Pelikan Pura - Rezensionen und Erfahrungsberichte

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mickey
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Re: Pelikan Pura - Rezensionen und Erfahrungsberichte

Beitrag von mickey » 05.02.2012 16:50

Grüß Gott,

Ich habe den Pura vor ein paar Tagen erhalten und bei meiner Arbeit eingesetzt. Hauptsächlich verwende ich meine Füllfedern, so auch den Pura nun beim Test, bei Notizen bzw. zum Anfertigen von Skizzen nach Maßaufnahmen beim Kunden vor Ort.

Der Eindruck:

Eine schlichte silberne Kartonverpackung mit schwarzen Pelikan- Logo.
Wie bei einer Lade kommt die Füllfeder aus der Verpackung.
Kontrastreich, kühl, sachlich sind die ersten Schlagworte die mir beim Betrachten einfallen.
Ich nehme die Füllfeder in die Hand. Sie ist schwer. Da die Kappe noch aufgesetzt ist, neigt Sie sich gleich in Arbeitsposition. Halt! Gewohnt drehe ich die Kappe auf, aber es ist ein Schnappverschluß, also ziehen, mit einem klicken geht die Kappe ab. Die Feder ist aus Stahl, mit eingravierten Pelikan- Logo. Der kühle, fast schnörkellose Eindruck setzt sich fort.
Dies kommt von den matt- schwarzen und chrom- glänzen Oberflächen. Struktur könnte hier etwas hervorheben, ABER dann hat man das Design nicht verstanden. Der Name ist Programm PURA.
Pura wohl abgeleitet von Pur, (lat. purus= rein) ist Reinheit ohne Design- Firlefanz.

Das Schreiben:

Das Befüllen geht einfach über Großraumpatrone. Nach kurzer Anschreibzeit beginnt die Tinte zu fließen. Dabei fällt mir immer wieder das Gewicht auf. Fühlt sich solide und gut austariert an. Das Gewicht liegt nicht am Mittelfinger, sondern im Bereich an der Hand zwischen Daumen und Zeigefinger.
Die Feder geht übers Papier, aber nicht so mit rechtem Schwung. Die Federschenkel der Edelstahlfeder sind meiner Einschätzung nach recht steif.
Die Pura- Feder hat einen Rundschliff respektive ein rundes Schreibkorn und sollte so für alle Eventualitäten (Sauklauen) gerüstet sein.
Alternativ nehme ich meine Pelikan 400NN und die Osmia 882. Irgendwie anders. Es sind Goldfedern mit Schliff obilque, sowie fast alle meine anderen Federn auch. Dies kommt wohl meiner Handhaltung zu Gute.
Ich halte den Pura nun etwas „gerader“ und siehe da die Feder gleitet fast geräuschlos übers Papier. Das Schriftbild ist gleichmäßig, läßt sich eigentlich nicht variieren. Ergo harte Feder nicht so flexibel wie meine alten Goldfedern. Dafür hat die Pura- Feder eine saubere Strichstärke und, wie erwähnt, ein gleichmäßiges Schriftbild. Wir erinnern uns, schnörkellos, ohne Firlefanz, ein Konzept durch und durch…

Fazit:

Das Design ist etwas für Puristen.
Das Gewicht läßt die Füllfeder gut in der Hand liegen und vermittelt Wertigkeit.
Originell finde ich den federgelagerten Clip auf den ich während eines Kundengesprächs draufgekommen bin…...
Das mit dem Schreibgefühl ist wohl Gewohnheitssache, trotzdem würde ich mir eine flexiblere Feder und mehr Tintenfluß (tlw. Aussetzer beim Anstrich) wünschen. Weiters stoße ich mich am Schnappverschluß, sowie finde ich es schade daß das Prozedere des Aufziehens der Tinte bzw. das Befüllen eines Konverters bei diesem Modell nicht möglich ist.
Die letzten beiden Anmerkungen muß man aber in Bezug auf den Preis (lt. Pelikan- Homepage UVP Euro 65,00) sehen, da solche Dinge wohl erste eine Preisklasse weiter oben usus sind.

Test: Pelikan PURA, Edelstahlfeder, Strichbreite M, Tinte (Pelikan 4001?) aus Patrone,
Papier Kopierpapier (Metro aro 80g/m²)

Ich habe vorab die Rezension per Hand geschrieben, welche unten in Anhang beiliegt.
pelikan pura test1 penexchange.jpg
pelikan pura test2 penexchange.jpg
mfg mickey

"... die wege entstehen im gehen... ,denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!"

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mickey
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Re: Pelikan Pura - Rezensionen und Erfahrungsberichte

Beitrag von mickey » 05.02.2012 17:07

Gruß Gott,
Hatte ich doch glatt die Photos vom guten Stück, nämlich dem PURA, vergessen.
mfg mickey

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Andi36
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Re: Pelikan Pura - Rezensionen und Erfahrungsberichte

Beitrag von Andi36 » 05.02.2012 20:40

Servus Mickey,

Handschriftliche Vorstellung = sehr schön :D, gefällt mir.

Denkst Du, der Pura kann mit Kolbenkonverter betrieben werden?

Andreas

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Re: Pelikan Pura - Rezensionen und Erfahrungsberichte

Beitrag von Ex Libris » 06.02.2012 11:29

Hallo Andreas,

laut Pelikanhomepage kann man keinen Konverter einsetzen. Da ich aber seit rund zwei Jahren das abgebildete blau-silberne Modell besitze, darf ich verraten, dass man durchaus einen normalen Pelikankonverter verwenden kann.

Aber: Man muss ein kleines bisschen mehr aufpassen: Der Konverter sitzt schon etwas lockerer als es vergleichsweise eine lange Patrone tut. Und da der Füller halt kein Tintensichtfenster hat, kann es passieren, dass einem der Konverter entgegenkommt, wenn man 'stürmisch' mit umgeht. Aber ich hatte noch nie Probleme, wenn ich entsprechend etwas vorsichtiger (als ich es bei einem Pelikano beispielsweise war) hantiere.

Viele Grüße,
Florian

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Re: Pelikan Pura - Rezensionen und Erfahrungsberichte

Beitrag von Beginner » 06.02.2012 21:21

Der Pelikan Pura,

Es war einmal ein Füllfederhalter namens Pelikan Pura. Er wurde gefertigt in einer prächtigen Füllfederhalterfabrik. Man gab ihm ein blau schimmerndes Kleid mit einem langen matt glänzenden Streifen. Die Spitze seiner Kappe und sein unteres Ende glänzten und glitzerten ebenso. Die polierte Feder und auch sein schlanker Körper war gefertigt von feinstem Metall, die Finger seiner Schreiber ruhten über der Feder an einem Griff, der so glatt war, dass man sich darin spiegeln konnte.

So geschah es also, dass der schöne blaue Pelikan Pura nicht wie seine Brüder und Schwestern in großen Paketen in die große weite Welt geschickt wurde die Kunde von der schönen Schrift zu verkünden. Nein, er wurde auserwählt einem kleinen Kreis eifriger Schreiberlinge zu zeigen welch prächtiger Geselle er war. Sie sollten sich seiner annehmen, sich mit ihm anfreunden, ihn nutzen und pflegen um anschließen Zeugnis abzulegen von seiner Qualität.

In der fünften Woche erreichte er nun einen derjenigen, die den Test vornehmen sollten. Der war überrascht ob des hohen Gewichts des schlanken Pura. Flugs war der Federhalter bereit, in seinem noch jungen Leben die ersten Zeichen zu Papier zu bringen.

Die mittlere Feder vermochte kaum nachzugeben. Starr entließ sie die blaue Tinte auf Papiere zwei verschiedener Macharten. Es schien dem Schreiberling, als weigere sich der Pura hin und wieder die Tinte herzugeben. Ein wenig zäh glitt er über das Papier. Manch anderer Federhalter konnte mit einer größeren Leichtfüßigkeit überzeugen. Sicherlich wird der Pura mit zunehmendem Alter lernen, die Tinte etwas großzügiger herzugeben. Oder hatte der Schreiberling das falsche Papier gewählt?

Der polierte Griff sorgte dafür, dass der Schreiberling gelegentlich seine Hand verkrampfte. Er suchte ein entgleiten des Pura zu verhindern. Zusammen mit dem spürbaren Gewicht des Federhalters strengte es manchmal an ihn zu benutzen. Sicherlich fördert der Hang des Schreiberlings, leichtgewichtigen Federn zu führen, seine zeitweise unentspannte Haltung.

Der Pura verstand es, durch seine Qualität und seine Gestaltung zu gefallen. Sein Haltbügel hatte eine eigene Feder und er klammerte sich straff an alles, was ihm Halt geben konnte. Die Feder bildete eine Linie mit dem glänzenden Streifen auf dem Körper des Pura. Seine Hersteller hatte sich sichtbar Mühe gegeben. Satt schließend und ohne Wackelei verhüllt die Kappe die Feder nach getaner Arbeit.

Mit der Gewissheit, dass sie mit etwas mehr Zeit gute Freunde werden könnten, trennten sich der gereinigte Pura und sein erster Schreiberling.
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Re: Pelikan Pura - Rezensionen und Erfahrungsberichte

Beitrag von Andi36 » 08.02.2012 0:28

Bildsuuper!

Andreas

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Re: Pelikan Pura - Rezensionen und Erfahrungsberichte

Beitrag von meinauda » 15.02.2012 20:10

Hallo,
heute Nachmittag ist der Umschlag mit dem Pura angekommen. Ich werde bald berichten.
Gruß
Else Marie
Gruß

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Re: Pelikan Pura - Rezensionen und Erfahrungsberichte

Beitrag von mcintyre » 16.02.2012 17:35

Hallo zusammen,

auch mein "Testgerät" ist angekommen.

Der erste Eindruck: sieht viel besser aus als auf den Fotos. Der Füller wirkt in blau-silber recht hochwertig ohne jedoch abgehoben zu wirken. Fällt in Meetings also sicher nicht so auf.

Tja, dann mal los. Es lag eine Patrone mit blauer Tinte bei. Und da fangen die Probleme an. Die Patrone rastet nicht wirklich ein und scheint dazu auch keine Fixierung durch den Schaft zu erhalten. Da wäre ich mir nicht sicher, ob nicht im rauhen Arbeitsalltag (rein in die Tasche, raus aus der Tasche) die Patrone wirklich an ihrem Platz bleibt.
Dazu kommt, dass es fast 10 Minuten gebraucht hat, bis überhaupt mal Tinte floss. Gibt es einen Konverter für dieses Modell?

Also, es fliesst Tinte, dann mal ein paar Zeilen geschrieben. Nun, die Feder ist hart. Hart im Sinne von völlig unflexibel. Sie kommt mir auch ein bisschen kratzig vor. Da bin ich von Lamy Stahlfedern und auch von meinem Pelikan M100 (ebenfalls Stahlfeder) etwas anderes gewohnt. Und die gelten ja gemeinhin nicht als flexibel.

Das Gewicht hingegen ist, ohne aufgesteckte Kappe, sehr schön ausbalanciert. Wenn die kratzige Feder nicht wäre, könnte man sicher sehr lange ermüdungsfrei damit schreiben. Was mich grundsätzlich stört, bei allen Füllern, sind glatte Metallgriffflächen. Mit der Zeit rutsche ich da immer etwas runter und muss nachfassen.

Die Verarbeitung hingegen ist wirklich Top. Es fühlt sich alles wertig an, das Metall wirkt wie aus dem Vollen gefräst (ist es an manchen Stellen wahrscheinlich auch). Nicht klappert oder wackelt. Wobei, das erwarten ich dann bei einer UVP von 65,- Euro auch. Im Netz findet man die ersten Angebot schon ab ca. 40 Euro zzgl. Versand.

Und damit sind wir auch schon bei Preis/Leistungsverhältnis. Der Füller ist sicher sein Geld wert. Aber er schreibt nun leider auch nicht besser als zum Beispiel mein Parker Frontier, den ich neu, inklusive Versand, in Originalverpackung für 7,- Euro in der elektronischen Bucht bekommen habe. Er schreibt auch nicht besser als mein Lamy studio oder pur. Und die sind schon für die Hälfte des Pura Preises zu bekommen.

Mein Fazit: schicker Füller, leider keine gute Feder und warum nicht serienmäßig einen Konverter beilegen?

Beste Grüße,
Denis

PS: nochmal ein Dankeschön an die Mods und an Pelikan für die Ermöglichung dieses Tests.

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Re: Pelikan Pura - Rezensionen und Erfahrungsberichte

Beitrag von meinauda » 21.02.2012 0:13

Nun geht er wieder von dannen der chromschwarze Pura mit der M-Feder.
Ein interessanter Test. Mit Einigem kann ich mich meinen Vortestern anschließen:
Gut verpackt kam er daher. Die Schiebeschachtel
-außen silbern, innen schwarz- handfest, stabil und angenehm schlicht
passte gut zu dem recht schwergewichtigen Chromschwarzen
(immerhin 35 g schwer gegenüber
dem Pelikan 400 mit nur 15 g und
dem Lamy 2000 mit 27 g).

Ich fand das Material sehr angenehm und man hat auch was richtig
Gewichtiges in der Hand. Das metallene Griffstück nicht kühl,
sich verjüngend zur Feder hin.
Das Design recht klar abgegrenzt.
Obwohl für mich der Chromstreifen am Korpus nicht unbedingt hätte sein müssen.
Aber der Klipp an der Kappe, der hat es ja in sich.
Der ist besonders gemacht, um sich in jedem Notizbuch oder
Kalender schnellstens festzuklammern. Toll, praktisch und sieht g u t aus.
DSC_9811.JPG
Das erste vorsichtige Öffnen wollte nicht klappen. Also mutiger!
Die Kappe sitzt richtig fest und kann wohl nicht einfach mal so beim Hantieren abspringen.
Nicht gedreht, sondern gesteckt mit festem Klick will der Pura werden.

So, vom Äußeren her alles sehr wertig und dem Preis entsprechend.
Nun ging es ans Schreiben: eine Großraumpatrone ist die Befüllart,
für mich als Kolbenfüllerliebhaber ein kleines Manco.
Die Patrone rein, die Stahlfeder ein wenig in königsblaue Tinte getaucht,
einen Bogen Manufaktumpapier hervorgeholt und ....?
DSC_9809.JPG
Er schreibt und schreibt und schreibt ohne Ansatzschwierigkeiten,
das muss man ihm lassen. Ein wenig steif kommt er daher und kratzig,
was ein wenig besser wird, wenn nur zwei Blätter auf der Lederunterlage
liegen und die Schrift sich ein wenig mehr in das Papier drücken kann.
Die Feder will nicht so recht gleiten auch nicht auf Papier von Clairefontain.
Das Schriftbild zeigt auf dem Manufaktumpapier keine Schattierung,
was möglicherweise bei einer B-Feder, die ich mehr liebe, besser zu sehen wäre?
Auf einem anderen Notizblock kommt es zu besserer Schattierung. (siehe Fotos)
DSC_9803.JPG
Aber er liegt gut in der Hand!!! Sieht schön aus!!!
Wenn die Feder doch ein wenig geschmeidiger wäre!!

Ich werde unbedingt mal eine B-Feder ausprobieren.


Vielen Dank an Pelikan und an die Moderatoren, die diese Idee des Testens möglich gemacht haben.

Gruß
Else Marie
Gruß

Else Marie

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Re: Pelikan Pura - Rezensionen und Erfahrungsberichte

Beitrag von Andi36 » 21.02.2012 0:34

Hallo Else Marie,

ein schöner Beitrag und sehr schöne Bilder - auch die Schriftproben.

Klasse!
Andreas

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Re: Pelikan Pura - Rezensionen und Erfahrungsberichte

Beitrag von Faith » 11.03.2012 22:39

Dann möchte ich auch schnell den Bericht vom Pura einstellen.

Wie auch beim Ductus habe ich keine Fotos gemacht, da schon so schöne gepostet wurden.

Der Pura kam nur mit einer großen Patrone in der blauen Variante bei mir an. Beim Auspacken fiel mir als erstes auf, dass der silberne "Strich" (ist ja schon mehr ein Balken) nur einmal vorhanden ist. Auf den Fotos wirkte es immer so, als wenn zwei da wären.

Der Pura ist, wie bereits vor mir erwähnt, in schlicht elegantem Design gehalten und gefiel mir optisch gut. Der blaue Farbton sagte mir besonders zu, elegant und doch nicht schwarz oder nur silber.
Die Form des Griffstücks sagte mir allerdings nicht zu, es verjüngt sich zur Feder hin und ist in seiner metallpolierten Oberfläche sehr rutschig. Wenn man schnell feuchte Finger bekommt hat man plötzlich die Feder zwischen den Kuppen. Durch die Form habe ich schnell die Hand verkrampft, für mich ein ausschlaggebender Negativpunkt, weshalb ich den Füller nicht kaufen würde. Außerdem hat manb immer seine Fingerabdrücke auf den glatten Oberflächen, was aber kein Ausschlusskriterium sein muss.
Die Steckkappe saß fest und rastete gut ein, ich traue dem Verschluss eine lange Lebensdauer zu.
Die Feder hat ein bisschen Lamy-Style, schrieb aber gut. Sie gibt so gut wie gar nicht nach, was vor allem im Vergleich zum Ductus sehr stark auffiel.
Das hohe Gewicht gefiel mir auch hier wieder sehr gut, da man den Füller vom Gefühl her nicht aufdrücken muss.
Der Clip ist, wie beim Ductus, drehbar gelagert, im Anschluss findet ihr wieder eine Skizze (in der ein Fehler ist: Der Drehpunkt ist der Kappenrand, also hier die Ecke rechts oben). Hier geht er aber über den Kappenkopf, der sich beim Bewegen des Clips mitbewegt.

Die blau-schwarze Tinte (vermute ich), kam grau aus dem Füller. Ich vermute, dass er einen deutlich geringeren Fluss hat als die Souveräne und daher die Farbe grau statt blau-schwarz ist.
Leider zeigt er schon nach einer kurzen Schreibpause Anschreibprobleme und trocknet schnell aus. Man muss also sofort die Kappe wieder aufstecken.

Der Pura vermittelt ein gutes Schreibgefühl, wer mit dem Griffstück klarkommt wird sicher viel Freude an diesem Füller finden. Allerdings sollte man vielleicht einen Konverter und fließfreudigere Tinte in Betracht ziehen, oder die Farbe muss einem so gefallen, wie sie aus dem sparsamen Füller herauskommt.

Fazit: Schlichter, angenehm zu schreibender Füller in der eher unteren Preiskategorie. Das Design ist äußerst schick, der Füller schreibt zuverlässig mit leichten Anschreibschwierigkeiten. Die Form des Griffstücks muss man mögen, dann ist der Pura sicher ein treuer Begleiter durch den Alltag. Ich denke, er wird seine "Fans" finden.

Nun noch die Bilder:

Bild Bild

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank für die Organisation an die Moderatoren und vor allem an Pelikan, dass sie uns die Füller zum Testen zur Verfügung gestellt haben.
Viele Grüße
Faith

Meine Blog: www.tintenpfote.de

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Tenryu
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Re: Pelikan Pura - Rezensionen und Erfahrungsberichte

Beitrag von Tenryu » 11.03.2012 23:24

Das schöne Pura-Metall-Etui mit dem Reißverschluß scheint es wohl nicht mehr zu geben. :?

Mit dem glatten Griffstück habe ich keine Probleme. Mit der Feder hingegen schon. Bei meinem hat sie nicht wirklich gekratzt, aber beim Schreiben leicht quietschende Geräusche gemacht. Ich habe nie eine Erklärung dafür gefunden, und auch alles Schleifen und Polieren hat kaum Besserung gebracht. Daher habe ich sie am Ende gegen eine Pelikano-Feder ausgetauscht, die ich noch von einem alten kaputten Füller übrig hatte. Seitdem schreibt mein Pura leicht und geschmeidig.
Die Patrone scheint zwar nicht sehr fest zu sitzen, was am mangelnden seitlichen Halt liegt. Aber sie fällt nicht heraus, und auch der Betrieb mit zwei kurzen Standard-Patronen ist problemlos.
(Bei Füllhaltern ohne Tintensichtfenster bevorzuge ich zwei Patronen statt einer. Da kann mir nicht unerwartet die Tinte ausgehen.)

Schade, daß es damals nur die silberne Version gegeben hat, denn die schwarze gefällt mir ausnehmend gut.
Ich werde mir aber wahrscheinlich doch keinen zweiten mehr kaufen, sondern eher noch einen weiteren Epoch P360, der mir besser gefällt und (wie ich finde) auch angenehmer in der Hand liegt..

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Re: Pelikan Pura - Rezensionen und Erfahrungsberichte

Beitrag von Limit » 16.03.2012 19:22

Da ich den Pura schon benutze seitdem er neu auf den Markt gekommen ist und er mich mein Studentenleben lang begleitet hat, möchte ich auch ein paar Kommentare beisteuern.

Ich persönlich mag das Gewicht und vor allem die Gewichtsverteilung, für Leute, die gerne die Kappe hinten auf stecken ist er allerdings überhaupt nichts. Nicht nur hält die Kappe kaum, der Füller wird durch das zusätzliche Gewicht sehr stark hecklastig.

Ich habe den Füller Jahre lang mit dem normalen Pelikan Konverter verwendet. Er sitzt zwar recht locker, aber wenn man vorsichtig ist, hält es. Zeitweise habe ich allerdings sicherheitshalber den Konverter direkt ins Tintenfass gehalten um ihn zu befüllen.

Ein vermeintliches Manko ist auch der recht lockere Sitz von Konverter oder auch Patronen. Anfangs habe ich mir deswegen Sorgen gemacht, da er im Rucksack öfters mal durchgeschüttelt wurde. Dabei hat sich weder der Konverter noch die selten benutzten Patronen jemals gelöst.

Der Pura ist der einzige Füllhalter, den ich kenne, bei dem neben Kappe auch das Griffstück und vor allem dessen Gewinde auch vollständig aus Metall sind. Das war bei meinen davor benutzten Pelikanos im wahrsten Sinne des Wortes der Knackpunkt, nämlich immer dann, wenn er mal mit Kappe heruntergefallen ist. Da habe ich aus meiner Schulzeit noch einige Pelikanos mit "Genickbruch". Die Ganzmetall-Ausführung hat zwar den Nachteil, dass sie ein wenig zu quietschen neigt, was sich aber mit ein bissche Öl beheben lässt.

p.s.: Anscheinend hat sich die Verpackung geändert, ich habe noch so eine praktische Alu-Etui mit Reißverschluss (siehe Bilder).

Thomas Baier
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Re: Pelikan Pura - Rezensionen und Erfahrungsberichte

Beitrag von Thomas Baier » 23.03.2012 22:30

Ich danke Euch allen für Eure informativen und liebevollen Berichte. Sehr schön, was da zusammengekommen ist. Sehr gute Informationen! Der Pura wäre prinzipiell eine robuste Alternative für viele, die einen unempfindlichen und nicht überaus teuren Halter dabeihaben müssen. Bei mir fällt auch manchmal ein Schreiber herunter! Leider hat Pelikan eine einfache Federkonstruktion gewählt. In Verbindung mit dem eingeschraubten Abschluß des Tintenleiters, der so stark herausschaut, sieht das zu einfach und schulmäßig aus. Das finde ich eigentlich schade.

Viele Grüße
Thomas

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Re: Pelikan Pura - Rezensionen und Erfahrungsberichte

Beitrag von Tenryu » 24.03.2012 0:03

Ich würde den Pura auch eher als Schulfüller für ältere Schüler betrachten. Ich kann mir eigentlich kaum einen >14-jährigen vorstellen, der mit einem baby-blauen (oder rosanen) Pelikano gesehen werden möchte. :D

Und auch für Studenten scheint er mir recht gut geeigent. Von diesen schmalen Pulten im Hörsaal fällt gerne immer wieder mal ein Stift herunter, und nicht jeder mag unterwegs mit Tintengläsern hantieren.

Der Technixx (P 99) scheint nicht mehr lieferbar zu sein.
Das wäre allenmfalls noch eine interessante Alternative zum Pura.
Und evtl. auch der Pharo (P 72). Aber dessen konische Kappe mag ich nicht und die scheint mir auch ziemlich unpraktisch, wenn man den Füller in einem Federmäppchen unterbringen möchte.

(Gibt es hier jemanden, der den Technixx besitzt und etwas dazu schreiben könnte? GGf. in einem eigenen Thread.)

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