Tinte - Safari EF

Moderatoren: Linceo, Lamynator, desas

Schreibmensch
Beiträge: 5
Registriert: 22.10.2018 23:32

Tinte - Safari EF

Beitrag von Schreibmensch » 23.10.2018 0:01

Hallo,
ich lese nun schon seit fast einem Jahr dieses Forum und habe nun selbst eine kleine Frage:

Ich habe für das Studium einen einfachen Lamy Safari in EF gekauft. Dafür verwende ich Augenblick die normalen Patronen in Schwarz.
Die Tinte ist aber auf dem Papier etwas zu blass und der Tintenfluss ist auch nicht ideal. Nun hätte ich von euch gern eine Empfehlung für eine dunkle, gesättigte Tinte, die in diesem Füller gut läuft. Bei meiner Suche bin ich bereits auf die englischsprachigen Foren gestoßen. Dort werden aber fast ausschließlich amerikanische oder japanische Tinten empfohlen, die hier nur umständlich zu beschaffen sind.

Ich habe von einigen anderen Tinten gelesen, die ich schlecht einschätzen kann:

Pelikan 4001/Onyx
Kaweco Schwarz
De Atrementis Dokumententinte (vielleicht für Klausuren interessant?)
Rohrer & Klingner Leipziger Schwarz
Faber Castell Carbon Black
Waterman Black
Herbin Perle Noire (Ich habe in diesem Zusammenhang etwas von einem Schimmelproblem gelesen?)

Gut, ich möchte keine endlose Liste schreiben. Es gibt offensichtlich sehr viele schwarze Tinten und es ist mir mit meinem Budget leider nicht möglich sie alle zu testen. Ich hoffe, dass es noch keine zwanzig Anfragen dieser Art im Forum gibt. Falls dies der Fall sein sollte, bitte ich um Entschuldigung und einen Link zum passenden Thema.

Ansonsten freue ich mich auf eure Antworten und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

Benutzeravatar
duckrider
Beiträge: 589
Registriert: 21.02.2014 11:51
Wohnort: nahe Wiesbaden

Re: Tinte - Safari EF

Beitrag von duckrider » 23.10.2018 2:33

Hallo Schreibmensch,
wenn die Lamy-Patronen nicht gerade eingetrocknet sind, dann sollten Tintenfluss und Schriftbild ausreichend dunkel sein.
Ich sehe das Problem hier eher in der EF-Feder. Probiere mal eine andere Federstärke. Wenn das nicht hilft, dann würde ich ich im zweiten Schritt eine 4001er in Konverter oder mittels Spritze in die Patrone füllen. Dokumentenechtheit bei Klausuren wird überbewetet, gute Vorbereitung ist hier von höherer Relevanz.
:)
Thomas
Scribere qui nescit, nullum putat esse laborem.

Thom

Re: Tinte - Safari EF

Beitrag von Thom » 23.10.2018 6:45

Die 4001 Brillantschwarz ist auch beständiger als man vielleicht denkt. :)

V.G.
Thomas

Benutzeravatar
duckrider
Beiträge: 589
Registriert: 21.02.2014 11:51
Wohnort: nahe Wiesbaden

Re: Tinte - Safari EF

Beitrag von duckrider » 23.10.2018 7:03

Thom hat geschrieben:
23.10.2018 6:45
Die 4001 Brillantschwarz ist auch beständiger als man vielleicht denkt. :)

V.G.
Thomas
Jepp, vor allem, wenn man (ich!) aus Reflex beim Befüllen einer Patrone das Glas wegschlägt und den Inhalt in der halben Küche verteilt. Gerne würde meine Holde hierzu einen Kommentar dazu abgeben.
Ich werde abere einen Teufel tun, sie daran noch mal zu erinnern....

;)
Thomas
Scribere qui nescit, nullum putat esse laborem.

dp-wurzel
Beiträge: 132
Registriert: 19.07.2018 8:42

Re: Tinte - Safari EF

Beitrag von dp-wurzel » 23.10.2018 8:41

Ich werfe "Cross blau schwarze" in den Ring. Schön dunkel und fließfreudig.

MfG Dirk

Benutzeravatar
sommer
Beiträge: 416
Registriert: 23.09.2017 14:58
Wohnort: Flensburg

Re: Tinte - Safari EF

Beitrag von sommer » 23.10.2018 10:33

Ich nehme bei meinen beiden trotz Reinigung zickigen Füllern/Federn gerne Diamine Midnight, damit schreiben die beiden so, als hätte es nie ein Problem gegeben. Nachteil: Diamine Midnight ist nicht schwarz, sondern nur nahe dran ;)
Axel

Thom

Re: Tinte - Safari EF

Beitrag von Thom » 23.10.2018 12:02

Man kann den Tintenfluß der Tinte schon erhöhen, was dann bei Schwarz aber als erstes passiert, die Tinte fließt im Papier breiter und ist noch heller als vorher, da muss man schon noch ein bisschen mehr zulegen. Das setzt aber praktischerweise sowieso Flakontinte voraus.

V.G.
Thomas

Benutzeravatar
NicolausPiscator
Beiträge: 2788
Registriert: 14.01.2017 17:31
Wohnort: Mare Crisium
Kontaktdaten:

Re: Tinte - Safari EF

Beitrag von NicolausPiscator » 23.10.2018 12:10

Hmmm... der Safari ist mein Tintentester, da kommt immer auch die EF für eine Zeit drauf, bei keiner Tinte hatte ich bisher Schwierigkeiten, im Gegenteil bin ich überrascht, wie gut der Safari die unterschiedlichen Tinten meistert.

Ich würde versuchen, den Tintenfluss durch Fehlerausschluss in den Griff zu bekommen, das heißt Füller spülen usw. Ggf. kann es auch an der Feder liegen, dann würde ich eine andere testen.

Südwind
Beiträge: 137
Registriert: 02.03.2016 14:47
Wohnort: Am Wald

Re: Tinte - Safari EF

Beitrag von Südwind » 23.10.2018 13:49

Bei den schwarzen Tinten gibt es welche auf die auf (Nano/Ruß)-Partikeln basieren und solche, bei denen ausschließlich Farbstoffe verwendet werden. Die Nano/Carbonblack-Tinten sind nach meiner Erfahrung insofern etwas zickiger, weil da bei manchen Tinten eingetrocknete Reste nicht mehr wieder gelöst werden und den Tintenfluss einschränken (die 4001 verwende ich deshalb nicht).
Mein Vorschlag:
1. wie die anderen schon schrieben: Füller gründlich reinigen (also auch Feder ab und mit Spüliwasser reinigen) und
2. eine schwarze Tinte ausschließlich auf Farbstoffbasis verwenden. Du erkennst diese Tinten daran, dass eine Papierchromatographie recht bunt ist und kein schwarzer Fleck verbleibt. Spontan fällt mir dabei MB Mystery Black (Standardprodukt) und Ultra Black (gibt es nicht mehr zu vernünftigen Preisen) ein. Thom kennt sicher noch andere Produkte.

Dokumentenechtheit wird bei Uniklausuren überbewertet. Die bekommst Du sowieso nur noch unter Aufsicht in die Hand.
Grüße
Robert

Benutzeravatar
Pelle13
Beiträge: 1548
Registriert: 20.03.2016 10:25

Re: Tinte - Safari EF

Beitrag von Pelle13 » 23.10.2018 13:50

Wenn es bei mir so richtig tiefschwarz sein soll, benutze ich am liebsten das Kaweco Schwarz oder aber (die etwas hellere) Pelikan 4001 Schwarz, die beide in meinen Augen (neben der Schwärze) noch weitere Vorteile haben: Beide Tinten sind deutlich im preiswerten Segment, es gibt sie im Fass oder als Patronen und beide sind zumindest hier (in der Großstadt) leicht und schnell zu besorgen.
Was den Tintenfluss angeht, habe ich mit beiden Tinten bisher nur gute Erfahrung gemacht, wobei ich von EF Federn bis 1,5 Italic alles benutze.

Liebe Grüße,
Dagmar
Freude am Schauen und Begreifen ist die schönste Gabe der Natur. (Albert Einstein)

Thom

Re: Tinte - Safari EF

Beitrag von Thom » 23.10.2018 15:38

Südwind hat geschrieben:
23.10.2018 13:49
Thom kennt sicher noch andere Produkte.
Perle noire erfüllt auf alle Fälle Deine Bedingung Farbenpracht. Schimmeln könnte die höchstens, wenn sie überlagert wird (das wären mehrere Jahre).
viewtopic.php?f=11&t=14658&hilit=Perle+ ... 05#p194155

V.G.
Thomas

Tintenfinger
Beiträge: 550
Registriert: 11.02.2016 18:39
Wohnort: Bayern

Re: Tinte - Safari EF

Beitrag von Tintenfinger » 23.10.2018 16:46

Absolutes Tiefschwarz wird es mit normalen Farbstofftinten nie geben, weil sie halt nicht 100% decken können, und das Wesen von Schwarz die absolute Abwesenheit von Rest-Durchlicht ist. Das geht nur mit Nanopartikel-Tinten, die sind aber teuer und für den Unibetrieb auch etwas umständlich, weil halt nix eintrocknen darf und auch Kleckse von Fingern, Kleidung u.s.w nicht mehr so einfach weggehen. Die folgenden 4 schwarzen Tinten habe ich ausprobiert.

Ich bin wenn es schon schwarz sein soll ein Fan der Pelikan 4001. Sie ist schon recht schwarz und erstaunlich wiederstandsfähig gegen Licht und Wasser. Das macht sich allerdings auch bemerkbar, wenn es eine Sauerrei gibt.

Die Pelikan Onyx ist eher weniger schwarz, aber sie schreibt sehr weich und flüssig, dadurch wirkt sie auch nicht blass und macht Spass. Mir kommt es so vor, als wäre der Füller damit auch leichter zu reinigen. Wiederstandsfähigkeit ist aber nicht so toll, wennn man Wert darauf legt.

Die Faber Castell Carbon Black soll angeblich dokumentenecht sein, ist aber eine Farbstofftinte. Sie ist deutlich blasser als die Pelikan 4001 und überteuert. Bin mit nicht sicher, ob sie z.B bei Lichtechtigkeit wirklich so viel besser als die Pelikan ist.

Die Pelikan Fount India ist eine der billigsten verfügbaren Partikeltinten, sie ist tiefschwarz, aber nicht gerade füllerschonend und läuft oft stärker als einem lieb ist. Hat alle Nachteile der Partikeltinten und ist nicht 100% wasserfest.

Susi

Thom

Re: Tinte - Safari EF

Beitrag von Thom » 23.10.2018 17:09

Tja, Schreibmensch, alles in allem würde ich das mit der Uni lieber bleiben lassen. :)

V.G.
Thomas

Schreibmensch
Beiträge: 5
Registriert: 22.10.2018 23:32

Re: Tinte - Safari EF

Beitrag von Schreibmensch » 23.10.2018 17:57

Thom hat geschrieben:
23.10.2018 17:09
Tja, Schreibmensch, alles in allem würde ich das mit der Uni lieber bleiben lassen. :)
Haha.
Das Problen mit dem Tintenfluss äußert sich so, dass der Füller normal anschreibt und dann immer kratziger wird. Nach einer Seite schreibt er schließlich kaum noch. Die Strichstärke reduziert sich etwa um die Hälfte.
Wenn ich den Füller eine Weile geschlossen liegen lasse, schreibt er aber wieder normal an.
Ich habe den Füller zunächst einmal wie empfohlen gründlich gereinigt. Momentan trocknet er.
Je nachdem, ob sich das Schreibverhalten ändert, werde ich wahrscheinlich die Pelikan 4001 oder Diamine Midnight kaufen.
Preislich kann man da wohl nicht viel verkehrt machen.
Vielen Dank für die vielen und schnellen Antworten.

Tintenfinger
Beiträge: 550
Registriert: 11.02.2016 18:39
Wohnort: Bayern

Re: Tinte - Safari EF

Beitrag von Tintenfinger » 23.10.2018 18:03

Thom hat geschrieben:
23.10.2018 17:09
Tja, Schreibmensch, alles in allem würde ich das mit der Uni lieber bleiben lassen. :)

V.G.
Thomas
So ein Vorschlag kann auch nur von Dir kommen Thomas :?

Wir haben dem Mensch ja nicht angeschafft, dass er/sie im Nebenfach Tintologie studiert, aber wenn das wer so möchte?

Ich für meinen Teil habe mein Studium und Diplom ganz überwiegend mit Pelikan Königsblau absolviert. Das ist nichts was ich heute nochmal versuchen oder empfehlen würde aber eben durchaus möglich.

Susi

Antworten

Zurück zu „Die Tinte und der Tintenfluss / Ink and the ink flow“