Füllknopf - Leerlauf?

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clipeata
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Re: Füllknopf - Leerlauf?

Beitrag von clipeata » 13.12.2018 8:52

Da es thematisch passt eine Frage: Der Knopf meines "neuen" 146 (2001, seltenst benutzt) lässt sich nicht mehr arretieren.
Er bleibt im zugeschraubten Zustand (Kolben hinten) locker. Es scheint, dass der Kolben bereits am hinteren Anschlag ist,
während es für die Kappe noch 1/4 Umdrehung bedarf, damit sie auf dem Messing-Ring fest sitzen kann.

Einsenden lehne ich ab, das Ding lag nach Kauf im Fachhandel und ein paar Mitschriften nun praktisch 15 Jahre im Schrank.
Ich möchte selber basteln ;-)

Gruß Christoph

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tinte&feder
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Re: Füllknopf - Leerlauf?

Beitrag von tinte&feder » 13.12.2018 18:01

Es braucht erstmal nur ein Werkzeug zum aufschrauben der Kolbenmechanik, das kann man zB aus festem Draht basteln. Fotos von zerlegten 146ern im Internet studieren (Bildersuche: Montblanc 146 parts) oder Youtube (MB 146 disassembly) kann auch nicht schaden und dann mal schauen was das Problem ist.

Viele Grüße
Kristof

clipeata
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Re: Füllknopf - Leerlauf?

Beitrag von clipeata » 13.12.2018 21:24

Super, danke.
Die Werkzeug-Thematik und Abhilfe kenne ich.
Dachte, es gäbe danach evt eine Procedur, um Kolben-Totpunkt und Anschlag des Knaufes zu "de-synchronisieren"
Wird ein Winterprojekt.

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desas
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Re: Füllknopf - Leerlauf?

Beitrag von desas » 13.12.2018 21:39

Der Knopf brauucht ein wenig "Vorsprung", das lässt sich mit ein paar Versuchen justieren.

Du merkst ja jetzt , wie viele Umdrehungen ungefähr fehlen.

Der Winter ist da zu lang für.
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clipeata
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Re: Füllknopf - Leerlauf?

Beitrag von clipeata » 16.01.2019 21:57

Hallo Ihr Lieben

es hat heute wunderbar geklappt. Ein ganz neues Gefühl (denn den lockeren Knauf merkt man beim Schreiben)

Kurze Rückmeldung mit Details:

Ich habe bis zum Eintreffen des passenden Werkzeuges gewartet, welches man im Ansatz durch Zudrehen des Knaufes arretieren kann.
Rückwirkend bin ich darüber sehr froh, da sich der Füller nur sehr schwer öffnen ließ. Mit anderen Techniken wäre ich sicher abgerutscht.
Das Gewinde war mit einer gummiartigen grünen Masse verklebt (146, 2001).

Der Kolben ließ sich NICHT ziehen. Zumindest nicht mit dem Betrag an sanfter Gewalt, welchen ich einsetzten wollte,
und welcher zuvor bei einem 1987er Füller gereicht hat (bei diesem habe ich den Kolben parallel an einer kleinen Stelle gesäubert,
da dort ein Fremdkörper an der Dichtlippe saß)

Trotzdem lässt sich das Problem auch ohne Ziehen des Kolbens beheben, sodass selbiger hier eben auf seinen Film Silikonfett
verzichten muss. Läuft allerdings nach wie vor gut und leicht, ist ja quasi noch ein neuer Stift.

Die scharfen Kannten des Werkzeugs aus dem Reich der Mitte hatte ich zuvor mit einer weichen Nagelfeile (es gibt so "Polierfeilen")
geglättet, man sieht es auf dem 2ten Bild.

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