Notizen machen - Pro und Contra

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Honigdieb
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Re: Notizen machen - Pro und Contra

Beitrag von Honigdieb » 03.11.2019 13:51

Ich mache im Laufe der Woche meine Notizen aus Besprechungen und Telefonaten in einem A5-Block. Aufgaben und weitere Dinge denen ich nachgehen muss markiere ich entsprechend und übertrage Sie zwischendurch bzw. spätestens Freitagnachmittag in meine elektronische to-do-Liste. Anhand dieser Liste und meines elektronischen Kalenders hangele ich mich durch die Woche ;)

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ingolf
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Re: Notizen machen - Pro und Contra

Beitrag von ingolf » 03.11.2019 14:01

TomSch hat geschrieben:
02.11.2019 21:15
Überzeugte Ai-Tih-Nörds?
Einspruch ;).

In den Projekten wird das Notebook nur dann geöffnet, wenn ich(!) Dinge zu präsentieren habe. Ansonsten bleibt das Notebook zu (positiver Nebeneffekt: Die U40-Generation scheint der Ansicht zu sein, dass alle Bildschirm touch-fähig sind und "betatscht" werden müssen :? ... vielen Dank, wenn die Kantine zuvor Pommes Frites oder Currywurst serviert hat. Die Zeit für die Reinigung des Bildschirms konnte mittlerweile bei mir deutlich reduziert werden).
Es wird zwar bisweilen als "eigenartig" angesehen, wenn ich meine Projektnotizen mit Füllfederhalter und Papier anfertige, aber ab einem bestimmten Alter und damit verbundener Erfahrung, darf man auch als Berater im "Ai-Tih"-Umfeld unkonventionelle (zumindest in den Augen der jüngeren Kollegen) Werkzeuge verwenden.
patta hat geschrieben:
03.11.2019 13:39
Vergiß alle Zettel und nimm ein Notizbuch. Eines, genau eines. Nicht mehrere ;)
Gruß patta
Stimmt. Zettelwirtschaft ist nicht sinnvoll. Ein Buch für alle Fälle. Mein Notizbuch hat 4 Einlagen, 2 x Projekt, 1 x Privat, 1 x Ersatz. Diese Struktur reicht und ist jeder elektronischen Lösung überlegen ("hat jemand mal ein Netzteil", "wo ist der Adapter für den Beamer", "ich komme nicht ins Netz", ... :D ).
https://schreibkultur.requirements.de - mein kleiner Blog für Schreibwerkzeuge & Co.

Frischling
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Re: Notizen machen - Pro und Contra

Beitrag von Frischling » 03.11.2019 14:53

patta hat geschrieben:
03.11.2019 13:39
duckrider hat geschrieben:
03.11.2019 11:35
...wenn ich nur die Zettel wieder finden würde....
Muss ich mir noch notieren, wo ich den letzten Notizzettel wieder hingesteckz habe.
Thomas
Vergiß alle Zettel und nimm ein Notizbuch. Eines, genau eines. Nicht mehrere ;)

Gruß patta
:D Genau, einfach jeden Tag alles notieren, von dem man glaubt, dass man es später noch braucht, bzw. ToDo-Listen/Termine notieren und einmal in der Woche oder im Monat die Notizen durchgehen und falls notwendig in Sammlungen übertragen, diese in einem Inhaltverzeichnis erfassen, unerledigte ToDos auf Sinnhaftigkeit überprüfen und die, die es wert sind in einer neuen Liste zusammenfassen und schon findet man alles wieder und vergisst keine Aufgaben. :mrgreen: Das ganze nennt sich Bulletjournal ;) und wenn man den ganzen Schnickschnack (Deko-zeugs und kunstvolle Tracker/Kalenderansichten) weglässt, dann hilft es wirklich beim Organisieren.

Den Schnickschnack sollte man nur als Entspannungsübung und Spass an der Kreativität machen, sonst hält er auf und bringt Stress ;)

LG
Christa
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Südwind
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Re: Notizen machen - Pro und Contra

Beitrag von Südwind » 03.11.2019 16:43

ralph hat geschrieben:
02.11.2019 19:00
Hallo,

wie haltet Ihr es mit dem Notizen machen? PRO und CONTRA

Frage:
-macht Ihr Notizen?
-was notiert Ihr alles ?

Gruß
Ralph
Ist doch eigentlich ganz einfach: Man notiert alles was wichtig ist bzw. teuer wird, wenn man es vergisst. Dazu gehören ganz besonders Notizen während einer Besprechung. Irgendwie muss man sich ja merken, wer was wann in welcher Form abliefert. Die Zeitverzögerung wenn man alles hinterher eintippt ist schon zu groß. War der Termin jetzt 15:00 oder 15:30?

Insofern wird ein Hilfsarbeiter deutlich weniger Dokumentationsbedarf haben als ein Geschäftsführer....
Grüße
Robert

SpurAufPapier
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Re: Notizen machen - Pro und Contra

Beitrag von SpurAufPapier » 03.11.2019 16:55

Frischling hat geschrieben:
03.11.2019 14:53

Den Schnickschnack sollte man nur als Entspannungsübung und Spass an der Kreativität machen, sonst hält er auf und bringt Stress ;)

LG
Christa
Die ursprüngliche Idee war ja auch ihne Schnickschnack. So halte ich es auch.
Grüße
Vikka

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Re: Notizen machen - Pro und Contra

Beitrag von chw9999 » 03.11.2019 20:50

Notizen? Aber hallo, klar! Analog für den beruflichen Teil des Lebens, digital via Google-Kalendereinträge für den privaten.

Analog geht so: Ich habe mir einen qualitativ höherwertigen A5-Spiralblock aufgezwurbelt, und nehme die Blätter mit Binderingen zusammen nebst hartem Deckel und Rücken. Die Ringe sind recht klein, daher können nur wenige Seiten dazwischen gehalten werden. Die mit wichtigen Notizen bleiben dann drin, und von den weniger wichtigen und abgehakten Themen erleichtere ich mich gerne schnell (ritsch-und-raus!) :) Man sieht dann auch, dass nach einer Weile sehr wenig sehr wichtig ist oder war...

Der Übersicht halber, und weil sich die Notizen zu verschiedenen Themen gerne hintereinander sammeln, verwendet ich mehre Füller mit unterschiedlichen Farben. So fällt zumindest optisch ein Inhaltwechsel schnell ins Auge, respektive man kann speziellen Themen dann auch passend aussagefähige Farben geben (schwarz!...).

Das hat sich bei ganz nach und nach von Zettelwirtschaft mit Kuli über Bleistift über Füller nach gebundenen Notiz-Büchern bis zur jetzigen Form rausgebildet. Vielleicht fällt mir in Zukunft ja noch ein Weg zur Gedächtnisstützung ein ;)

Viele Grüße
Christoph

MobyDick
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Re: Notizen machen - Pro und Contra

Beitrag von MobyDick » 04.11.2019 11:23

Ja, ich mache Notizen, vor allem Listen aller Art: Aufgaben, Einkaufslisten, Ausgaben/Einnahmen, Wunschlisten, Gliederungen, Besprechungs- und Konferenznotizen und und und. Desweiteren Annotationen, Exzerpte und Auszugsnotizen von Büchern. Letztere mache auf einem iPad mit Apple Pencil - das löst für mich viele Probleme, die Papier so mit sich bringt, behält aber die Handschriftlichkeit bei.

Thom
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Re: Notizen machen - Pro und Contra

Beitrag von Thom » 04.11.2019 12:50

Notizen sind prima. Sonst kommt man vor lauter sich-merken-müssen gar nicht zum Nachdenken. :)

V.G.
Thomas

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Jörg K.
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Re: Notizen machen - Pro und Contra

Beitrag von Jörg K. » 04.11.2019 12:58

"Von der Hand in den Kopf" - und wenn ich dafür keine Notizen bräuchte, würde ich sie für mich und meine Schreibgeräte erfinden müssen... ;)
Viele Grüße
Jörg
Nichts amüsiert mich mehr, als wenn ich über mich selbst lache.
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hoppenstedt
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Re: Notizen machen - Pro und Contra

Beitrag von hoppenstedt » 05.11.2019 9:25

Aaalso, bis auf die Füller :P neige ich mit zunehmendem Alter zur Reduktion.

Ich benutze ergo ein (1!) Notizbuch in A5 (ein wunderbares von Uwe hier in superdickem Stierleder!) mit 2 dickeren Einlagen, nämlich 1x großzügiger Kalender mit allen Terminen (Beruf, Familie, privat) und 1x blanko für alles andere.
Ein weiteres Buch, ebenfalls blanko, gibt es für Träume und Analysen bzw Hintergrundgedanken dazu.

Und dann habe ich meinen alten Filofax (Pocket-Format) von 1991 in A6 zum Adressbuch und Einkaufszettel-Quelle umfunktioniert.

Wie hieß es in der Sendung mit der Maus: "Klingt komisch, ist aber so" ;)
Caveat scriptor. 🖋
Grüße von Alfred

ai19
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Re: Notizen machen - Pro und Contra

Beitrag von ai19 » 06.11.2019 0:17

Ich bin da hin- und hergerissen.

Ich schreibe jeden Tag, und auch nicht wenig, und mache auch bei der Arbeit einige Notizen.

Was mich aber echt stört sind die Medienbrüche zwischen den Tools, die man so benutzen muss, Emails, und den Notizen.

Ich habe mir mal Scribzee angeschaut, aber dass die meine Notizen in irgend einer Cloud speichern, geht gar nicht, also kommen Notizen, die sich in irgend einer Weise auf meine Arbeit beziehen, da schonmal nicht rein.

Das nächste Problem ist, dass ich sehr viel reisen muss. Da hat man keine Lust, schwer zu schleppen, also schaut man, dass man alles digital hat. Deswegen scanne ich grundsätzlich alle private Briefpost zuhause lokal und bearbeite sie dann von unterwegs, um besagte Medienbrüche zu vermeiden.

Aber über meine Firmenreisen führe ich tatsächlich ein Notizbuch. Wir haben natürlich eine App dafür. Ich habe alles mögliche ausprobiert, eigene Formulare, JIRA Tickets, Excel-Tabellen, aber das Notizbuch ist die effizienteste und einfachste Methode, meine Reisen, Auslagen und Erstattungen nachzuhalten - zumindest für mich. Dort habe ich alles so aufbereitet, dass ich innerhalb kürzester Zeit alles in die App eintippen kann, wenn ich die Reise abrechne.

Das BuJo-Format in seiner Reinform hat mich jetzt noch nicht so überzeugt. Es ist nun einmal leider viel einfacher, Outlook-Einladungen zu verschicken bzw. anzunehmen. Diese Termine ständig mit einem BuJo synchronisieren zu müssen, würde mich massiv abnerven.

Dieses Atoma-System bzw. die Variante von Filofax ziehe ich auch in Erwägung, aber irgendwie...

Ehrlich gesagt hätte ich am liebsten ein System, wo die Fäden in Notizbüchern zusammenlaufen, aber das Problem mit den Medienbrüchen habe ich noch nicht ganz durchdacht.

Privat notiere ich allerdings sehr viel.

Beste Grüße,
Arda

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hoppenstedt
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Re: Notizen machen - Pro und Contra

Beitrag von hoppenstedt » 06.11.2019 13:17

@Arda: sehr reflektiert und nachvollziehbar aus deiner Sicht. Den Begriff "Medienbrüche" kannte ich so auch noch nicht.
Gut zu lesen, dass du wenigstens privat viel, offenbar klassisch schriftlich, notierst... :)
Caveat scriptor. 🖋
Grüße von Alfred

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Re: Notizen machen - Pro und Contra

Beitrag von ai19 » 06.11.2019 22:39

Hallo Alfred,

danke Dir für Deine sehr freundlichen Anmerkungen!

Den Ausdruck "Medienbruch" habe ich auch nicht erfunden, er begegnete mir einmal in einem Digitalisierungsprojekt und ich fand ihn so gut, dass ich ihn seitdem verwende. :)

Beste Grüße,
Arda

Thom
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Re: Notizen machen - Pro und Contra

Beitrag von Thom » 07.11.2019 1:10

Was ist denn mit so einem Stift, hast Du sowas schonmal probiert? https://www.amazon.de/NEWYES-Kugelschre ... B07XYXFJYB

V.G.
Thomas

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doubleyoukay
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Re: Notizen machen - Pro und Contra

Beitrag von doubleyoukay » 07.11.2019 18:10

Ich betrachte mich durchaus als "IT-Nerd" und habe über viele Jahre hinweg so gut wie alles digital gehandhabt - was nicht immer der bessere Weg war. Im Laufe der Zeit habe ich auch etliche Lösungen mit Handschriftenerkennung getestet wie z.B. Apple Newton, PalmPilot, Samsung Galaxy Note, um nur einige bekanntere zu nennen.

Aber auch wenn es in diesem Bereich erstaunliche Fortschritte gegeben hat, bin ich insbesondere für die Erfassung von Notizen zur analogen Methode mit Papier & Füller zurückgekehrt. Die Effizienz dieser Methode und den gleichzeitig erzielten "Memory-Effekt" konnte ich mit keinem elektronischen Medium reproduzieren. Außerdem erfreue ich mich am haptischen Genuss beim Schreiben mit dem Füller. :)

Was aber die anschließende Archivierung angeht, ziehe ich den digitalen Weg vor. Alles was von den Notizen längerfristig aufbewahrt werden muss, wird daher in geeignete Software übertragen oder eingescannt und mit Schlagwörtern versehen. Das macht zwar zusätzliche Arbeit, ist aber von Vorteil, wenn ich es schnell wiederfinden muss.

To-Dos landen auch erstmal auf Papier und dann ggf. selektiv im PC bzw. Smartphone (mit automatischer Synchronisierung). Terminplanung findet dagegen ausschließlich digital statt, da kann in meinem Workflow Papier einfach nicht mithalten. :ugeek:

So habe ich für mich eine Hybrid-Lösung gefunden, die "The best of both worlds" beinhaltet, um es mit Robert Palmer zu sagen. 8-) :mrgreen:
Gruß aus dem Münsterland

Wilhelm
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"My candle burns at both ends; It will not last the night;
But ah, my foes, and oh, my friends -- It gives a lovely light!"
(Edna St. Vincent Millay)

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