Schlanke Konverter

Moderatoren: Linceo, Lamynator, desas

absia
Beiträge: 1020
Registriert: 19.12.2003 16:15
Wohnort: Augsburg

Schlanke Konverter

Beitrag von absia » 04.07.2007 18:36

Liebe ForistInnen!

Ich brauche mal wieder euren fachmenschlichen Rat! Auslösendes Problem ist eine Diskussion mit Dirk Barmeyer über passende oder passend zu machende Konverter für die Aurora "Hastil". Problembeschreibung: Nach Auskunft von Ludwig Blankenhorn gibt es für die Aurora nur die nervigen Pumpkonverter mit mickrigem Fassungvermögen. Andere Konverter könnten passen, wenn sie ein Parker/Lamy-Maul haben und extrem schlank sind (Gehäusedurchmesser max. 7 mm über die ganze Länge). D. h. ein normaler Parker-Konverter passt nicht, weil er am Bauch zu dick wird (Bierbauch? Pardöng!); ein Lamy-Konverter passt leidlich und wackelig, wenn man ihm die metallene Bauchbinde abzieht. Ist aber keine Dauerlösung, weil der Konverter dann instabil und undicht wird.

Jetzt kommt's: Der einzige Konverter, der passen könnte, wäre ein Waterman-Konverter, wenn er ein Parkermaul hätte. Letzteres ist kein Problem; der Konverter ließe sich relativ leicht aufbohren auf 3 mm Durchmesser. Aber den richtigen Waterman-Konverter (noch) zu bekommen ist schwer. Ich habe deshalb mal Bilder eingestellt, von den drei Konvertervarianten, die in Watermanfüller passen können. Nur einer davon, nämlich der obere kommt in Betracht. Davon habe ich aber nur einen und den brauche ich in meinem MAN200. Der mit dem geriffelten Mundstück hätte zwar auch die nötige Schlänke (oder Ränke? Au weh, jetzt kommt wieder Günter!), aber der lässt sich nicht aufbohren.

Bild 1 (Schrägsicht):
Bild
Shot with FinePix S7000 at 2007-07-04

Bild 2 (Draufsicht):
Bild
Shot with FinePix S7000 at 2007-07-04

Frage: Wo kriege ich den oberen Konverter noch? Oder hat jemand solchen übrig?

Hoffnungsgruß
Peter

PS: Der untere Konverter ist übrigens ein normaler Pelikankonverter, der wie die Parkerkonverter am Bauch dicker wird.
"Du bist, wie du schreibst!" (Alfons Lüke)

Dirk Barmeyer

Beitrag von Dirk Barmeyer » 04.07.2007 20:54

Lieber Peter,
in Kürze wird der erste, lang ersehnte Konverter-Lehrstuhl Deutschlands vergeben. Mal sehen, wer Prof.Ink wird :-)

Ich möchte -allein aus wissenschaftlichen Gründen und um die Materie möglichst maximal zu verkomplexifizieren- darauf hinweisen, daß es nicht nur einen Lamy-Konverter, sondern derer drei gibt. Du hast den Z26, es gibt noch einen Z25 für den accent und den billigeren Z24 für abc, safari etc. Die beiden haben keine Metallbinde und müssten auch mal ausprobiert werden.
Dann hätten wir noch den schmalen Parker-Schiebekonverter. Bei diesem Teil versucht der Nutzer, mit seinem Fingernagel den Kolben durch eine Schiebe- anstelle der Dreh-bewegung zu betätigen. Der Konverter funktioniert recht gut und hört auf den Namen Z12. Er passt gut in meine Hastil herein. Dennoch schmerzt es, ein fremdes Teil in einen Aurora einzusetzen. Daher schlage ich vor, den normalen Aurora-Pumpkonverter zu zerlegen, die Metallhülse zu entfernen und das Gummi am vorderen Stück anzukleben. So mache ich es und es funktionier einwandfrei.
Viele Grüße
Dirk

absia
Beiträge: 1020
Registriert: 19.12.2003 16:15
Wohnort: Augsburg

Beitrag von absia » 04.07.2007 21:17

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. ink Barmeyer!

Beförderungserlaubnis hiermit erteilt! Ich hoffe, das Forum teilt meine Auffassung und stimmt meinem Ernennungsvorschlag zu. Ich bin ziemlich geplättet ob der Unergründlichkeit der Konverterwissenschaft. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass ich deinen (vor-)letzten Satz voll krass vercheckt habe. Wo willst du was ankleben und womit? Kann das so ein Dummerle wie ich auch? Ich würde mir ja diese Konvertervielfalt gerne einmal anschauen und die auch ausprobieren, aber wo? Bei Martin? Oder Rolf? Im Internet sieht ein Konverter aus wie jeder andere. Und nach Augsburg brauche ich gar nicht reinfahren. Du weißt warum.

Schönen Gruß
Peter
"Du bist, wie du schreibst!" (Alfons Lüke)

Dirk Barmeyer

Beitrag von Dirk Barmeyer » 04.07.2007 21:47

Lieber Peter,
den Parkerschiebekonverter habe ich. Die Lamykonverter müsste unser Lamyspezialist Martin L. aus E. haben. Und den Aurorakonverter kann ich Dir mal zeigen und erklären. Du mußt nur Deinen farblosen Nagellack zweckentfremden und das Gummi am Plastik festkleben. Ganz einfach, aber man muß es mal gesehen haben.
Viele Grüße
Dirk

absia
Beiträge: 1020
Registriert: 19.12.2003 16:15
Wohnort: Augsburg

Beitrag von absia » 04.07.2007 21:52

Ich glaub', ich will doch lieber bohr'n. Da hab' ich wohl mehr Erfahrung!? To bond or not to bond, that is the question! Und noch was: Mein Nagellack ist mir viel zu schade für solche schnöden Klebereien! Was glaubst du eigentlich, wozu der da ist? Typisch Mann!
"Du bist, wie du schreibst!" (Alfons Lüke)

absia
Beiträge: 1020
Registriert: 19.12.2003 16:15
Wohnort: Augsburg

Beitrag von absia » 05.07.2007 22:54

Hallo Dirk!

Ich habe heute - wider erwarten - in einem kleinen Schreibwarenladen in einem Augsburger Vorort, von dem ich wusste, dass er früher mal eine gut sortierte Füllerabteilung hatte, in einer Ramschkiste die beiden letzten Schiebekonverter von Parker ergattert. Die passen gut und ich bin, glaube ich, damit zufrieden. Danke für den guten Tipp! Aber: Da saust immer so eine kleine Metallhülse innen drin hin und her, die mit dem Kolben nicht verbunden ist. Die kostet unnötig Speicherraum, muss aber wohl ihren Sinn haben. Weißt du welchen?

Schönen Gruß
Peter
"Du bist, wie du schreibst!" (Alfons Lüke)

hotap

Beitrag von hotap » 06.07.2007 7:59

absia hat geschrieben: Aber: Da saust immer so eine kleine Metallhülse innen drin hin und her, die mit dem Kolben nicht verbunden ist. Die kostet unnötig Speicherraum, muss aber wohl ihren Sinn haben. Weißt du welchen?
Hallo Peter,

auch wenn ich nicht Dirk bin, :wink: so doch eine kleine Hilfe von mir.

Hier im Forum http://www.penexchange.de/forum/viewtop ... =konverter
hat der „liebe Günter“ u.a. mal folgendes geschrieben:
Aber ich habe entweder hier im Forum oder im Fountainpen-Forum gelesen, dass (ich glaube es war ein Montblanc-Konverter) es jetzt Konverter gibt, in denen sich eine Art Spirale(?) befinden soll. Dadurch sollte die Tinte oder der Tintenfluss flüssiger gehalten werden.

Und der ebenfalls „liebe DieterN“hat u.a. folgendes geantwortet:
Ansonsten finde ich die Kugel gut, weil sie auch helfen kann, dass die Tinte nicht wie in manchen Konvertern "oben" bleibt und nicht zum Tintenleiter will. Daher gibt es ja auch Konverter mit kleinen Federn im Tank. Ich habe sogar schon überlegt, die Kugeln in Konverter zu bekommen, fand aber bei wenigen Versuchen nur gewaltvolle Lösungen.

Vielleicht ist das ja auch hier der Grund, warum sich eine Metallhülse in Deinen neu erstandenen Konvertern befindet?

Da ich hier unter „Suchen“ bei der Eingabe „Federn im Konverter“ 755 Ergebnisse und bei der Eingabe „Kugel im Konverter“ 149 Ergebnisse bekommen habe, habe ich mir gedacht - lass doch den lieben Peter mal selber suchen, denn das sind mir doch zuviel Suchergebnisse am frühen Morgen. :P

Alles Gute
Günter

absia
Beiträge: 1020
Registriert: 19.12.2003 16:15
Wohnort: Augsburg

Beitrag von absia » 06.07.2007 12:31

Grüß dich, lieber Günter!

Vielen Dank für die lieben Zeilen! Habe mir eigentlich auch schon sowas gedacht, wollte das aber natürlich gerne aus der Tastatur (Feder kann man ja wohl schlecht sagen!?) eines berufenen Fachmanns lesen. Dass mir dazu nur der liebe Dirk eingefallen ist, ist nahezu unverzeihlich. Aber du warst ja schon öfter großmütig mit mir. Zu meinen schönen Wortkreationen "Ränke" und "Schlänke" fällt dir wohl rein gar nix ein!? Günter, du wirst alt! Werden wir aber zusammen, tröste dich!

Lieben Gruß
Peter
"Du bist, wie du schreibst!" (Alfons Lüke)

lw7275
Beiträge: 177
Registriert: 16.01.2006 12:27

Beitrag von lw7275 » 06.07.2007 13:24

Hohollerha...
Wo solche Geistes- und Werksgrößen am Start sind, müsste ich eigentlich schweigen, will aber doch in aller Demut einen kleinen bescheidenen Beitrag liefern.
Die erwähnten Schiebekonverter von Parker erwiesen sich, zumindest in meinen Wurstfingern, nicht gerade als haltbar und wurden nach kurzer Zeit undicht. Ich befülle sie daher mit einer Spritze.
Bin schon wieder weg
Lars

absia
Beiträge: 1020
Registriert: 19.12.2003 16:15
Wohnort: Augsburg

Beitrag von absia » 06.07.2007 13:51

Nene, Lars,

du darfst schon auch was sagen. Echt! Wir sind da gar nicht so ... Übrigens danke für den Haltbarkeitshinweis. Hatten eigentlich einen recht soliden Eindruck gemacht. So kann man sich täuschen!

Gruß
Peter
"Du bist, wie du schreibst!" (Alfons Lüke)

hotap

Beitrag von hotap » 06.07.2007 16:11

absia hat geschrieben: Zu meinen schönen Wortkreationen "Ränke" und "Schlänke" fällt dir wohl rein gar nix ein!? Günter, du wirst alt!
Tja Peter!

datt is wie mit'tem Vacuum. Ich habet im Kopp, weiß abba nix damit anzufangen. :D
Habe mir eigentlich auch schon sowas gedacht, wollte das aber natürlich gerne aus der Tastatur (Feder kann man ja wohl schlecht sagen!?) eines berufenen Fachmanns lesen. Dass mir dazu nur der liebe Dirk eingefallen ist, ist nahezu unverzeihlich.
Nöööö, das ist doch in Ordnung. Dirk war doch schließlich der Informant (tschuldigung: Der Tippgeber)

Alles Gute
Günter

Dirk Barmeyer

Beitrag von Dirk Barmeyer » 06.07.2007 21:27

Lieber Lars,
dein demütiger Beitrag trägt eine tiefe Weisheit in sich. Ich sehe die Parker-Konverter auch nicht als das Maß der Dinge an. Leider erweist sich die gute alte Tintenpatrone in der Gemeinschaft mit einer Einwegspritze häufig als die praxisgerechteste Lösung. Allerdings birgt diese Lösung die Gefahr höchster Einfachheit, und der wollen wir uns ja nicht aussetzen oder gar schuldig machen !
Viele Grüße
Dirk

St1
Beiträge: 186
Registriert: 27.03.2004 21:34
Wohnort: Windeck

Beitrag von St1 » 06.07.2007 21:29

Hallo,

da ich den kleinen Parker-Konverter seit über vier Jahren im Hastil nutze und
den großen Parker-Konverter seit über zwei Jahren im Magellano und die Erfahrung gemacht habe, daß in beiden Füllfederhaltern die Tinte eindickt und stark dunkelt (vor allem im Hastil !!)
würde ich gerne wissen, ob das an den Konvertern liegen mag ?
Trocknen die Füllfederhalter weniger ein mit Patronen ?

Viele Grüße,
Stefan

PS: Patronen und den Pumpkonverter habe ich in beiden Modellen bisher nicht genutzt. Von der Tinte bin ich schon vor einiger Zeit von OMAS auf Waterman gewechselt.

Dirk Barmeyer

Beitrag von Dirk Barmeyer » 07.07.2007 10:07

Lieber Stefan,
das Eintrocknen kann an den Konvertern liegen. Mit dem geklebtem Gummikonverter von Aurora und den Aurorapatronen habe ich noch die besten Ergebnisse erzielt. Das hängt auch davon ab, wie genau die Fremdfabrikate zum Füller passen. Manchmal scheint ein Konverter zwar zu passen, jedoch sitzt er nicht so sauber wie das Original. Und schon trocknet das System aus...
Viele Grüße
Dirk

lw7275
Beiträge: 177
Registriert: 16.01.2006 12:27

Beitrag von lw7275 » 07.07.2007 14:47

Dirk Barmeyer hat geschrieben:Lieber Lars,
(...) Leider erweist sich die gute alte Tintenpatrone in der Gemeinschaft mit einer Einwegspritze häufig als die praxisgerechteste Lösung. Allerdings birgt diese Lösung die Gefahr höchster Einfachheit, und der wollen wir uns ja nicht aussetzen oder gar schuldig machen !
Ja, lieber Dirk, und damit werfen wir 100 Jahre Füllhalterentwicklung auf den Müll. Wie war das noch mit der Evolution?
Pipettenfüllung, Gummisack, Spritzenfüller, Kolbenfüller, Patronenfüller, dann - als Nonplusultra, täterätätä!! - die ultimative Kombination: ein Pipettenfüller, in den nicht mehr Tinte passt als in einen Patronenfülller!! Umständlich und mickrig zugleich, willkommen im 21. Jahrhundert. :wink: :wink:
Viele Grüße
Lars

Antworten

Zurück zu „Die Tinte und der Tintenfluss / Ink and the ink flow“