Wie kriege ich einen Füller eigentlich zum Schreiben?

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Lahmer Pelikan
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Wie kriege ich einen Füller eigentlich zum Schreiben?

Beitrag von Lahmer Pelikan » 19.01.2021 15:05

Die Frage mag blöd scheinen, aber:

Neuer Füller, Patrone drin, sitzt auch richtig. Paarmal geschüttelt und zerdrückt, aber unten kommt nix raus - also aus der Patrone ja, aber aus der Feder nicht.

Ideen?
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PenFan
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Re: Wie kriege ich einen Füller eigentlich zum Schreiben?

Beitrag von PenFan » 19.01.2021 15:10

Schau mal auf meine Antwort im Thread Neuzugänge, da habe ich dir gerade etwas dazu geschrieben.
„Wenn du merkst, daß du zur Mehrheit gehörst, wird es Zeit, deine Einstellung zu revidieren.“ ― Mark Twain

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vanni52
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Re: Wie kriege ich einen Füller eigentlich zum Schreiben?

Beitrag von vanni52 » 19.01.2021 15:13

Ich muss auch bei einigen Kandidaten nachhelfen.
Manchmal kann man beim Patronenquetschen sehr schön den ersten Tintentropfen am Tintenleiter ankommen sehen.
Statt Schütteln hilft manchmal eine ruckartig zur Feder orientierte kurze Bewegung.
Bei beiden Methoden bitte Küchenrollenpapier o.ä. unterlegen.🙂
LG
Heinrich

Lahmer Pelikan
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Re: Wie kriege ich einen Füller eigentlich zum Schreiben?

Beitrag von Lahmer Pelikan » 19.01.2021 15:14

Gibt es einen Indikator, wann die Durchspülung fertig ist? Es kommt jetzt Tinte (hurra! Danke!), aber es wirkt doch noch recht blass...
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PenFan
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Re: Wie kriege ich einen Füller eigentlich zum Schreiben?

Beitrag von PenFan » 19.01.2021 15:16

Das ist das Restwasser im Tintenleiter, das schreibt sich raus. Schreib mal ein paar Zeilen, bis sich der Farbton stabilisiert hat.
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Re: Wie kriege ich einen Füller eigentlich zum Schreiben?

Beitrag von Lahmer Pelikan » 19.01.2021 15:22

Gut, dann ist die Platinum-Standardtinte einfach nur schrecklich... :mrgreen:
Und das mit dem Aufdrücken scheint auch eine Rolle zu spielen - einfach drüberzugleiten übt zu wenig Druck aus. Mit etwas mehr Wucht sieht es gar nicht so furchtbar aus.

(Habe nur Laserdruckerpapier da, aber erfüllt erst mal seinen Zweck.)
IMG_4134.jpeg
IMG_4134.jpeg (62.56 KiB) 614 mal betrachtet
Dann habe ich ja jetzt erst mal ein bisschen Eingewöhnungszeit. Entschuldigt die dumme Eingangsfrage, ich werde demnächst sicherlich ein paar klügere stellen.
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JulieParadise
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Re: Wie kriege ich einen Füller eigentlich zum Schreiben?

Beitrag von JulieParadise » 19.01.2021 15:24

Geduld hilft. ;)
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Re: Wie kriege ich einen Füller eigentlich zum Schreiben?

Beitrag von Lahmer Pelikan » 19.01.2021 15:25

JulieParadise hat geschrieben:
19.01.2021 15:24
Geduld hilft. ;)
AAAAHHH! AAAAAAHHHH!
Das möchte ich als Kommentar zu meiner Geduld erst mal so stehen lassen...

Vielleicht entwickle ich die jetzt endlich. ;)
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Re: Wie kriege ich einen Füller eigentlich zum Schreiben?

Beitrag von JulieParadise » 19.01.2021 15:29

Na, das war gar nicht ironisch gemeint. Leg den Füller erst einmal weg und warte einige Zeit. Zugespitzt gesagt muss die Tinte erst einmal so richtig "einsuppen", das kann teilweise Tage dauern, gerade bei Füllern mit Ebonittintenleitern (hier ja nicht der Fall). ;)
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Re: Wie kriege ich einen Füller eigentlich zum Schreiben?

Beitrag von Lahmer Pelikan » 19.01.2021 15:32

Ah, ich verstehe. Guter Tipp, danke. ;)
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Re: Wie kriege ich einen Füller eigentlich zum Schreiben?

Beitrag von PenFan » 19.01.2021 15:34

Genau Sina, obwohl ich schon viele Füller betankt und eingeschrieben habe, vergesse ich das auch immer wieder. Man kann eine Tinte immer frühestens nach einer Nacht Schreibpause richtig beurteilen. Ich habe schon vorschnelle Urteile gefällt, die ich nach einem Tag wieder revidieren musste.
Ja, Geduld gehört zu einer der wichtigen Tugenden beim Füllfederhobby.
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Re: Wie kriege ich einen Füller eigentlich zum Schreiben?

Beitrag von vanni52 » 19.01.2021 15:35

JulieParadise hat geschrieben:
19.01.2021 15:29
Zugespitzt gesagt muss die Tinte erst einmal so richtig "einsuppen", das kann teilweise Tage dauern, gerade bei Füllern mit Ebonittintenleitern
Wie kontemplativ ist das denn?🙂
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Re: Wie kriege ich einen Füller eigentlich zum Schreiben?

Beitrag von pokpok » 19.01.2021 15:48

Laserdruckerpapier erzeugt ganz feinen Abrieb. Im Schreibkorn-Spalt meines neuen Füllis hat der zu Anschreib-Problemem geführt. Also (Laser)Druckerpapier möglichst vermeiden. Wenns nur zum Testen sein soll, nehm ich gern das zukünftige Altpapier, das als Werbung getarnt täglich geliefert wird.

Beim Reinigen sei vorsichtig mit Spülmitteln. Pelikan empfiehlt bei meinem blauen Kolbenfüller keine zu verwenden, sondern nur lauwarmes Wasser.
Liebe Grüße von
Matthias

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Re: Wie kriege ich einen Füller eigentlich zum Schreiben?

Beitrag von Lahmer Pelikan » 19.01.2021 15:50

pokpok hat geschrieben:
19.01.2021 15:48
Also (Laser)Druckerpapier möglichst vermeiden.
Danke, sehr guter Hinweis. :)
pokpok hat geschrieben:
19.01.2021 15:48
Beim Reinigen sei vorsichtig mit Spülmitteln. Pelikan empfiehlt bei meinem blauen Kolbenfüller keine zu verwenden, sondern nur lauwarmes Wasser.
Ich sitze gerade (zu Gast) in Hannover - hier kommt aus dem Hahn mehr Kalk als Wasser. Ich wäre da vorsichtig ... :lol:
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Der Zeitreisende
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Re: Wie kriege ich einen Füller eigentlich zum Schreiben?

Beitrag von Der Zeitreisende » 19.01.2021 16:17

Lahmer Pelikan hat geschrieben:
19.01.2021 15:22
Gut, dann ist die Platinum-Standardtinte einfach nur schrecklich... :mrgreen:
Und das mit dem Aufdrücken scheint auch eine Rolle zu spielen - einfach drüberzugleiten übt zu wenig Druck aus. Mit etwas mehr Wucht sieht es gar nicht so furchtbar aus.
Sei aber bitte vorsichtig. Das Wunderbare an Füllern (okay, eine der Wunderkeiten) ist, dass man kaum drücken muss und deshalb viel länger ohne Krampf oder Ermüdung schreiben kann. Es gibt Leute (leider allzu viele), die den Füller wie einen Kuli gebraucht und dadurch die Feder gründlich verdorben haben.

Reden wir über den 3776? Der sollte keine grossen Schwierigkeiten bereiten. Und ja, die Tinten von Platinum sind ziemlich hell.
Aktuell hauptsächlich (nur hauptsächlich) mit Cleo Skribent, Waterman, Platinum, Diplomat und Sheaffer (dem alten Targa, also nicht Made-in-China) schreibend.

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