Vorstellung und gleich eine Frage in Sachen Pelikan

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rew
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Vorstellung und gleich eine Frage in Sachen Pelikan

Beitrag von rew »

Guten Abend zusammen,

seit einigen Tagen lese ich sehr intensiv in diesem Forum. Ich habe hierher über die Pelikan Seite gefunden, als ich nach einer Reparaturmöglichkeit für meinen alten Pelikanfüller suchte.

Ich heisse Ralf, lebe im Raum Darmstadt und schreibe eigentlich seit meiner Schulzeit mit dem Füller. Nicht beständig und nicht alles aber immer wieder und besonders Briefe und Tagebücher.

Ein Sammler bin ich nicht, auch wenn sich im laufe der Jahre der ein oder andere Füller angesammelt hat aber nachdem ich hier nun eine Weile gelesen habe, schliesse ich es nicht mehr zur Gänze aus, dass sich soetwas wie eine Leidenschaft einstellen könnte :wink:

So kaufte ich mir immer mal einen Füller, wenn ich beim bummeln in der Stadt einen liegen sah, der mein Gefallen fand und der preislich auch *mal so* bezahlt werden konnte. Also alles eher *unterpreisige* Schreibgeräte.

Allerdings bekam ich zu meinem 50sten Geburtstag einen Mont Blanc Meisterstück geschenkt und war... begeistert!
Ein solch edeles Teil hatte ich seither noch nie zu Papier gebracht - aber was soll ich sagen... am liebsten schreibe ich mit meinen Pelikanen :-)

Nun zu meiner Frage:

Ich habe hier einen Pelikan Kolbenfüller (der erste von 2 weiteren), den ich vor vielen Jahren einmal kaufte. Sicherlich kein Teil der Spitzenklasse - ich weiss gar nicht mehr wieviel er damals kostete aber viel war es sicherlich nicht - aber ich habe sehr gerne mit ihm geschrieben.

In der letzten Zeit merkte ich, dass er vorne an der Federaufnahme nicht mehr dicht war. Es trat immer Tinte aus und manchmal tropfte sie beim Schreiben sogar aufs Papier.

Eine gründliche Reinigung würde vielleicht helfen, so meine Gedanken und gesagt getan, unterzog ich ihn einer ausgiebigen Wässerung.

Dabei jedoch löste sich dieses komplette Teil an dem die Feder befestigt ist (ich weiss nicht wie man das nennt) aus dem Gehäuse - was die Reinigung sehr viel einfacher machte - und liess sich nach Beendigung der Reinigung nicht wieder befestigen.
Das heisst, es sitzt war im Gehäuse aber ich kann es einfach so hin und her bewegen und ohne Anstrenung wieder herausnehmen.
Es gibt kein Gewinde an diesem Teil um es evtl. einschrauben zu können noch gibt es irgendwie einen Konus der im Gehäuse greifen könnte.

So stehe ich nun ziemlich ratlos da und frage mich, ob es da ursprünglich einen O-Ring oder ähnliches gab, der sich im laufe der Jahre zersetzt hat und nun der Federhalterung keinen Halt mehr im Gehäuse gewährleistet.

Im Anschluss an diesen Text versuche ich ein paar Fotos anzuhängen um das Problem zu verdeutlichen. Vielleicht kennt jemand dieses Problem und vielleicht ist es ja nur eine Kleinigkeit oder ich stelle mich einfach zu blöd an.

Desweiteren würde mich interessieren, was das denn für ein Modell von Pelikan ist und in welcher Zeit er gebaut wurde (ich meine mich erinnern zu können, dass ich ihn in den 80er Jahren gekauft habe, bin mir aber nicht sicher)
Auffällig ist, dass er kein Pelikanemblem auf dem Kappendeckel hat.


Nun bedanke ich mich fürs lesen und erwarte gerne eine (oder mehrere) Antworten :-)


Liebe Grüsse


ralf ...
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Tombstone
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Re: Vorstellung und gleich eine Frage in Sachen Pelikan

Beitrag von Tombstone »

Hallo Ralf,

leider kann ich zu Deinem eigentlichen problem (die leckt, die Sau...) nicht viel beitragen und hoffe selber auf Meldung entsprechnder Personen. :wink:

Als Füller-Liebhaber würde ich aber vom Typ her auf einen M200 Export tippen - das war auch der einzige, bei welchem der Tintenleiter nur eingeschoben wurde...

By the way: Wilkommen bei den anonymen Füllerabhängigen. :mrgreen:

Ciao - Peter
Ciao - Peter

Handle stets so, dass die anderen sich wundern, warum sie Dir noch keine reingehauen haben...
rew
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Re: Vorstellung und gleich eine Frage in Sachen Pelikan

Beitrag von rew »

Hallo Peter,

danke für dein *welcome* und deine Antworten auf meine Fragen.
Auch wenn du mir in Sachen *Tintenleiter*reparatur nicht helfen konntest, weiß ich nun zumindest wie dieses Teil heißt.

Ich hatte ja gehofft, dass noch ein paar postings dazukämen.

Trotzdem, den anderen 108 Besuchern, danke fürs lesen...


Liebe Grüsse

ralf ...
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Cepasaccus
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Re: Vorstellung und gleich eine Frage in Sachen Pelikan

Beitrag von Cepasaccus »

Hallo Ralf,

naja, so zwischen den Feiertagen ... da wird schon noch jemand antworten, der sich auskennt. Viel erkennen kann ich auf Deinen Fotos nicht, ausser dass da viele Lamellen sind. Ich wuerde versuchen das ordentlich reinzustecken, aber Lamellen sind empfindlich. Wart also lieber noch auf eine qualifizierte Antwort.

Gute Nacht
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audace
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Re: Vorstellung und gleich eine Frage in Sachen Pelikan

Beitrag von audace »

Ich hatte ja gehofft, dass noch ein paar postings dazukämen.
Hallo Ralf,

schau mal hier in diesen Thread, ich glaube, da gibt es (systemtechnisch) ein paar Parallelen (Ähnlichkeiten):
Tausch der Feder ... Pelikan Pura und Pelikan allgemein


Grüße!

Schöne Grüße, Audace

Il n'est jamais plus tard que minuit!
rew
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Re: Vorstellung und gleich eine Frage in Sachen Pelikan

Beitrag von rew »

Hallo zusammen,

danke für die Antworten.

Mit *ordentlich reinstecken* ist es leider nicht getan.

Ich kann den Tintenleiter leicht hin und her schieben. Da ist keine Arretierung, kein Wulst oder sonstiges zu spüren das den Tintenleiter irgendwie halten könnte.
Drehen, schieben, drücken... alles ohne Erfolg. Das Teil sitzt locker im Schaft, so als ob irgendetwas fehlen würde um es zu halten.

Deshalb war meine Vermutung ja auch, dass möglicherweise irgendein Plastikring oder dergl. sich im laufe der Jahre zersetzt haben könnte und beim ausspülen mit Wasser einfach mit weggespült wurde.

Deshalb auch meine Frage, welches Modell es sein könnte um darüber evtl. mehr Informationen zu bekommen.

Exportmodell? ... hmmm... ich habe ihn damals in Darmstadt gekauft - im Schreibwarenfachhandel.


Liebe Grüße

ralf ...
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Sokko
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Re: Vorstellung und gleich eine Frage in Sachen Pelikan

Beitrag von Sokko »

Hallo Ralf,

vorab: Mit Reparaturtips hab ich leider auch nicht behiflich sein. Aber was die Identifizierung Deines Füllhalters angeht, hat Peter m.E. schon recht; es dürfte sich um ein Exportmodell für Japan gehandelt haben, das zum einen kein Pelikanlogo auf dem Kappenkopf aufwies und zum anderen eine gesteckte Federeinheit hatte. Unser Kollege Christof Zollinger hatte Anfang dieses Jahres einen Faden zu einem merkwürdigen M150(?) eröffnet, in dem er wiederum auf ein Posting von ihm im FPN verwiesen hat. Und im dortigen Faden hat sich dann ein japanischer Kollege mit Bildern von seinem 200er gemeldet (Post Nr. 9), die Deinen Fotos, was Kappe, Ring, Farbe des Tintenfensters und Federeinheit anbelangt, verdammt ähnlich sehen. Ob der nun wirklich nur für den Export nach Japan produziert wurde, wer weiß.....????
http://www.penexchange.de/forum_neu/vie ... f=3&t=5251
http://www.fountainpennetwork.com/forum ... d__2275422

Ansonsten vielleicht doch ein Fall für den Pelikanservice?

Viel Erfolg
Sokko
newlife
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Re: Vorstellung und gleich eine Frage in Sachen Pelikan

Beitrag von newlife »

Hallo Ralf!

Die Federn der Pelikane sind prinzipiell alle gleich aufgebaut; die Feder liegt auf dem Tintenleiter und wird durch einen aufgeschobenen Ring fixiert, der am Ende zum Füller hin ein Gewinde hat, um ihn in die vordere Öffnung einzuschrauben. Das kann auch bei deinem Modell nicht anders sein. Ich vermute fast, dass sich dieser Ring bei dir zerlegt hat. Dann müssten Reste davon im Füller stecken. Schau doch mal gründlich nach. Der Schaft muss prinzipiell bedingt innen am vorderen Ende Anzeichen eines Gewindes zeigen, und meiner Vermutung nach auch Reste des Rings, die wegen Unvollständigkeit den Tintenleiter nicht mehr halten können.

Ansonsten könnten weitere Fotos der zerlegten Feder - was ist das für ein Ring um die Feder? - und vom Inneren des Schafts hilfreich sein. Wenn du mal bei ebay unter Pelikan M200 schaust, kannst du auch einzelne Federaggregate sehen.
Grüße von Klaus!
rew
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Re: Vorstellung und gleich eine Frage in Sachen Pelikan

Beitrag von rew »

Hallo Sokko,
Hallo Klaus,

Danke für eure Antworten.

@ sokko

die beiden links sind interessant. Ich habe sie allerdings jetzt nur mal schnell überflogen.
Jedoch ist der schwarze Füller der in dem einen Thread gezeigt wurde identisch dem, den ich habe. Ich muss nur heute abend nochmal genau die Maße vergleichen.

@ Klaus

nein, es gibt kein Gewinde, weder im Schaft noch auf dem Tintenleiter. Auch kein defektes.
Die innenseite des Schaftes ist vollkommen glatt.
Der Ring um die Feder...?
Ich denke, dass damit zum einen die Feder gehalten wird und zum anderen dieser Ring dann auch irgendwie im Schaft den festen Sitz hergestellt hat.


Ich werde heute nachmittag die genauen Maße aufnehmen und nach Möglichkeit noch ein paar Makrofotos machen.


btw. was ist das für ein Pelikanbuch von dem da in den anderen Threads gesprochen wurde ?


Vielen Dank
und liebe Grüße

ralf ...
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Sokko
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Re: Vorstellung und gleich eine Frage in Sachen Pelikan

Beitrag von Sokko »

rew hat geschrieben:btw. was ist das für ein Pelikanbuch von dem da in den anderen Threads gesprochen wurde ?
Pelikan Schreibgeräte 1929 - 2004 von Jürgen Dittmer (Leiter des Pelikanarchivs) und Martin Lehmann.

Das wirklich informative und vor allem sehr schön illustrierte Buch wurde vor einigen Jahren u.a. bei ebay gerdezu verramscht (< 30,-€), heute zahlt man astronomische Preise, wenn man überhaupt eins findet. Nach Schnelldurchsicht hilft das Buch aber bei Deinem Problem nicht weiter. Nur was den Produktionszeitpunkt des M200 in schwarz anbelangt, findet man die Aussage, dass er ab 1985 hergestellt wurde und weitere Farben erst ab 1988 hinzugekommen sind.
rew
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Re: Vorstellung und gleich eine Frage in Sachen Pelikan

Beitrag von rew »

Hallo zusammen,

nun habe ich noch einmal in Ruhe die Threads gelesen, auf die Sokko verwiesen hat und nachdem ich meinen Füller genau vermessen habe, hat er die identischen Maße die auch Zollinger für seinen angibt.

Hier nochmal die Maße meines Füllers:

Länge über alles: 127mm
Länge bis Federspitze : 121mm
Schaftlänge ohne Feder: 112mm
Durchmesser Schaft: 12mm
Länge der Kappe: 59mm
Länge des Tintenleiters bis Federspitze: 39mm


Nach diesen Maßen und dem was werner und mickey und zollinger in dem anderen Thread schreiben, scheint es sich bei meinem Füller wirklich um einen M200 vor 1997 zu handeln, der in einer kleinen Auflage für den Japanischen Markt produziert wurde.

Allerdings ist mein Tintenleiter, ebenso wie bei zollinger, gesteckt und definitiv nicht geschraubt!

Ich hänge noch einige genauere Fotos an.


Liebe Grüße

ralf...
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newlife
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Re: Vorstellung und gleich eine Frage in Sachen Pelikan

Beitrag von newlife »

Hallo Ralf!

Danke für die Fotos! Allerdings haben sie für mich auch nicht mehr Klarheit gebracht, außer dass ich dieses Modell überhaupt nicht kenne. Warum Pelikan hier von seinem üblichen Prinzip abgewichen ist, bleibt schleierhaft. Vielleicht hilft eine Anfrage an Pelikan selbst, inklusive Fotos!?

Da der Tintenleiter offensichtlich gesteckt ist, habe ich die Vermutung, dass das Material des Schafts geschrumpft sein könnte. Hab ich allerdings noch nie erlebt. Abhängig davon, um wieviel, würde ich einen Versuch mit hauchdünnem Schrumpfschlauch machen, der würde sich auch leicht wieder entfernen lassen. Zweite Wahl wäre Teflonband aus dem Sanitärsektor, hast vielleicht sogar parat für einen ersten Versuch. Sonst fällt mir zum Abdichten nichts besseres ein.
Grüße von Klaus!
rew
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Re: Vorstellung und gleich eine Frage in Sachen Pelikan

Beitrag von rew »

Hallo Klaus,

danke für deine Antwort.

Wo würdest du denn das Teflonband anbringen?
Die einzige Stelle wäre ja der silberne Ring der die Feder hält, alles andere würde die Lamellen abdecken, die ja, nach meinem Wissen, für den Tintenfluss notwendig sind.

Ich werde im neuen Jahr mal den Service von Pelikan kontaktieren und deinen Rat befolgen und Fotos beilegen.

Mir ist es schon wichtig, dass dieser Füller wieder funktionstüchtig wird. Das war bzw ist mein erster Kolbenfüller den ich mir nach meiner Schulzeit und somit nach meiner *Pelikano-Geha*Zeit kaufte. Ich glaube, da ist schon der ein oder andere Liter an Tinte durchgeflossen.
An soetwas hängt man halt ;)


Lieben Gruß

ralf...
newlife
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Re: Vorstellung und gleich eine Frage in Sachen Pelikan

Beitrag von newlife »

Hallo Ralf!

Genau, ich würde auch den Ring für das Teflonband nehmen. Das kann man auch gut der Länge nach durchscneiden, dann passt das schon. Lass hören, ob es geklappt hat!
Grüße von Klaus!
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Tenryu
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Re: Vorstellung und gleich eine Frage in Sachen Pelikan

Beitrag von Tenryu »

Ist Teflonband nicht zu glatt und rutschig?

Ich würde eher einen dünnen Gummischlauch in Erwägung ziehen und davon einen passenden Ring abschneiden und über den Metallring streifen. Aber da etwas genau passendes zu finden, was nicht zu dick ist, wird schwer sein.

Vielleicht könnte auch Silikondichtungsmasse helfen. (Auf den Metallring schmieren und leicht antrockenen lassen, dann einführen.)

Aber ich denke, die sicherste Lösung wird sein, den Pelikan-Service zu fragen. Vielleicht haben die noch das passende Ersatzteil auf Lager.
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