Zwei Füller aus den späten Siebzigern. Zwei Originalverpackungen. Hätten sie nicht zur gleichen Zeit bei mir auf dem Küchentisch (der Küchentisch ist der Dreh- und Angelpunkt, hier findet quasi alles statt) gelegen, wäre mir nichts aufgefallen. Aber da lagen sie nun, mir von verschiedener Seite zugegangen und zufällig aufeinandergestapelt, und mein Blick blieb an der Metalleinfassung hängen & ich stutzte. „Gleiche Kante. Hm.“ Ich kam ins Vergleichen und stellte fest, dass Sheaffer und Parker offensichtlich beim gleichen Zulieferer eingekauft und sich nicht selbst gekümmert haben. Zwar liegen die erbswurstgrüne Plüscherhabenheit und das schwarzrote Krokoimitat weit auseinander, aber damit hat es sein Bewenden. Der Rest ist identisch: Tiefgezogene Blechdeckel, Stangenscharnier, Federschnäpper und eben die besagte goldglänzende Schutzkante. Solides Zeug. Beim Inlett und den Ripsbändern geht man auch getrennte Wege. Die Einleger sind von Pappe, bei Parker nur geklemmt. Unter den Ripsbändern jeweils drei Laschen aus umsponnenem Gummi. Das Ripsband bei der Parker-Schachtel war zu kurz bemessen und auf einer Seite ausgerissen. Der Blick unter den Pappeinleger offenbarte, dass man damals die Bandenden hinterrücks einfach mit Scotch Kreppband „fixiert“ hatte.
Den Rest erzählen die Fotos. Herstellermarken waren keine zu finden.
Parkerpackung = Sheafferpackung
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Parkerpackung = Sheafferpackung
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Re: Parkerpackung = Sheafferpackung
Ich bin mir sicher, dass es noch weitere Füllermarken gibt, die das gleiche Etui verwendet haben (z.B. Waterman beim C/F). Das finde ich auch nicht verwerflich und selbst gekümmert hat man sich da schon. Schmuckhersteller produzieren ihre Etuis auch nicht selbst und auch heute werden die Verpackungen nicht bei Pelikan, Montblanc etc selbst hergestellt. Dafür gibt es Spezialisten wie Leser, Mehmen & Theisen und weitere.
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Re: Parkerpackung = Sheafferpackung
Das wäre mal spannend: Ob obengezeigte Blechbox auch noch von Dritten genutzt wurde.
Die Verpackung den jeweiligen Spezialisten zu überlassen ist im Sinne der Arbeitsteilung selbstverständlich sinnvoll, keine Frage. Mich erstaunte nur der sympathische Verzicht auf Exklusivität. Diese wird erst auf der zweiten Ebene hergestellt durch Bezug, Futter und Imprint, was ja auch ausreicht. Hätten die Boxen nicht zufällig nebeneinander vor mir gelegen, wäre mir die Verwandtschaft nicht aufgefallen.
Die Verpackung den jeweiligen Spezialisten zu überlassen ist im Sinne der Arbeitsteilung selbstverständlich sinnvoll, keine Frage. Mich erstaunte nur der sympathische Verzicht auf Exklusivität. Diese wird erst auf der zweiten Ebene hergestellt durch Bezug, Futter und Imprint, was ja auch ausreicht. Hätten die Boxen nicht zufällig nebeneinander vor mir gelegen, wäre mir die Verwandtschaft nicht aufgefallen.
- ichmeisterdustift
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Re: Parkerpackung = Sheafferpackung
Waterman aus diesem Zeitraum kamen auch in sehr ähnlichen Etuis, ich selbst habe auch 2 oder 3 davon.
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