Welches Modell ist das?

Moderatoren: MarkIV, Zollinger, desas, Linceo, Lamynator

Antworten
Danni
Beiträge: 4
Registriert: 15.09.2026 17:36

Welches Modell ist das?

Beitrag von Danni »

Hallo,
ich habe einen Füllfederhalter gefunden und möchte ihn gern benutzen. Dafür brauche ich aber die passenden Tintenpatronen. Um welches Modell handelt es sich? Er hat eine sehr auffällige Feder. Ich hoffe auf eurer Expertenwissen ;-)
Vielen Dank!
Dateianhänge
IMG_0775.jpeg
IMG_0775.jpeg (774.47 KiB) 354 mal betrachtet
Benutzeravatar
TomSch
Beiträge: 4520
Registriert: 28.05.2008 20:55
Wohnort: Land der (Ost-)friesischen Freiheit

Re: Welches Modell ist das?

Beitrag von TomSch »

Hi,

das ist ein Parker 180 Flighter. Es passen die normalen Parker-Patronen oder -Konverter. ;)

Tschö, Thomas
Sei nicht so; sei anders.
Benutzeravatar
Pelikano Modell zwo
Beiträge: 111
Registriert: 11.06.2026 21:39
Wohnort: Freiburg/Breisgau

Re: Welches Modell ist das?

Beitrag von Pelikano Modell zwo »

Hallöchen und herzlich willkommen!

Das könnte ein Parker 180 sein, siehe hier.

Edit: Thomas war schneller ;)

Gruß, Nobby
Danni
Beiträge: 4
Registriert: 15.09.2026 17:36

Re: Welches Modell ist das?

Beitrag von Danni »

Wow, das ging schnell!
Vielen Dank, nun kann ich passende Tintenpatronen kaufen. Da hab ich ja ein kleines Schätzchen auf Arbeit gefunden. Ich bin Lehrerin für Kunst, Deutsch und Philosophie und auf jeden Fall eine Freundin des Schreibens. Vermutlich hat ein Kind den Füller bei den Großeltern gefunden und für untauglich erklärt - als ich ihn im Müll fand, war eine Lamy Patrone in das hintere Stück gepresst, die ich nur mit Hilfe von Werkzeug entfernen konnte. Die Feder funktioniert noch, soweit ich das beurteilen kann. Ich hab mich noch ein bisschen belesen: Reverse schreiben bedeutet, dass ich auch mit umgedreht gehaltener Feder schreiben kann? Ich bin gespannt! Eine schöne Ergänzung meiner anderen Füllfederhalter von Cross und Waterman…
Crovax
Beiträge: 847
Registriert: 11.05.2018 11:29
Wohnort: Aachen

Re: Welches Modell ist das?

Beitrag von Crovax »

Danni hat geschrieben:
16.09.2026 11:27
Reverse schreiben bedeutet, dass ich auch mit umgedreht gehaltener Feder schreiben kann?
Yep, man dreht den Füller so, dass der Tintenleiter nach oben zeigt und schreibt quasi mit der Oberseite der Feder. Oft funktioniert das und man bekommt eine Schrift, die sehr viel schmaler schreibt als die "normale" Schrift, also z.B. F statt M. Gelegentlich bekommt man aber nur eine sehr kratzige Schrift mit Aussetzern.
Keine Ahnung, wer so etwas nutzt, aber praktisch jedes Füller-Review hat einen Abschnitt "Reverse Writing" wo genau das getestet wird.
Ich habe nur einen einzigen Füller, wo genau diese Eigenschaft explizit beworben wurde, den Waterman "Duo 7" von 1953.
gruß
stephan

Let grammar, punctuation, and spelling into your life! Even the most energetic and wonderful mess has to be turned into sentences.” ― Terry Pratchett
mattg
Beiträge: 16
Registriert: 12.08.2026 8:12

Re: Welches Modell ist das?

Beitrag von mattg »

Das geht bei meinen Füllern recht gut, aber ich benutze es auch nur selten. Vor allem, wenn ich mathematische Formeln schreibe, und hoch- oder tiefgestellte kleine Zeichen/Ziffern noch lesbar bleiben sollen.

Für das Schreiben von Fließtext nutze ich das nie.
Gruß,
Matthias
Danni
Beiträge: 4
Registriert: 15.09.2026 17:36

Re: Welches Modell ist das?

Beitrag von Danni »

Aha! Danke für die Erklärung - ich hab davon noch nie gehört… Aber ich bin wahrscheinlich auch nie so tief im Thema gewesen. Beim Ausprobieren der feinen Seite mit ein bisschen schwarzer Tusche konnte ich ganz wunderbar damit zeichnen. Es gibt ja auch so Miniaturlandschaften oder Skizzen als Federzeichnung - dafür ist das bestens geeignet. Beim Zeichnen mit dem Federhalter muss man immer wieder ins Tintenfass und bekommt schnell fleckige Finger. Das fällt mit dem Parker weg.
Beim Reinigen konnte ich gerade ganz problemlos das Teil mit der Feder aus dem Griffstück ziehen. Muss das so sein oder ist das die Folge einer rabiaten Behandlung? Muss ich das reparieren lassen oder kann man das selbst?
Benutzeravatar
mondindianer
Beiträge: 730
Registriert: 20.05.2013 17:39
Wohnort: Wendland

Re: Welches Modell ist das?

Beitrag von mondindianer »

Danni hat geschrieben:
16.09.2026 11:27
[...] Die Feder funktioniert noch, soweit ich das beurteilen kann. Ich hab mich noch ein bisschen belesen: Reverse schreiben bedeutet, dass ich auch mit umgedreht gehaltener Feder schreiben kann? Ich bin gespannt! Eine schöne Ergänzung meiner anderen Füllfederhalter von Cross und Waterman…
Hallo, bei diesem Füller ist der Name Programm: die Feder hat zwei verschiedene Schriftbreiten zu bieten - eben bei Drehung der Feder um 180°. Das ist etwas anderes als das reverse-writing, das man mit vielen Federn ebenfalls machen kann. Die Federstärken sind möglicherweise sogar auf der jeweiligen Seite vermerkt.
Informationen über den Füller und seine Produktionsdaten findest du hier (leider nur noch im Internet-Archiv).
Parker hat das Kunststück geschafft, über die gesamte Produktionsdauer von Patronen bei einem Typ zu bleiben. Daher passen aktuelle Patronen auch in Parker-Füller der 70er und 80er Jahre. Sie werden gerne mit Lamy-Patronen oder deren Clones verwechselt, weil sie ebenfalls ein blaues Anschlussstück haben. Die Form ist aber komplett anders.

Viel Freude damit!
Viele Grüße
Fritz
Benutzeravatar
TomSch
Beiträge: 4520
Registriert: 28.05.2008 20:55
Wohnort: Land der (Ost-)friesischen Freiheit

Re: Welches Modell ist das?

Beitrag von TomSch »

Tach zusammen.

Wie Fritz schon schrubte, sind die Federn mit unterschiedlich groß schreibenden Iridium-Schreibkörnern auf beiden Seiten ausgestattet. In der Regel befindet sich die Schriftbreite als Abkürzung unten auf dem schwarzen Plastik-Tintenleiter. Bei meinem beispielsweise heißt die angegebene Kombination M/XF (also medium und extra fein). :P

Viel Spaß mit dem schlanken Leichtgewicht,
Thomas
Sei nicht so; sei anders.
Danni
Beiträge: 4
Registriert: 15.09.2026 17:36

Re: Welches Modell ist das?

Beitrag von Danni »

Vielen Dank für die Erklärungen!
Unter meinem steht M/X.
Und wie ist das mit dem Tintenleiter, den ich einfach aus dem Griffstück ziehen kann? Ist das ein Defekt, der repariert werden muss?
Noch warte ich auf die Lieferung der passenden Patronen…
Benutzeravatar
mondindianer
Beiträge: 730
Registriert: 20.05.2013 17:39
Wohnort: Wendland

Re: Welches Modell ist das?

Beitrag von mondindianer »

Davon müsste ich mal ein Bild sehen...
Viele Grüße
Fritz
Antworten

Zurück zu „Das Identifizieren von Schreibgeräten / Identifying different writing instruments“