
Sehr schick!
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Robbes hat geschrieben: ↑21.08.2025 19:30
Jetzt kommt der Einwand, über Geschmack solle man nicht streiten. Ich finde schon. Man sollte darüber streiten, indem man begründet, warum man etwas schön oder eben nicht schön findet. Wenn man etwas begründen/erklären muß, versteht man es besser. Es ist wie mit dem Satz, man könne Äpfel mit Birnen nicht vergleichen, weil die so unterschiedlich sind. Aber genau darum geht es doch in einem Vergleich. Man arbeitete die Unterschiede und Gemeinsamkeiten heraus.
Danke für Deinen Einwand.Entschleuniger hat geschrieben: ↑21.08.2025 22:19Robbes hat geschrieben: ↑21.08.2025 19:30
Jetzt kommt der Einwand, über Geschmack solle man nicht streiten. Ich finde schon. Man sollte darüber streiten, indem man begründet, warum man etwas schön oder eben nicht schön findet. Wenn man etwas begründen/erklären muß, versteht man es besser. Es ist wie mit dem Satz, man könne Äpfel mit Birnen nicht vergleichen, weil die so unterschiedlich sind. Aber genau darum geht es doch in einem Vergleich. Man arbeitete die Unterschiede und Gemeinsamkeiten heraus.
Nö! Ich werde mich mit Sicherheit nicht dafür rechtfertigen warum ich Füller XY Pottenhässlich finde...
Und wenn mir einer erzählt sein Füller ist der schönste werde ich garantiert nicht fragen wiesooo???
Warum soll ich Leuten vor den Kopf stossen, die sich über ihren Füller freuen und ich sag dann der ist Hässlich??? Nein!
LG Martin
Ich habe dies Zitat nicht gelesen, interpretiere das Wort „Kommerz“ in dem Zusammenhang allerdings ganz anders: Bezieht es sich nicht darauf, dass Pelikans Art Collection eine Symbiose aus Kunst und den damaligen Werbeplakaten darstellen soll?
Yep. Genauso ist esDany hat geschrieben: ↑21.08.2025 22:55Ich habe dies Zitat nicht gelesen, interpretiere das Wort „Kommerz“ in dem Zusammenhang allerdings ganz anders: Bezieht es sich nicht darauf, dass Pelikans Art Collection eine Symbiose aus Kunst und den damaligen Werbeplakaten darstellen soll?
Viele Grüße
Maite
Pelikan bezieht die Formel Kunst und Kommerz auf die Werbeplakate. Solche sind vom Zweck her immer in erster Linie Werbung. Wenn man einen Künstler mit der Gestaltung beauftragt, kann daraus auch ein Kunstwerk werden. Pelikan spricht von "Reklamekunst" und davon, dass die Künstler für Pelikan Produktwerbung machten. Die eigentliche Intention und der Zweck war die Werbung. Der Künstler hat sich in seinem Werk diesem Zweck zu unterwerfen. Die Freiheit des Künstlers ist damit beschränkt. Er kann nicht oder nur beschränkt ausdrücken, was ihm persönlich wichtig ist. Er kann bspw. keine Gesellschaftskritik üben.Dany hat geschrieben: ↑21.08.2025 22:55Ich habe dies Zitat nicht gelesen, interpretiere das Wort „Kommerz“ in dem Zusammenhang allerdings ganz anders: Bezieht es sich nicht darauf, dass Pelikans Art Collection eine Symbiose aus Kunst und den damaligen Werbeplakaten darstellen soll?
Viele Grüße
Maite
Pelikan verarbeitet seine eigene Werbegeschichte und Reklamekunst zur Art Collection. Verwerflich ist das nicht. Den Bezug zu freien Künstlern und echter Kunst ohne Kommerz hätte ich stimmiger gefunden in einer als Art Collection titulierten Modellreihe. Natürlich könnte man dann wiederum einwenden, dass ein Unternehmen Kunst zu seinen Verkaufszwecken einspannt. Insgesamt überwiegt eben der Kommerz... Wir leben im Kapitalismus, der das zum Lebensprinzip erhoben hat.Pelle13 hat geschrieben: ↑21.08.2025 23:56Moin Robbes,
das Zitat "Symbiose aus Kunst und Kommerz" habe ich so auch nirgends gefunden. Aber auch ich würde es wie Maite und Claudia interpretieren:
Pelikan hat sich für die Art Collection Serie Inspirationen bei ihren historischen Werbeplakaten geholt. Diese historischen Werbeplakate sind von Künstlern nach damaligem Zeitgeschmack gestaltet worden - genau dies ist die Verbindung aus "Kunst (Künstler) und Kommerz (Werbeplakat)", die ich sehen kann. Ich finde absolut nichts daran verwerflich, wenn Pelikan Teile der eigenen Firmengeschichte als Inspiration für eine Füller-Serie nimmt, ich kann auch diese historischen Plakate nicht als "omnipräsente Werbung" sehen, denn sie würden in unserer heutigen Zeit keinen Kunden mehr hinter dem Ofen hervorlocken.
Für mich ist die Art Collection Serie einfach eine tolle Idee und deren Umsetzung kann ich bisher nur als gelungen bezeichnen!
Just my two Cents,
Dagmar
Das machen schon sooi viele andere. Werbung gehört nun mal dazu, und in der Epoche war sie halt teilweise sehr schön. Außerdem habe ich nicht das Gefühl, dass die Künstler sehr eingeschränkt waren, denn die Auswahl an Plakaten, die man im Tintenturm grad bewundern kann, ist groß.Ich finde, dass Pelikan sich in der Art Collection auf "echte" Kunstwerke beziehen und diese in ihren Modellen umsetzen sollte.
Danke für Deinen Beitrag.Boris71 hat geschrieben: ↑22.08.2025 8:58Erfahrungsgemäss ist eine Kunstdiskussion im Sinne von - was ist echte Kunst - müssig. Botticelli & Co. haben auch regelmässig im Auftrag gearbeitet und die Auftraggeber wollten Werbung für sich, ihre Institution o.ä. Ich halte nicht viel von Verklärung im Sinne des stillen Kämmerleins und darbenden Künstlers (ich überspitze das bewusst).
Meines Erachtens ist das ein cleverer Schachzug von Pelikan, sich "in house" zu bedienen und die eigene historische Werbung als Referenz zu nutzen. Das stärkt die Marke, bringt keine Lizenzprobleme (-kosten) und mir gefällts![]()
Das halte ich für eine steile These, der ich nicht zustimme. Auch Leonardo hatte eine Werkstatt, Gesellen und Lehrlinge, Künstler gehörten zu Handwerkzünften etc. und es gibt genügend Handwerker, deren Werke lässig einen künstlerischen Anspruch erheben können.Im Künstler verbinden sich Theorie und Praxis, er beherrscht beides im Gegensatz zum Handwerker, der rein ausführend ist.