurige Tatsache, dass es nur mehr sehr wenige Kolbenfüller gibt, sieht man einmal von teuren Füllfedern von ein paar wenigen traditionellen Firmen ab.

Es gibt zum Beispiel keine einzige Füllfeder von Waterman oder Parker, die ein Kolbenfüller ist - und das, obwohl beide Firmen hochwertige Füllfedern herstellen. Selbst der Duofold und der Edson sind Patronen/Konverter-Füllfedern, wobei beide ausgezeichnete und sehr teure Füllfedern sind.

carpe diem!
diogenes

Lutz D
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Re: Warum Patronenfüller mit Konverter?

Beitrag von Lutz D » 09.02.2008 18:34

juergenk hat geschrieben: der Vorteil der Patrone für mich: ich muss nicht gleich ein ganzes Glas Tinte kaufen wenn ich mir nicht sicher bin ob mir die Farbe gefällt bzw. ob ich dauernd damit schreiben will.
Jürgen
Hall Jürgen,

es gibt nicht jede Tintenfarbe auch in Patronen. Wer also leere Patronen nicht selbst befüllen will, ist dann auf Konverter angewiesen.

Gruß
Lutz

Wuffiline
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Beitrag von Wuffiline » 10.02.2008 20:06

Eigentlich ist schon alles gesagt:
- Füller, die mir gefallen sind nicht unbedingt Kolbenfüller, trotzdem möchte ich bestimmte Farben nutzen (ggf. auch selber mischen), die gibt's aber im Regelfall nicht als Patronen (Beispiel gefällig: Noodlers Ink Firefly Textmarker tinte im Konverter in einem transparenten Lamy Vista mit einer 1.9er Kalliegraphiefeder, das ersetzt jeden häßlichen Textmarker und ist ein richtiger Hingucker).

Aber vielleicht noch ein anderer Aspekt:
Schon in meiner Schulzeit hat mich der unnütze Abfall leergeschriebener Patronen geärgert, deswegen habe ich schon damals in meinem Lamy einen Konverter gehabt (war damals recht exotisch, war ein Pumpkonverter, der aber meine gesamte Schul-/Studienzeit gehalten hat).

Also ist ein Konverter auch ein kleiner Beitrag zum Umweltschutz.

Grüßle
Renate

G-H-L
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Noch ein Grund für einen Konverter

Beitrag von G-H-L » 11.02.2008 21:25

Hallo,

nachdem schon eine Menge Vorteile für die Patrone/Konverter-Kombination genannt wurde sind mir weitere Vorteile eingefallen:

Mit dem Konverter kann man wunderbar den Füller durchspülen. Sowohl beim Reinigen mit Wasser oder auch nur beim Befüllen mit Tinte. Sollte unterwegs mal der Konverter leergeschrieben werden kann man problemlos wieder auf die Patronen umsteigen.

Wie schon mehrfach genannt gibt es nicht jede Tinte in der gewünschten Patronenform. Mit dem Konverter kann man quer Beet das gesamte Tintenangebot durchprobieren. Auch die Tinten anderer Hersteller.

Wird ein Konverter undicht, oder geht er mal kaputt, so kann er relativ einfach und problemlos gegen einen neuen ausgetauscht werden. Der Kolbenfüller muß dann hingegen zur Reparatur.

Gruß
Gerhard
Gruß
Gerhard

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Tenryu
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Beitrag von Tenryu » 12.02.2008 1:39

Ich benutze nicht gerne Konverter. Meine meistgebrauchten Halter sind alles Kolbenhalter. Und bei den Patronenhaltern schätze ich die Möglichkeit, einfach und schnell und vor allem sauber die Tinte zu befüllen. Daher habe ich mich einfach daran gewöhnt meine Patronenhalter (zur Zeit zwei Stück in Gebrauch) mit blauen und schwarzen Tintenpatronen zu betreiben.

Aber grundsätzlich gesehen sind Konverter eine praktische Sache. Es gibt viele Argumente, die dafür sprechen, wie die oben genannten.
Dagegen spricht eigentlich nur die geringere Tintenkapazität im vergleich zu einer Großraumpatrone oder zwei Standardpatronen bzw. einem Kolbenfüller.
Der Vorteil bei der Verwendung von zwei Tintenpatronen ist, daß wenn unterwegs eine leer wird, man auf die zweite als Reserve zurückgreifen kann. Das ist vor allem bei undurchsichtigen Haltern ohne Sichtfenster praktisch.

juergenk
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Beitrag von juergenk » 12.02.2008 7:26

Herzlichen Dank für eure Beiträge.

Wahrscheinlich werde ich alle 3 Arten kombinieren: Kolben-Patronen- und Konverter.
Zu Hause bevorzuge ich Kolbenfüller, meinen ersten Konverter habe ich gestern erstanden , er wird in einem Waterman Apostroph seinen Dienst tuen. Mal sehen ob ich dabei bleiche oder auf Patronen gehe.
Die Möglichkeit Tinten zu testen ist natürlich ein gewichtiger Vorteil

Jürgen

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