Hallo allerseits,
mir ist ein Füller zugelaufen. Laut Verkäufer und KI-Bildidentifikation (vermutlich wegen des weißen Rings?) eine Billigversion von Montblanc, was ich aber sehr bezweifle.
Beim Zerlegen hatte ich aber doch zumindest den Eindruck keinen absoluten Billigheimer unter den Fingern zu haben:
Die Endkappe erinnert mich an Lack, die Spindel ist aus Messing, die Gewinde fein und sauber gedreht.
Die Feder ist eine teilvergoldete Stahlfeder der Stärke M und ebenso mit dem Namen "Gigant" versehen.
Auf Auktionsplattformen gibt es einige ähnliche Exemplare. Weiß jemand näheres über die Marke "Gigant" bzw. das Modell "Record"?
Ich werde um den Ersatz des Korkens am Kolben nicht drumherum kommen. Dieser scheint mit einem Harz befestigt oder gesichert zu sein. Ich kann die Korkschraube - wenn es denn eine sein sollte - nicht lösen. Gibt es ein Lösungsmittel, mit dem ich das versuchen könnte ohne gleich den ganzen Kolben aufzulösen? Alternativ: Welche Schmelztemperatur haben dafür verwendete Harze im allgemeinen?
Ich Danke für alle Ratschläge und Hinweise,
escritor
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Unbekannte Marke "Gigant"?
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Unbekannte Marke "Gigant"?
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- mondindianer
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Re: Unbekannte Marke "Gigant"?
Ein schönes Stück hast du da gefunden!
Mit etwas Glück ist der Kleber Schellack. Im trockenen Zustand ist er sehr spröde, so kannst du das an einer Stelle mit dickerem Auftrag leicht testen.
Schellack löst sich gut in Alkohol (Brennspiritus) und wird bei ca. 60°C weich (das schaffen viel Haartrockner in der höchsten Stufe).
Aufpassen musst du natürlich, dass der Alkohol nicht deine Kolbenmechanik angreift - das teste ich im Einzelfall mit einem Q-Tip an einer unauffälligen Stelle.
Viel Erfolg!
Mit etwas Glück ist der Kleber Schellack. Im trockenen Zustand ist er sehr spröde, so kannst du das an einer Stelle mit dickerem Auftrag leicht testen.
Schellack löst sich gut in Alkohol (Brennspiritus) und wird bei ca. 60°C weich (das schaffen viel Haartrockner in der höchsten Stufe).
Aufpassen musst du natürlich, dass der Alkohol nicht deine Kolbenmechanik angreift - das teste ich im Einzelfall mit einem Q-Tip an einer unauffälligen Stelle.
Viel Erfolg!
Viele Grüße
Fritz
Fritz
Re: Unbekannte Marke "Gigant"?
@ Fritz: Danke für den Rat, das werde ich vorsichtig probieren.
Nachtrag:
Ich bin hier
viewtopic.php?f=14&t=26755&sid=dc2a25c0 ... 031e3c3e6f
im Forum auf einen Beitrag über einen Füller Marke "Sieger" gestoßen. Die Ähnlichkeit der Bauteile ist frappierend, nur scheinen beim "Sieger" neben der Schnecke auch der Schneckenhalter nebst Drehknopf aus Metall zu sein. Also vermute ich mal, dass mein "Gigant Record" eine spätere und / oder preiswertere Version (dort Degussa-Goldfeder vs. teilvergoldete Stahlfeder bei mir) vom selben Hersteller ist.
Ich werde mich daher an den im o.g. Beitrag von HeKe2
memberlist.php?mode=viewprofile&u=47338 ... 42a6a83945
geschilderten Erfahrungen entlang hangeln. Mal sehen 8-)
Nachtrag:
Ich bin hier
viewtopic.php?f=14&t=26755&sid=dc2a25c0 ... 031e3c3e6f
im Forum auf einen Beitrag über einen Füller Marke "Sieger" gestoßen. Die Ähnlichkeit der Bauteile ist frappierend, nur scheinen beim "Sieger" neben der Schnecke auch der Schneckenhalter nebst Drehknopf aus Metall zu sein. Also vermute ich mal, dass mein "Gigant Record" eine spätere und / oder preiswertere Version (dort Degussa-Goldfeder vs. teilvergoldete Stahlfeder bei mir) vom selben Hersteller ist.
Ich werde mich daher an den im o.g. Beitrag von HeKe2
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geschilderten Erfahrungen entlang hangeln. Mal sehen 8-)
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vierfarbkuli
- Beiträge: 6
- Registriert: 15.06.2026 19:35
Re: Unbekannte Marke "Gigant"?
Gigant war 1954 von Heinz Dettmar aus Köln eingetragen
Re: Unbekannte Marke "Gigant"?
@vierfarbkuli:
Oh toll, Danke! Ist das ein Auszug aus dem Handelsregister?
Dann könnte es vielleicht sein, dass er sich vom Hersteller der "Sieger" Füller mit seinem eigenen Markennamen "Gigant" versehene Füller hat fertigen lassen. Das würde die Bauähnlichkeit erklären.
Oh toll, Danke! Ist das ein Auszug aus dem Handelsregister?
Dann könnte es vielleicht sein, dass er sich vom Hersteller der "Sieger" Füller mit seinem eigenen Markennamen "Gigant" versehene Füller hat fertigen lassen. Das würde die Bauähnlichkeit erklären.
Re: Unbekannte Marke "Gigant"?
Hallo allerseits!
So, jetzt bin ich ein Stückchen weiter und habe unter einer Lupe zunächst das Harz mit Alkohol und einer Nadel vom völlig verklebten Kolben entfernt.
Dann habe ich versucht die Korkschraube per Alkohol bzw. unter dem Föhn mit Wärme und Fahrradschlauch zu lösen. Dabei ist dann der Kork einfach weg geflogen.
Nach weiterer Reinigung habe ich zu meinem Erstaunen keine Korkschraube nachweisen können, sprich: Es läßt sich nichts drehen.
Jetzt sehe ich zwei Möglichkeiten: Entweder die Endplatte (Foto 1) wurde zur Fixierung des Korks auf die Achse gesteckt und verklebt oder aber es handelt sich um einen Stift, der durch den kleinen Splint (Foto 2) fixiert wird - Ich kann mit einer Nadel nur so weit rein in den Kolben wie zu sehen - denkbar ist das demnach.
Ich habe allerdings kaum Erfahrung (das ist meine 4. Restauration) und weiß nicht, wie Füllerkostrukteure tickten.
Daher meine Frage: Haltet Ihr es für wahrscheinlicher, dass ich die Endplatte entfernen muss oder haltet Ihr den Weg "Splint raus, Korkstift rausziehen" für den besseren Weg?
Danke,
escritor
[attachment=0]2026 8 11 Kolben von unten.jpeg[/attachment]
[attachment=1]2026 8 11 Kolben mit Splint 2.jpeg[/attachment]
[attachment=2]2026 8 10 Rohzustand Kolben.jpeg[/attachment]
So, jetzt bin ich ein Stückchen weiter und habe unter einer Lupe zunächst das Harz mit Alkohol und einer Nadel vom völlig verklebten Kolben entfernt.
Dann habe ich versucht die Korkschraube per Alkohol bzw. unter dem Föhn mit Wärme und Fahrradschlauch zu lösen. Dabei ist dann der Kork einfach weg geflogen.
Nach weiterer Reinigung habe ich zu meinem Erstaunen keine Korkschraube nachweisen können, sprich: Es läßt sich nichts drehen.
Jetzt sehe ich zwei Möglichkeiten: Entweder die Endplatte (Foto 1) wurde zur Fixierung des Korks auf die Achse gesteckt und verklebt oder aber es handelt sich um einen Stift, der durch den kleinen Splint (Foto 2) fixiert wird - Ich kann mit einer Nadel nur so weit rein in den Kolben wie zu sehen - denkbar ist das demnach.
Ich habe allerdings kaum Erfahrung (das ist meine 4. Restauration) und weiß nicht, wie Füllerkostrukteure tickten.
Daher meine Frage: Haltet Ihr es für wahrscheinlicher, dass ich die Endplatte entfernen muss oder haltet Ihr den Weg "Splint raus, Korkstift rausziehen" für den besseren Weg?
Danke,
escritor
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Re: Unbekannte Marke "Gigant"?
Keine Schraube? Merkwürdig. Der Weg mit dem Splint wäre der nächste sinnvoll beschreitbare. Statt eines neuen Korks könntest Du aber auch O-Ringe als Dichtung nutzen. Die könnte man mit sehnigen Fingern sogar über die nicht schraubbare Kork"schraube" rüberfriemeln. Bei O-Ringen ist anschließend eine Schmierung mit einer Idee Silikonfett allerdings unerlässlich. Dazu gibt es hier im Forum diverse Fäden, unter anderem diesen viewtopic.php?t=6778. Gib am besten bei Tante Gugl "penexchange o-ringe" ein - das ist deutlich einfacher, als die hakelige Suchfunktion innerhalb des Forums zu bemühen. Um zurück aufs Ausgangsproblem zu kommen: Es MUSS eine Möglichkeit geben, die Halte"schraube" zerstörungsfrei zu lösen und wieder zu fixieren. Der ursprüngliche Kork ist ja schließlich an einer Eiche und nicht auf einem Ebonitkolben zur Welt gekommen.
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vierfarbkuli
- Beiträge: 6
- Registriert: 15.06.2026 19:35
Re: Unbekannte Marke "Gigant"?
Aus dem Warenzeichenblatt: Ich habe mir die Warenzeichenblätter von 1950-2002 heruntergeladen (96GB, 2600 Warenzeichenblätter) und ein Suchwerkzeug gebaut, mit dem ich auf meinem PC automatisch ein PDF-Dokument mit allen Trefferseiten ausgegeben bekomme.Ist das ein Auszug aus dem Handelsregister?
