Hoover 877

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pradella2
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Hoover 877

Beitrag von pradella2 »

Die Quellenlage ist dünn zu diesem offenbar aus Celluloid gefertigten dänischen Druckknopffüller aus der Vorkriegszeit. Dick dagegen ist die borkenartige Passivschicht, die sich auf Schaft und Kappe gebildet hat. Ich weiß noch nicht, ob und womit ich ihr zu Leibe rücken soll. Aber die feine, flexige Herzlochfeder ist ganz entzückend!
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pradella2
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Re: Hoover 877

Beitrag von pradella2 »

Nach der Zerlegung stellen sich neue Fragen. Im Schaft fanden sich nekrotische Reste eines Sacks oder Diaphragmas. Es gibt und gab jedoch keine Blattfeder, wie sie in einem klassischen Druckknopffüller zu finden wäre. Zudem ist das Griffstück ohne jeglichen Stutzen, an dem man einen Pensack anbringen könnte. Der Druckknopf ist ein massiver, gestufter Bolzen, der über eine Hülsenschraube im Schaft gehalten wird.
Hat jemand eine Idee, wie der Füllmechanismus funktioniert?
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Der Tintenleiter hat ein Ausgleichsröhrchen mit breather hole ca. in seiner Mitte.

Auch die Kappe ist mehrteilig, wie sich im Zuge der Reinigung herausstellte.
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TomSch
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Re: Hoover 877

Beitrag von TomSch »

Hi,

ich selbst kenne mich bei Hoover nicht aus, hatte ein paar Vermutungen.
Doch hier https://www.pm-pens.com/2024/01/06/hoover-827/ kannst du dich durchlesen. :idea: :mrgreen:

Tschö, Thomas
Sei nicht so; sei anders.
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pradella2
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Re: Hoover 877

Beitrag von pradella2 »

Hallo Thomas,
Danke für diesen Hinweis! Hervorragend! Jetzt lichten sich die Nebel, und ich mache mich auf die Suche nach weiteren Innereien.
Philipp
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Re: Hoover 877

Beitrag von Nitschewo »

Ich wusste doch, dass ich das schon mal irgendwo gesehen habe …

Bild

Ein Miller 697, der schon eine Weile verschämt in einer Kiste schlummert, weil er sich wegen eines fehlenden Teils nicht mehr reparieren lässt. Irgendein sehr schlampiger Trottel hat den Füller auseinander gebaut, das Gewinde beschädigt und dann auch noch den kleinen Metallflansch verklüngelt, an dem das Diaphragma aufgeklebt wird. Das ist traurig.

Auf der von Tom verlinkten Seite gibt es auch eine Reparaturanleitung für das Vacumatic Stretch System, das für Miller patentiert und auch beim Subbrand Hoover verwendet wurde:

https://www.pm-pens.com/2017/07/30/repa ... ntain-pen/

Und hier geht es zur Patentschrift für das Füllsystem aus 1937:

https://worldwide.espacenet.com/publica ... &KC=A&ND=5

Viel Spaß beim Stöbern und viel Glück mit der Reparatur!
Viele Grüße

Bianka

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Re: Hoover 877

Beitrag von Nitschewo »

Edit: Nachdem sich der schlampige Trottel, der den Flansch verklüngelt hat, nochmal die Anleitung zur Demontage auf der Hoover-Seite angeschaut und mittels eines schräg durch den Schaft geführten Metallstabs mal vorsichtig gefühlt hat, ob da ein Widerstand zu spüren ist, kam der Trottel zu dem Schluss, dass der Flansch wohl noch im Schaft an Ort und Stelle sitzt. (Herrje.)
Viele Grüße

Bianka

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pradella2
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Re: Hoover 877

Beitrag von pradella2 »

Auch ich bin erst beim zweiten Anlauf auf die Hülsenzwinge gestoßen und habe sie unter Zurhilfenahme eines Essstäbchens herausstoßen können. Danach ging es an die intensive Sanierung des Füllhalters. Dass er aus Zelluloid ist, konnte man riechen und irgendwann auch erkennen. Der Korpus ist zweiteilig, zusammengesetzt aus opakem schwarzem und kristallin–zusammengebackenem transparentem Zelluloid. Mit der Transparenz ist es allerdings nicht mehr besonders weit her. Es war dunkel bernsteinfarben verfärbt und hatte auf der einen Seite Mikrorisse, wahrscheinlich von jahrzehntealter, langsam eingetrockneter Tinte. Die Demontage des Griffstücks dauerte mehrere Tage und machte zum Schluss den rücksichtslosen Einsatz von Heißwasser notwendig.
Die flächendeckende Borke der Kappe habe ich abgeschliffen. Den Korpus habe ich von außen reichlich mit Aceton gepinselt, was eine erheblich auffrischende Wirkung auf das Zelluloid hat. Anschließend erfolgte die Politur. Jetzt ist er wieder als Füllhalter zu erkennen, nur ein passendes Diaphragma fehlt noch.
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