Die Tropfengröße ist umgekehrt proportional zur Oberflächenspannung.
Interessant finde ich auch die Frage, welchen Einfluss der Sättigungsgrad einer Tinte auf die Oberflächenspannung hat. Hierbei ist insbesondere der Salzgehalt relevant, bei dem u.a. die in Salzform vorliegenden Farbstoffe miteinbezogen werden, und auch hier gibt es eine Proportionalität, also, die Oberflächenspannung nimmt mit zunehmendem Salzgehalt zu.
Jeder Tropfen Säure, Feuchthaltemittel, jeder Farbstoff kann die Oberflächenspannung beeinflussen. Diese Konzentration auf eine Eigenschaft ist eine Vereinfachung, die allenfalls bei so einem einfachen Werkzeug wie dem Fließverstärker funktioniert, der wirklich nur die Oberflächenspannung verändert. Wenn es dann auch noch um Eisengallustinten geht, kann man nur frechy zitieren.
Ein Tintentester, der die Viskosität im Sinne von Tintenfluss regelmäßig in seinen Reviews konkret benennt,
ist Adam auf seinem YT-Kanal "An Ink Guy".
Wer also mal eine Referenz sucht, findet dort in den nach Kapiteln unterteilten Videos schnell die Info, ob eine Tinte "nass oder trocken" ist. Aus Adams Ergebnissen ließe sich natürlich auch eine Tabelle erstellen, um die Werte von den hunderten von ihm getesteten Tinten in einer Übersicht miteinander vergleichen zu können.
Jeder Tropfen Säure, Feuchthaltemittel, jeder Farbstoff kann die Oberflächenspannung beeinflussen. Diese Konzentration auf eine Eigenschaft ist eine Vereinfachung, die allenfalls bei so einem einfachen Werkzeug wie dem Fließverstärker funktioniert, der wirklich nur die Oberflächenspannung verändert.
Sehe ich genauso. Aber selbst, wenn man den Einfluss der Tintenbestandteile auf den Tintenfluss unter Einbeziehung sämtlicher physikalischer und chemischer Eigenschaften betrachtet, fehlt noch ein ganz entscheidender Aspekt, und zwar der Einfluss des Papiers.
Und hier vor allem der Einfluss der Additive, etwa die des Calciumcarbonates, um nur ein Beispiel zu nennen.
Welche Rolle spielt denn ein niedriger PH-Wert; spricht: eine saure Tinte.
Es wurde ja schon in verschiedenen Beiträgen geschrieben, dass sehr basische Tinten das Material des Füllers angreifen kann. Gilt das auch für saure Tinten mit einem niedrigen PH-Wert?
Normalerweise nicht. Bei sehr sauren Tinten, wie man sie aber nur bei starken Füller-Eisengallustinten findet, und ungünstigen Materialkombinationen, wie verchromtes oder blankes Messingblech, ist es aber möglich. Wenn man bei solchen Tinten derartige Füllermaterialien vermeidet, dann passiert da auch nichts. Blanke Füllerfedern halten diese pH-Werte aus, sowohl Goldlegierungen als auch moderner Edelstahl, bei beschichteten Federn und besagten Eisengallustinten kann die Beschichtung aber beschädigt werden, insbesondere wenn diese Tinten längere Zeit ungenutzt im Füller immer weiter aufkonzentrieren.
Noch eine Frage:
Was bedeutet in der Tabelle im ersten Post bei:
deAtramentis/Rubinrot
das angehängte +0.7 % G.A.
Ist der Tinte für den Versuch etwas zugesetzt oder ist das die nähere Bezeichnung der Tinte?
Von den Eigenschaften her, finde ich diese nämlich sehr interessant und hatte mit der Rosentinte von deAtramentis bisher sehr gute Erfahrungen. Sehr satter Tintenfluss!