Vorwahl Hamburg
Der MB 030 ist ein etwas seltenerer Vertreter der Bischofsmützenderivate, die Montblanc ab Beginn der Sechzigerjahre im Angebot führte. Preislich rangierte er aufgrund seiner Edelstahlfeder noch eine Stufe niedriger als der MB 31. Er weist ebenfalls eine Schraubkappe auf und hat die gleiche Vollkunststoff-Kolbenmechanik wie dieser.
Er hat aber im Gegensatz zum MB 31 und 32 keine verdeckte Feder, sondern die vom MB 22 bzw. 12 bekannte nicht-freistehende Flügelfeder.
Meines unmaßgeblichen Wissens war er nur in Grau erhältlich - ein sehr dunkles Grau, ähnlich NCS 8000 N, welches auf Fotos ohne Vergleich kaum vom üblichen Schwarz zu unterscheiden ist. Sämtliche Beschläge sind in Chrom.
Das Schreibverhalten ist tadellos, die Edelstahlfeder ist nicht weniger flexibel als ihre 14ct-Vorbilder.
Auf den Bildern unten in aufsteigender Reihe
030 / 31 / 32 / 32 burgundy. Als weitere Farbvariante dieser Gesamtserie.
Montblanc 030
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Re: Montblanc 030
Hallo Philipp,
danke für die Vorstellung eines mir unbekannten Füllers.
Darüberhinaus ist mir auch erstmals eine Montblancsche Bischofsmütze begegnet.
LG
Heinrich
Heinrich
Re: Montblanc 030
Mir fällt gerade noch ein, dass ich vor einiger Zeit mal einen Montblanc14 inclusive Kardinalshut vorgestellt habe.
Und was diese Trivialnamen der Kappenringe betrifft, könnte ja vielleicht jemand Licht ins Dunkel bringen.
Und was diese Trivialnamen der Kappenringe betrifft, könnte ja vielleicht jemand Licht ins Dunkel bringen.
LG
Heinrich
Heinrich
Re: Montblanc 030
Die Bischofsmütze begegnet einem als Berliner buchstäblich auf Schritt und Tritt: Die fünfeckigen Randsteine der diagonal verlegten Betonplatten der Gehbahn auf den Gehwegen (eine davon ist auf untenstehendem Bild dezent durch ein Ahornblatt gekennzeichnet) werden so bezeichnet. Falls die Gehbahn aber vor dem ersten Weltkrieg belegt wurde, finden sich dort häufig noch Schweinebäuche. Das sind großformatige Granitplatten von mehr oder weniger rechteckigem Zuschnitt, die aber nur auf der Oberseite und an den Rändern plan gearbeitet sind. Die Unterseite bleibt unbehandelt, ist häufig gewölbt und hängt deshalb wie ein Schweinebauch durch. Für die Passanten unsichtbar, da auf der Unterseite. Fürs Verlegen sehr aufwändig, aber da diese Granitplatten quasi unbeschränkt haltbar sind, werden sie nur selten angefasst.
- Strombomboli
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Re: Montblanc 030
Weeßik Bescheid. Danke für die Heimatkunde! Die Fachbegriffe kannte ich noch nicht.
Iris
Mein Avatar ist ein Gemälde von Ilja Maschkow (1881-1944): Selbstporträt; 1911, das in der neuen Tretjakow-Galerie (am Krimskij Wal) in Moskau hängt, wo ich es fotografiert habe.
Mein Avatar ist ein Gemälde von Ilja Maschkow (1881-1944): Selbstporträt; 1911, das in der neuen Tretjakow-Galerie (am Krimskij Wal) in Moskau hängt, wo ich es fotografiert habe.
