Kaufberatung

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hoppenstedt
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Re: Kaufberatung

Beitrag von hoppenstedt » 16.08.2019 14:53

ai19 hat geschrieben:
16.08.2019 0:39
Der Lamy 2000 reizt mich auch, aber die EF-Federn von Lamy schreiben wie eine japanische B oder BB.
(...) Man müsste jemanden finden, der aus der Lamy EF wirklich eine fein schreibende Feder macht.

Grüße,
Arda
Das mit der Schriftbreite kann man nicht verallgemeinern. Ich habe da Vergleichsmöglichkeiten, da ich den 2000 sowohl in BB als auch in OM habe und bei Schimpf eigentlich alle Federbreiten durchprobiert habe, ob mit oder ohne Oblique.
Es kommt auf die individuelle Feder an!
Ich finde beispielsweise, dass Lamy sich noch eher an die Bezeichnung der Federbreite hält als Pelikan - und auch dort habe ich selber große Variationsbreite bemerkt, schon bei meinen Pelikanen...
"Nulla dies sine linea."
Grüße von Alfred :)

Damian
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Re: Kaufberatung

Beitrag von Damian » 16.08.2019 15:04

ai19 hat geschrieben:
16.08.2019 0:39
Der Lamy 2000 reizt mich auch, aber die EF-Federn von Lamy schreiben wie eine japanische B oder BB.

Mich persönlich nervt das unfassbar ab, wenn mich eine fette Feder zu einer großen Handschrift zwingt, besonders, wenn man komplizierte Rechnungen durchführt.
Hattest Du Dir mal die Eigenschaften einer Zoom-Feder von Sailor angeschaut?
Je nach Handhaltung sind Strichbreiten von M bis BB möglich, und wenn Du den Füllhalter in Reversehaltung verwendest (d.h. die Unterseite der Feder ist oben) hast Du eine japanische F. Wobei der Schliff der Feder einen beim Schreiben die Reversehaltung nicht spüren lässt.

ai19
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Re: Kaufberatung

Beitrag von ai19 » 16.08.2019 15:14

Das stimmt schon, Lamy hat da eine ziemliche Varianz. Ich übertreibe auch schon einmal.

Aber es kann einem zu denken geben, wenn ein Hersteller wie Platinum in der Massenfertigung eine ungeheure Präzision mit feinen Federspitzen erreichen kann, bei Füllern, die inklusive Versand hier 3 Euro pro Stück kosten (Platinum Preppy), und ein deutscher Premiumhersteller das nicht in derselben Präzision hinbekommt. Und auch keine Federn hat, die so fein schreiben wie eine Platinum Preppy EF, von denen hunderttausende pro Jahr hergestellt werden.

Ich bin ein Lamy-Fan. Ich finde das Design ungeheuer ansprechend, sogar bei Stiften, die mir nicht 100%-ig zusagen, wie z.B. der Logo. Mit dem Lamy 2000 liebäugele ich schon länger, denn ich finde ihn wunderschön.

Und wenn man normal schreibt, sind die Federn auch wirklich sehr gut. Aber hier in Deutschland sind Leute, die gerne EF schreiben, eine verschwindend kleine Nische, und für Lamy ist es sicher nicht wirtschaftlich, sich dieser Klientel anzunehmen. Ich kann das verstehen, aber es lässt mich frustriert zurück, weil ich so gerne mit meinem Studio oder Aion schreibe, aber wenn ich dann mal was rechnen will, immer auf Platinum-Füller zurückgreife.

Von den deutschen Herstellern finde ich, dass Faber-Castell die besten Federn und Tintenleitsysteme hat, zumindest im erschwinglichen Preissegment. Die EF von Faber-Castell schreiben tatsächlich auch fein, und das mit bemerkenswerter Konsistenz.

Beste Grüße,
Arda

ai19
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Re: Kaufberatung

Beitrag von ai19 » 16.08.2019 15:29

Damian hat geschrieben:
16.08.2019 15:04
ai19 hat geschrieben:
16.08.2019 0:39
Der Lamy 2000 reizt mich auch, aber die EF-Federn von Lamy schreiben wie eine japanische B oder BB.

Mich persönlich nervt das unfassbar ab, wenn mich eine fette Feder zu einer großen Handschrift zwingt, besonders, wenn man komplizierte Rechnungen durchführt.
Hattest Du Dir mal die Eigenschaften einer Zoom-Feder von Sailor angeschaut?
Je nach Handhaltung sind Strichbreiten von M bis BB möglich, und wenn Du den Füllhalter in Reversehaltung verwendest (d.h. die Unterseite der Feder ist oben) hast Du eine japanische F. Wobei der Schliff der Feder einen beim Schreiben die Reversehaltung nicht spüren lässt.
Die habe ich mir noch nicht angeschaut.

Ich habe einen Platinum Century #3776 mit Soft Fine, der auch erhebliche Linienvariationen zulässt. Mit dem bin ich äußerst zufrieden.

Beste Grüße,
A.

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Re: Kaufberatung

Beitrag von Matthias MUC » 16.08.2019 16:03

Was EF und noch feiner betrifft: Ich muß mal meine Tochter fragen, die schreibt mit einem Pelikan M205 in EF und nutzt ihn meines Wissens auch intensiv reverse für ultrafeinste Kritzeleien (bekommt sie allerdings mit verschiedensten Schreibgeräten hin, den Mathestoff eines gesamten Schuljahres auf wohl höchstens 6 Heftseiten, wenn ich mich recht erinnere..).

lG Matthias

Damian
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Re: Kaufberatung

Beitrag von Damian » 16.08.2019 16:11

ai19 hat geschrieben:
16.08.2019 15:29
Ich habe einen Platinum Century #3776 mit Soft Fine, der auch erhebliche Linienvariationen zulässt. Mit dem bin ich äußerst zufrieden.
Wobei die Linienvariation bei der Zoom nicht vom Druck, sondern vom Winkel abhängt.

SpurAufPapier
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Re: Kaufberatung

Beitrag von SpurAufPapier » 16.08.2019 17:19

Matthias MUC hat geschrieben:
16.08.2019 16:03
..den Mathestoff eines gesamten Schuljahres auf wohl höchstens 6 Heftseiten, wenn ich mich recht erinnere..).

lG Matthias
:shock:
Das war aber nur die Zusammenfassung, oder?
Meine kleinste Schrift hatte ich in der 9. Klasse, die Kleinbuchstaben ca. 1 mm hoch. Deshalb bin ich damals auf Kugelschreiber umgestiegen, von EF-Federn wusste ich nichts...

Sehr feine, sehr gute Federn im untersten Preissegment hat der Pilot Kaküno. Ja, es ist ein Schulfüller. Aber die M-Feder ist feiner als die von meinem Pilot Prera und entspicht in etwa der EF vom Lamy Safari. Und den Kaküno gibt es noch in F und in EF... das kann ich mir dann nur noch mit Lupe vorstellen. Ich kann gern eine Schriftprobe einstellen. Für "gefährliche" Tinten oder für unterwegs wäre er doch ganz gut, einen Tick edler als der Preppy. Es gibt ihn auch in Grau, nicht nur in Bonbonfarben.
Grüße
Vikka

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Re: Kaufberatung

Beitrag von Thom » 16.08.2019 17:28

SpurAufPapier hat geschrieben:
16.08.2019 17:19
Meine kleinste Schrift hatte ich in der 9. Klasse, die Kleinbuchstaben ca. 1 mm hoch. Deshalb bin ich damals auf Kugelschreiber umgestiegen, von EF-Federn wusste ich nichts...
Der Enthousiast ist womöglich auch schon auf Kugelschreiber umgestiegen :) , aber da müssen wir jetzt schonmal wieder den Eisengallusthread zu Hilfe nehmen. viewtopic.php?f=8&t=8142&start=1770#p200628

V.G.
Thomas

SpurAufPapier
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Re: Kaufberatung

Beitrag von SpurAufPapier » 16.08.2019 17:38

Thom hat geschrieben:
16.08.2019 17:28
SpurAufPapier hat geschrieben:
16.08.2019 17:19
Meine kleinste Schrift hatte ich in der 9. Klasse, die Kleinbuchstaben ca. 1 mm hoch. Deshalb bin ich damals auf Kugelschreiber umgestiegen, von EF-Federn wusste ich nichts...
Der Enthousiast ist womöglich auch schon auf Kugelschreiber umgestiegen :) , aber da müssen wir jetzt schonmal wieder den Eisengallusthread zu Hilfe nehmen. viewtopic.php?f=8&t=8142&start=1770#p200628

V.G.
Thomas

Oh ja, und dann bitte noch etwas, das für den Schulalltag geeignet ist. In den 90ern gab es in den lokalen Läden keine Kakünos...
In der Oberstufe kam ich wieder für eine Weile zum Füller zurück, bevor ich wieder zum Kugelschreiber greifen musste... aber das ist eine andere Geschichte.

Meine jetzige Lösung, wenn es ganz fein werden soll, ist eine gewisse Nr. 920, von wem auch immer:
2019-08-16 17.35.14.jpg
2019-08-16 17.35.14.jpg (382 KiB) 137 mal betrachtet

Aber auch die ist nicht schultauglich (brauche ich nicht mehr). Und vermutlich nicht das, was Arda und die anderen suchen.

P.S. Mit einer Röhrchenfeder wird es noch feiner. Damit kann ich aber nicht mehr flüssig schreiben.
Grüße
Vikka

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Re: Kaufberatung

Beitrag von Thom » 16.08.2019 17:57

Tja, ich habe in der Schule sowieso nicht mehr mitgeschrieben, aber wenn schon SPITZfeder, dann aber richtig.

V.G.
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Re: Kaufberatung

Beitrag von SpurAufPapier » 16.08.2019 18:30

Thom hat geschrieben:
16.08.2019 17:57
Tja, ich habe in der Schule sowieso nicht mehr mitgeschrieben, aber wenn schon SPITZfeder, dann aber richtig.

V.G.
Thomas
Ja:
2019-08-16 18.24.57.jpg
2019-08-16 18.24.57.jpg (538.78 KiB) 108 mal betrachtet

Aber wozu noch feiner?
Das ist was für Kalligraphen (und Schüler, die winzige Spickzettel brauchen, weil sie im Unterricht nicht mitgeschrieben haben ;) ). Ich schreibe schnell und auf allen möglichen Papieren, da sind zu feine Federn anstrengend.
Eine gut eingeschrieben Brause Steno und eine Soennecken 111F verwende ich im Moment am liebsten für Alltagsnotizen. Aber nur zu Hause.

Ardas Erfahrungen mit Faber-Castell-Federn unf Füllern kann ich nur bestätigen!
Grüße
Vikka

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Re: Kaufberatung

Beitrag von Thom » 16.08.2019 18:41

Die Herren Physiker sind aber keine Schulkinder, die könnten schon mit der SEF und der EEF im Füller schreiben.

Bild

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Thomas

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Re: Kaufberatung

Beitrag von SpurAufPapier » 16.08.2019 18:48

Das tun die doch auch:
ai19 hat geschrieben:
08.08.2019 21:45

Ich dachte auch, mit einem Platinum #3776 Century UEF ist es für immer und ewig getan. Jetzt habe ich ein paar Platinums mehr, unter anderem einen #3776 Century mit Soft Fine-Feder
Beste Grüße,
Arda

Aber mit Spitzfeder wäre für heutige Zeiten wohl arg unpraktisch. Es reicht doch, wenn man inhaltlich in die Fußstapfen der großen Physiker tritt.
Grüße
Vikka

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Re: Kaufberatung

Beitrag von Thom » 16.08.2019 19:03

Vikka, es ist wirklich nicht so einfach mit Dir. Es stand doch im verlinkten Text,
dass die Spitzfeder nur zum Spitzenvergleich der (Pelikan) EEF-Feder war. :)

V.G.
Thomas

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Re: Kaufberatung

Beitrag von SpurAufPapier » 16.08.2019 19:31

Thom hat geschrieben:
16.08.2019 19:03
Vikka, es ist wirklich nicht so einfach mit Dir. Es stand doch im verlinkten Text,
dass die Spitzfeder nur zum Spitzenvergleich der (Pelikan) EEF-Feder war. :)

V.G.
Thomas
Dann habe ich Dich wohl missverstanden, tut mir leid. Ich bezog mich auf Deinen Satz:
Thom hat geschrieben:
16.08.2019 17:57
aber wenn schon SPITZfeder, dann aber richtig.

V.G.
Thomas
Bei mir erscheint unter dem Link nur das Bild der drei Federn ohne Text (liegt vielleicht am Handy?).
Grüße
Vikka

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