Pelikan M250/150 (?) noch zu retten?

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Patronus
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Pelikan M250/150 (?) noch zu retten?

Beitrag von Patronus »

Hallo,

es geht um meinen Pelikan aus den 90er Jahren. Da ich keine Kaufunterlagen mehr habe, weiß ich nicht, welches Modell es ist. Ein 250er? Oder ein 150er? Der komplette Schaft ist zugedreht 10,2 cm lang, mit geschlossener Kappe ca. 12,8 cm. Nebenbei eine Frage zur Feder: ist die aus Gold oder nur vergoldet?

Als ich vor einigen Jahren längere Texte schrieb und Abgabetermine hatte, wurde der Pelikan undicht. Beim Aufziehen der Tinte oder später beim Schreiben - das weiß ich nicht mehr - floß hinten Tinte heraus. Da ich keine Zeit für das Problem hatte, landete der Füller in einer Schublade, wo er bis vor ein paar Wochen lag.

Es gelangte anscheinend Tinte am Stempel vorbei in die hintere Mechanik. Wenn der Stempel tatsächlich nicht mehr dichtet, braucht man wahrscheinlich ein Ersatzteil. Ist dieser Füller mit vertretbarem Aufwand reparierbar? Der Zustand der vergoldeten Teile ist nicht gerade tadellos. Am Ring an der Kappe ist das Gold abgewetzt, und der Clip hat anscheinend aufgrund von Fertigungsfehlern punktförmige Fehlerstellen.

Viele Grüße
Marcel
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Ubunux
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Re: Pelikan M250/150 (?) noch zu retten?

Beitrag von Ubunux »

Hallo,

das ist ein Pelikan M200 wie er bis 1997 hergestellt wurde, ein sogenanntes Rundkappen-Modell. Die Feder ist eine vergoldete Stahlfeder. Ob man den Schaden reparieren kann, mag ich anhand der Bilder und der Beschreibung nicht beurteilen. An Deiner Stelle würde ich den an Pelikan schicken, vorher auf deren Seite unter Service nachlesen, was dabei beachtet werden sollte.

Viel Glück

Jörg

P.S. Ein Pelikan M150 ist kürzer, ein M250 ist von den Abmessungen mit dem M200 identisch, hat aber eine einfarbige Goldfeder
Patronus
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Re: Pelikan M250/150 (?) noch zu retten?

Beitrag von Patronus »

Danke für die Beantwortung meiner Fragen, Jörg.
Dann werde ich mein Glück mal bei Pelikan versuchen.

Viele Grüße
Marcel
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Tenryu
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Re: Pelikan M250/150 (?) noch zu retten?

Beitrag von Tenryu »

Wenn du Glück hast, ist nur die Kolbendichtung defekt. Das kann leicht repariert werden und dürfte nicht teuer sein. Manchmal werden solche Kleinigkeiten sogar kostenlos repariert. :wink:

Die Feder ist nur vergoldet. Nach meiner Erfahrung gibt es aber keine großen Unterschiede zwischen Stahl- und Goldfedern.
Mein M400 mit 14ct.Goldfeder schreibt jedenfalls nicht besser oder angenehmer als mein M200 mit Stahlfeder. (Die Federn sind übrigens gleich groß, so daß sie gegeneinander ausgetauscht werden können.)
Patronus
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Re: Pelikan M250/150 (?) noch zu retten?

Beitrag von Patronus »

Ich gehe auch davon aus, daß die Dichtung das einzige Problem ist, sofern die nach hinten gelaufene Tinte nicht zwischenzeitlich die Drehmechanik angegriffen hat. Ich hoffe, daß ich bald wieder mit ihm schreiben kann ... auch wenn die Feder nur vergoldet ist ;)

Viele Grüße
Marcel
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Tenryu
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Re: Pelikan M250/150 (?) noch zu retten?

Beitrag von Tenryu »

Beim M200 ist die Mechanik aus Kunststoff. Da sollte die Tinte nichts angreifen können. Höchstens verschmieren oder verkrusten. Also nichts was sich nicht abwaschen ließe.

Pelikans Stahlfedern sind wirklich zu rühmen. Ich hatte schon die eine oder andere Goldfeder, die sich sträubte, aber mit den Stahlfedern gab es nie Probleme.
Patronus
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Re: Pelikan M250/150 (?) noch zu retten?

Beitrag von Patronus »

Hallo,
toller Service, Pelikan hat den Füller gesäubert und die Mechanik kostenlos repariert. Mein langjähriger Weggefährte ist wieder einsatzbereit. Ich habe ihn noch auf Hochglanz poliert und es ist eine Freude, ihn wieder zu benutzen :)

Viele Grüße
Marcel
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