Wie bei diesen Vitasprint-Fläschchen wo der Wirkstoff nur auf Knopfdruck freigesetzt wird oder wie bei Knicklichtern. Dann könnte man auch größere Mengen in "haushaltsüblichen Portionen" kaufen
Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte
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Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte
Mal eine dumme Frage zur Haltbarkeit von Eisengallustinte: Wenn die früher oder später zwangsläufig kaputtgeht und ausfällt, könnte man ganz neumodisch eine 2-Komponenten-Tinte designen?
Wie bei diesen Vitasprint-Fläschchen wo der Wirkstoff nur auf Knopfdruck freigesetzt wird oder wie bei Knicklichtern. Dann könnte man auch größere Mengen in "haushaltsüblichen Portionen" kaufen
Wie bei diesen Vitasprint-Fläschchen wo der Wirkstoff nur auf Knopfdruck freigesetzt wird oder wie bei Knicklichtern. Dann könnte man auch größere Mengen in "haushaltsüblichen Portionen" kaufen
Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte
Die Idee ist gar nicht so abwegig. Das Problem ist aber, dass eine Eisen(II)-Sulfatlösung alleine schon nicht stabil gegenüber Oxidation ist. Getrennte Lösungen wären also kein Vorteil.
Am stabilsten sind die trockenen Komponenten, man könnte also ein Tintenpulver machen, welches lange Zeit hält. Nach Auflösen des Pulvers müsste die Tinte dann aber filtriert werden, wer macht sowas gern? Zudem sind die Tinten, wenn sie nur aus Feststoffen zubereitet wird, anfällig für die Bildung von trockenen Rückständen am Füller (Krustenbildung).
Eine flüssige Tintenlösung ohne das Eisen kann ich mir vorstellen. Kurz vor Gebrauch die richtige Menge Eisensalz darin auflösen, aufziehen und losschreiben - sowas ist sicherlich machbar.
So dramatisch ist das mit dem Kaputtgehen aber auch nicht, eine leichte Veränderung der Farbe gehört bei Eisengallustinten einfach dazu, finde ich.
Am stabilsten sind die trockenen Komponenten, man könnte also ein Tintenpulver machen, welches lange Zeit hält. Nach Auflösen des Pulvers müsste die Tinte dann aber filtriert werden, wer macht sowas gern? Zudem sind die Tinten, wenn sie nur aus Feststoffen zubereitet wird, anfällig für die Bildung von trockenen Rückständen am Füller (Krustenbildung).
Eine flüssige Tintenlösung ohne das Eisen kann ich mir vorstellen. Kurz vor Gebrauch die richtige Menge Eisensalz darin auflösen, aufziehen und losschreiben - sowas ist sicherlich machbar.
So dramatisch ist das mit dem Kaputtgehen aber auch nicht, eine leichte Veränderung der Farbe gehört bei Eisengallustinten einfach dazu, finde ich.
Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte
Pelikan produzierte sogar mal Tinte in Tablettenform zum Auflösen. Da ging’s aber nicht um die EG-Problematik, sondern um Fragen des Transports.
Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte
Wohl auch für den Schützengraben. Da wollen wir doch nicht hin ....
Auch wenns sicher praktisch war.
Auch wenns sicher praktisch war.
Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte
Tatsächlich auch für den Schützengraben. Geiger beschreibt das in „Unter der Drachenwand“.
Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte
Ich würde bei allen Tinten die Menge dem Verbrauch anpassen, auch bei normalen Farbstofftinten. Da gibts auch genug, die ihre Farbe leicht ändern oder im Laufe der Zeit umschlagen und dümmstenfalls landet das dann im Füller.
Ich benutze nur das, was ich wirklich verbrauchen kann.
Ich benutze nur das, was ich wirklich verbrauchen kann.
Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte
Solange man abgelagerte EG-Tinte nicht aufschüttelt, zickt die auch im Akter nicht im Füller rum.
Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte
Mein Problem ist halt dass ich total auf Füller und Tinten stehe, die aber echt selten benutze. Letztens habe ich Salix aufgezogen und war sehr enttäuscht von der blassen Farbe, dann habe ich aber nachgerechnet und das Glas habe ich vor ca. 14 Jahren gekauft, plus wie lange auch immer das bei Bösner im Regal gestanden hat... und ich habe ungesund viele Tinten und erst eine einzige mal leergeschrieben 
Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte
Diese Blässe tät‘ ich in dem Fall vornehm ertragen.
Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte
Ich stelle mir gerade ein Fläschchen „Gallustinte 1, violettblau / schwarz“ vor. Als normale Tinte einsetzbar. Zusätzlich ein kleines Fläschchen „Eisen-Pulver“ für 30 ml EG 1.
Machbar wäre es
Machbar wäre es
Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte
Da kann man beim Falschdosieren bestimmt viel falsch machen …
Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte
Deswegen ja im Vitasprint-Fläschchen, wo beides exakt passend dosiert ist
Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte
nochmal zu den Tabletten:
Grimbart hat geschrieben: ↑02.05.2019 18:06Wie Gerd schon andeutete, so habe ich gelesen ("Das große Buch der Schreibkultur", B. Garenfeld & D. Geyer, S. 380), daß diese Tintentabletten und ein geeigneter Füller (Trench Pen) von Parker 1914 für Soldaten hergestellt worden sind, da die ihren benötigten Tintenvorrat nur schwer bis gar nicht in flüssiger Form mit sich rumtragen konnten. Zudem nahmen Tintengläser unnötig Platz weg, und die Tinte konnte im Winter einfrieren. Auch von Pelikan gab es solche Tintentabletten (Foto a.a.O., S. 39). Warum man nicht mit Bleistift schrieb, weiß ich nicht. Aber natürlich wären diese Tabletten auch in Friedenszeiten eine sinnvolle Ergänzung, vor allem auf Reisen. Nur nimmt man heutzutage anstelle der Tabletten eher das Tablet mit auf die ReiseWill hat geschrieben: ↑01.05.2019 3:42
Mit so einem Röhrchen an Tabletten hatte man einen sehr ordentlichen Tintenvorrat. Das reichte für recht viele Feldpostbriefe, -Postkarten und Tagebucheinträge. Für die spezielle Situation eine wirklich praktische Lösung, wenn auch jedem zu wünschen gewesen wäre, er hätte dieser nie bedurft.
Gerd
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Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte
Sehr interessantes Thema, dazu gab es vor einiger Zeit mal die Gelegenheit, diese Tintentabletten zu testen. Zur Verfügung gestellt von Martin, von ihm stammt auch das Foto der Schachteln und Röhrchen. Tintentabletten werden in den Pelikankatalogen bis 1953 erwähnt, also kann man von einem Alter von mindestens 70 Jahren ausgehen.
Diese Tabletten ergeben nach Auflösung in Wasser eine Eisengallustinte, laut Pelikan "bläulich fließend und schwarz werdend“.
Zum Test:
Der Test zeigt, dass die Tintentabletten auch nach diesem langen Zeitraum ihren Zweck erfüllen, das Schriftbild ist deutlich lesbar.
Allerdings keine Spur von einem bei Eisengallustinten typischen Verdunkeln, weder im Schriftbild noch beim Gitter des Wassertests. Und auch nicht in den zeitversetzten Chromatogrammen. Da hat wohl über die Jahre bereits in den Röhrchen eine Oxidation stattgefunden.
LG
Heinrich
Heinrich
Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte
Ich würde mal die Kirche im Dorf lassen. Man sollte einfach die gekaufte Menge dem tatsächlichen Verbrauch anpassen. Deshalb bin ja auch von den anfangs 100ml auf 30ml runter, weil ich einfach gesehen habe, dass das heutzutage nichts mehr wird. Früher war der Verbrauch deutlich höher.
