Hallo,
Nach langer Abstinenz vom Forum möchte ich eine Lanze für Parker Füller als tägliche Arbeitstiere brechen. Ich habe den Eindruck, dass Parker Füller – eventuell weil die Marke heute nur noch ein Schatten ihrer selbst ist – nicht das gleiche Ansehen als Schreibgerät genießen wie Füller von Pelikan oder Montblanc.
Ich habe eine recht breite Sammlung an Füllern unterschiedlicher Hersteller. Bisher habe ich die Füller, die ich aktiv verwende, regelmäßig durchrotiert. Zu meinen Favoriten zählten ein moderner Pelikan 805, ein Montblanc Meisterstück 146 aus den Achtzigern und verschiedene Kaweco- und Franklin-Christoph-Modelle. Es haben sich jedoch zwei Parker Füller herauskristallisiert, die ich am liebsten verwende.
Dazu muss man wissen, dass ich hauptsächlich kurze Notizen oder Listen schreibe.
Hier sind meine verlässlichen Parker-Begleiter:
– Parker 51 Special (vermutlich aus den frühen Fünfzigerjahren, immer mit J. Herbin Perle Noir befüllt)
– Parker 75 Cisele (sollte aus den frühen Siebzigern stammen, ist mit Kaweco Midnight Blue befüllt).
Warum sind das meine Favoriten? Zum einen bevorzuge ich Steckkappen. Da ich immer sehr kurze Texte schreibe, sind Steckkappen viel praktischer als Schraubkappen. Beide sind absolut dicht und trocknen nicht aus. Der Parker 51 hat eine sehr steife Feder und ist daher perfekt für Zeichnungen geeignet. Der Parker 75 schreibt butterweich – mühelos ist hier der passende Begriff. Beide Füller sind absolut zuverlässig und problemlos im Umgang. Die Füller sind solide konstruiert und für die Ewigkeit gebaut. Meiner Meinung nach haben beide ein zeitloses Design, das auch heute noch überzeugt. Und das, ohne dabei als Statussymbol aufzutreten.
Ich kann jedem empfehlen, einen klassischen Parker-Füller als täglichen Begleiter in Betracht zu ziehen.
VG Jan
PS: Ich hatte ein „Roter Faden”-Notebook aus Leder. Ein tolles Teil, aber leider viel zu groß und schwer, um es immer dabei zu haben. Daher bin ich jetzt auf ein Segeltuch-Notebook-Cover von Franklin-Christoph (https://www.franklin-christoph.com/coll ... ook-covers) umgestiegen. Das kann ich jedem wärmstens empfehlen!
Ein Plädoyer für klassische Parker Füller als tägliche Arbeitstiere
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Re: Ein Plädoyer für klassische Parker Füller als tägliche Arbeitstiere
Du empfiehlst mit dem "51" und dem 75 Ciselé zwei gestalterische wie technische Klassiker und triffst bei mir einen Nerv. Insgesamt, also auch ohne die "Verengung" auf Parker Füller, ist man ohnehin besser bedient mit einem Vintage-Füller, wenn man einen Füllhalter zum Schreiben sucht. Die Liste ist wahrscheinlich ziemlich ausbaufähig und individuell geschmacksabhängig. Als weitere Kriterien würde ich in erster Linie Gutmütigkeit, einfache Wartung, Verbreitung und Marktunterschätzung ergänzen. Damit landet man rasch bei
MB 12, 14, 22, 24 (alle regelmäßig unter 80 € zu haben, mit Glück mit ausgefallener Federbreite, Ebonittintenleiter, die 12 und 14 mit 18k-Feder)
Allesamt Kolbenfüller mit Steckkappe, die aber schon eine dauerhafte Kunststoffdichtung haben. Mit einer Messerspitze Silikofett und etwas geschickten Fingern hat man jahrezehntelanges Schreibvergnügen, gepaart mit gestalterischer Dauerhaftigkeit.
MB 12, 14, 22, 24 (alle regelmäßig unter 80 € zu haben, mit Glück mit ausgefallener Federbreite, Ebonittintenleiter, die 12 und 14 mit 18k-Feder)
Allesamt Kolbenfüller mit Steckkappe, die aber schon eine dauerhafte Kunststoffdichtung haben. Mit einer Messerspitze Silikofett und etwas geschickten Fingern hat man jahrezehntelanges Schreibvergnügen, gepaart mit gestalterischer Dauerhaftigkeit.
Re: Ein Plädoyer für klassische Parker Füller als tägliche Arbeitstiere
Also, da bin ich so was von bei Dir. Mein roter "51" begleitet mich seit Jahren ohne Unterbrechung. Und weil manchmal ein Kuli oder Bleistift ganz praktisch sind, begleitet er mich im Set.
Er trocknet nicht ein, schreibt sofort an, und ne Flugreise steckt er auch weg ohne zu kleckern, Temperaturschwankungen lassen ihn kalt. Besser geht nicht.
Vom Feedback her liebe ich den 75 ja mehr, aber mein "51" ist noch zuverlässiger.
Gruß, Andi.
Er trocknet nicht ein, schreibt sofort an, und ne Flugreise steckt er auch weg ohne zu kleckern, Temperaturschwankungen lassen ihn kalt. Besser geht nicht.
Vom Feedback her liebe ich den 75 ja mehr, aber mein "51" ist noch zuverlässiger.
Gruß, Andi.
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Re: Ein Plädoyer für klassische Parker Füller als tägliche Arbeitstiere
Hallo Jan
Dem Plädoyer kann ich mich nur vollumfänglich anschliessen (ohne jedoch andere Marken dabei abwerten zu wollen).
Zu Parker fallen mir einige ältere Modelle ein, die mir im Laufe der Jahre, als sehr zuverlässige und angenehme Schreibgeräte aufgefallen sind. Hier nur einige davon:
Der Parker 61, steht ein wenig im Schatten des "51", ist aber an sich ein super schickes Teil. Der Kapillarfüller ist etwas vom einfachsten was es gibt. Lässt man den Füller nicht eintrocknen kann eigentlich nichts kaputtgehen. Wenn man einen gefunden hat, der gut schreibt, sollte man den nicht mehr hergeben:

Der Parker 50 ist schön und sehr robust gebaut. Wer schlanke Stifte mag kommt dabei auf seine Rechnung:

Noch etwas schlanker ist der Parker 180. Mit seiner doppelseitig beschreibbaren Feder ist er ein Exot. Aber die Federn schreiben weich und sehr angenehm:

Parker 25, ein sehr einfacher aber super robuster und stylischer Füller:

Der Parker 105 ist einer meiner persönlichen Lieblinge. Neben der Super-Feder, finde ich ihn einfach sehr schön und konsequent gestaltet. Und der Klipp ist für mich ein Design-Highlight:

Noch fast etwas lieber als den Parker 75 mag ich den dazugehörigen Drehbleistift für 0.9mm Mine:

Und zu guter Letzt begeistern mich die Duofolds der 80'er und 90'er durch ihre Schreibeigenschaften und ihre unerhört hochwertige Bauweise:

Dem Plädoyer kann ich mich nur vollumfänglich anschliessen (ohne jedoch andere Marken dabei abwerten zu wollen).
Zu Parker fallen mir einige ältere Modelle ein, die mir im Laufe der Jahre, als sehr zuverlässige und angenehme Schreibgeräte aufgefallen sind. Hier nur einige davon:
Der Parker 61, steht ein wenig im Schatten des "51", ist aber an sich ein super schickes Teil. Der Kapillarfüller ist etwas vom einfachsten was es gibt. Lässt man den Füller nicht eintrocknen kann eigentlich nichts kaputtgehen. Wenn man einen gefunden hat, der gut schreibt, sollte man den nicht mehr hergeben:

Der Parker 50 ist schön und sehr robust gebaut. Wer schlanke Stifte mag kommt dabei auf seine Rechnung:

Noch etwas schlanker ist der Parker 180. Mit seiner doppelseitig beschreibbaren Feder ist er ein Exot. Aber die Federn schreiben weich und sehr angenehm:

Parker 25, ein sehr einfacher aber super robuster und stylischer Füller:

Der Parker 105 ist einer meiner persönlichen Lieblinge. Neben der Super-Feder, finde ich ihn einfach sehr schön und konsequent gestaltet. Und der Klipp ist für mich ein Design-Highlight:

Noch fast etwas lieber als den Parker 75 mag ich den dazugehörigen Drehbleistift für 0.9mm Mine:

Und zu guter Letzt begeistern mich die Duofolds der 80'er und 90'er durch ihre Schreibeigenschaften und ihre unerhört hochwertige Bauweise:

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