Silvexa: Tinte tritt an der falschen Stelle aus

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Strombomboli
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Silvexa: Tinte tritt an der falschen Stelle aus

Beitrag von Strombomboli »

In den Konverter eines meiner Silvexas habe ich gestern Noodler's Heart of Darkness eingefüllt, und weil die nach einigen Zeilen zu hell aufs Papier kam, habe ich die Tinte nachgeschoben und dabei festgestellt, daß sie nicht unter der Feder, also nicht aus dem Tintenleiter austrat, wenn ich genug geschoben hatte, sondern oben, also dort, wo die Feder im Füller steckt. Deutet das auf einen Defekt hin oder ist die Tinte einfach total bescheuert?

Dieser Silvexa hat eine OBB-Feder, ein anderer, in dem eine F-Stahlfeder steckt, schreibt ohne Probleme tiefschwarz, allerdings schreibe ich immer nur kurz mit dem. Insofern ist es vielleicht doch nicht die Tinte, sondern der Füller. Zuvor war J. Herbin Vert empire in diesem Füller; damit hatte ich keine Probleme, habe also nicht nachgeschoben; vielleicht hat mir die Farbe aber darum nicht mehr gefallen, weil sie zu hell aufs Papier kam.
Zuletzt geändert von Strombomboli am 10.11.2014 16:32, insgesamt 1-mal geändert.
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osh
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Re: Silvexa: Tinte tritt an der falschen Stelle aus

Beitrag von osh »

Ich habe das so auch schon bei dem einen oder anderen Füller beobachten können. Es deutet eben darauf hin, dass zwischen Feder und der Hülse ein minimaler Spalt vorhanden ist. Wird nun Druck im Innern aufgebaut, sucht sich die Tinte ihren Weg nach draussen nicht nur über das Kapillarsystem des Tintenleiters, sondern auch durch diesen Spalt.
Ich würde mir da nicht zu viele Gedanken drüber machen, so lange der Füller ansonsten wie erwartet funktioniert.
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osh
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Re: Silvexa: Tinte tritt an der falschen Stelle aus

Beitrag von osh »

Nachtrag: auch wenn die Tinte völlig bescheuert und strunzdumm wäre, so wäre sie vermutlich immer noch völlig unschuldig. :mrgreen:
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osh
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Re: Silvexa: Tinte tritt an der falschen Stelle aus

Beitrag von osh »

Nachtrag No. 2
Das "zu hell" deute ich als: zu trockener Tintenfluss. Das hat dann aber nichts mit der "Lücke" zwischen Feder und Hülse zu tun. Dann hat der Füller einfach einen zu geringen Tintenfluss.
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pelikaniac
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Re: Silvexa: Tinte tritt an der falschen Stelle aus

Beitrag von pelikaniac »

Hi,
eine Tinte die ich mit dem Konverter "nachschieben" muß würde ich dem Händler zurückgeben. Bei einer OBB-Feder erst Recht.
Wie funktioniert die Tinte den in anderen Füllern?
Gruß,
der Jörg
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Strombomboli
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Re: Silvexa: Tinte tritt an der falschen Stelle aus

Beitrag von Strombomboli »

pelikaniac hat geschrieben:Wie funktioniert die Tinte denn in anderen Füllern?
Ja, wie gesagt, in einem anderen Silvexa und mit F-Stahlfeder schreibt sie so schwarz, wie es der Name verspricht.
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pelikaniac
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Re: Silvexa: Tinte tritt an der falschen Stelle aus

Beitrag von pelikaniac »

Schande über mich, zum Lesen heute mal wieder zu dämlich...
Ich fühle mich alt!
Gruß,
der Jörg
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Strombomboli
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Re: Silvexa: Tinte tritt an der falschen Stelle aus

Beitrag von Strombomboli »

Ach was. Ich kenne das gut, denke dann aber nicht, daß ich alt bin, sondern ungeduldig. Ist auch nicht immer schön, wirkt aber sehr vital.
Iris

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Strombomboli
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Re: Silvexa: Tinte tritt an der falschen Stelle aus

Beitrag von Strombomboli »

So, nun nähere ich mich der Lösung des Problems. Gestern abend habe ich den Füller gründlich gespült, und dabei schien mir, es sei so etwas herausgefallen, wie es sonst aus verschimmelten Marmeladengläsern fällt, als Doppelklumpen, nur in schwarz. Ich kann es nicht beschwören, denn ich hatte das grelle Licht nicht an und dieses schwarze Zeug auch gleich weggespült, aber da war schon was.

Jedendalls habe ich dann mal am Tintenglas gerochen und festegestellt, daß es daraus recht muffig riecht, und Noodler's-Tinten reichen sonst anders (Diamine-Tinten nicht unbedingt). Es ist auch nicht das Originalglas, denn das ist zum Konverter- oder Kolbenfüllerfüllen nicht zu gebrauchen (weil praktisch eine kleine Flasche mit Pipette als Deckel), sondern ein anderes, pelikanähnliches, und das ist seit etwa anderthalb Jahren in Benutzung, wenn auch nur selten.

Das Glas hatte ich nicht ausgekocht, es kann schon sein, daß da irgendetwas drin war; vielleicht war's auch mal zu lange offen, wer weiß. Ich werde jedenfalls den Füller noch einmal gründlichst reinigen, wobei mir allerdings außer Ultraschall nichts einfällt, denn mit Spiritus möchte ich da nun doch nicht operieren. Das Glas werde ich auf jeden Fall auskochen und danach vielleicht auch noch einfrieren, und auf jeden Fall werde ich weiter berichten!

Im Moment schreibt der Füller jedenfalls gut, und es tritt auch keine Tinte mehr an der falschen Stelle aus.
Iris

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