Vintage Pelikan 400

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steka
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Vintage Pelikan 400

Beitrag von steka »

Hallo,

beim Pelikan 400 eines Freundes ist der Kolbenmechanismus anscheinend defekt.
Der Stift ist sehr alt, ein Erbstück.
Das Griffende lässt sich komplett herunterdrehen, ohne dass am Kolben etwas passiert. Sobald das Griffende abgeschraubt ist sieht man das Ende des Kolbenmechanismus fast bündig mit dem Gewinde des Griffendes.
Handelt es sich hier um eine grobe Fehlbehandlung ? Was kann man da eventuell machen?

Ich selbst bekomme meinen ersten Schnabel noch und kann daher hier spezifisch nicht helfen, bin jedoch ein ganz guter Schrauber, wenn man das Ding mal auseinander hat...

Danke
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Tenryu
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Re: Vintage Pelikan 400

Beitrag von Tenryu »

Es könnte sein, daß die Kolbenstange gebrochen ist.
Das ist ohne Bilder aber schwer zu diagnostizieren.
steka
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Re: Vintage Pelikan 400

Beitrag von steka »

Das sieht für mich ganz danach aus. Der Kolben muss ungängig gewesen sein, in der Folge ist beim drehen die Stange regelrecht gerissen. Danach sieht zumindest die Oberfläche der Stange aus.
Was für Möglichkeiten hat man da?
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Tenryu
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Re: Vintage Pelikan 400

Beitrag von Tenryu »

Vielleicht kleben mit einem geeigneten Kunststoff-Kleber. Oder sonst austauschen. Aber es dürfte schwer sein, heute noch die passenden Ersatzteile zu bekommen.
Auch wenn die aktuellen Modelle gleich groß sind, ist doch die Mechanik im Inneren unterschiedlich gebaut.
steka
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Re: Vintage Pelikan 400

Beitrag von steka »

Ich denke das Problem wird erstmal darin bestehen die Kolbenstange überhaupt raus zu bekommen.
Wie kann ich den Stift denn in seine Einzelteile zerlegen?
Mit einem guten zwei Komponenten Kleber kriegt man das dann eigentlich wieder hin...
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Will
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Re: Vintage Pelikan 400

Beitrag von Will »

Hallo steka,

1. Federeinheit aus dem Mundstück herausschrauben

2. Den Korpus wässern/etwas im Wasser liegen lassen

3. Korpus abtrocknen und mit Föhn erwärmen

4. Einen Stab (aus Holz oder Metall), welcher in die Öffnung des Mundsücks passt, einführen und den Kolbenmechanismus nach hinten herausschlagen oder vorsichtig herausdrücken

Sollte der Kolben nicht bis ganz nach hinten gedreht sein, könnte dies zu einem Problem werden, da das Risiko besteht, am Kolbenmechanismus einen Bruch zu verursachen. Ich konnte die Kolben der 400er und 140er bisher sogar einfach mit einer gummierten Zündkerzenzange von Hand nach hinten herausziehen. Sollte sich dann noch ein Teil des Mechanismus im Korpus befinden, ließe sich dieser mit Schritt 4 entfernen.

Dass sich die Rändelschraube mit Drehknopf herausdreht, muss nicht zwingend einen Bruch der Stange bedeuten. Doch wie Tenryu schon angemerkt hat, ist das ohne Bilder schwer zu beurteilen.

Hier noch zwei Links:

Bild von einem ausgebauten Mechanismus:
http://www.penexchange.de/forum_neu/vie ... =14&t=9736

Detaillierte und bebilderte Beschreibung zum Ausbau des Kolbenmechanismus von Christoph:
http://www.penexchange.de/forum_neu/vie ... f=3&t=2920

Über weiteres sollten wir erst reden, wenn Du den Kolbenmechanismus entfert und Bilder des selben eingestellt hast. Sonst bewegen wir uns im Bereich der Spekulation und damit ist Dir nicht gedient.

Viel Erfolg und Grüße aus der Pfalz

Gerd
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steka
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Re: Vintage Pelikan 400

Beitrag von steka »

Danke Gerd,

der Gedanke mit der Zündkerzenzange ist mir auch gekommen.
Allerdings in Verbindung mit Kriechöl + Wärme.
Der ganze Füller muss sowieso gereinigt werden. Eines der beiden Enden muss also so oder so geöffnet und der Füller "geflutet" werden ;)

Oder schadet Kriechöl aus irgendwelchen mir noch nicht bekannten Gründen den Stiften, selbst wenn man es später wieder ordentlich entfernt ?
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Will
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Re: Vintage Pelikan 400

Beitrag von Will »

Hallo steka,

die Federeinheit lässt sich normalerweise einfach von Hand herausdrehen, dabei ist nur zu beachten, dass die Lamellen des Ebonittintenleiters nicht abgebrochen werden. Der Tintenleiter darf nicht mit Öl oder Fett in Berührung kommen sonst ist es im schlimmsten Fall mit dem Schreiben vorbei. Außerdem ist Kriechöl überhaupt nicht notwendig, Du hast nur eine riesen Sauerei und das Problem, wie der Füllhalter wieder Ölfrei zu bekommen ist. Ordentlich wässern und dann den Korpus erwärmen, ist der richtige Weg. Föhn einfach anschalten, draufhalten und gut, dadurch weitet sich der Korpus und der Mechanismus lässt sich entfernen. Kriechöl ist vielleicht etwas für Notfälle. Ich bastle jetzt schon ein paar Jahre, habe es bisher nicht benötigt und bei 400ern oder 140ern sowieso nicht, diese lassen sich auf den beschriebenen Weg recht leicht zerlegen.

Gruß Gerd

PS: Da ich Kriechöl bisher nicht verwendet habe, kann ich nicht beurteilen welche Schäden dieses an Celluloid und Ebonit anrichten kann. Ich würde dieses allenfalls für Füllhalter zum Einsatz bringen, die komlett aus Metall gefertigt sind (z. B. bei einem Hugh!) und sonst nichts geholfen hat.
Zuletzt geändert von Will am 03.01.2015 17:58, insgesamt 3-mal geändert.
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pelikaniac
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Re: Vintage Pelikan 400

Beitrag von pelikaniac »

Kriechöl? Wer wäre in den Fünfzigern auf die Idee gekommen Caramba in so teure Geräte zu machen? Lass die Finger von dem Kram, der Hauptbestandteil der meisten ist schlichtes Waschbenzin... Und das würde ich nicht mal in die Nähe meine Schätzchen lassen, hier gilt ab Ortsschild ein Verbot derartiger Substanzen!
Gruß,
der Jörg
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stift
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Re: Vintage Pelikan 400

Beitrag von stift »

Hallo
Ich habe jetzt mit gelesen,solange du keine Ersatz Mechanik oder Kolben hast brauchst du auch nicht viel an dem Füller machen.
Bei diesen Füllern von Pelikan zahlt es sich nicht aus große Reparaturen zu machen.
Einfach einen kaufen und die Teile tauschen,entweder am Flohmarkt oder bei Ebay.
Oder du gibst den Füller zu einen Profi und der restauriert das gute Stück.
Ist alles nur eine Frage der Kosten.
Nur mit Schmieren und Kleben wird da nichts mehr!!!
Gruß Harald
#Non, je ne regrette rien#
steka
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Re: Vintage Pelikan 400

Beitrag von steka »

Geschafft.

Keine große Operation!
Ich habe schlicht den Füller mit WD40 behandelt.
Dann zuerst die Feder rausgeholt, dann von innen den Kolben hochgedrückt, so dass ich die Stange von hinten greifen konnte. Die Stange war leicht zu drehen und völlig intakt!
Anschließend erstmal gründlich gespült. Zum Schluss das ganze Ding in's Ultraschallbad.
Der Siff von 50 Jahren kam aus dem Stift... und jetzt ist er fast wie neu, genial !

Zu meiner Verwunderung habe ich festgestellt, dass der Kopf der Kolbenstange in der Abdeckung nur gesteckt ist und nicht geklebt/gegossen, etc...


Vielen Dank
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