Der Pilot Vortex

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weizenkeim
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Der Pilot Vortex

Beitrag von weizenkeim » 14.06.2010 15:48

Hallo liebes Forum,

im Thread zum Pilot V-Pen in dieser Rubrik hatte ich vor einiger Zeit berichtet, daß ich mir interessehalber den Pilot Vortex aus Japan kommen lies.
Weder bei Drogeriemarkt Müller, noch in französichen Supermärkten habe ich diesen zwischenzeitlich gesehen...

Vorab nochmal kurz der Link auf die Pilot Seite:
http://www.pilotpen.eu/products/fountai ... ortex.html

Bezahlt habe ich über EBay, beim Verkäufer "Ujuku Fine Japanese Pen Shop" für den Füller 15,31 EUR (per Sofortkauf) zuzüglich Porto.
Bestellt hatte ich einen Orangefarbenen und einen Grauen.

Hier mal mein kleiner Erfahrungsbericht....

Optischer Eindruck
Erster Eindruck: PLASTIK !!
Besonders der orangefarbene wirkt recht plastikmäßig. Ein grauer Patronenhalter mit einem kleinen leuchtend orangefarbenen Bürzel. Eine glasklare Kappe mit einem metallenen Clip der den Füller recht gut in der Tasche hält. Darauf nochmal ein Stückchen orangefarbenes Plastik das schön auf der Brusttasche leuchtet.
Die chromfarbene Bauchbinde will irgendwie nicht so ganz zu der Kunststoffanmutung passen, sieht aber irgendwie spacig aus.
"Spacig" war ohnehin das was mit spontan einfiel. Ob's mir gefällt oder nicht - ich habe mich immer noch nicht so richtig entschieden. Am einen Tag ja, am anderen Tag nein....


Haptik
Nach Hartplastik fühlt er sich auch an. Die Kappe quietscht gerne beim Abschrauben. Während Besprechungen ist man da schon etwas vorsichtig...
Der Füller ist gerade groß genug um ihn mit meinen durchschnittlich großen Händen auch ohne aufgesteckte Kappe zu benutzen. Egal: Ich stecke ohnehin lieber auf. Dann liegt er richtig angenehm in der Hand.
Das Griffstück ist sehr angenehm, aus weichem Gummi mit Riffelung. Fühlt sich gut an und rutscht kein bisschen.
Der Füller ist recht leicht. Man kann lange ermüdungsfrei damit schreiben.


Feder und Tintenfluß
Die kurze Feder ist eher hart. Meine hat das Format "M", schreibt damit aber verglichen mit einem Pelikan eher fein. Nicht unangenehm - kein Kratzen...
Tintenfluß ist, sowohl mit der mitgelieferten Namiki-Patrone sehr gut und satt. Da die Patronen aber nicht so einfach zu bekommen sind habe ich gleich einen Konverter (Pilot CON-20) mitbestellt. Auch mit meiner derzeitgen Standardtinte (Pelikan Königsblau) sind die Ergebnisse, was den Tintenfluß angeht einwandfrei.


Mein persönliches Fazit
Ich weiß einfach nicht ob ich den Plastikbomber mag oder nicht.
Die Schreibeigenschaften sind wirklich sehr gut. Das Aussehen ist aber eigentlich nicht so recht bürotauglich (der graue ist da etwas besser). Zudem kommt das Plastikquietschen beim Abschrauben des Deckels und die Tatsache, daß Tintenspritzer die gelegentlich auf dem Inneren des klaren Deckels zu sehen sind nicht so recht appetitilich ausschauen. Den Deckel reinige ich daher immer mal wieder mit klarem Wasser.
Witzig ist er - ich werd' ihn mal behalten und auch gelegentlich einsetzen.
Der Preis von 15,- EUR geht soweit auch in Ordnung. Wenn man allerdings bedenkt, daß man dafür auch einen LAMY NEXX oder ähnliche bekommt relativiert sich das wieder.

Viele Grüße
Holger


werner
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Re: Der Pilot Vortex

Beitrag von werner » 15.06.2010 11:51

Hallo zusammen,

zu dem Thema: "Einfügen von WEB-Adressen (Link)" wurde schon einmal ein Posting geschrieben.
Hier der Link dazu:

http://www.penexchange.de/forum_neu/vie ... ink#p21726

Wie Christian damals ganz wichtig angemerkt hat: bei den Optionen unten in dem Kästchen "BBCode ausschalten" muß das Häkchen entfernt sein, d. h. BBCode ist eingeschaltet muß bei den Optionen angegeben sein. Darauf wollte ich nocheinmal separat hinweisen.

Nun hoffe ich nur, dass es auch richtig funktioniert.

Viele Grüße
Werner
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Re: Der Pilot Vortex

Beitrag von G-H-L » 15.06.2010 13:09

weizenkeim hat geschrieben: Optischer Eindruck
Erster Eindruck: PLASTIK !!
Besonders der orangefarbene wirkt recht plastikmäßig. Ein grauer Patronenhalter mit einem kleinen leuchtend orangefarbenen Bürzel. Eine glasklare Kappe mit einem metallenen Clip der den Füller recht gut in der Tasche hält. Darauf nochmal ein Stückchen orangefarbenes Plastik das schön auf der Brusttasche leuchtet.
Na dann wollen wir mal hoffen, daß das Plastik lange genug hält. Bei meinem Parker Contact, hat die Plastikkappe auch schon eine Menge Risse, so daß sie nur noch ganz leicht aufsitzt. Richtig abdichten tut sie nicht mehr und der Kundendienst meldet sich auch nicht.

Gruß
Gerhard
Gruß
Gerhard

Rainer
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Re: Der Pilot Vortex

Beitrag von Rainer » 26.03.2016 20:46

Hallo Pilot-fans,

Der Thread ist ja schon ziemlich alt. Ich habe heute meinen ersten Pilot und zwar den Pilot Vortex erhalten (18 Euro). Er hat ziemliche Schwierigkeiten gemacht mit einer mitgelieferten Patrone in Schwung zu kommen. Er war trocken wie...na ja. Erst als Eyedropper habe ich ihn dann in Gang bekommen. Dafür hat er dann aber angenehme Eigenschaften einer F-Feder, auch wenn M draufsteht. Als Eyedropper habe ich ihn mal erst mit 1,5 ml gefüllt, wäre aber noch viel mehr möglich gewesen.

Die Feder hat mich schon überzeugt: kein Kratzen, keine Aussetzer, nicht zu trocken, nicht zu nass. Allerdings schon hart, geringe "line variation".

Wäre interessant zu wissen, wie die Erfahrungen nach 2010 ausgesehen haben. Häufig benutzt? weiterverkauft? etc.

Gruß
RS

Mr.Eyedropper

Re: Der Pilot Vortex

Beitrag von Mr.Eyedropper » 27.03.2016 18:31

Vielleicht sind ja noch Verunreinigungen von der Herstellung im Füller.

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Re: Der Pilot Vortex

Beitrag von Tintania » 29.03.2016 19:36

Hallo Rainer,

bist Du mit Mr. Eyedroppers Hinweis einer gründlichen Reinigung weiter gekommen?

Den Vortex von Pilot kenne ich selber nicht, habe aber zwei Prera, einen MR, einen Kaküno und einen Cocoon im Einsatz. Mit der Tinte von Pilot hatten sie allesamt keine Probleme. Du hättest also noch weitere Auswahl, wenn Dich die Feder von Pilot begeistern, die übrigens generell schmaler ausfallen als die europäischen.

Gruss,
Anja
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Rainer
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Re: Der Pilot Vortex

Beitrag von Rainer » 08.04.2016 10:30

...wie schon erwähnt, als Eyedropper hat er super funktioniert. Ich habe den Verdacht, dass die Anlaufschwierigkeiten mit der beiliegenden Patrone darauf zurück zu führen waren, dass der (private) Verkäufer vielleicht eine falsche Standardpatrone beigelegt hat. Hat Pilot nicht proprietäre Patronen bzw. Konverter?
An mangelnder Reinigung kann es nicht gelegen haben, da ich ihn als Eyedropper gut verwenden konnte. Am Ende der Benutzung, als dann viel Luft im Schaft war ist er mir etwas zu nass geworden.
Gruß
Rainer

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Re: Der Pilot Vortex

Beitrag von Rainer » 08.04.2016 10:51

...Nachtrag zum Punkt "zu nass". Als ich ihn einmal in der Hemdtasche getragen habe, hat es Tinte aus der Feder gedrückt. Das gute an diesem unfreiwilligen Test aber: die Kappe ist so dicht, dass keine Tinte ausgelaufen ist. Ich konnte ihn dann zu Hause bequem im Waschbecken reinigen und weiter gings.
Diese Kappeneigenschaft hat mich schon positiv überrascht.
Danke für die anderen Vorschläge und den Tintenhinweis.
Gruß
Rainer

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Re: Der Pilot Vortex

Beitrag von Rainer » 08.04.2016 23:07

Bonsoir!

Habe den Pilot Vortex nun mit einem passenden Konverter (billige Chinaware) ausgestattet und damit ist er sofort losgelaufen, also ich meine "sofort". Federqualität wie oben beschrieben. Keine Probleme mehr. Es lag also an der falschen Patrone, nicht am Füller.

Zwar Plastik, wie schon mal jemand formulierte, aber hat seinen Charme und die Kappe ist "tintendicht".

Schönes Wochenende
Gruß
Rainer

Tintania
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Re: Der Pilot Vortex

Beitrag von Tintania » 09.04.2016 5:50

Hallo Rainer,

freut mich, dass der Füller nun problemlos funktioniert!
Eine tintendichte Kappe ist auch nicht zu verachten :wink:
Hat Pilot nicht proprietäre Patronen bzw. Konverter?
Da hast Du recht. Die einzig mir bekannte Ausnahme ist der Pilot MR. Das ist der Zwilling des Metropolitan, der für den europäischen Markt produziert wird und entsprechende Patronen nimmt.

Da Du von mitgelieferter Patrone schriebst, war ich gar nicht auf die Idee gekommen, dass es die falsche sein könne…
Schön, dass Du den Fehler gefunden hast.

Gruss,
Anja
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