Füllfederhalter aus England

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Wurmbunt
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Füllfederhalter aus England

Beitrag von Wurmbunt » 17.01.2020 22:01

Hallo,
nachdem die Briten wohl nun doch endgültig aus der EU ausscheiden, es aber wohl bis zum Ende des Jahres noch möglich ist, zollfrei in England zu bestellen, fand ich es passend, einen Faden über englische Füllfederhalter zu starten.
Es gab schon Beiträge über die Engländer, aber meist nur Markenbezogen, oder über die eigenen Füller.
Deshalb der Aufruf an Alle: zeigt eure Briten! ;)
Gerne auch die Exoten - "National Security" oder "Unique", "Summit" oder "Burnham"... :!:
Vielleicht gibt es ja noch das eine oder andere "must have", bevor der Zoll die Preise verdirbt.
Falls ihr Zeit und Lust habt, fände ich auch einen historischen Hintergrund zu den Herstellern Klasse.
Grüße Andi

Thom
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Re: Füllfederhalter aus England

Beitrag von Thom » 17.01.2020 22:22

Da zeige ich sofort den Boots New Century Fountain Pen.

Bild
Bild
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Und den historischen Hintergrund (frag' aber nicht, wer den tatsächlich herstellte).

V.G.
Thomas

Zollinger
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Re: Füllfederhalter aus England

Beitrag von Zollinger » 17.01.2020 22:57

Gute Idee für einen neuen Faden. Füller aus England gehören nicht zu meinem Sammlungsgebiet. Trotzdem kam und ging der eine oder andere. Geblieben sind die Fotos:

url=https://flic.kr/p/GxesSG]Bild[/url]Swan Eternal 44 von -C.M.Z-

BildMabie Todd Swan SF2 von -C.M.Z-

BildSwan Eternal L442E_60 von -c_m_z-


BildConway Stewart 28_1 von -c_m_z-


BildConway Stewart 28 von -c_m_z-

C.

PS: Parker made in U.K. habe ich natürlich einige - nur unterscheiden sich diese optisch nicht von den Amerikanischen...
Bild

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Wurmbunt
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Re: Füllfederhalter aus England

Beitrag von Wurmbunt » 17.01.2020 23:07

Hallo,
dann fange ich einfach einmal an. Uups da war Thomas schneller als ich. Dann eben als zweiter. Sorry Christof dann eben als Dritter.
Vorstellen möchte ich hier einen "Wyvern" Modell Ambassador.
Die Firma Wyvern wurde in den 1890er Jahren gegründet, und wandte sich 1929 unter Leitung der Finberg Brüder dem Füllerbau zu. Der Firmensitz war in Leicester und sie stellten auch ihre eigenen Federn her. Das heißt es finden sich nicht die namenlosen "Warranted 14Kt" - Federn, sondern die Federn tragen entweder einen Wyvern-Schriftzug, oder entsprechend dem Firmennamen einen Drachen. Der "Wyvern" ist ein heraldisches Symbol des Mittelalters, und bezeichnet einen geflügelten "Wyrm" ( Lindwurm).
15792969955590.jpg
Wyvern-Schriftzug
15792969955590.jpg (252.54 KiB) 1435 mal betrachtet
Und hier der Lindwurm - bei diesem Modell am Clip angebracht.
15792970064881.jpg
Wyvern Clip
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Die Firma produzierte vom einfachen Schulfüller, bis zu lederbezogenen Luxusgeräten, mit denen angeblich Georg der VI schrieb, ein breites Spektrum.
Bei einem Echsenhaut bezogenen Wyvern bin ich bei 250€ aus der Auktion geflogen - ich habe nicht geschaut, was der Endpreis war...
Trotzdem sind die normalen Modelle erschwinglich, und bieten recht viel für ihr Geld.
15756439798730.jpg
Wyvern Ambassador
15756439798730.jpg (148.19 KiB) 1435 mal betrachtet
Der oben abgebildete Füller dürfte so 1930 - 1940 entstanden sein. Einfach zu restaurieren und durchaus hübsch.
Grüße Andi

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Re: Füllfederhalter aus England

Beitrag von Schaumburger » 18.01.2020 23:08

Hallo,

sehr gute Idee für ein Thema. :-)
Ich schreibe fast nur mit alten Engländern, meist Mabie Todd Swan.

Hier mal zwei marmorierte aus den späten 1940er Jahren:
Ein 1042 in blaumarmoriert und ein grüner 1041. In der Größe liegen sie zwischen einem Pelikan M600 und M800.

Swan_1042h.jpg
Swan_1042h.jpg (285.39 KiB) 1269 mal betrachtet
Swan_1042i.jpg
Swan_1042i.jpg (360.08 KiB) 1269 mal betrachtet

mehr demnächst...

Es grüßt
Jens

P.S.: Die Früchte sind übrigens Mirabellen, Mirabelle von Nancy.
.....................................................................................................
was mich sonst so interessiert:
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Re: Füllfederhalter aus England

Beitrag von SimDreams » 20.01.2020 21:07

Einen kleinen Engländer habe ich auch beizusteuern, einen Yard-O-Led Viceroy Barley Standard aus Sterling Silber. Es ist ein sehr schmaler Patronen- bzw. Konverterfüller (der englische Standardbehauptet sich gegen den aktuellen Trend) noch mit Kunststoffgriffstück; der aktuelle hat ein silbernes. Die Feder ist klein, nicht besonders nachgiebig, aber zuverlässig. Die unverbindliche Preisempfehlung lässt sich vielleicht mit dem hohen Anteil an Handarbeit bei der Fertigung erklären, aber die Yard-O-Leds sind schon teuer.

Grüße, Uwe

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Strombomboli
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Re: Füllfederhalter aus England

Beitrag von Strombomboli » 22.01.2020 21:29

Meine zwei englischen Füller habe ich arg lieb.

Der eine heißt Mascot. Er ist sehr klein und aus Sterlingsilber, zudem ein Teleskopfüller und ein Eyedropper; die Feder hat einigen Flex (und ist nicht verrostet, sondern nicht gut gereinigt).
Mascot 01.JPG
Mascot 01.JPG (137 KiB) 987 mal betrachtet
Mascot 02.JPG
Mascot 02.JPG (136.5 KiB) 987 mal betrachtet
Mascot 03.JPG
Mascot 03.JPG (139 KiB) 987 mal betrachtet
Der andere ist ein blau marmorierter Onoto 5601 von 1939. Der wird gefüllt, indem man das Hinterteil aufdreht, dann eine lange Stange herauszieht und wieder hineindrückt. Am Ende macht's "wschsch", und zack, ist der Tintensack voll. Er hat eigentlich ein Tintenrückhaltesystem, aber da er auch ohne funktioniert, habe ich darauf verzichtet, ein neues einbauen zu lassen, als er zur Gebrauchsfähigkeitsherstellung beim Experten in Edinburgh war.
Onoto 5601 von 1939 01.JPG
Onoto 5601 von 1939 01.JPG (137 KiB) 987 mal betrachtet
Onoto 5601 von 1939 02.JPG
Onoto 5601 von 1939 02.JPG (141 KiB) 987 mal betrachtet
Onoto 5601 von 1939 03.JPG
Onoto 5601 von 1939 03.JPG (148.5 KiB) 987 mal betrachtet
Die Fotos habe ich zwar nicht mit dem Telefon gemacht, aber nur mit Schreibtischlampenlicht, darum sieht das alles etwas gelblich aus, obwohl ich eine frischgewaschene weiße Serviette untergelegt habe.
Iris

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Re: Füllfederhalter aus England

Beitrag von Wurmbunt » 24.01.2020 17:06

Hallo Iris,
einen 5601 habe ich auch, der hier her gehört.
Warum hast Du das Absperrventil sillegen lassen?
Im Gegensatz zu manch anderen Lösungen, funktioniert das System von Onoto tatsächlich. ;)
Der Schaft ist geprägt mit: Onoto "The Pen" und in der zweiten Zeile: De La Rue London. Die Modellnummer findet sich nur auf der Endkappe des Schaftes.
Vielleicht noch ein paar Worte zu Onoto/De La Rue.
Bevor die Firma begann sich mit Füllfederhaltern zu beschäftigen, war sie eigentlich eine Spezialdruckerei. Komplizierte und aufwändige Drucke waren ihr Metier. Spielkarten zum Beispiel, oder bis Ende des 19. Jahrhunderts auch Banknoten!
Nachdem die Firma das Monopol zum drucken der Geldscheine verloren hatte, wandte sich der Inhaber Thomas De La Rue, neuen Tätigkeitsfeldern zu. Bereits 1905 wurde ihr spezielles Füllsystem entwickelt, seither von vielen Firmen kopiert, und bis heute gebaut (Twisbi VAC).
15798784850090.jpg
15798784850090.jpg (341.48 KiB) 859 mal betrachtet
Das Zelluloid ist recht interessant - es ziehen sich silberne Adern hindurch, während der Grundton ein transparentes Grün ist. Fotografisch habe ich es leider nicht geschafft, den Farbton im Gegenlicht zu erfassen.
15798785139802.jpg
Transparenter Schaft - die Farbe stimmt nicht ganz
15798785139802.jpg (152.15 KiB) 859 mal betrachtet
15798785022621.jpg
Auch die Kappe ist transparent - hier stimmt die Farbe halbwegs
15798785022621.jpg (149.47 KiB) 859 mal betrachtet
Hier noch eine kleine Schriftprobe - auch wenn ich leider wirklich keine schöne Schrift habe...
15798805831770.jpg
15798805831770.jpg (217.59 KiB) 859 mal betrachtet
Grüße Andi

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Re: Füllfederhalter aus England

Beitrag von Strombomboli » 24.01.2020 19:24

Wurmbunt hat geschrieben:
24.01.2020 17:06
Warum hast Du das Absperrventil sillegen lassen?
Weil ich's nicht brauche (dieser Füller verläßt meinen Schreibtisch nicht), weil es 12 £ mehr gekostet hätte, vor allem aber, weil's mich nerven würde, immer darauf zu achten, ob's aufgeschraubt ist oder nicht. Auch finde ich, daß es nicht schön aussieht, wenn hinten ein kleiner Spalt ist.

Jedoch habe ich's nicht extra stillegen lassen, sondern es hätte repariert werden müssen, und ich habe mich gefreut, als der Reparateur sagte, daß man's weglassen könne. Ich habe den Füller über Ebay von jemandem gekauft, der vorbildlich war, was Versand usw. angeht, der sich aber offenbar nicht so gut mit Onotos auskennt.
Iris

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Re: Füllfederhalter aus England

Beitrag von Wurmbunt » 24.01.2020 20:25

Hallo und Danke für die schnelle Antwort!
Vielleicht noch ein paar Worte zum Spalt am Füllerende für nicht "Onotoliebhaber".
Das Absperrventil besteht einfach aus einem Konus am vorderen Ende der Kolbenstange. Dieser greift in das, entsprechend geformte, Hinterteil des Tintenleiters ein und unterbricht die Tintenzufuhr zu demselben. Soll der Füller nun schreiben, muss die Endkappe des Schaftes ca. 1/4 Umdrehung aufgeschraubt, und damit der Konus aus seinem Gegenstück gehobenen werden, jetzt kann die Tinte ungehindert fließen.
15545612840590.jpg
Onoto Kolbenstange mit Dichtkonus am vorderen Ende
15545612840590.jpg (450.79 KiB) 798 mal betrachtet
Damit das System funktioniert, muss der Abstand zwischen Tintenleiter und Kolbenstange mit dem Konus genau stimmen. Der Füllfederhalter wird dem entsprechend, bis auf Tintenleiter und Feder komplett zusammengebaut. Die Endkappe, an der die Kolbenstange und damit auch der Dichtkonus, befestigt ist, wird eine viertel- bis halbe Umdrehung aufgeschraubt, und die Feder mit Tintenleiter gesetzt (mit Wärme/"heat setting"). Ist alles abgekühlt, verschließt die Kolbenstange, bei komplett aufgeschraubter Endkappe den Tintenleiter und nichts kann eine"Sauerei" verursachen.
Strombomboli hat geschrieben:
24.01.2020 19:24
Wurmbunt hat geschrieben:
24.01.2020 17:06
Warum hast Du das Absperrventil sillegen lassen?
Weil ich's nicht brauche (dieser Füller verläßt meinen Schreibtisch nicht), weil es 12 £ mehr gekostet hätte, vor allem aber, weil's mich nerven würde, immer darauf zu achten, ob's aufgeschraubt ist oder nicht. Auch finde ich, daß es nicht schön aussieht, wenn hinten ein kleiner Spalt ist....
Gut - wenn der Konus defekt ist, funktioniert der Füller auch ohne die Absperrung. Wer allerdings einen unbeschädigten Onoto hat, und die Endkappe nicht aufschrauben möchte um zu schreiben, der oder die sollte den Tintenleiter mit der Feder einfach 0,5mm flacher setzen - das setzt das Absperrventil außer Funktion und erspart es einem die Endkappe leicht aufzudrehen.
Grüße Andi

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Re: Füllfederhalter aus England

Beitrag von Strombomboli » 24.01.2020 20:42

Vielen Dank für das Foto! Endlich kapiere ich, wie das funktioniert mit diesen Ventilen, zumindest mit diesem speziellen.
Iris

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Re: Füllfederhalter aus England

Beitrag von Schaumburger » 26.01.2020 0:07

Moin,

hier ein Mabie Todd Swan L312/60 mit EF Feder.
Der Flex ist nicht sehr ausgeprägt, dafür kann die Feder auch kleine Schrift mit gutem Flex auf das Papier bringen...
Swan_L312_60_EF_03.jpg
Swan_L312_60_EF_03.jpg (202.08 KiB) 685 mal betrachtet
Swan_L312_60_EF_01.jpg
Swan_L312_60_EF_01.jpg (178.69 KiB) 685 mal betrachtet
Swan_L312_60_EF_02.jpg
Swan_L312_60_EF_02.jpg (534.78 KiB) 685 mal betrachtet
Swan_L312_60_EF_04.jpg
Swan_L312_60_EF_04.jpg (324.71 KiB) 685 mal betrachtet
Beste Grüße
Jens
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Re: Füllfederhalter aus England

Beitrag von Kormoranfeder » 26.01.2020 14:39

Hier mal ein Pärchen von Conway Steward.
Ich glaube aus den 50ern.
DSC01416_v1_1.JPG
DSC01416_v1_1.JPG (176.15 KiB) 623 mal betrachtet
Carsten

gluehwuermchen
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Re: Füllfederhalter aus England

Beitrag von gluehwuermchen » 26.01.2020 19:52

Hallo zusammen,

zuerst einmal vielen Dank für die schönen Schreibgeräte, die hier bisher gezeigt wurden.

Darf auch verlinkt werden? Zum Beispiel hierhin?
Günter hat diese englischen Füllfederhalter 2015 hier ins Forum gestellt.

Füller und Fotos sind noch vorhanden, aber warum jetzt noch einmal alles neu einstellen und dadurch eventuell den Penexchange-Server mit doppelten Fotos belasten?

Schönen Gruß
Monika

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Re: Füllfederhalter aus England

Beitrag von Wurmbunt » 05.02.2020 0:11

Hallo,
natürlich darf auch "verlinkt" werden - Hauptsache es werden ein paar schöne Füllfederhalter aus England gezeigt!
An dieser Stelle: herzlichen Dank für die tollen Stifte, die hier gezeigt werden!
Der verlinkte Beitrag war mir durchaus bekannt, aber ich dachte, passend zum Breksit, tragen wir alle mal unsere Engländer zusammen. Als "Schwanengesang" sozusagen...
Auch Onotos!
Deshalb mache ich hier mal weiter mit einem "Burnham".
Das Modell hier ist ein 48. Die Entstehungszeit ist Mitte der 1950er Jahre.
15808545165730.jpg
Burnham
15808545165730.jpg (373.89 KiB) 337 mal betrachtet
Das verwendete Zelluloid besteht aus schwarzen und silbernen Fragmenten, durchzogen von goldenen Adern - sehr hübsch, finde ich.
Die Firma Burnham erschien bereits 1927 auf dem Markt und baute Füllfederhalter, die stark an die Produktpalette von "Conway Stewart" angelehnt waren. Meist wurden Hebelfüller produziert - vor dem Krieg, gab es aber auch Druckknopffüller, die eher selten sind. Es gab wohl eine Reihe "Low Budget Füllfederhalter" für Schulzwecke und weniger betuchte Kunden, die den, heute noch in Sammler Kreisen verbreiten, Ruf des Billigfüllerproduzenten begründeten.
Auf der anderen Seite, gab es auch hochwertige Stücke, mit entsprechend solider Ausführung und auch Goldfedern guter Qualität!
Der zweifelhafte Ruf dieses Herstellers, sorgt dafür, daß die Preise derzeit (noch) sehr moderat ausfallen.
15808545616361.jpg
Solide gebauter Füllfederhalter
15808545616361.jpg (390.92 KiB) 337 mal betrachtet
15808550559722.jpg
Für eine Stahlfeder recht schönes Schriftbild
15808550559722.jpg (158.78 KiB) 337 mal betrachtet
Also ich persönlich mag den Füller... Und Burnham gehört für mich einfach dazu!
Grüße Andi

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