Montblanc Tinte

Moderatoren: Linceo, Lamynator, desas

Antworten
maxhan
Beiträge: 2
Registriert: 24.03.2020 14:30

Montblanc Tinte

Beitrag von maxhan » 24.03.2020 14:39

Hallo,

ich möchte wieder viele Tintenfarben ausprobieren seitdem ich mich in den letzten zwei Jahren immer auf eine eingeschliffen habe.

Vor einigen Stunden habe ich in meinen Lamy AL-Star Montblanc Permanent Black Tinte eingefüllt. Es ist ja schon allgemein bekannt, dass Montblanc-Tinte dicker ist. Mein Füller kommt damit aber gar nicht zurecht, er kratzt die ganze Zeit auf dem Papier und jetzt wollte er sehr lange gar nicht mehr schreiben.

Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen, hat Tipps oder kann mir sagen, wie ich das Problem behebe? Ich brauche den Füller eigentlich für die alltägliche Büroarbeit.

LG

Benutzeravatar
hoppenstedt
Beiträge: 1429
Registriert: 13.10.2013 23:56
Wohnort: Südlich von Stuttgart

Re: Montblanc Tinte

Beitrag von hoppenstedt » 24.03.2020 16:11

maxhan hat geschrieben:
24.03.2020 14:39
(...) Vor einigen Stunden habe ich in meinen Lamy AL-Star Montblanc Permanent Black Tinte eingefüllt. Es ist ja schon allgemein bekannt, dass Montblanc-Tinte dicker ist. Mein Füller kommt damit aber gar nicht zurecht (...)
Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen, hat Tipps oder kann mir sagen, wie ich das Problem behebe? Ich brauche den Füller eigentlich für die alltägliche Büroarbeit.

LG
Hallo "LG", herzlichen Willkommensgruß hier :)

Ich wusste gar nicht, dass "allgemein bekannt" ist, dass Montblanc Tinte "dicker" ist.
Meinst du alle Tinten von Montblanc oder nur die Permanent (also in deinem Fall die Permanent Black)?

Mit der Permanent Blue habe ich z. B. in meinem 149er sogar mit OB-Feder Probleme mit dem Tintenfluss gehabt, was tatsächlich öfter vorkommen soll.
Das liegt an den hochdosierten Pigmenten, also nanokleinen Feststoffteilchen, die unter bestimmten Voraussetzungen den Tintenleiter zusetzen können. Es kann sein, dass der Tintenleiter deines Lamy schlicht nicht mit dem hohen Pigmentanteil insbesondere bei der schwarzen Permanent (= Black) klarkommt.

Jetzt wären die sich ergebenden Fragen:
- Benötigst du zwingend Permanent Tinte, und da speziell die von Montblanc?
- Kannst du die Permanent Black mal in anderen Füllfederhaltern ausprobieren?

Das Problem kann angegangen werden zunächst mal (niedrigschwellig und günstig) durch konsequentes Spülen mit Aqua dest. oder demineralisiertem Wasser. Erst dann würde ich an weitere Maßnahmen wie Service o. A. denken. Erst spülen, aber wirklich solange, bis es ganz klar kommt.
"Nulla dies sine linea."
Grüße von Alfred :)

JohannesG
Beiträge: 52
Registriert: 19.01.2019 19:03
Wohnort: München

Re: Montblanc Tinte

Beitrag von JohannesG » 27.03.2020 21:34

Hallo maxhan,

wie schon Hoppenstedt ausgeführt hat kann auch ich nicht sagen, daß Montblanc-Tinten irgendwie allgemein „dicker“ in der Konsistenz sind als andere. Andererseits kann ich deine Beobachtung, daß die Montblanc Permanent Tinte in Lamy-Füllern nicht richtig fließen will, aus eigener Erfahrung zumindest für die „Permanent Blue“ nur bestätigen.

Selbst nach komplettem vorherigem Zerlegen des Tintenleiters, klinischem Reinigen aller Einzelteile sowie völligem Trockenlegen vor dem Zusammenbau will diese Tinte in meinen beiden Lamys („st“ und „Accent“) nicht wirklich fließen. Auch nach geduldigem, mehrtägigem testen muß ich feststellen: Es geht zwar irgendwie so einigermaßen, aber es treten ständig Probleme bei schnellen Anstrichen sowie allgemein Anschreibprobleme auf. Spaß macht das nicht wirklich.
(Es mag jetzt nicht hier hin gehören, aber der Vollständigkeit halber muß ich erwähnen, daß es bei den permanenten blauen von Rohrer und Klingler nur geringfügig weniger schlecht in meinen Lamys lief.)

Schau die mal die Sailor Kiwa-Guro an. Ich weiß, teuer und nicht leicht zu beschaffen. Aber die beiden blauen permanenten von Sailor, Sei-Boku und Sou-Boku, laufen wirklich toll in meinen Lamys.

Grüße,
JohannesG

maxhan
Beiträge: 2
Registriert: 24.03.2020 14:30

Re: Montblanc Tinte

Beitrag von maxhan » 28.03.2020 20:15

Hallo zusammen,

ich glaube mit dem allgemein bekannt muss ich zurückrudern. Ich meinte eigentlich das öfter gelesen zu haben. Anscheinend gebe ich Mont Blanc aber unrecht.

Ich habe es kurzzeitig geschafft, das mein Lamy mit der Permanent Black Tinte schreibt, allerdings will er nach einem Tag Pause schon wieder nicht. Ich fürchte mir bleibt nichts anderes übrig, als die Tinte rauszunehmen und den Füller zu spülen.
Schade, dieses extrem intensive Schwarz fand ich total ansprechend. Vielleicht hat jemand Empfehlungen für andere intensive schwarze Tinte :)

Gibt es denn andere Füller die Tinten mit hohem Pigmentanteil besser vertragen?

Liebe Grüße,
maxhan

Thom
Beiträge: 1186
Registriert: 02.03.2019 22:47

Re: Montblanc Tinte

Beitrag von Thom » 09.04.2020 11:33

Solche Füller gibt es schon. Es gibt aber auch Pigmenttinten mit etwas anderen Eigenschaften, die oben genannten Sailor gehören dazu, auch die Platinum Carbon. Diese Pigmenttinten ermöglichen längere offene Zeiten im Füller, weshalb sie u.a. auch für Capless geeignet sind. Die Mb Permanent und die R&K dokumentus sind da mit Vorsicht zu genießen. :) Auf sehr glatten Schreibgründen kann sich das Blatt hinsichtlich der Pigmentfixierung aber auch wieder wenden.

V.G.
Thomas

Thom
Beiträge: 1186
Registriert: 02.03.2019 22:47

Re: Montblanc Tinte

Beitrag von Thom » 09.04.2020 13:29

P.S. Ich will mal noch das Agglomerieren verlinken, das ist bei diesen Tinten so eine Art Running Gag. :)

V.G.
Thomas

Benutzeravatar
hoppenstedt
Beiträge: 1429
Registriert: 13.10.2013 23:56
Wohnort: Südlich von Stuttgart

Re: Montblanc Tinte

Beitrag von hoppenstedt » 09.04.2020 13:55

Aus eigener Erfahrung: die schwarze Tinte von Montegrappa ("Nero" / "Black") ist auch sehr hoch aufgesättigt und intensiv dunkelschwarz.
Sie ist allerdings nicht(!) als dokumentenecht gekennzeichnet, aber wenn es keine zertifiziert dokumentensichere schwarze Tinte mit sehr guten Deckeigenschaften sein soll, finde ich die eine Überlegung wert. Es gibt sie manchmal für unter 15 € für 50 ml.

Ich komme sehr gut damit zurecht, und sie ist nochmal einige Nuancen dunkler und gesättigter als z. B. die Mystery Black von Montblanc oder Onyx von Pelikan Edelstein.
"Nulla dies sine linea."
Grüße von Alfred :)

Benutzeravatar
Seraphin
Beiträge: 406
Registriert: 30.12.2018 23:51

Re: Montblanc Tinte

Beitrag von Seraphin » 09.04.2020 15:49

Ich würd hier gern noch die Noodler's X-Feather ins Rennen werfen. Dokumentenecht, tiefes Schwarz, fließt (zumindest in meinen Füllern) trotz entsprechender Partikel sehr gut und soll wie der Name schon sagt, auf ungünstigem Papier nicht so stark ausfransen (diese Eigenschaft ist aber wenn überhaupt nur sehr gering ausgeprägt). Wie alle Partikeltinten will auch die X-Feather regelmäßig geschrieben werden, wobei ein paar Tage rumliegen bisher kein Problem waren. Wenns aber in den Bereich von wenigen Wochen geht wird auch hier ein Durchspülen fällig um den Tintenleiter und die Feder vom abgelagerten Material zu befreien.
Selbst benutze ich die Tinte auf Arbeit ebenfalls, wo dokumentenechte Tinten gefordert sind und hab sie aktuell in einem Diplomat Excellence mit EF Feder, zuvor lange Zeit in einem MB Le Grand mit F Feder. Bei beiden keinerlei Probleme.
Du bist, was du willst, weil du tust, was du willst, und weil du bist, was du tust.

Antworten

Zurück zu „Die Tinte und der Tintenfluss / Ink and the ink flow“