Flow von Tinten - Nass vs. Trocken

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ebbyashia
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Flow von Tinten - Nass vs. Trocken

Beitrag von ebbyashia » 10.02.2019 14:17

Hallo liebes Forum,

seit Tagen treibt mich eine Frage um: Wie genau ermittelt ihr, ob für euch eine Tinte nass oder eher trocken ist? Wie bestimmt man, ob ein Füller eher zu den fließfreudigeren gehört? Gibt es hier irgendwelche Methoden, die man da anwenden kann um wenigstens etwas Vergleichbarkeit in diese doch sehr subjektive Eigenschaft von Tinten zu bringen?

Und falls nicht, wie bestimmt ihr dann für euch selbst diese Eigenschaft? Es soll hier nicht um die generelle Debatte "was ist nass und was trocken" gehen, sondern mich interessiert da wirklich, ob ihr irgendwelche Kniffe habt um es ein wenig zu vergleichen.

Dankeschön :)
Gruß, Alina

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Füchschen
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Re: Flow von Tinten - Nass vs. Trocken

Beitrag von Füchschen » 10.02.2019 14:23

Für mich ist eine Tinte trocken, wenn sie in einer sehr breiten Feder schnell schmierfrei getrocknet ist und nass ist wenn sie ewig braucht um zu trocknen.
Bei den Füllern ist es für mich so, dass ein fließfreundlicher satt anschreibt und ein trockener halt weniger satt.
Tintige Grüße Vanessa

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Edelweissine
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Re: Flow von Tinten - Nass vs. Trocken

Beitrag von Edelweissine » 10.02.2019 14:32

Meine Füller bekommen immer erst die Pelikan 4001 königsblau spendiert. An dieser überall verfügbaren Tinte kann ich die Fließfreudigkeit des Füllers festmachen:
Kommt ein nasses und dunkelblaues Ergebnis heraus, ordne ich den Füller als nass schreibend ein. Sieht das Geschriebene blass und wässrig aus, schreibt der Füller eher trocken.
Neue Tinten kann ich dann bestens mit den "eingenordeten" Füllhaltern überprüfen und sie entsprechend zuordnen.
Ergebnisse, Dreamteams wie Unverträglichkeiten, werden im Tintenheft vermerkt.
Gruß,
Heike

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Schaumburger
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Re: Flow von Tinten - Nass vs. Trocken

Beitrag von Schaumburger » 10.02.2019 15:12

Edelweissine hat geschrieben:
10.02.2019 14:32
Meine Füller bekommen immer erst die Pelikan 4001 königsblau spendiert. An dieser überall verfügbaren Tinte kann ich die Fließfreudigkeit des Füllers festmachen:
Kommt ein nasses und dunkelblaues Ergebnis heraus, ordne ich den Füller als nass schreibend ein. Sieht das Geschriebene blass und wässrig aus, schreibt der Füller eher trocken.
Neue Tinten kann ich dann bestens mit den "eingenordeten" Füllhaltern überprüfen und sie entsprechend zuordnen.
Ergebnisse, Dreamteams wie Unverträglichkeiten, werden im Tintenheft vermerkt.
Moin,

gute Methode, mache ich auch so - wenn auch mit Diamine Green-Black.
Je heller und grüner die Schrift, desto trockener der Stift...

Beste Grüße
Jens
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was mich sonst so interessiert:
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Linceo
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Re: Flow von Tinten - Nass vs. Trocken

Beitrag von Linceo » 10.02.2019 16:17

Meine Referenz-Tinte ist die Visconti Blau, die allgemein als ziemlich fließfreudig gilt, weshalb sie ja auch meine Standardlieblingstinte ist und das seit vielen Jahren.

Mit der Visconti sollte eigentlich jeder Füller einen satten, nassen Strich auf's Papier legen. Wenn nicht, stimmt mit dem Füller bzw. der Feder was nicht.

Den Tintenfluss der Feder bei einem neuen Füller prüfe ich außerdem, indem ich die Tinte flächig auf's Papier auftrage und sie dann mit dem Finger verwische. Schmiert das ordentlich, ist alles in Ordnung. Schmiert nix oder bleibt gar der Finger sauber, ist mir der Tintenfluss zu gering.

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Narundil
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Re: Flow von Tinten - Nass vs. Trocken

Beitrag von Narundil » 10.02.2019 18:04

Hallo zusammen,

ich bestimme den Tintenfluss im Füller immer über den Abstand der Federschenkel zueinander (Annahme: Der Tintenleiter kann das. Sonst wird dieser auch noch angepasst): Meine Bronze-Plättchen haben eine definierte Dicke (die mir gerade nicht einfällt). Wenn ich damit zwischen den Federschenkeln durchfahre, kann ich über den Widerstand abschätzen, wie viel Tintenfluss zu erwarten ist. Soweit zur Abschätzung des Füllers.

Bei der Tinte nehme ich dann einen justierten Füller: Da ich die Schenkel eh immer so weit auf weite, dass ein Bronzeplättchen gerade so noch an der Spitze hält, kann ich dann Rückschlüsse auf die Fließeigenschaften der Tinte ziehen:
Zwei Kästchen auf Oxford (90gsm) Papier ohne Druck aber zügig ausmalen, eine Sekunde warten und verstreichen. Die Länge ist dann ein Maß für die Fließfreudigkeit der Tinte.

LG,
Steffen

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ebbyashia
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Re: Flow von Tinten - Nass vs. Trocken

Beitrag von ebbyashia » 05.03.2019 18:59

Vielen Dank an euch alle für eure Antworten. Das muss ich auf jeden Fall dann mal ausgiebig mit all meinen Füllern testen. Dauert sicherlich eine Weile :lol:
Gruß, Alina

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