Der letzte HH-Süd-Stammtisch hat mir ein (für mich) neues Schreibgerät beschert - Tom's Studio The Wren wechselte von einer lieben Mitforistin zu mir. Bei der Fine Writing World in Bremen (2025) hatte ich den schon mal gesehen, konnte mir aber keinen Reim darauf machen (schon gar nicht bei dem Gedränge vor dem Stand).
Nun, es ist ein wiederbefüllbarer Filzstift (Fineliner) im Westentaschen-Format, sauber aus Aluminium gefertigt. Der Tintenfilz kann mit Füllhaltertinte getränkt werden, Filz und Schreibspitze sind austauschbar. Nun bin ich ja kein so großer Filzstift-Fan, und die Spitze schreibt mir auch etwas zu breit. Also habe ich Alternativen ausprobiert: Das Schmidt-PRS habe ich hier schon einmal vorgestellt, die 0,5 mm-Spitze ist nach wie vor mein Favorit. Sie ist einen Hauch zu dünn für die Halterung, hält aber problemlos mit dem "Tintenleiter" in der Filzfüllung. Mit einem klitzekleinen Tropfen Alleskleber lässt sie sich nötigenfalls befestigen. Preiswerter wäre die Spitze aus den Patronen für den Tintenroller von Schneider. Die ist aber 1/10 mm zu dick und muss entsprechend abgedreht oder abgeschliffen werden. Außerdem schreibt sie breiter.
Eine Schriftprobe der drei Einsätze sieht so aus (Schmidt-Schreibspitze ist kurz nach dem Einsetzen noch etwas farbschwach): Also ist es bei der Schmidt-Schreibspitze geblieben. Ich habe noch einen der beiden O-Ringe am Ende des Einsatzes entfernt, damit der Stift sich leichter auseinandernehmen lässt. Im letzten Schritt wird dann noch eine von Frechys EG-Tinten eingefüllt, und dann kann der kleine Zaunkönig mit mir auf Reisen gehen.
