Der Charme alter Schachteln: Oldies in Verpackung

(älter als 30 Jahre)

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Knorzenbach
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Re: Der Charme alter Schachteln: Oldies in Verpackung

Beitrag von Knorzenbach »

Heute mal eine alte Schachtel ohne Füllfederhalter, dafür mit einem Glas Tinte:

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Eine Tinte, die ich bis dato nicht kannte: Feba Dr. Finckh & Co. AG aus der Schweiz. Das Produkt würde ich in die 60er Jahre datieren wollen.

Gruß,
Tomm
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Pen-Tagon
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Re: Der Charme alter Schachteln: Oldies in Verpackung

Beitrag von Pen-Tagon »

Ein schönes Glas, sogar mit Stiftablage.
Gruß
Knut
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Zollinger
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Re: Der Charme alter Schachteln: Oldies in Verpackung

Beitrag von Zollinger »

Soviel ich weiss war Feba in Basel ansässig.

hier: https://www.hmb.ch/museen/sammlungsobje ... erpackung/
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Nitschewo
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Re: Der Charme alter Schachteln: Oldies in Verpackung

Beitrag von Nitschewo »

Der letzte Flohmarktfund, ein Set 520NN + 570, kam ohne Box, und auf der Suche nach einem halbwegs authentischen Behältnis bin ich auf Pelikans "Metall-Etui mit Klappverschluss" gestoßen. Dieses Etui trug laut Katalog die Modell-Nr. 9 S, wobei "S" für den Bezug mit Saffian-Leder stand. Etuis aus Kroka oder Rindbox trugen entsprechend den Modellnummer-Zusatz "K" oder "R".

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Das Futter ist ein Seidenstoff, die Halteschlaufen sind einfache dünne Gummibänder. Mit diesem eBay-Kauf hatte ich Glück, das Etui (in Katalogen gelistet ca. Mitte bis Ende der 50er Jahre) ist noch sehr gut erhalten, frei von Tintenspuren und die Gummibänder sind auch noch nicht ausgeleiert.
Viele Grüße

Bianka

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Scriptorium
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Re: Der Charme alter Schachteln: Oldies in Verpackung

Beitrag von Scriptorium »

Schönes Pärchen und schönes Etui! Danke fürs Zeigen, ich hab das gleiche Etui und kann es jetzt zeitlich einordnen!
Sonnige Grüße aus Kärnten - Joachim
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pradella2
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Re: Der Charme alter Schachteln: Oldies in Verpackung

Beitrag von pradella2 »

Warum wächst in diesem Faden nichts nach? Vielleicht ist er nur ein wenig in Vergessenheit geraten. Zeit, ihn (es geht ja auf Weihnachten zu) mal wieder hochzuholen und mit etwas verschossenem, erbswurstgrünem Parker-Plüsch auszustaffieren. Diese beiden Kollegen, eher Cousins, waren als Kugelschreiber angepriesen, weshalb sie wohl unterm Radar durchgerutscht sind. Zu meiner heimlichen Freude, wie ich gestehe. Der Parker 180 ist auf alle Fälle ein Instrument, mit dem man Aufsehen erregt, wenn man ihn zum Signieren von Bauanträgen nutzt.
Aber die Etui-Farbe… nee!
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Nitschewo
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Re: Der Charme alter Schachteln: Oldies in Verpackung

Beitrag von Nitschewo »

Vor kurzem traf dieses geschmackvolle Behältnis bei mir ein: Das Unterteil in dezentem Schwarz wird hier konterkariert vom Schwung des güldenen Deckels mit seinen Glitzerpartikeln.

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Öffnet sich der schimmernde Deckel aus Plastik, so wird der Blick frei auf ein Set aus P490 und Pelikan 30, welche im Laufe eines halben Jahrhunderts den Halt im ausgeleierten Gummiband verloren haben und traurig im flusenanfälligen dunkelbraunen Kunstsamtbett dämmern, gekrönt vom löwensenfgelben Kunstfaserbezug des Innendeckels.

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Die Postmoderne hatte ohne Zweifel ihre Schrecken.
Viele Grüße

Bianka

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pradella2
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Re: Der Charme alter Schachteln: Oldies in Verpackung

Beitrag von pradella2 »

Klassiker der nivellierten Mittelstandsgesellschaft, der Präsentationsbox nach zu urteilen aus der späten Produktionsphase des M30. Die endete 1970 zu früh, um in den zweifelhaften Ruch der Postmoderne zu geraten. Venturis „Learning from Las Vegas“ erschien 1972, und so schnell gelangte dessen Fallout nicht bis Hannover.
Doch das sind wahrscheinlich Haarspaltereien, denn spürbar wird schon, dass man um 1970 herum etwas unsicher wurde, wie es weitergeht. Indes: Erst die Prilblume, dann die Memphis-Kommode.
Danke Dir für die Fortführung dieses Fadens, eines meiner Lieblingsfäden!
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Re: Der Charme alter Schachteln: Oldies in Verpackung

Beitrag von Nitschewo »

P490, nicht M30, also Mitte bis Ende der 70er. ;)
Viele Grüße

Bianka

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pradella2
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Re: Der Charme alter Schachteln: Oldies in Verpackung

Beitrag von pradella2 »

Ah, oh! Danke für die Klarstellung. DEN kenne ich gar nicht (was nichts heißen will). Wie sieht der denn unbekappt aus?
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TomSch
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Re: Der Charme alter Schachteln: Oldies in Verpackung

Beitrag von TomSch »

Tach zusammen.

Der P490 war im Prinzip der Nachfahre des P30 bzw. P60 (die wurden bis 1973 produziert).
Er hatte diegleiche Feder in 18ct.

Tschö, Thomas
Sei nicht so; sei anders.
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Re: Der Charme alter Schachteln: Oldies in Verpackung

Beitrag von Nitschewo »

Ich habe ihn rasch nochmal in der flusigen Schachtel abgelichtet:

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Viele Grüße

Bianka

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pradella2
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Re: Der Charme alter Schachteln: Oldies in Verpackung

Beitrag von pradella2 »

Maerchenblau. Dieses Sichtfenter ist magisch. Danke!
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Zollinger
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Re: Der Charme alter Schachteln: Oldies in Verpackung

Beitrag von Zollinger »

Mir gefallen fast alle der hier gezeigten Verpackungen, da sie den Charme ihrer Zeit verströmen, wie die Schachteln von Biankas Pelikanen oder Philipps Parkern.

Da die Ära der Postmoderne genannt wurde, möchte ich einen besonders gelungenen Vertreter aus dieser Zeit zeigen. Die Schachtel des LAMY persona von Mario Bellini:

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pradella2
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Re: Der Charme alter Schachteln: Oldies in Verpackung

Beitrag von pradella2 »

Aah, Danke, dass Du den Persona bringst! Ich habe mir den halben Nachmittag den Kopf zerbrochen, welches denn jetzt wirklich mal ein PoMo-Schreibgerät wäre, bin aber bei mir nicht greifbaren Terrazzo-Schreibern in der Geschmacksrichtung von Memphis-Türgriffen (die ironisierte Gropius-Klinke) hängen geblieben. Jetzt ist die Blockade gelöst.
Den Rotring Altro könnte man auch mit auf die Liste setzen. In einem neuen Faden: Postmoderne Schreibgeräte.
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