Papierbesprechung Manufactum Schreibpapier

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Ex Libris
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Papierbesprechung Manufactum Schreibpapier

Beitrag von Ex Libris » 11.10.2011 16:52

Hallo an alle Interssierten.

Ergänzend zu den laufenden Tintenbesprechungen habe ich mich mal an den Versuch einer Papierbesprechung gemacht. Ich betone das Wort "Versuch", da ich noch nicht weiß, ob das Ergebnis so aussieht, wie es wünschenswert wäre. Ich bitte daher um Meinungen, Anregungen und Kommentare.

Begonnen habe ich mit meinem - grundsätzlich - Lieblingspapier, dem Schreibpapier von Manufactum. Und zwar mit dem lose Blatt-Papier. Es gibt das selbe Papier auch, mit einer Grammatur von 90g/qm, als Blöcke in DIN A4 und A5.

Wie das auch so ist mit dem Vorführeffekt: Ich habe die Besprechung eingeleitet mit zwei roten Tinten, die normalerweise zuverlässig durch das Papier schlagen, heute aber nur so geringfügig, dass es auf dem Scan nicht zu erkennen war (bzw. nur in äußerster Vergrößerung ein bisschen). Ich kann nur sagen, dass die beiden roten Tinten (leicht) durchgeschlagen sind. Darüber hinaus scheint die übrige Schrift durch das Papier, da es mit seiner Opazität von nur 92% 'relativ durchscheinend' ist. Wegen der Cremefarbe des Papiers empfinde ich das aber nie als störend; weitaus weniger jedenfalls als bei einem hochweißen Papier.
Manufactum Schreibpapier_0001-kleiner.jpg
Manufactum Schreibpapier_0003-kleiner.jpg
Also noch einmal: Ich würde mich freuen, wenn jemand noch etwas beizutragen weiß.

Bis dahin: Viele Grüße,
Florian

P.S.: Ich habe auch gleich die Informationen von Andreas erfolgreich umsetzen können :D

Barbara HH
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Re: Papierbesprechung Manufactum Schreibpapier

Beitrag von Barbara HH » 11.10.2011 19:29

Hallo Florian,

vielen Dank für diese Besprechung, schöne Idee, nun auch Papiere zu besprechen. Marianne hatte das ja auch schon mal vorgeschlagen. Ich finde, das ist eine sehr sinnvolle Ergänzung zu den Tintenbesprechungen.

Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn Du für jede der verwendeten Tinten einen hochauflösenden Detail-Ausschnitt einstellen könntest, damit man sehen kann, wie konturiert bzw. ausgefranst das Schriftbild ist.

Herzliche Grüße,
Barbara (jetzt mit neuem Usernamen)
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Rijan
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Re: Papierbesprechung Manufactum Schreibpapier

Beitrag von Rijan » 11.10.2011 19:49

Hallo Florian,

sehr schöne Besprechung des Papiers - mit einer schönen und gleichmäßigen Handschrift.

Wie reagiert das Papier, wenn zwei oder drei Lagen Tinte übereinander geschrieben werden? Zum Beispiel, wenn etwas durchgestrichen wird oder man eine kleine Zeichnung macht, bei der die Feder öfter über die gleiche Stelle gezogen wird.

Wie liegt das Papier preislich?
Ich bin ein Vielpapiernutzer und da spielt der Preis eine echte Rolle...

Liebe Grüße,

sunsparkle

mariannchen
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Re: Papierbesprechung Manufactum Schreibpapier

Beitrag von mariannchen » 11.10.2011 20:15

Sodela, eine Besprechung auf die Schnelle. Eigentlich müßte ich arbeiten...........

Das Manufactum Papier rangiert auch bei mir ganz oben. Ich brauch etwa gut 100 Blatt im Monat. Wobei es aber unter meinen Briefkontakten (natürlich sehr liebe) Banausen gibt, denen es egal ist , wie ein Brief aussieht, da nehm ich dann schon mal ein anderes Papier, eins, das einfach weg muß.

Hier aber das Manufactum, Florian, die gewünschte Ergänzung. Falls es noch jemand beprechen möchte, wär klasse

Liebe Grüße

Marianne

Ex Libris
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Re: Papierbesprechung Manufactum Schreibpapier

Beitrag von Ex Libris » 11.10.2011 22:56

Hallo

@ Barbara: Da muss ich erst mal den Scan auseinanderschnippseln. Aber die einzige Farbe, die hier in meinem Test ein wenig ausgefranst ist, ist die erste blaue Schrift (in Diamine Midnight). Und das führt mich auch gleich zu

@ Sunsparkle: Das Papier hält einiges an Tinte aus. Der Pelikan M205 Duo mit BB-Feder ist mein nassester Füller auf die Federbreite bezogen. Die Diamine Midnight floss so extrem, dass die Schrift regelrecht als nasse Spur auf dem Papier stehenblieb und sicher eine Minute brauchte, um zu trocknen. Insofern dürfte es es auch aushalten, wenn man eine 'tintige' Zeichnung darauf anfertigt. Der Preis stand im letzten königsblauen Block: 19,50 € pro 500 Blatt.

@ Marianne: Die Probleme habe ich bei manchen Noodler's-Tinten auch schon mit ganz 'normalen' M-Federn, am meisten bei Fox Red und der von mir vorgestellten Prussian Blue. Bei wasserlöslichen Farben habe ich bislang keine Probleme mit den dünneren Federn gehabt.

Viele Grüße einstweilen,
Florian

Barbara HH
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Re: Papierbesprechung Manufactum Schreibpapier

Beitrag von Barbara HH » 12.10.2011 0:06

Hallo Florian,

Schnipseln geht kostenlos und recht einfach mit Irfanview:
  • Unter Edit den Befehl "Create Custom Crop Selection" auswählen.
    In dem Fenster, das sich dann öffnet, ignoriere ich immer alle Optionen und klicke einfach auf "OK". Man kann dann den Rahmen mit dem Mauszeiger auf den gewünschten Ausschnitt anpassen, das geht leichter, als numerische Werte einzugeben.
  • Dann das Bild mit Edit>Crop Selection auf den ausgewählten Rahmen beschneiden und das Bild mit Save As... unter neuem Namen speichern.
Herzliche Grüße,

Barbara
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Ex Libris
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Re: Papierbesprechung Manufactum Schreibpapier

Beitrag von Ex Libris » 12.10.2011 19:23

Hallo Barbara,

vielen Dank für die Hinweise, ich verwende selbst immer den IrfanView, um die Scans auf die 200KB-Größe einzudampfen. Aber hierfür habe ich gar nicht an dieses Programm gedacht und habe es ganz banal mit Windows Paint geschnipselt.

Da ich aber gestern Abend ins Bett musste und erst jetzt wieder zu Hause bin, kommen jetzt die Detailbilder.
Nachtrag: Aufgrund der Anregung von Andreas habe ich die beiden Seiten noch einmal eingescannt und habe neuerliche Details erstellt, diesmal mit einer anderen Auflösung (mein Scaner bietet allerdings nur 600dpi als höchste Scanstufe). Daher dann noch einmal die Bilder neu:
Manufactum 600dpi-Detail Rot.jpg
Manufactum 600dpi-Detail Midnight.jpg
Manufactum 600dpi-Detail Blau.jpg
Viele Grüße einstweilen, die weiteren Details folgen umgehend,
Florian
Zuletzt geändert von Ex Libris am 12.10.2011 21:54, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Papierbesprechung Manufactum Schreibpapier

Beitrag von Ex Libris » 12.10.2011 19:41

Und der zweite Teil.

Ebenfalls geändert und den neuen Scan eingestellt:
Manufactum 600dpi_S2-Detail Violett.jpg
Manufactum 600dpi_S2-Detail Violett.jpg (131.18 KiB) 6097 mal betrachtet
Manufactum 600dpi_S2-Detail Blau_Schwarz.jpg
Manufactum 600dpi_S2-Detail Blau_Schwarz.jpg (103.51 KiB) 6092 mal betrachtet
Ich hoffe, damit irgendwie gedient zu haben. Ich weiß allerdings nicht, ob die Auflösung des Scans ausreicht. Um ehrlich zu sein, ist das Ausfransen - selbst beim brachialen Fluss des M205 Duo - nur sehr gering.

Viele Grüße,
Florian
Zuletzt geändert von Ex Libris am 12.10.2011 21:56, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Papierbesprechung Manufactum Schreibpapier

Beitrag von Andi36 » 12.10.2011 20:30

Hallo Florian,

Papierbesprechungen sind eine gute Idee und du hast hier eine gute Vorlage gemacht.
Mein Vorschlag: ich würde starke Vergrößerungen der Schriften einstellen, so lässt sich erkennen in welcher Art und weise die Tinte das Papier benetzt eindringt und trocknet.

Ein 2-1/2 cm breiter Scan-Streifen mit 1200 Pixel pro inch Auflösung gibt eine tolle Vergrößerung, hier ein Beispiel:
blau003.jpg
Bei diesem Beispiel lässt sich gut erkennen, dass die Tinte oberflächlich benetzt und in die Vertiefungen der Papierstruktur nur schwer vordringt, daher die Fehlstellen an den Rändern, die damit sehr unruhig und rau aussehen.

Ich denke, das ist es, was auch Barbara angeregt hatte.
Wie denkst Du darüber?

Andreas

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Re: Papierbesprechung Manufactum Schreibpapier

Beitrag von Ex Libris » 12.10.2011 22:01

Hallo Andreas,

ich habe einmal Deine Anregung aufgegriffen. Ich bin, da ich der Technik ja, wie andernorts erwähnt, eher zweifelnd und voller Unverstand entgegentrete, hergegangen und habe die beiden Seiten mit der höchsten von meinem Scaner angebotenen Scanauflösung von 600dpi neu eingelesen. Und aus diesen neuen Scans habe ich Details eingefügt, die - nach meinem Dafürhalten - jetzt vielleicht geeignet sind, die Wünsche zu befriedigen :wink: . Ich habe dafür die alten Bilder herausgenommen.

Mir kommt da inzwischen auch so die Idee, solche kleinen Details in allen meinen Tintenbesprechungen nachzureichen. Aber damit könnte ich bestenfalls nächste Woche anfangen, da ich ja morgen früh, wie üblich, gegen 7:30 Uhr die Wohnung verlasse und erst am Sonntagnachmittag zurückkehre. Aber das wäre, so meine ich, überlegenswert.

Viele Grüße,
Florian

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Re: Papierbesprechung Manufactum Schreibpapier

Beitrag von Andi36 » 12.10.2011 23:44

Servus Florian,

die neuen Scans finde ich super, jetzt erkennt man die Details sehr schön! Sieh mal den direkten Vergleich zu dem Scan, den ich eingestellt habe. Leider kann ich nicht sagen auf was für einem Papier ich da geschrieben habe.
Jedenfalls sind die Ränder auf dem Manufaktum Papier viel konturierter und glatter, Feathering sieht man nicht, nur bei der Midnight ganz vereinzelt ein feiner Strahl - wirklich ein gutes Papier.

Gruß,
Andreas

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Re: Papierbesprechung Manufactum Schreibpapier

Beitrag von mariannchen » 13.10.2011 0:13

Leute, ichhabs auch mit einem Ausschnitt versucht.Gescannt mit einer Auflösung von 1200. Schaumermal, obs funktioniert.

Marianne

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Re: Papierbesprechung Manufactum Schreibpapier

Beitrag von Barbara HH » 13.10.2011 0:39

Hallo und vielen Dank für die Scans!

Übrigens, wenn man die Dateien anklickt, so dass sie in der Einzelansicht angezeigt werden, kann man mit der Kombination aus Strg- und Plus-Taste die Anzeige noch weiter vergrößern. Geht auch mehrmals nacheinander. Verkleinern geht mit Strg und Minus, auf normale Größe kommt man mit Strg und 0 (Null)

HG,
Barbara
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Barbara HH
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Re: Papierbesprechung Manufactum Schreibpapier

Beitrag von Barbara HH » 13.10.2011 0:41

P.S.: man muss dazu noch nicht einmal die Ansicht wechseln, geht auch in der ganz normalen Ansicht.
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Hornbostel
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Re: Papierbesprechung Manufactum Schreibpapier

Beitrag von Hornbostel » 09.05.2012 10:32

Trotz des schon etwas älteren Themas habe ich mir bei Manufactum 500 Blatt des hier diskutierten Papiers gekauft.
Meine Einschätzung lautet dahingehend, dass das Papier allenfalls mit Federstärken, die nicht breiter als allerhöchstens "M" sind, problemlos beschrieben werden kann. Ich stelle beinahe löschblattartige Eigenschaften des Papiers fest, es scheint die Tinte regelrecht aus dem Füller zu saugen. Einen wichtigen Brief möchte ich damit nicht abschicken. Bei meinen F- und EF-Federn ist die Qualität allerdings akzeptabel.

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