Parker Falcon: Erfahrungen mit Griffstück

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TomSch
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Parker Falcon: Erfahrungen mit Griffstück

Beitrag von TomSch » 26.01.2013 23:22

Hallo, liebe Forist/inn/en am vorerst letzten Wintertag!

Schon seit geraumer Zeit bin ich stolzer Besitzer eines Falcon von Parker.
In den letzten Jahren hat er - nach einer gründlichen Reinigung - viel Zeit in einer längeren "Ruhephase" verbracht, bevor ich ihn letztens wieder benutzen wollte.
Die leichten bräunlich-schwarzen Stellen unten am Griffstück haben mich nur gewundert, nicht irritiert (siehe Bild). Das war ein Fehler! Schon kurz nach der Probefüllung mit schöner Südseetinte badeten meine Finger im gleichen Farbton. :shock:
Nach einer genaueren Überprüfung des Griffstückes konnte ich den Grund problemlos feststellen: die dunklen Stellen auf der Unterseite waren keine "Flecken", sondern Löcher bzw. Risse im Griffstück, durch die die Tinte ungehindert wieder austrat. Einzige Erklärung hierfür, die mir einigermaßen einleuchtet, ist, dass nach der letzten Reinigung noch Tintenreste oder Wasserreste übrig geblieben sein müssen, die das Griffstück von innen heraus durchgerostet haben?! :cry:
Da beim Falcon Feder und Griffstück eine Einheit bilden, ist es das für diesen Füller wohl gewesen!
Hat jemand von euch schon ähnliche Erfahrungen mit diesem Modell machen müssen?

Liebe Grüße, Thomas
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newlife
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Re: Parker Falcon: Erfahrungen mit Griffstück

Beitrag von newlife » 27.01.2013 10:51

Hallo Thomas!

Zum Thema Haarrisse möchte ich dich auf diesen Thread hinweisen:

http://www.penexchange.de/forum_neu/vie ... =14&t=4774

Ist zwar nichts Falcon spezifisches, aber einen Versuch ist es wert.
Grüße von Klaus!

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Andi36
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Re: Parker Falcon: Erfahrungen mit Griffstück

Beitrag von Andi36 » 27.01.2013 12:25

schau, schau
P1030388.jpg
P1030388.jpg (394.84 KiB) 1581 mal betrachtet
P1030377.jpg
P1030377.jpg (392.97 KiB) 1582 mal betrachtet
sieht nach einem systematischen Problem beim Falcon aus. Ich glaube aber nicht an Rost - jedenfalls war das nicht die Ursache bei meinem Falcon. Möglicherweise konnte das Griffstück seinerzeit nicht im Tiefziehverfahren hergestellt werden und wurde stattdessen gerollt und an der Nahtstelle hart-gelötet. Ich vermute das aufgrund des geradlinigen Verlaufs der sichtbaren "Kerbe". Diese Naht wurde wohl mangelhaft ausgeführt und hat Fehlstellen.

Reparieren konnte ich es in meinem Fall sehr einfach, es hat nur eine Viertelstunde gekostet:
Der Tintenleiter wurde beim Falcon in das Griffstück geklebt. Unter Wärme-Einwirkung war er leicht zu entfernen (von vorne mit dem Daumen auf den Tintenleiter drücken und nach oben herausschieben). Der Tintenleiter hat große Klebeflächen für die Montage - sie liegt direkt unter dem Loch. D.h. beim einkleben habe ich nur darauf geachtet, dass an dieser Stelle der Kleber flächig aufgetragen ist - er dichtet nun das Loch ab, bzw. lässt gar keine Tinte an diese Stelle hin kriechen.

Als Kleber habe ich Schellack verwendet, so kann ich das gute Stück bei Bedarf wieder zerlegen.

Gruß,
Andreas
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TomSch
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Re: Parker Falcon: Erfahrungen mit Griffstück

Beitrag von TomSch » 27.01.2013 15:15

Hallo, ihr beiden!

Eine Freude wieder von euch zu lesen, aber die Umstände ... :?
Ich kannte, danke Klaus, den thread mit dem Kleber. Ich habe schon etliche - teils auch geglückte - Versuche mit "Bondex", Bastelkleber von "Faller" wie auch Sekundenkleber hinter mir. Die Erfolge haben sich in Grenzen gehalten, die Misserfolge haben viel Zeit und Nerven gekostet, oft nicht mehr als das.

Das, was du, Andi, geschrieben hast, leuchtet mir als Ursache ein. Bei der Betrachtung deiner Bilder kann es einen schon gruseln. Ich habe das betreffende Mundstück des Falcon nochmals Stück für Stück unter die Lupe genommen und bekam meinen nächsten Schreck. Bislang hatte ich nur die offensichtlichen Stellen unten am Griffstück bemerkt, doch oben gibt es ebenfalls zwei solche Falze wie sie bei deinem zu sehen sind, --- und auch beginnende Risse die Naht lang. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis es aus allen Löchern in alle Richtungen suppt.
Ich fürchte aufgrund der großen Zahl der Undichtigkeiten, dass auch eine Klebe-Orgie womit auch immer nur einen Teil der Stellen abdichten kann.

Ich werde zunächst einmal Newell/Rubbermaid in Hamburg kontaktieren und abwarten, was der Service meint. Sollte sich das, warum auch immer, zerschlagen, werde ich's Kleben probieren und dann weiter sehen.

Erst einmal vielen Dank für eure Rückmeldungen.
Liebe Grüße aus dem tauenden Norden,
Thomas
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Re: Parker Falcon: Erfahrungen mit Griffstück

Beitrag von TomSch » 31.01.2013 21:53

Hallo zusammen!
TomSch hat geschrieben: Ich werde zunächst einmal Newell/Rubbermaid in Hamburg kontaktieren und abwarten, was der Service meint. Sollte sich das, warum auch immer, zerschlagen, werde ich's Kleben probieren und dann weiter sehen.
Heute kam dann doch noch eine Re-Mail von Parker, die ein wenig freundlicher und umfangreicher folgendes enthielt: keine Ersatzteile, keine Reparatur.
Tja, dann bleibt mir noch die "Methode Andi".
Wie hast du das mit der Erhitzung angestellt? Fön? Mega-Ultraschall? Heizung?
Wie genau hast du dann den Tintenleiter wohin gedrückt/geschoben?
Ich muss nur noch den Schellack bestellen, und dann kann's losgehen ;)

Liebe Grüße,
Thomas
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Re: Parker Falcon: Erfahrungen mit Griffstück

Beitrag von Andi36 » 31.01.2013 23:15

wie ich es in diesem Fall gemacht habe weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr. Manchmal verwende ich den Fön, manchmal lege ich den FH bei 60 Grad in den Umluft-Herd, manchmal erhitze ich Wasser im Wasserkocher lasse es etwas abkühlen und halte das "Werkstück" in einem Cellophan-Beutel geschützt einfach in das heiße Wasser (Thermometer verwenden! 80 und mehr Grad bedeuten für die meisten Kunststoffe das aus, ich denke über 60 Grad sollte man nicht gehen.)

Das Rausdrücken des Tintenleiters geht ganz einfach, da er eine Stufe hat, wo man gut mit dem Daumen ansetzen kann; Druckrichtung axial nach hinten.

Gruß,
Andreas
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