Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Moderatoren: desas, Linceo, Lamynator, Zollinger

Antworten
Benutzeravatar
Nikolaus
Beiträge: 1291
Registriert: 10.09.2016 9:48
Wohnort: Schleswig-Holstein
Kontaktdaten:

Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von Nikolaus » 11.06.2020 6:25

Danke, lieber Manfred, für Deine Eindrücke. Die Feder scheint wirklich eine besondere zu sein. Eine Frage habe ich: Was genau ist die Herausforderung beim "normalen" Schreiben mit dem Füller?
Cheers,
Nils


Der Bürokrat – Das Magazin für Schreibkultur

„The things that excite you are not random. They are connected to your purpose. Follow them.“

agathon
Beiträge: 2335
Registriert: 11.01.2009 13:09

Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von agathon » 11.06.2020 8:08

Nils, gut dass diese Frage mal gestellt wird. Ich denke, dass damit „zügiges“, „beiläufiges“ und „unkonzentriertes“ Schreiben gemeint sein wird, also Begleiterscheinungen, die auftreten, wenn man sich auf das Schreiben als solches gerade nicht konzentriert.

Grüße

agathon

24x30
Beiträge: 288
Registriert: 17.09.2019 18:30

Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von 24x30 » 11.06.2020 8:53

Ich bin nicht Manfred, aber in meinem Fall ist es leider so, das ich normalerweise mit etwas Druck schreibe und dieser während des Schreibens variiert. Das geht mit dem guten Stück so nicht. Lt. Herr Stolz vom Schimpf ist das aber ein Standartproblem für die meisten Neuschreiber.
In meinem Fall kommt erschwerend hinzu, das diese Feder möglichst gerade geführt werden möchte. Auch keine meiner Stärken.

Aber mal ehrlich wer will mit so einer Feder nur fein schreiben :) - will sagen üben ist mühsam, und es ist nicht für jeden einfach. Aber bevor jemand fragt ... ich geb sie nicht mehr her. :)

Viele Grüße

Viele Grüße
Zuletzt geändert von 24x30 am 11.06.2020 9:48, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
eisbaer-kiel
Beiträge: 609
Registriert: 11.04.2006 14:27
Wohnort: Lübeck

Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von eisbaer-kiel » 11.06.2020 9:05

agathon hat geschrieben:
11.06.2020 8:08
Nils, gut dass diese Frage mal gestellt wird. Ich denke, dass damit „zügiges“, „beiläufiges“ und „unkonzentriertes“ Schreiben gemeint sein wird, also Begleiterscheinungen, die auftreten, wenn man sich auf das Schreiben als solches gerade nicht konzentriert.

Grüße

agathon
Ja, genau das meine ich. Mal eben schnell was hinkritzeln ist nicht bzw. sieht einfach furchtbar aus. Gerade am Anfang sollte man achtsam unterwegs sein und die Feder nicht verkanten und nicht gerade dann viel Druck aufbauen, wenn die Feder nicht in der idealen Position dafür ist. Die Beispiele, die ich hier mit meiner "Alltagsschrift" gepostet habe, sind nicht mal eben so geschrieben. Ich habe z.B. das Papier in einem größeren Winkel (fast 45 Grad) liegen (siehe Foto).
Aber ich denke, wenn man sich auf die Feder einlässt und damit übt, dann wird sich die Handhaltung etwas anpassen, und man kann auch mal was hinkritzeln. Aber das geht wirklich nicht von heute auf morgen.

Ich hatte Anfang Mai hier im Forum über meinen 146er mit EF-Feder gejammert. Ich habe dann vier Wochen lang mit keinem anderen Füller geschrieben. Und jetzt passt das.

VG Manfred
Dateianhänge
DFFDC435-E093-492A-9851-3AF0E7CC3216.jpeg
Blick auf die Schreibhaltung
DFFDC435-E093-492A-9851-3AF0E7CC3216.jpeg (271.44 KiB) 1156 mal betrachtet

Benutzeravatar
vanni52
Beiträge: 1781
Registriert: 02.03.2016 17:57

Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von vanni52 » 11.06.2020 10:00

Manfred,
danke für den schönen Beitrag gestern Abend.
Insbesondere die Ausführungen zur Anfertigung von topografischen Karten. Erinnern mich an meine Zeit in
Münster/Geografie. Ob der 149 wohl geeignet ist für das Zeichnen einer Schummerung?
LG
Heinrich

Benutzeravatar
eisbaer-kiel
Beiträge: 609
Registriert: 11.04.2006 14:27
Wohnort: Lübeck

Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von eisbaer-kiel » 11.06.2020 10:28

vanni52 hat geschrieben:
11.06.2020 10:00
Manfred,
danke für den schönen Beitrag gestern Abend.
Insbesondere die Ausführungen zur Anfertigung von topografischen Karten. Erinnern mich an meine Zeit in
Münster/Geografie. Ob der 149 wohl geeignet ist für das Zeichnen einer Schummerung?
Hallo Heinrich,
bist Du (auch) Geograph? Eine Schummerung mit gaanz feinen Linien sollte mit der richtigen Tinte möglich sein.
Viele Grüße
Manfred

Benutzeravatar
vanni52
Beiträge: 1781
Registriert: 02.03.2016 17:57

Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von vanni52 » 11.06.2020 10:30

Also, kein richtiger Geograph, nur Lehramt.
LG
Heinrich

Benutzeravatar
pelikanjog
Beiträge: 761
Registriert: 19.10.2017 11:42
Wohnort: östl. Raum von Stuttgart

Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von pelikanjog » 11.06.2020 10:39

Hallo Manfred,

auch ich kann deine Ausführungen die den 149 Calli betreffen, nur bestätigen. Prima in Worte gefasst.

Ich füge hinzu:
Die Größe und das Gewicht des Füllers sind für mich grenzwertig. Das muss man mögen und damit zu schreiben, muss man Können.

Die alten z.B. Waterman Patrician sind auch oversized, aber sehr viel leichter und für mich angenehmer, leichter zu führen. Bei MB 149 Calli u.a. brauche ich zuviel Kraft, die ersteinmal angewendet, dann auch wieder verringert werden muss. Das mag ein Problem der Übung / der Feinmotorik sein und ist gewiss sehr subjektiv.

Die modernen Flexfedern kann man mit den alten nicht vergleichen, muss man aber auch nicht. Die alten sind für mich unproblematischer.

Zum Schluss: Dass man sich an Füller / Federn gewöhnen muss und da auch nicht zu ungeduldig sein darf, ist für mich eine - oft nicht beachtete - Binsenweisheit. Das ist bei anderen sensiblen Geräten (Rennrad, Foto usw., sogar bei Menschen) nicht anders.
Geräte, die sofort "passen" sind m.E. gemacht für relativ anspruchslos Anforderungen oder mainstream.

Hansjürgen

Benutzeravatar
ksenofon
Beiträge: 15
Registriert: 13.04.2015 14:20

Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von ksenofon » 11.06.2020 12:31

Hallo in die Runde!

Bei all dem Fachwissen, das ich hier lesen und lernen durfte, möchte auch ich beitragen und die Frage auf die Tinte lenken:

Mit welchen Tinten habt ihr bisher geschrieben, welchen „funktionieren“ gut, soll heißen es gibt vor allem bei feinen Linien keine Anschreibaussetzer, nach einem Schwellzug kann ohne Aussetzer dünn weiter geschrieben werden?

MB Petrol Blue ist da eher „nicht so geeignet“ wohingegen die güldene Elixir Tinte perfekt in dieser Feder läuft.

Seitens Montblanc in HH wurde die Feder (wie alle) auf das Königsblau ausgelegt, dagegen wird dort getestet.... hm...

Soweit mein bescheidenes Tintenwissen zulässt, weiß ich, das viel von der Oberflächenspannung der Tinte abhängig und wie ich nun ertestet habe, bestehen da im Füller himmelweite Unterschiede.

Freue mich auf weitere Erhellungen!

Viele Grüße
Daniel

Benutzeravatar
ksenofon
Beiträge: 15
Registriert: 13.04.2015 14:20

Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von ksenofon » 11.06.2020 12:32

Ich bitte, die Wortauslassungen geeignet zu ersetzen..... :) :) :)

Thom
Beiträge: 1632
Registriert: 02.03.2019 22:47

Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von Thom » 11.06.2020 13:09

Wortauslassungen sind Pflicht! :) Das Königsblau von Montblanc hat schonmal eine andere Oberflächenspannung als das von Pelikan (oder Lamy). Ich würde's mit allen Tinten versuchen, die zumindest nicht so "niedrig" sind (Oberflächenspannung), dass der Tintenfilm zwischen den Federbacken schon bei weniger als 1,6 mm Strichbreite zerreißt.

V.G.
Thomas

24x30
Beiträge: 288
Registriert: 17.09.2019 18:30

Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von 24x30 » 11.06.2020 13:11

ksenofon hat geschrieben:
11.06.2020 12:31
MB Petrol Blue ist da eher „nicht so geeignet“ wohingegen die güldene Elixir Tinte perfekt in dieser Feder läuft.
Ich verwende Petrol im Flex ohne Probleme ... wenn man stark flext setzt diese Tinte allerdings früher aus als Iroshizuku Tinten. Dafür ist, nach meinem subjektiven Empfinden, mit diesen die dünne Linie ein Hauch breiter. Müsste man aktiv Vergleichen. Ich wechsele die Tinte in MBs nur nicht gerne, weil es deutlich mehr Arbeit als bei den Pelikanen ist.
c2.png
c2.png (394.4 KiB) 966 mal betrachtet
oben von li nach re: Iroshizuku yu-yake, Pelikan Sapphire, Iroshizuku tsukushi
unten von li nach re: Iroshizuku chiku-rin, Iroshizuku ku-jaku, MB Petrol
Ich vergaß das Papier: Rhodia dotbook A5, blutet bei allen Tinten an den Absetzpunkten durch.

Viele Grüße
Zuletzt geändert von 24x30 am 11.06.2020 13:50, insgesamt 3-mal geändert.

Thom
Beiträge: 1632
Registriert: 02.03.2019 22:47

Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von Thom » 11.06.2020 13:23

Wenn die Tinte mit der dünneren feinen Linie früher abbricht, dann liegt es wahrscheinlich am zu geringen Tintenfluß/Zeit durch den Tintenleiter, das ist eine hohe Oberflächenspannung. Man könnte's dann mal mit langsamer schreiben probieren, dann fließt zwar immernoch nicht mehr Tinte, hat aber mehr Zeit.

V.G.
Thomas

Thom
Beiträge: 1632
Registriert: 02.03.2019 22:47

Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von Thom » 11.06.2020 16:54

Nikolaus hat geschrieben:
11.06.2020 6:25
Eine Frage habe ich: Was genau ist die Herausforderung beim "normalen" Schreiben mit dem Füller?
Die Kulihand. Du darfst nicht so aufdrücken. Der Hintergrund der beschriebenen Federhaltung ist, bei einer nach rechts geneigten Schwellzugschrift bei einem Rechtshänder würde sonst dauerhaft der rechte Federbacken überlastet werden. (Man kann aber auch am Schriftzug den ungleichmäßigen rechten Rand sehen.)

Bild Bild

Und die 1,6mm Schwellzuggrenze. Da sind bestimmt schon ein paar Federn auf dem Krankenlager. :)

V.G.
Thomas

pejole
Beiträge: 1593
Registriert: 12.08.2010 1:59
Wohnort: Mönchengladbach

Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von pejole » 29.06.2020 3:31

pejole hat geschrieben:
04.10.2019 20:36
War heute morgen im Städtchen und wollte mal kurz auf einen Sprung bei Montblanc/Neuer Wall rein und den 149Flex sehen und schreiben, mal kurz, nach 1,5 Stunden kam ich wieder raus und hatte 7 Füller testgeschrieben.

Gruß, Martin

Den Satz oder so ähnlich werde ich wohl in diesem Jahr dank scheiss Corona nicht schreiben können, hatte eigentlich vor nach dem Pen Port Hamburg im Oktober wieder die MB Boutique Hamburg/Neuer Wall zu besuchen um mich nach einem MB 149 mit superbreiter Signature Nib o.ä. umzusehen, könnte auch nach Düsseldorf auf die Kö zur MB Boutique, aber die mag ich nicht so da diese mehr diese verzierten Schnick Schnack Frauen MB für die arabischen und russischen Frauen im Angebot hat die in den umliegenden Schönheitskliniken zur Behandlung waren und von ihren stinkreichen Männern mit glitzernden MB für 20 und mehr tausend Euro belohnt werden für eine schönere Nase oder straffen Busen, die MB Meisterstücke muss man da echt suchen, obwohl einem beim Eintritt ein Livrierter ebenso wie beim Verlassen der Biutique die Tür aufreißt, aber die Beratung wie in der Hamburger Boutique fehlte mir dort doch sehr. Na ja, da kann man nur hoffen dass im nächsten Jahr der Corona- Mist hoffentlich Geschichte ist und ich auf dem Weg zur Hamburger Boutique ich 100.m vorher bei GvFC einkehren kann und zum Vergleich dort die breiten Kalligrafie Federn teste um einen Vergleich zu haben..Die 146er mit den extra breiten Federn die ich letztes Jahr bei MB Probe geschrieben habe waren echt toll , aber nicht so interessant für mich wie der 149 Calligraphy Flex, mein absoluter Lieblingsfüller.

Die Zeiten können nur besser werden, abwarten.

Gruß, Martin

Antworten

Zurück zu „Montblanc“