Diamine Registrar's Ink - Geeigneter Füller?

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ai19
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Diamine Registrar's Ink - Geeigneter Füller?

Beitrag von ai19 » 17.02.2019 12:49

Hallo zusammen,

ich habe mir vor kurzem ein Fass der Diamine Registrar's lnk gekauft und bin hellauf begeistert.

Eine Eisengallustinte, die tief blauschwarz nachdunkelt und eine sehr ausdrucksstarke Schrift hinterlässt.

Außerdem kann man damit das äußerst minderwertige Papier, wie es in Moleskine oder Leuchtturm verarbeitet wird, beschreiben, ohne dass es durchsuppt.

Nun habe ich die Schwierigkeit, einen vernünftigen Füller dafür zu finden. Die Tinte läuft relativ trocken, und nach ein paar Tagen im Füller bekommt man nicht mehr den Fluss, der anfangs das prächtige Tiefblau gemacht hat, sondern nur noch ein Grau.

Getestet habe ich Pelikano, Lamy Safari, Online Bachelor Demonstrator, Platinum Preppy EF 0.2, wobei dieser sich mit Abstand am besten schlägt, aber auch dieser lässt im Fluss ein wenig nach. Auch einen Pelikan P495, der mit der Salix gut läuft, habe ich befüllt, aber auch der wird nach einigen Tagen nur noch grau.

Überraschenderweise scheint sich der Faber-Castell Neo Slim EF, der mit der Rohrer und Klingner Dokumentus überhaupt nicht gut klar kam, ganz gut zu behaupten.

In verschiedenen Foren im Netz habe ich gelesen, dass der Parker Vector ganz gut sein soll.

Auch bin ich sehr aufgeschlossen gegenüber Platinum-Füller.

Hat da jemand Erfahrungen? Ich schreibe am allerliebsten japanisches EF.

Danke!

AI :)

ai19
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Re: Diamine Registrar's Ink - Geeigneter Füller?

Beitrag von ai19 » 18.02.2019 21:04

Der Faber-Castell Ambition mit F-Feder tut es auch nicht.

Nach nur einer Nacht ist er so stark eingetrocknet, dass er nicht leicht zum Anschreiben zu kriegen ist.

Probiere jetzt den Faber-Castell Essentio in Silber aus, der mir schon lange gute Dienste leistet, mit sattem Tintenfluss.

Ich hatte einen Parker Premier M, der ziemliche Anschreibeprobleme mit der Pelikan 4001 brillantschwarz hatte.

Den kann man aber glücklicherweise zerlegen, was ich auch gemacht habe. Der schreibt mit der Diamine immer noch sehr gut an, zu meiner Überraschung.

Auch der Platinum Preppy schreibt immer noch sofort an, nach 24h Ruhe.

Grüße,
AI :)

Paperclip
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Re: Diamine Registrar's Ink - Geeigneter Füller?

Beitrag von Paperclip » 18.02.2019 22:24

Vielleicht liegt das nicht an den Füllern sondern an der Tinte. Ich benutze ESSRI in einem Hemisphere, ohne Probleme. Passiert nix, auch wenn er mal ein bisschen länger liegt. Und ESSRI ist ja nun auch super heftig Eisengallus. Läuft auch nicht speziell trocken.

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agathon
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Re: Diamine Registrar's Ink - Geeigneter Füller?

Beitrag von agathon » 18.02.2019 22:31

Probier es mal mit einem Füller mit Ebonit-Leiter, z.B. mit einem Pelikan 100, 140 oder 400.

Grüße

agathon

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Tenryu
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Re: Diamine Registrar's Ink - Geeigneter Füller?

Beitrag von Tenryu » 18.02.2019 23:10

Mein spottbilliger Jinhao 911 ist schon seit zwei Monaten mit der Pigmenttinte von Platinum gefüllt. Der schreibt fein und sehr naß. Und das obwohl ich ich seit Monaten nicht mehr gereinigt habe. (Die gleiche Tinte hat in anderen Füllern immer eher zäh geschrieben.) Ich hatte früher auch eine Eisengallus-Tinte darin verwendet. Auch da hatte ich immer einen satten Tintenfluß.

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Schaumburger
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Re: Diamine Registrar's Ink - Geeigneter Füller?

Beitrag von Schaumburger » 19.02.2019 0:15

Hallo,

Diamine Registrar's ist eine meiner Lieblingstinten.

Ich nehme Füller, die für solche Tinten gemacht sind (vor 1960, etwa Mabie Todd Swan) - Goldfeder, Tintensack (Hebelfüller oder ähnlich) und benetzungsfreudiger Ebonit Tintenleiter.
Die schon empfohlenem Pelikane kommen ja auch aus dieser Zeit.

Die Kappe sollte gut schließen, manche der alten Engländer haben bis zu drei Druckausgleichslöcher (!) um einen "Tintenblub" beim Öffnen zuvorzukommen, da hilft es zwei davon mit Bienenwachs zu verschließen.

Es grüßt
Jens
.....................................................................................................
was mich sonst so interessiert:
https://www.flickr.com/photos/136145166@N02/albums

Thom

Re: Diamine Registrar's Ink - Geeigneter Füller?

Beitrag von Thom » 19.02.2019 9:06

Schaumburger hat geschrieben:
19.02.2019 0:15
Die Kappe sollte gut schließen ...
V.G.
Thomas

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Re: Diamine Registrar's Ink - Geeigneter Füller?

Beitrag von Narundil » 19.02.2019 12:11

Hallo zusammen,

würdet ihr empfehlen die Diamine Registar's Ink ausschließlich mit einer Goldfeder zu verwenden? Bei starken Eisengallustinten habe ich von angegriffenen Stahlfedern gehört.
Ich bin neugierig die Tinte mal auszuprobieren :)

LG,
Steffen

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Re: Diamine Registrar's Ink - Geeigneter Füller?

Beitrag von Paperclip » 19.02.2019 12:21

Bei mir seit einem Jahr in einem Waterman Hemisphere mit vergoldeter Feder. Hat anfangs auch rund sechs Wochen gefüllt rumgelegen, weil ich wegen eines Unfalls nicht schreiben konnte. Das soll ja besonders übel sein. Bisher auch unter starker Lupe keine Korrosion sichtbar. Das hängt sicher von der Qualität der Vergoldung ab. Angeblich ist die ESSRI eine der sauersten Tinten unter der Sonne. Aber da können andere sicher mehr zu sagen.

Paperclip

Thom

Re: Diamine Registrar's Ink - Geeigneter Füller?

Beitrag von Thom » 19.02.2019 13:11

Paperclip hat geschrieben:
19.02.2019 12:21
Angeblich ist die ESSRI eine der sauersten Tinten unter der Sonne.
Ist so, ich kann aber auch nichts über die Serienstreuung sagen. Paperclips "Empfehlung" zu den beschichteten Federn schließe ich mich nicht an, das weiß Paperclip auch. Bei blanken Stahlfedern und normaler Nutzung habe ich keine größeren Bedenken.

V.G.
Thomas

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Re: Diamine Registrar's Ink - Geeigneter Füller?

Beitrag von Narundil » 19.02.2019 13:17

Alles klar, danke euch beiden :)

LG,

Steffen

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Re: Diamine Registrar's Ink - Geeigneter Füller?

Beitrag von HeKe2 » 19.02.2019 14:01

Hier in diesem Faden kannst Du auch etwas dazu finden.

Was die Federn angeht, schließe ich mich Thomas (Thom) an. Irgendwo in den Faden kannst Du ein Bild der Feder meines M200 finden. Die sieht jetzt aus wie eine Titanfeder. Ich kann nur nicht sagen, wie lange das gedauert hat. Als mir das auffiel, war der Füller schon 25 Jahre alt. Ich befülle dennoch weiterhin Füller mit beschichteten Fedrrn mit EG-Tinten. Nur sind das nicht die Füller aus der Teuer-Liga. Der Lindauer auf dem Bild im anderen Thread hat keine 30 Euro gekostet.
Beste Grüße
Hermann

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Re: Diamine Registrar's Ink - Geeigneter Füller?

Beitrag von Paperclip » 19.02.2019 14:31

Thom hat geschrieben:
19.02.2019 13:11
Paperclips "Empfehlung" zu den beschichteten Federn schließe ich mich nicht an, das weiß Paperclip auch. Bei blanken Stahlfedern und normaler Nutzung habe ich keine größeren Bedenken.
Meine Vermutung ist ja auch, dass das was mit der Qualität der Vergoldung zu tun haben mag, dass das bei mir klappt.

Paperclip

Thom

Re: Diamine Registrar's Ink - Geeigneter Füller?

Beitrag von Thom » 19.02.2019 14:36

Ich weiß, das Problem ist halt, dass man erst merkt, wenn es nicht klappt, nachdem's nicht geklappt hat. :)

V.G.
Thomas

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Re: Diamine Registrar's Ink - Geeigneter Füller?

Beitrag von ai19 » 22.02.2019 7:02

Erst einmal herzlichen Dank an alle Foristen, in den "Edel"-Schreibwarenläden meiner Stadt wissen die Angestellten oft nicht einmal, was eine Eisengallustinte ist. Bin sehr froh, dass man sich hier vernünftig austauschen kann!

@ paperclip

Wo kriegt man die ESSRI her? Ich habe eine Webseite gefunden, aber irgendwie sind die komisch und antworten nicht auf Mails.

@ agathon

Ich habe einen Pelikan 400(nn?) von meinem Vater, hat er 1965 gekauft, habe auch gelesen, dass Füller aus dieser Zeit damit klar kommen, aber dennoch habe ich Sorge, den Füller meines Vaters zu ruinieren.

Bei Ebay gibt's zu vertretbaren Preisen Pelikan 30 - allerdings sind wahrscheinlich oft Tapezierrollen als Feder eingebaut.

@ Tenryu

Hmm, ich habe auch zwei Jinhao 911, und die kamen so gar nicht klar damit, sind schnellstmöglich eingetrocknet.

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