Füller Auswahl für Bürojob

Moderatoren: desas, Linceo, Lamynator

Benutzeravatar
ebbyashia
Beiträge: 401
Registriert: 19.04.2018 12:55
Wohnort: Dortmund
Kontaktdaten:

Füller Auswahl für Bürojob

Beitrag von ebbyashia » 09.04.2019 18:09

Hallöchen liebes Forum,

nächsten Montag fängt für mich ein neuer Job an, hurra :D, und mein Gehirn hat natürlich als allererstes die wichtigste aller Fragen gestellt: Welcher Füller soll mich denn dann täglich begleiten? Ich überlegte hin und her, ging meine kleine Sammlung durch, erstellte verschiedene Kriterien und stand dann schlussendlich vor meiner Füller Schublade wie manche Frauen vor ihrem Kleiderschrank mit einem "Ich habe nichts zum Mitnehmen!". Der Füller-infizierte-Teil in mir empfindet das als mittelgroße Katastrophe, mein logischer Teil sagt, ich spinne doch wohl bei so vielen Füllern keinen zu haben und jetzt sitze ich hier und frage euch. Ob das wohl so eine gute Idee ist.... :? :lol: Ich dachte, man kann da ja eine kleine Forums Diskussion starten.

Also, vornweg: Ich kenne die Gegebenheiten auf der neuen Arbeitsstelle nicht. Es wird sich ab nächster Woche erst zeigen, wo genau ich arbeiten werde, ob man abschließen kann, wie die Räumlichkeiten sind, wie zugänglich das ist etc. Was ich bis jetzt weiß ist, dass wir von unserem Team lediglich zwei Leute, mit mir, dann am Standort sind. Ist ein großer IT Dienstleister. Sehr schick und modern. Zum Vorstellungsgespräch hatte ich meinen guten Pelikan M400, B, dabei und es fühlte sich angemessen an. (Ist das jetzt ein neuer Tick? Füller dem Anlass entsprechend wie Kleidung aussuchen?)

Prämissen: Wenn ich weiß, ich kann abschließen, sobald ich den Raum verlasse, würde ich auch teurere Füller mitnehmen. Bzw. bin ich am überlegen, ob ich mir dafür nicht einfach ein Pen Sleeve kaufen soll um den Füller in der Hosentasche bei mir zu tragen. Wie praktikabel das bei Frauen Jeans ist bleibt fragwürdig und abzuwarten. Natürlich wird der Füller immer bei Feierabend nach Hause mitgenommen, den Armen kann ich doch nicht alleine da Nachts liegen lassen. Ich habe bereits einen Block zu Werbezwecken von meinem neuen Arbeitgeber erhalten und das Papier dort ist füllertauglich. Logischerweise kein Tomoe River, aber es franst nichts aus, blutet auch nicht durch. Sobald ich meine Planer-Bedürfnisse kenne und ein paar Monate dort bin, werde ich mir aber entsprechend bessere Notizbücher besorgen.

Stand der Fülleritis: 25 Stück. Aktuell bin ich nach dem Einzug der OMAS eigentlich gesättigt und habe keinen auf der Wunschliste, wo ich sage "den MUSS ich jetzt aber haben". Bei vielen, die ich vorher gerne hätte haben wollen kommt mittlerweile auch der Gedanken auf, dass das gar nicht nötig ist und ich da lieber auf einen nützlichen/ innovativen/ besonders schicken warte. Worauf ich momentan allerdings noch aus bin wäre ein nass schreibender mit OM/ OB/ IM/ IB (am liebsten von Schimpf). M besitze ich genügend, alles abwärts fällt nicht ins Beuteschema, da ich Shading liebe und eine normal große Schrift habe.

So, nun zum Hauptteil. Ich suche nicht zwingend nach einem neuen Füller, gucke mir aber gerne auch Vorschläge dafür an. Erst einmal möchte ich, gerne mit euch zusammen schauen, ob man vllt. einen aus meiner Sammlung mitnehmen/ aufbessern (Stahlfeder -> Goldfeder) kann. Vllt. auch eine einfach Lösung mit vorhandenem Füller + Pen Sleeve? Prinzipiell muss er einfach passen und keinen faden Beigeschmack enthalten, dass er nur eine halbgare Lösung ist. (Ich muss definitiv verrückt sein)

Um ein besseres Verständnis für mein Ziel zu erhalten, hier nun meine Kriterien:
1) Kolbenfüller -> genügend Fassungsvermögen, möglichst mit Sichtfenster/ halber Demonstrator?
2) Ersetzbar -> Keine Limited oder special editions, ein Neukauf sollte mich nicht die Hände über dem Kopf zusammenschlagen lassen müssen (Schmerzgrenze hier 150€ bei einer Neuanschaffung)
3) Schick, seriös -> keine knalligen Farben, Design Richtung Pelikan, Montblanc, Pilot Vanishing Point, Lamy 2000, Lamy LX
4) Gefühl in der Hand -> ich bevorzuge mittelschwere Füller, die nicht zu dick sind. Handgröße: 17cm. Ich muss lange mit dem Füller schreiben können, auch wenn ich das vermutlich nicht am Stück muss. Gute Größe für mich ist alles ab Pelikan M400 aufwärts, zu groß wäre ein KOP
5) Federstärke M-B -> Je nachdem, wie die Feder ausfällt auch breiter, bzw. in stubige Richtung. Ansonsten würde ich auch wieder eine M nehmen und mich für einen besonderen Füller nach einer tollen IM/ IB/ OM/ OB umsehen.
6) Fluss -> normal-nass, nass ist präferiert
7) Feedback -> kaum bis gar kein Feedback, butterweich ist gewünscht
8) Feder Härte -> eher weicher
9) Kappenmechanismus -> kein wichtiges Kriterium
10) Ich stecke nie nie niemals die Kappe hinten auf meinen Füller :D

Alle folgenden Füller befinden sich in meinem Besitz und ich habe sie bereits in Kategorien einsortiert. Bei einigen bin ich mir aber noch unsicher, weil sie eigentlich (abgesehen von Punkt 2) Ersetzbar super passen würden). In Klammern stehen immer die Gründe dafür, den Füller nicht mitzunehmen.
• Nehme ich auf gar keinen Fall mit: alle Flex Füller; TWSBI Eco, F (Design, Feder); Lamy 2000, M (alte 18k Feder, perfekt für mich bearbeitet von @Narundil); Visconti Rembrandt, M (zu viel Feedback, Metallgriff); Visconti Homo Sapiens, M (Bi-Color Feder, etwas schwer); Kaweco AL-Sport, M (zu klein um damit lange zu schreiben, Mini-Konverter); Lamy AL Star, 1.1 Stub (perfekt für mich bearbeitet von @Narundil); Montblanc 146, OB (alte Vollgoldfeder); Sailor Pro Geam Slim, B (Limited Edition, Feder von @Narundil bearbeitet); Montblanc 146 "90 Years", M (Special Edition, Preis); Pelikan M805 (Special Edition); Lamy Vista, B (Design); Omas 360 & Omas 557-S (Firma existiert nicht mehr);
• Könnte ich vllt. mitnehmen: Diamond 580, M; Lamy LX, B (Konverter, Aufbessern mit Goldfeder?); Pilot Vanishing Point, M (Konverter, Kollegen verwechseln ihn mit einem Kulli); Pelikan M400, F (Anschaffungspreis, Größe); Pelikan M400, B (Anschaffungspreis, Größe);

Für eine fachkundische Beratung ist Schimpf leider zu weit weg, aber ich habe sehr viel Gutes vom Service gehört. Sollte ich da vielleicht mal anrufen und ihnen mein Leid klagen? :D

Dankeschön und Respekt, wer es bis hier her geschafft hat :lol: Jetzt bin ich offen für euren Rat, eure Vorschläge und denjenigen, die mir sagen, ich hätte nicht mehr alle Latten am Zaun ;)
Zuletzt geändert von ebbyashia am 09.04.2019 19:04, insgesamt 2-mal geändert.
Gruß, Alina

Earth without Art is just "Eh" ♥ | Instagram

Benutzeravatar
bella
Beiträge: 3811
Registriert: 15.02.2014 22:13

Re: Füller Auswahl für Bürojob

Beitrag von bella » 09.04.2019 18:33

Hallo Alina,

ganz ehrlich?
Du hast nicht alle Latten am Zaun 😂

Aber ich verstehe das schon .... die Frage treibt mich bei jedem Aussentermin und jeder Schulung erneut.

Nimm halt einen der auf dem AG-Block für Dich angenehm schreibt.
Und nimm gleich zum Start ein Notizbuch mit. Gerade am Anfang muss man ja viel notieren. Ich nehme dafür nur Bücher, nie Block, weil man es immer mal nachschlagen will. Nimm eins mit Index oder bereite Dir einen Index vor in einem vorhandenen Buch.
Und der Füller erstmal dezent. Du wirst ihn nicht ständig in die Hosentasche stecken, wenn Du nen Kaffee holst.
Glaub mir im IT-Umfeld interessiert sich keine Sau für Deinen Stift. Und vermutlich klaut ihn auch keiner ....
wer schließt denn bei jedem Toilettengang seinen Schreibtisch ab? Wenn das nötig wäre würde ich gar keinen Füller mitnehmen.
Nimm halt am Anfang lieber zwei mit, das Etui kannst Du ja in der Tasche lassen, dann hast Du Reserve.

Jetzt irgendwas kaufen halte ich für Unsinn. Sicher hast Du noch eine Wunschliste ... pack das „Budget das Du jetzt meinst ausgeben zu müssen“ in die Sparwutz. Leg jeden Monat was dazu und Kauf Dir zur bestandenen Probezeit was richtig tolles. Hast Du mehr von als jetzt was übers Knie zu brechen ... und wenn der Job schief geht wirst Du den Füller immer damit verbinden ....

Und die nächste Frage wird die Tintenfarbe sein😂
Dezent .... grau, blau oder braun.
Farben wie orange, violett, frisches grün oder auch lila sehen für die meisten Menschen eher nach Teenie-Tagebuch aus.
Am Anfang guckt schon jeder auf die Zettel die man da liegen hat, wenn man neu ist

PeliJoerg
Beiträge: 466
Registriert: 21.03.2013 15:04

Re: Füller Auswahl für Bürojob

Beitrag von PeliJoerg » 09.04.2019 18:43

Hallo Alina!

Eigentlich hast Du es selbst ja schon geschrieben, nur unter so viel Worten versteckt, dass Du es vielleicht noch nicht gemerkt hast.

Welche Deiner Füller Du nicht mitnehmen willst, hast Du aufgezählt und begründet - eine Diskussion über die Gründe ist müßig - es sind einfach Deine Gründe und die gelten für Dich. Punkt.

Unter den möglicherweise mitnehmbaren Füllern ist der Diamond 580 der einzige, der nicht gleich wieder eine Einschränkung in Klammern bekommt. Zudem erfüllt er viele Deiner o. g. Kriterien - also ist das der, den Du mitnimmst. Punkt.

MfG
Jörg

Benutzeravatar
eisbaer-kiel
Beiträge: 592
Registriert: 11.04.2006 14:27
Wohnort: Lübeck

Re: Füller Auswahl für Bürojob

Beitrag von eisbaer-kiel » 09.04.2019 18:47

Puuhh, das ist ja gar nicht einfach ;-) Nein, im Ernst, die Frage ist doch, ob Du überhaupt viel mit dem Füller schreiben musst? Sind es immer wieder kurze Notizen? Schreibst Du seitenlange Konzepte? Willst Du (farbige) Mindmaps erstellen? Setzt Du Deine Unterschrift unter furchtbar wichtige Dokumente?
Ich bin selbst seit 20 Jahren im Büro (und im Außendienst, auf Meetings, in Veranstaltungen) unterwegs. Bei mir ist das Thema Füllerklau zum Glück nicht so relevant, d.h. ich kann meine Stifte auch mal offen auf dem Tisch liegen lassen. Ich bin bisher mit schnell einsatzbereiten Füllern gut zurecht gekommen. Also Pilot Capless oder einer mit Steckkappe (Lamy Safari/LX). Trotzdem habe ich immer auch mal einen Füller mit Schraubkappe im Einsatz, aktuell meinen Kaweco Steel Sport. Mit der Füllerverrückteritis wirst Du sowieso jede Woche wechseln :-)
Bei mir zeichnet sich (leider) ab, dass ich für meinen normalen Berufsalltag bald gar keinen Stift mehr benötige, da alles digital abläuft. Dann wird der Füller zum Accessoire und wird nach der Sakko- oder Hemdfarbe ausgewählt...
Nein, war nur Spaß. Der Tipp mit dem Notizbuch ist richtig und wichtig. Hier würde ich ansetzen. Ein schönes, tintentaugliches Notizbuch und ein schnell einsatzbereiter Füller mit passender Tinte (die im Notizbuch schnell trocknet).
Viele Grüße und einen guten Start
Manfred

Benutzeravatar
sommer
Beiträge: 527
Registriert: 23.09.2017 14:58
Wohnort: Flensburg

Re: Füller Auswahl für Bürojob

Beitrag von sommer » 09.04.2019 19:15

Ich habe auf der Arbeit einen Faber-Castell Ambition. Wieso? Nicht sooo teuer bei Wiederbeschaffung, robuster Körper und Kappe.

Ich habe eine Möglichkeit, ihn nach Feierabend einzuschließen und mache dies auch. Das Problem ist nicht "klauen", sondern "benutzen", wenn also jemand auf die dumme Idee kommen sollte, sich ihn ungefragt auszuborgen und mit viel (Kugelschreiber-)Druck einzusetzen.

Neben dem Preis und der Robustheit kommt also auch das Kriterium "Feder leicht und günstig ersetzbar, wenn ich sie nicht wieder hingebogen bekomme" hinzu.
Axel

Benutzeravatar
Rokebyrose
Beiträge: 1181
Registriert: 01.12.2016 19:04
Wohnort: Berlin

Re: Füller Auswahl für Bürojob

Beitrag von Rokebyrose » 09.04.2019 20:08

bella hat geschrieben:
09.04.2019 18:33
Hallo Alina,

ganz ehrlich?
Du hast nicht alle Latten am Zaun 😂
+1
Das ist aber auch die Mindestvoraussetzung hier.

Ich habe keine Antwort für Dich, weil ich sie für mich selbst noch nichtmal gefunden habe. Aber mit einem Füller ins Büro? Völlig ausgeschlossen.

Minimum....
  • einer mit "Wumms" für die Unterschriften, blau getankt,
  • einer mit schmaler Feder, blau oder schwarz getankt, für die Anmerkungen auf schlechtem Kopierpapier oder auf den komischen Telefonnotizblöcken, die es in jedem Büro gibt,
  • einer für die rote/pinke/knallige Tinte, falls es was zu korrigieren gibt, was jeder sehen soll
  • falls keiner der vorigen das kann, dann noch einer für die langen Mitschriften, Tintenfarbe egal
  • und dann noch einer für die Hosentasche, bei mir aktuell ein Liliput Fireblue.
Ich würde aber auch nicht zögern, einen M400 mit ins Büro zu nehmen. Der kann das eigentlich auch alles, nur leider: ein Füller, eine Tinte. Geht nicht. Zurück auf Start.

Herzlichen Glückwunsch zum neuen Job, übrigens!!

LG
Christina
"Everybody's got something to hide except me and my monkey"

Benutzeravatar
70er-Fan
Beiträge: 777
Registriert: 14.01.2018 19:41

Re: Füller Auswahl für Bürojob

Beitrag von 70er-Fan » 09.04.2019 20:23

Hallo Alina,

schöne Grüße und herzlichen Glückwunsch von einer Sockenschusskollegin ;)

Antwort von mir keine, da als Freiberuflerin bei mir jeder Füller alles darf und überall mit hingeht.
Gruß Claudia

Wozu hat man Tinte? Zum Verdunkeln seiner Flucht sagt der Tintenfisch. (Adolf Muschg)

agnoeo
Beiträge: 822
Registriert: 23.02.2013 17:36
Wohnort: Rheinland

Re: Füller Auswahl für Bürojob

Beitrag von agnoeo » 09.04.2019 20:39

Für mich klingt der Lamy 2000 genau nach deinen Anforderungen. Wenn du den aus deinem Bestand nicht nehmen möchtest, bekommst du meines Wissens immer noch einen in neu für 120€ sind's inzwischen, mit etwas Glück noch aus dem Restbestand für 100€ von Regina (siehe gewerbliches Forum).
1) Kolbenfüller -> genügend Fassungsvermögen, möglichst mit Sichtfenster/ halber Demonstrator?
check
2) Ersetzbar -> Keine Limited oder special editions, ein Neukauf sollte mich nicht die Hände über dem Kopf zusammenschlagen lassen müssen (Schmerzgrenze hier 150€ bei einer Neuanschaffung)
check, der Klassiker wird so schnell nicht eingestellt werden
3) Schick, seriös -> keine knalligen Farben, Design Richtung Pelikan, Montblanc, Pilot Vanishing Point, Lamy 2000, Lamy LX
hier führst du den Lamy 2000 selber auf
4) Gefühl in der Hand -> ich bevorzuge mittelschwere Füller, die nicht zu dick sind. Handgröße: 17cm. Ich muss lange mit dem Füller schreiben können, auch wenn ich das vermutlich nicht am Stück muss. Gute Größe für mich ist alles ab Pelikan M400 aufwärts, zu groß wäre ein KOP
hier bin ich mir am wenigsten sicher, dürfte aber noch passen
5) Federstärke M-B -> Je nachdem, wie die Feder ausfällt auch breiter, bzw. in stubige Richtung. Ansonsten würde ich auch wieder eine M nehmen und mich für einen besonderen Füller nach einer tollen IM/ IB/ OM/ OB umsehen.
Jo, was du willst
6) Fluss -> normal-nass, nass ist präferiert
habe ich so in Erinnerung
7) Feedback -> kaum bis gar kein Feedback, butterweich ist gewünscht
dto.
8) Feder Härte -> eher weicher
auch so
9) Kappenmechanismus -> kein wichtiges Kriterium
ok
10) Ich stecke nie nie niemals die Kappe hinten auf meinen Füller :D
:)


Viele Grüße,
David

Frischling
Beiträge: 1245
Registriert: 02.10.2017 20:11

Re: Füller Auswahl für Bürojob

Beitrag von Frischling » 09.04.2019 21:03

Hallo Alina,

herzlichen Glückwunsch zum Job.

Es ist nur kitzekleines Loch im Zaun, :mrgreen:
Seit ich meine Aurora Talentum irgenwo verloren habe, überlege ich ganz genau, welche Füllfeder den heimischen Schreibtisch verlassen darf und welche Hausarrest hat.
Jedes Mal zusperren, wenn man kurz das Büro verlässt ist mM nicht praktikabel und die KollegInnen könnten es in den falschen Hals bekommen. Wenn du deine Füllfeder in ein Stifteetui gibts, sollte keiner einfach so eine für schnelle Notizen ausborgen und das erleichter ev. die Auswahl.

LG
Christa
Es gibt kein Fundbüro für verpasste Gelegenheiten

Benutzeravatar
Edelweissine
Beiträge: 1639
Registriert: 08.01.2016 18:32

Re: Füller Auswahl für Bürojob

Beitrag von Edelweissine » 09.04.2019 21:40

Auch von mir Glückwunsch zum neuen Job, liebe Alina!
Ich schlage vor, einen Füller, der öffentlich zugänglich ist, mit dem Klarnamen gravieren zu lassen. Meine Schreibgeräte sind vorher gerne verschwunden und nie wieder aufgetaucht; mit Gravur bist Du auf der sicheren Seite, denn das "versehentliche" Einstecken entfällt.
Gruß,
Heike

thobie
Beiträge: 844
Registriert: 30.10.2005 13:21
Wohnort: Detmold

Re: Füller Auswahl für Bürojob

Beitrag von thobie » 09.04.2019 21:56

Erst einmal herzlichen Glückwunsch zum neuen Job.

Ich kann nur sagen, wie ich es halte: Mich begleiten immer ein Souverän M400 mit OBB-Feder (1992 gekauft), ein M600 mit einer M-Feder (aus einem M400 auch so Anfang der 90er Jahre), ein M200 mit einer OM-Feder (auch aus Anfang der 90 er Jahre), zwei M800, ein Graf von Faber-Castell Platino, der Montblanc Sir George Solti, ein Meisterstück 146, ein Lamy 2000 und ein Delta Dolce Vita Oversize, ein M200 mit einer OBB-Feder aus einem M400 nn. Einen Verlust hatte ich bei den Füllern bislang nicht zu beklagen. Die liegen teilweise offen im Büro. Allerdings setze ich gern bei der Arbeit meine Armbanduhr ab und so bleibt auch schon mal eine Calatrava unbeaufsichtigt im Büro. Passiert ist nie etwas. Allerdings lassen wir Fremde nicht unbegleitet in unsere Räume. Wer mag, kann meistens seinen Schreibtisch abschließen. Mir ist in all den Jahren nur ein Kuli aus der Serie Lamy 2000 abhanden gekommen. Und den habe ich vermutlich liegengelassen und es erst nach ein paar Tagen gemerkt. Ich hänge an jedem meiner Füllhalter. Aber wenn ich die daheim lasse, dann kann ich sie am Arbeitsplatz nicht nutzen und das wäre extrem schade. Es gibt einen einzigen Füllhalter, der den Weg aus unserem Haus nicht findet: Es ist ein M140 mit einer OM-Durchschreibefeder. Das war der Füllhalter meiner Schwiegermutter. Sie hat ihn mir nach ihrer Pensionierung geschenkt. Da meine Schwiegermutter leider nicht mehr lebt, würde ich diesen Füllhalter unter keinen Umständen verlieren wollen. Deswegen hat der Hausarrest. Ist bei Uhren ganz genau so. Ich habe noch eine ganz alte Calatrava von meinem Großvater. Die liegt im Banksafe und bleibt da auch. Einen Verlust könnte ich mir nicht verzeihen. Ansonsten trage ich alle meine Uhren im Alltag, egal, was sie gekostet haben.

Ansonsten zu Deiner Frage: Der Lamy 2000 wäre für mich ein Kandidat und auch ein M600 oder vielleicht sogar ein M800. Sicher etwas teurer, aber Füllhalter neigen eigentlich nicht zum wegfliegen.

Benutzeravatar
desas
Beiträge: 3048
Registriert: 24.04.2014 11:15
Wohnort: Offenbach am Main

Re: Füller Auswahl für Bürojob

Beitrag von desas » 09.04.2019 22:06

Schön, ein neuer Job. Glückwunsch. :)

Ich lenke den Blick mal - bei 25 Füllern ist ja noch Luft nach oben - auf die historischen Damenfüller mit der Öse an der Kappe für die Kette um den Hals.

Da ist es dann vollkommen egal, ob Du irgendwo Füller wegschließen kannst.

Ansonsten sehe ich unter vier Stück am Mann keine vernünftige Auswahl :)
Beitrag in schwarz: desas als Füllerfreund - Beitrag in grün: desas als Moderator

"Fairness ist die Kunst, sich in den Haaren zu liegen, ohne die Frisur zu zerstören."
Gerhard Bronner

PPB
Beiträge: 449
Registriert: 19.10.2018 1:44

Re: Füller Auswahl für Bürojob

Beitrag von PPB » 09.04.2019 22:26

Gratulation und viel Freude beim neuen Job!

Gravierte Schreibgräte sind kein sicherer Schutz vor Diebstahl. Leider. Im Konferenzzimmer meiner Schule meinem Lieblingskollegen passiert. Der gravierte Stift war mein Geschenk zu seinem 50. Geburtstag.
Liebe Grüße, Tina

Benutzeravatar
Narundil
Beiträge: 213
Registriert: 06.03.2017 22:17
Wohnort: Bochum

Re: Füller Auswahl für Bürojob

Beitrag von Narundil » 09.04.2019 23:07

Hallo Alina,

danke für das ganze Lob bei den Hinweisen zu den Federn. Deinen Lamy kriege ich aber noch besser hin ;)
Aber warum schließt meine Bearbeitung die Füller von der Benutzung im Büro aus? ;)

Zurück zur Fragestellung:
Bei den genannten Kriterien fällt mir spontan nur ein günstiger Kolben-/Vakuum-Füller ein, den du mit einer Titanfeder bestücken könntest.
Beispielhaft sei hier der TWSBI Vac700R erwähnt, den man super mit einer Titanfeder von Bock aufrüsten könnte. Da wärst du dann preislich ziemlich genau bei deinem Limit.
Andere günstige Kolbenfüller (o.Ä.) mit einer #6 Feder (Die Titanfeder gibt es meines Wissens nach nur in der Größe) fallen mir gerade nicht ein. Sonst halt auch jeder andere Füller mit einer #6 Feder (Namisu Nova Ebonit, Conklin Duragraph/Duraflex(?), ...). Die haben dann natürlich alle ihren Konverter, was zwar nicht deinen Wünschen entspricht, aber deutlich günstiger und in größerer Auswahl verfügbar ist. Gerade beim Namisu Nova sehe ich die Anforderungen an Gewicht, Größe und Design erfüllt.

Wenn es keine der weichen Titanfedern sein soll, denke ich noch an einen Pilot Custom Heritage 92. Den bekommst du aus Japan inherhalb deines Budgets und die Federn von Pilot könnten weich genug sein. Je länger ich darüber nachdenke, desto eher sehe im 92 sogar meinen Favoriten.

LG,

Steffen

Benutzeravatar
Pelle13
Beiträge: 2027
Registriert: 20.03.2016 10:25

Re: Füller Auswahl für Bürojob

Beitrag von Pelle13 » 09.04.2019 23:41

Moin Alina,

auch von mir kommt erst einmal ein dicker Glückwunsch zum neuen Job! ...

Und zudem noch meine Gedanken zum Bürofüller:
Nach Deiner schlüssigen Argumentation dürften Dich allerhöchtens 5 Deiner 25 Füllern mit ins Büro begleiten, weil sie weder eine LE sind, noch eine besondere Feder tragen, weder zu teuer sind, noch aus der Produktion genommen wurden. Deine Unsicherheit hängt bestimmt auch damit zusammen, dass Du bisher weder die Räumlichkeiten, die Kollegen noch den Tagesablauf richtig gut kennst und einschätzen kannst.
Insofern würde mein Rat lauten: Setz Dich nicht unter Entscheidungsdruck, sondern nimm zu Anfang einen preiswerten Füller aus Deinem Bestand mit - kein voreiliger Neukauf, keine Goldfeder, kein unwiederbringliches Schätzchen, sondern einfach ein schickes Arbeitspferd. In diesem Sinne würde ich an Deiner Stelle anfangs zum Lamy LX samt Edelstahl-B-Feder greifen. Guck Dir dann in Ruhe an, welche Optionen Dein neuer Arbeitsplatz bietet und wie Dein perfekter Bürofüller aussehen müsste.

Liebe Grüße,
Dagmar
Freude am Schauen und Begreifen ist die schönste Gabe der Natur. (Albert Einstein)

Antworten

Zurück zu „Sonstiges / Other“