Parker T-1, der Space Pen aus Titan

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Andi36
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Parker T-1, der Space Pen aus Titan

Beitrag von Andi36 » 10.03.2011 21:20

Parker T‑1 – Der "Spacepen" aus Titan (I)
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Neulich habe ich in dem Thread "Familienfotos" ein Bild von meinem Parker T‑1 mit mehreren Falcons (Parker 50) eingestellt. Der T‑1 ist auf merkliches Interesse gestoßen, und Thomas hat mich in seinem Kommentar angeregt, einen Erfahrungsbericht zu diesem Füller zu verfassen. Hier ist er und ich hoffe er macht Euch etwas Freude.
T-1 cap and frotnview.jpg
T-1 cap and frotnview.jpg (191.86 KiB) 5422 mal betrachtet
Also - gleich einmal zum gravierendsten Problem des T‑1:
JA! – die Spitze des T‑1 ist empfindlich! Meinem fehlte bereits eine Hälfte seiner Iridium-Spitze, als ich ihn erstand. Mir war das bewusst, aber mir war nicht bewusst, dass sich scheinbar niemand zutraut einem T‑1 eine neue Iridium-Spitze anzuschweißen/anzulöten. So machte sich erst mal Enttäuschung breit, trotzt der tröstenden Worte des Nib-Masters "It is still an extremely collectible pen" und ich frage mich , wie die Parker Leute seinerzeit das Iridium mit dem Titan verbunden haben.
Dass aber auch Parker keine robuste Lösung des Problems hatte, bestätigte sich, als ich mich zu einer Radikalmaßnahme entschied: nämlich die verbliebene Iridium-Spitze abzuschleifen und mit meinem T‑1 gewissermaßen auf dem "Zahnfleisch" zu schreiben.

Diese Entscheidung mögen Sammler-Puristen vielleicht nicht nachvollziehen können – Zerstörung von Originalsubstanz! - aber meine Überlegung ist:
  • 1. Ich will mit dem Gerät schreiben!
    2. Der Werkstoff sollte hart genug sein um de facto verschleißfrei auf der bloßen Titanspitze schreiben zu können.
    3. Sollte irgendwann irgendwer in der Lage sein eine Iridiumspitze auf dem T‑1 zu erneuern, dann dürfte es keine Rolle spielen, eine halbe oder eine ganze Spitze zu ersetzen.
Die Schleifscheibe hatte ich noch nicht richtig angesetzt, da flog auch schon die zweite Hälfte der Iridiumspitze davon. Die Erschütterung hat die Spitze vom Titankörper gebrochen noch bevor ich etwas davon wegschleifen konnte. OK – die Sorge, dass ich die Feder des T‑1 durch übermäßigen Materialabtrag schädigen könnte, hatte sich wie von selbst auf- oder besser gesagt abgelöst und ich kann nur bestätigen: die Spitze ist wirklich sensibel; ein der Hand entglittener T‑1, der aus geringer Höhe auf eine harte Oberfläche, wie z.B. eine Glastischplatte trifft, könnte schon kaputt gehen. Ich kann Sammler verstehen, die vom Einsatz ihrer intakten T‑1 absehen.

Nachdem die Iridium-Spitze weg war, habe ich die Bruchstelle abgerundet und geglättet, was mir recht ordentlich gelang: mein T‑1 gleitet sanfter als so mancher intakter Füller über das Papier und ich schreibe ausgesprochen gerne mit ihm. Zur Zeit ist er im Dauereinsatz.

Aber der T‑1 ist weit mehr, als nur ein empfindlicher Füller; ich kann auch viel Positives berichten:

Die Optik

Der T‑1 präsentiert sich als typischer Vertreter seiner Zeit: die stromlinienförmige Zigarrenform der Parker "51" Ära war aus der Mode gekommen, der moderne Füller des Jahres 1970 ist schlanker, konisch, verjüngt sich den Enden zu, der Abschluss ist flach - so hat es sein äußerst erfolgreicher Bruder, der Parker 75, vorgemacht. In Form und Größe sind sich diese beiden Geräte sehr, sehr ähnlich. Teile der Füller sind sogar austauschbar.
von oben nach unten - Parker 51 - Parker 45 - Parker 61 - Parker T-1 - Parker 75 - Parker 50 Falcon, open.jpg
von oben nach unten - Parker 51 - Parker 45 - Parker 61 - Parker T-1 - Parker 75 - Parker 50 Falcon, open.jpg (192.12 KiB) 5382 mal betrachtet
Die Enden zieren strahlend rote Kunststeine (engl. "Jewels") und bilden einen markanten Kontrastpunkt zur kühl-matten Oberfläche des Titankörpers, der Stein in der Kappe lässt das Parker Logo – den "Halo" - durchscheinen – sehr hübsch.


Der Clip in der typischen Parker Pfeilform ist im Verhältnis zu Länge und Durchmesser des Füllers wohl proportioniert; nicht zu kurz wie bei den Vacumatics, dem "51" oder dem 45. Er ist wunderbar im Detail ausgeformt, mit Spitze, Schaft und Federn. Bei späteren Parker Modellen wurde ja der Pfeil immer abstrakter und musste, wie auch unser der Bundesadler ;-) , Federn lassen: beim Falcon beispielsweise sind gar keine mehr zu sehen, er ist "nackt".
T-1 Clip and Halo.jpg
T-1 Clip and Halo.jpg (101.29 KiB) 5370 mal betrachtet
Die Kappe sitzt im geschlossenen Zustand bündig zum Schaft, da das Griffstück im Durchmesser leicht reduziert ist und die platz raubenden Haltefedern im Kappeninneren, wie sie beim "51" und "61", Usus waren, durch 3 gefederte rechteckige Noppen rund um das Griffstücks ersetzt wurden. Diese tragen nicht auf und arretieren die Kappe trotzdem zuverlässig in Position.

Aber erst im geöffneten, umgesteckten Zustand entfaltet der T‑1 seine ganze Schönheit:
die Kappe - weil sehr dünnwandig - sitzt optisch übergangslos auf dem Schaft. Kappe und Korpus wirken wie aus einem Guss, die Proportionen stimmen perfekt (sie werden betont durch einen schmalen vergoldeten Ring zwischen Griffstück und Korpus) und zu der Integralfeder fällt mir nur ein: WOW! - was für eine zeitlose Eleganz! Konkurrenzlos! Dem T‑1 sieht man auch heute sofort an, dass er etwas Besonderes ist.

Teil II folgt:
  • Wie fühlt sich der T‑1 an?
  • Wie schreibt sich der T‑1
  • Hintergrund
Gruß,
Andreas
Zuletzt geändert von Andi36 am 10.03.2011 21:28, insgesamt 1-mal geändert.

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Andi36
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Re: Parker T-1, der Space Pen aus Titan

Beitrag von Andi36 » 10.03.2011 21:25

Parker T‑1 – Der "Spacepen" aus Titan (II)
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Wie fühlt sich der T‑1 an?

Nimmt man den T‑1 in die Hand, fällt zunächst sein geringes Gewicht auf; man erwartet intuitiv einen schweren Metallfüller zu fassen und doch wiegt er nicht mehr als ein Kunststofffüller.
Titan ist bei höherer Festigkeit leichter als Edelstahl, das heißt beim T‑1 fällt die Wandstärke geringer aus als z.B. beim Falcon Flighter, das Material ist aber leichter , was in Summe zu einem deutlich spürbarem Gewichtsunterschied führt.
Zum Vergleich das Gewicht ohne Konverter oder Patrone (Küchenwage, keine Briefwage!):
T‑1: ca. 12 Gramm
Falcon: ca. 15 Gramm
Das macht einen Unterschied von 25% - schon beeindruckend!

Was mich persönlich aber wirklich überrascht hat ist die Tatsache, wie warm und weich sich der Titankorpus anfühlt – nicht so kalt wie ein Flighter oder mein MB Solitaire Edelstahl mit seiner Chrom-glänzenden Oberfläche - kalt und hart wie ein Gabelschlüssel. (Das ist nicht abwertend gemeint; auch von diesem Gerät geht eine Faszination aus, aber eben eine kühlere)
T-1 open+posted.jpg
Dank der fein gebürsteten Oberfläche rutscht der T‑1 nicht durch die Finger und er dreht sich nicht aus dem Griff, auch mit trockenen Händen kann man ihn ganz locker greifen ohne die Kontrolle zu verlieren und so über lange Strecken ermüdungsfrei schreiben – verkrampfte Schreibhand? Nicht mit einem T‑1, was sicher auch daran liegt dass er sehr gut ausbalanciert ist. Ob mit oder ohne umgesteckter Kappe macht angesichts deren geringen Gewichts nur wenig Unterschied. Ich schreibe ihn aber am liebsten mit umgesteckter Kappe.
Fingerabdrücke sind nur bei genauer Inspektion zu erkennen - die Oberflächenstruktur schluckt sie praktisch weg, leider aber ist sie in anderer Hinsicht empfindlich. Meiner hat zwar Gott sei Dank keine Kratzer, dass mein Vorbesitzer ihn offensichtlich intensiv genutzt hat, erkennt man an einer Marke am Schaft, welche die zum Schreiben umgesteckte Kappe im Laufe der Zeit hinterlassen hat. Die Oberflächenstruktur wurde im Kontaktbereich der Kappe geglättet, was optisch einen Ring am Schaft hinterlässt.

Wie schreibt sich der T‑1?

Naheliegend, dass ich aufgrund der eingangs beschriebenen Umbaumaßnahme nur bedingt beurteilen kann wie sich der T‑1 im Originalzustand schrieb, jedenfalls zum Federschliff kann ich nichts sagen.
T-1 nib perspective.jpg
Was viele von Euch am T‑1 nicht mögen würden: seine Feder ist rigide. Aber zu seiner Zeit war das nicht so außergewöhnlich: Die Vorgänger des T‑1 war die Generation "51" mit ihrer verdeckten Feder – diese ist systembedingt härter als Die des T‑1. Aber auch die in den 50er Jahren überaus beliebten Triumph-Federn der Sheaffer Snorkel und die Inlay Federn, die mit dem PFM in den 60ern aufkamen, waren aufgrund ihrer Bauweise harte Knochen. So dürfte sich 1970 kaum jemand an der Unnachgiebigkeit eines T‑1 gestört haben.

Mein persönliches Urteil: ich liebe flexible Federn, habe aber auch festgestellt, dass die empfundene Steifigkeit der Feder mit Größe, Gewicht und Material des Schreibgeräts zusammenhängt, anders gesagt: die Härte steht dem T‑1 besser als z.B. einem MB Meisterstück Legrand . Bis jetzt habe ich mich bestens damit arrangieren können.
Der Nächste Punkt ist, soweit ich weiß, ein Alleinstellungsmerkmal des T‑1. An der Unterseite der Feder, in der Zuführung eingebettet, befindet sich eine kleine Stellschraube mit der die Strichstärke in gewissen Grenzen angepasst werden kann. Parker hat ihn seinerzeit für zweit Stärken ausgeliefert: F-M und M-B.
Die Wirkungsweise der Einstellschraube ist die Folgende: sie drückt von unten gegen die Federschenkel und diese bei Bedarf etwas auseinander.
Ich hielt dieses Einstellmöglichkeit für ein Gimmick , welches eher schlecht als recht funktioniert, muss aber gestehen, dass sich die Strichstärke wirkungsvoll im Bereich von 1-1 ½ Stufen ändern lässt. Übertreibt man es, rächt sich der Füller mit Kratzen. Der Tintenfluss folgt ebenfalls der Veränderung, d.h. breiter Strich – viel Tinte, dünner Strich – wenig Tinte.
T-1 nib adjustment.jpg
Nicht Schlecht, aber was ist der Nutzwert? Persönlich nervt mich, dass eine B-Feder, mit der ich gerne unterschreibe, im Filofax die dünnen Blättchen regelrecht mit Tinte durchtränkt und ich gar nicht so klein schreiben kann wie es sein müsste - andererseits die hierfür bestens geeignete XF Feder auf Dokumenten eine lächerliche Kritzel-Unterschrift hinterlässt. Ich kann mir aber wirklich nicht vorstellen diesem Widerspruch mehrfach täglich mit dem Schraubenzieher zu Leibe zu rücken.
Hatte Parker also die optimale (einmalige) Anpassung der Feder an den persönlichen Geschmack im Sinn? Ich vermute, dass die Funktion aus einer gewissen Not heraus geboren wurde: schließlich hätte man für jede angebotene Federvariante ein individuelles Griffstück fertigen müssen. Wenn das so ist, dann hat Parker das Problem clever und effizient gelöst.

Hintergrund

Der T‑1 kam im April 1970 als "Space Pen" auf den Markt, zu Ehren des technologischen Fortschritts und im Glauben der technologischen Überlegenheit der Vereinigten Staaten (Mondlandung 1969!) . Der T‑1 schwamm aber nicht einfach auf einer Hype-Welle mit, sondern er verkörperte diesen Fortschritt durch sein innovatives Material, Design und Technik, die Werbung pries ihn:
  • "The metal, that's going to Mars"
und:
  • "The metal so strong it's exploring the universe in spaceships.
    The metal so ligth it can fly at speeds three times the speed of sound.
    Shock-proof, crack-proof, nearly everything-proof.
    Titanium
    Now Parker made it a pen"
Bild

Nachdem man Titan im industriellem Maßstab herstellen konnte, kam es in den 50ern und 60ern zunächst in der Rüstungsindustrie im Schiffsbau, der Luft- und Raumfahrt zum Einsatz, der Parker T‑1 dürfte meines Erachtens ein sehr frühes kommerzielles Titanprodukt sein (bitte um Hinweise/Quellen!) und war somit etwas ganz Besonderes.
Die mechanischen Eigenschaften des Werkstoffes sind beachtenswert, aber er hat aber seine Tücken: wegen seiner Härte ist Titan nur schwer zu bearbeiten, der Werkzeugverschleiß (insbesondere zu dieser Zeit) ist hoch und das Material ist spröde. 1970 fehlte es noch an Erfahrung im Umgang mit dem Material; Parker hatte daher viele Probleme in der Produktion, der Ausschuss war hoch; das Rohmaterial, also die Bleche, standen nicht in ausreichend gleichbleibender Qualität zur Verfügung und so bekam man die Produktionskosten nicht in den Griff.
Der T‑1 soll sehr teuer gewesen sein und vermutlich ein wirtschaftlicher Flop (leider habe ich keine belastbaren Quellen gefunden, auch keinen Verkaufspreis, sondern nur Spekulationen, dass ihn Parker unter Herstellkosten verkauft hat). Letztlich entschied Parker noch vor Ablauf eines Jahres die Produktion des T‑1 einzustellen – möglicherweise waren Produktionskosten und zu erwartende Gewährleistungsansprüche (wie gesagt, kann eine defekte Feder nicht repariert werden, sondern muss als vollständiges Griffstück ersetzt werden) für die Entscheidung verantwortlich.

So – das war's, ich hoffe Euch hat der Bericht gefallen.
Gruß,
Andreas

wer noch ein bisschen weiterlesen möchte findet hier weitergehende Informationen:
http://www.stylophilesonline.com/archiv ... /02tit.htm
http://parkercollector.com/parkert1.html
http://parkerpens.blogspot.com/2007/11/ ... anium.html
http://www.vintagepens.com/Parker_T1.shtml

Thomas Baier
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Re: Parker T-1, der Space Pen aus Titan

Beitrag von Thomas Baier » 10.03.2011 21:58

Hallo Andreas,

ganz lieben Dank für Deinen so herausragenden Bericht. Und die schönen Bilder. Hat mir wirklich sehr gefallen. Vor 10-12 Jahren war ich ganz vernarrt in diesen Füller und habe mich für ihn interessiert, konnte aber keine auftreiben. In Kenntnis der Probleme, die dieser Halter hatte, habe ich es dann nicht mehr bedauert. Ich glaube, ich hätte ihn nie verwendet. Schon die kratzempfindliche Oberfläche! Da ich meine Füller immer einsetze, wäre er für die Vitrine nicht das Richtige (für mich) gewesen. Ich freue mich, daß Du den T1 für Dich gangbar gemacht hast. Ich weiß nicht, ob die Firma Bock in Heidelberg Federspitzen anbringen kann. DIE Firma, die die Titanfeder beherrschbar gemacht hat.

Viele Grüße
und nochmals ganz herzlichen Dank
Thomas

isegrimmgo
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Re: Parker T-1, der Space Pen aus Titan

Beitrag von isegrimmgo » 11.03.2011 0:26

Hallo Andreas,
danke für diesen so fundierten und anschaulich illustrierten Bericht.
Wahrlich ein Gewinn für das Forum.
Hochachtung vor deiner Leidenschaft für das Hobby und deinem Sachverstand!
Hoffentlich lässt du uns noch oft davon profitieren (-;
herzliche Grüße
Wolfgang

anmay
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Re: Parker T-1, der Space Pen aus Titan

Beitrag von anmay » 11.03.2011 10:45

Hallo aus Wien!

Vielen Dank für den interessanten Bericht und die guten Bilder zum T1.

Ich suche schon seit gut 15 Jahren nach einem Exemplar für meine Sammlung, aber leider hatte ich noch kein Glück.
Jetzt weiß ich, dass ich auch einen T1 ohne Schreibkorn annehmen könnte ;-)
Aber auch ein solches Angebot hatte ich noch nicht.
Mal sehen, was die Zukunft bringt.

Weiterhin viel Spaß mit Deinem T1!

LG Andreas

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Re: Parker T-1, der Space Pen aus Titan

Beitrag von Beginner » 11.03.2011 10:48

Auch von mir ein großes DANKESCHÖN!
Ich habe den T1 ebenfalls bei den Familienbildern zum ersten mal gesehen. Diese Form war mir völlig neu und sie fasziniert mich sehr! Trotz der empfindlichen Feder werde ich vielleicht auch irgendwann mal einen T1 meiner Sammlung hinzufügen.

Grüße Roberto

Saarländerin
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Re: Parker T-1, der Space Pen aus Titan

Beitrag von Saarländerin » 11.03.2011 16:36

Auch ich (nicht nur als geouteter Parker-Fan) schließe mich dem Dank meiner Vorschreiber für Deine wirklich informativen und zusätzlich hervorragend bebilderten Beiträge sehr gerne an.

Begeisterte Grüße von Roswitha

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Re: Parker T-1, der Space Pen aus Titan

Beitrag von Andi36 » 12.03.2011 8:42

Danke Euch für Euer anerkennendes Feedback, es freut mich sehr, dass der Beitrag gefällt.

ja - die T-1 sind wirklich rar gesät, ich habe auch eine ganze Weile nach einem Exemplar geschaut - aber dann ging's ganz schnell. Wem die Form des T-1 gefällt hat ja eine recht attraktive Alternative: der Parker 50 Falcon steht ihm in Punkto Styling kaum nach. Er wird regelmäßig in der eBucht angeboten und erzielt Preise von 50-80 Euro, ist also durchaus erschwinglich.

Der T-1 (offizielle Parker Schreibweise mit Bindestrich) ist übrigens nicht kratzempfindlicher als andere Füller auch. Marken von umgesteckten Kappen haben nach einiger Zeit selbst Füller aus Acryl, die als besonders unempfindlich gelten. Doch bei diesen kann ich die Marken wieder wegpolieren, was bei einer gebürsteten oder mattierten unmöglich ist - egal, ob Edelstahl, platiertes Messing, Kunststoff, ...

Thomas, danke für den Tip mit Bock, dort habe ich es noch nicht versucht.

Gruß,
Andreas

Zollinger
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Re: Parker T-1, der Space Pen aus Titan

Beitrag von Zollinger » 15.03.2011 9:58

Hallo Andi

Danke für den ausführlichen Bericht der tatsächlich eine Bereicherung ist! (Speziellen Dank für die guten Bilder!)

Auch ich habe einen T-1, von dessen Iridiumschreibkorn nur noch Spuren vorhanden sind. Auch dieser Füller schreibt recht angenehm.

Neben dem Parker 50 oder Falcon gibt es noch eine weitere Alternative, die durchaus erwähnenstwert ist. Nämlich der Pilot 701 Myu:
myu.jpg
Der Füller ist zwar nich aus Titan, hat aber auch die integrale Feder. In Kombination mit der typischen Japanischen Pocket-Pen Proportion kommt diese sehr schön zur Geltung, weil das Griffstück länger ist als bei normalen Füllern. Der Myu ist zwar ebenfalls "collectible", wurde aber in grosser Stückzahl hergestellt und verfügbarer als der T-1.
Bild

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Re: Parker T-1, der Space Pen aus Titan

Beitrag von Andi36 » 15.03.2011 18:30

Servus Christof,

ja - der Myu ist auch eine echte Alternative. Ein sehr schönes Gerät, dessen leicht nach unten gebogene Feder mich die Concorde erinnert. Sieht extrem "schnittig" aus. Leider macht er im geschlossen Zustand keine ganz so gute Figur, aber alles in allem ist er sehr begehrenswert.
Ich glaube der würde sich in meiner Sammlung auch ganz gut machen ;-)

Was ich vergessen hatte: der 50 Falcon ist natürlich auch nicht aus Titan, sondern aus Edelstahl, gebürstet.

Danke für das Kompliment in Bezug auf die Bilder - ich möchte es umgehend zurückgeben.

Gruß,
Andreas

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Nur wegen euch

Beitrag von Beginner » 30.03.2011 11:54

Weil ihr hier und bei den Familienfotos so tolle Bilder zeigt, musste ich einen Parker 50 Falcon und den passenden Kugelschreiber kaufen. Ihr seid Schuld, macht aber nix! Der Füller ist wirklich schön, der Kuli eher schmückendes Beiwerk.

T-1 und/oder Pilot Myu werden früher oder später folgen. Ich habe Zeit... :mrgreen:

Grüße, Roberto

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Re: Parker T-1, der Space Pen aus Titan

Beitrag von Andi36 » 01.04.2011 23:18

Servus Roberto,

warum soll es Dir besser gehen als mir? ...

Mach doch mal ein Foto von dem Paar - eine Falcon Kugelschreiber ist mir noch nicht untergekommen... würde mich also interessieren, wie der aussieht (auch "nackte" Feder?).

Gruss,
Andreas

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Re: Parker T-1, der Space Pen aus Titan

Beitrag von Beginner » 02.04.2011 22:30

Hi, hier 3 Bilder. Eigentlich ist der Kuli nichts besonderes, nur die Spitze, die der Feder des FH nachempfunden ist, macht ihn interessant.

Grüße, Roberto
Dateianhänge
IMG_3887.JPG
IMG_3887.JPG (136.79 KiB) 4542 mal betrachtet
IMG_3893.JPG
IMG_3893.JPG (178.2 KiB) 4563 mal betrachtet
IMG_3884.JPG
IMG_3884.JPG (171.42 KiB) 4547 mal betrachtet

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Re: Parker T-1, der Space Pen aus Titan

Beitrag von Andi36 » 22.04.2011 9:18

Servus Roberto,

danke für die Bilder von diesem Set, ich bin jetzt erst darüber gestolpert ...
Den Kuli zu Falcon hatte ich, wie gesagt, noch nie gesehen. Interessant, das Parker den Übergang von der gebürsteten zur hochglänzenden Oberfläche am Kuli ebenso (Spitz auslaufend) gestaltet hat wie beim FH. Somit ist der Kuli eindeutig ein Falcon und setzt sich von den anderen Edelstahlmodellen, insbesondere dem Classic, klar ab.

Ob er etwas Besonderes ist, oder nicht, sei mal dahingestellt - jedenfalls finde ich einen Set immer sammelwürdiger als einen FH allein. Solltest Du ihn als Ballast empfinden, dann schreib mir eine PN - da könnte ich helfen ;-)

Gruß,
Andreas

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Re: Parker T-1, der Space Pen aus Titan

Beitrag von Beginner » 24.04.2011 10:20

Hey Andreas,
das Pärchen bleibt jetzt zusammen. Wer weiß wann mal wieder so ein Kugelschreiber angeboten wird und zusammen sehen die beiden schon schön aus.

Grüße, Roberto

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