Positionierung des Papiers

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maggutefueller
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Re: Positionierung des Papiers

Beitrag von maggutefueller »

es fühlt sich unnatürlich an, da es nicht deiner gewohnheit entspricht. das feedback deiner feder zeigt aber an, dass du was ändern solltest (ja, auch an deinen gewohnheiten)

ich hatte mir mal kurrent beigebracht, rein aus interesse, jedoch kann man sich durch sie nicht mitteilen.

kurrent kann man betont mit schwellzügen schreiben, muss man aber nicht. zum charakter der schrift gehört auch, dass sie zügig geschrieben wird.

falls du mal richtig in copperplate einsteigen magst, beantworte ich fragen gern.

aso, obliquehalter. bei schriften kleiner gleich 52 neigungswinkel sicher anzuraten, sonst eher nicht.

Meines wissens gab es zu kurrentzeiten obliquehalter noch nicht.

Ein gerader halter hat f mein gefühl immer mehr kontrolle als ein oblH
pejole
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Re: Positionierung des Papiers

Beitrag von pejole »

Hallo Rubato,

Dein Problem der Federhaltung und der Lage des Papiers bei schrägen Schriften wie Kurrent und Copperplate mit Spitzfeder lässt sich wohl gut mit einem Video lösen wo zu sehen ist wie die Feder beim Schreiben zu halten ist.

Gib mal bei YouTube:

irma link kalligraphie

ein und scrolle etwas hoch bis dieses im Foto zu sehende Bild erscheint, im Video siehst du ganz gut wie das Papier liegt und wie die Feder zu führen ist. Gut für dich wäre wenn du dir auch einen Oblique Federhalter besorgst, mit diesem sind diese Schriften bestens zu schreiben.


Mein Handy ist heute hitzegeschädigt und wollte den Link partout nicht kopieren , dabei sind die echt hohen Temperaturen erst noch im Anmarsch.

Viel Erfolg bei deinen weiteren Schriften.

Gruß, Martin
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Rubato
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Re: Positionierung des Papiers

Beitrag von Rubato »

Vielen Dank!

über Irma Link bin ich tatsächlich schon mal gestolpert, ich bin nicht so ganz viel bei Youtube unterwegs. Danke für den Vorschlag, ich werde mir auf jeden Fall dieses, und auch weitere anschauen!

maggutefueller hat geschrieben:
22.06.2026 19:16
ich hatte mir mal kurrent beigebracht, rein aus interesse, jedoch kann man sich durch sie nicht mitteilen.
Ja, das ist ein Punkt, mit dem ich auch hadere. Also schreibe ich hauptsächlich die Notizen für mich in Kurrent, welches ich recht flüssig behersche, auch im Büro. Ich kenne leider nur ganz wenige Leute, die Kurrent überhaupt noch lesen können, aber immerhin kenne ich welche, und das sind grad auch die, die auf einen Brief mit einem Brief antworten :)
Wenn mein alter Lehrer wüsste, das ich mittlerweile zum Vergnügen schreibe :D
Gast1
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Re: Positionierung des Papiers

Beitrag von Gast1 »

Rubato hat geschrieben:
22.06.2026 11:25
... Jetzt meine ich, dass der Schwellzug eigentlich nur wirklich funktioniert, wenn ich die Feder über das Papier ziehe, also so führe, dass Feder, Halter und Strich in eine Richtung gehen. Bei meiner Handhaltung, die eigentlich ganz normal aussieht, funktioniert das gut bei Strichen die auf dem Papier von links nach rechts führen oder wenn wir mal die Uhr zur Orientierung nehmen Striche von 9:00 nach 3:00 Uhr gehen gut ...
Wer hat an der Uhr gedreht? :o Was machst Du denn? Von um 9 nach um 3 ist waagerecht, der Kafka hat die Schwellzüge so geschrieben, der war aber Linkshänder und hat das Blatt um 90 Grad im Uhrzeigersinn gedreht um die Tinte nicht zu verwischen.
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Rubato
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Re: Positionierung des Papiers

Beitrag von Rubato »

Gast1 hat geschrieben:
28.06.2026 23:33
Wer hat an der Uhr gedreht? :o Was machst Du denn? Von um 9 nach um 3 ist waagerecht,
Ja, das war nur zur Verdeutlichung, wie es meiner Meinung nach bei meiner Handhaltung funktionieren würde, aber leider nicht brauchbar ist ;)
Es war ja warm genug um im Schatten zu sitzen und ein paar Video von Irma Link zu schauen. Das hat mich etwas weiter gebracht.
Und mittlerweile arbeite ich (für die nächste Zeit) an den Grundzügen aus "Mastering Copperplate" von Eleanor Winters. Das geht jetzt sogar, ich bin zuversichtlich.
Zwar ist Copperplate nicht Kurrent, aber diese Grundlagen helfen mir, die Feder besser zu führen denke ich.

Grüße,
Thomas
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Gast1
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Re: Positionierung des Papiers

Beitrag von Gast1 »

Bei der Kurrent kommt es auf Deinen Anspruch an. Du kannst die kalligraphisch schreiben oder mehr als Alltagsschrift, was sie mal war. Im 17. und 18. Jh. wurde die mit Gänsekiel geschrieben, je nach Zuschnitt und Abnutzung war das dann was zwischen Schwellzug- und Wechselzugschrift. Und was das Mitteilen betrifft, in einer Zeit, in der sich die ganze Welt mitteilt, ist die eigentliche Kunst gehört zu werden. :) Jedenfalls ist die Kurrent ein Bindeglied zur deutschen Vergangenheit oder wie ein alter Kurrentler schrieb "Wo das gelehrte beginnt, hört das politische auf." Und der hat die Kurrent auch mit Bleistift geschrieben. viewtopic.php?p=461488#p461488
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Rubato
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Re: Positionierung des Papiers

Beitrag von Rubato »

Gast1 hat geschrieben:
29.06.2026 20:45
Bei der Kurrent kommt es auf Deinen Anspruch an.
Ich benutze die Kurrent mehr und mehr auch als Notizschrift für mich, hauptsächlich um sie überhaupt fließend zu benutzen und weil das ja dann eh keiner lesen können muss. In Meetings teils zum Verdruss meines Kollegen, der gerne mal bei mir abgespickt hat. Meist mit nem Lamy Profil, Bleistift ist für meine Augen oft zu blass. <sic>

Auf Kurrent mit Schwellzug kam ich durch den Kurs von Margarete Mücke, die das erwähnt mit den Unterschieden zwischen Auf- und Abstrich. Das fand ich ganz hübsch und dachte, dass die Schrift auch sehr dekorativ sein kann. Und natürlich einfach, weil ich gerne mit der Tauchfeder schreibe und das dann natürlich auch ausprobieren muss.

Gast1 hat geschrieben:
29.06.2026 20:45
Und der hat die Kurrent auch mit Bleistift geschrieben. viewtopic.php?p=461488#p461488
Danke! Das er gerne auf Holsbrettchen schrieb wusste ich noch nicht.
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pejole
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Re: Positionierung des Papiers

Beitrag von pejole »

Rubato hat geschrieben:
30.06.2026 8:59

Ich benutze die Kurrent mehr und mehr auch als Notizschrift für mich, In Meetings teils zum Verdruss meines Kollegen, der gerne mal bei mir abgespickt hat.
Kenne ich auch sowas. Das war auch der Grund für mich vor Jahren mit Kurrentschrift anzufangen. War zwar kein Kollege, sonden bei einem Englischkurs der VHS mein Nachbar der zu faul war seine Schularbeiten selbst zu machen und diese lieber bei mir abschrieb kurz bevor der Kurs anfing, und da habe ich mir gedacht dem lege ich jetzt mal ein Ei und kam eines Tages mit den Aufgaben in Kurrentschrift an und vorbei wars mit der Abschreiberei, hat der geflucht, wie ein Waldrohrspatz. Ich hatte reichlich Spaß an der Aktion.

Ich benutze die Kurrent für Karten und Briefe an Leute die diese Schrift lesen und schreiben können, natürlich mit Spitzfeder in Schönschrift, für meine Eintragungen im Tagebuch allerdings in Schnellschrift wie zu sehen mit dem M 600 und der EF vom 200. Für Außenstehende wohl kaum zu lesen, Zweck erfüllt.

Gruß Martin
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Pennino
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Re: Positionierung des Papiers

Beitrag von Pennino »

Ciao Martin,
großartig, deine Schnellkurrent !

Grüße
Pennino
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pejole
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Re: Positionierung des Papiers

Beitrag von pejole »

@Pennino

Danke dir. Und die EF macht auch noch z.T. einen dickeren Abstrich, ohne Druck zu geben.

Gruß, Martin
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Pennino
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Re: Positionierung des Papiers

Beitrag von Pennino »

Mit welcher hast du bei dem Bild mit der Schnellkurrent geschrieben ?
Ich schätze mal mit der EF des 200.
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pejole
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Re: Positionierung des Papiers

Beitrag von pejole »

Pennino hat geschrieben:
30.06.2026 14:05
Ich schätze mal mit der EF des 200.
@Pennino

Deine Einschätzung ist richtig, die 200er EF und der 600 passen bei mir gut zusammen, liegen immer griffbereit auf dem Schreibtisch. Dabei habe ich soooo viele Füller mit EF Feder. Aber nee, immer der 600.

Gruß Martin
Gast1
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Re: Positionierung des Papiers

Beitrag von Gast1 »

Gast1 hat geschrieben:
29.06.2026 20:45
... "Wo das gelehrte beginnt, hört das politische auf." ...
Jetzt hab ich's. :) Musen-Almanach 1797, die Xenien waren ein Gemeinschaftsprojekt von Goethe und Schiller, die Idee dazu stammte von Goethe. Und Schiller war auch Kurrentler.

https://haab-digital.klassik-stiftung.d ... 00000/135/
Gast1
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Re: Positionierung des Papiers

Beitrag von Gast1 »

So, liebe Kurrentfreundinnen und -freunde, ich habe wieder von 9 bis 3 geschrieben. Jetzt hänge ich hier nochmal den Blohm an, mit der Kurrent im 19. Jh., die mit der metallenen Spitzfeder geschrieben wurde. Und da seht Ihr, ein Schwellzug ist ein Abschwung, der ist nicht "waagerecht". Und wer mit einer Spitzfeder den Schwellzug als Aufschwung hinbekommt, der braucht dazu überhaupt keine Feder mehr.

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Rubato
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Re: Positionierung des Papiers

Beitrag von Rubato »

Gast1 hat geschrieben:
01.07.2026 16:18
ich habe wieder von 9 bis 3 geschrieben. ......... ein Schwellzug ist ein Abschwung, der ist nicht "waagerecht". Und wer mit einer Spitzfeder den Schwellzug als Aufschwung hinbekommt, der braucht dazu überhaupt keine Feder mehr.
irgendwas an meiner Formulierung scheint dich ja extrem zu triggern.
Eventuell ist es das einfachste, das einfach zu ignorieren.
Besten Dank für die Mühen und einen schönen Sommertag noch
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