ich möchte hier nun auch mal etwas vorstellen, um meine Freude zu teilen.
Alles begann im Frühjahr 2024, als ich hier im Forum meinen ersten Estie erstand.
Die Kappe war sehr schwergängig, aber sonst war alles wunderbar. Bis sie dann in diesem Winter endgültig nicht mehr schließen wollte. Wie immer bei kleinen (und großen) Füllhalter-Wehwehchen bin ich also bei Phillip Landsiedel vorstellig geworden, in der Hoffnung, er könne mal eben kurz etwas unternehmen, damit die Kappe wieder schließt. Leider war dem nicht so. Das Gewinde war komplett hinüber.
Trotzdem war der Besuch bei Phillip nicht vergebens, denn zufällig hatte es eine Rückläufer-Kappe eines Estie Raven noch nicht vom Umschlag in den Müll geschafft. Als hätte sie im Regal auf mich gewartet. Ich habe mich natürlich riesig gefreut. Trotzdem habe ich auf Phillips Anraten Esterbrook kontaktiert. Deren Reaktion: Gibt’s nicht mehr. Such' Dir einen aktuelle Estie aus, der Dir gefällt und bestelle Dir eine Ersatzkappe. Zwar war die Kombi Petrified Forest mit matt-schwarzer Kappe echt krass, aber die anderen Farben wären genauso unpassend gewesen. Also durfte Raven bleiben.
Schon nach ein paar Tagen aber wollte ich keinen Petrified Raven mehr haben. Also machte ich mich auf dem Weg ins Bastelparadies meines Vertrauens, um Lack zu kaufen. Aber auch den gab es nicht in der passenden Farbe. Ja, und dann fiel mein Blick ins Nachbarregal … Blattgold
Der erste Versuch galt dann vorsichtshalber der defekten Kappe. Und es sah "gut" aus. Zwar ausbaufähig, aber es war ja auch der erste Versuch gewesen.
Also frohen Mutes an Raven. „Anlegemilch“ auftragen, Blattgold mehr oder weniger ordentlich aufbringen und alles vorsichtig anpressen. Dann noch den dazugehörigen Überlack und laut Beschreibung. FERTIG.
Aber da ein Füllhalter ja nun mal nicht als Bilderrahmen an der Wand hängt, wollte ich noch 1-2 Schickten Lack auftragen. Es wurden dann –mit Zwischenschleifen und Ausbessern- 15 Schichten.
Und ich war überglücklich mit meiner Kappe. Der Kontrast zwischen Kappe und Stift war nicht mehr so krass und alles hätte eigentlich so bleiben können. Aber irgendwie juckte es mich in den Fingern. Also beschloss ich, auch den Schaft noch zu vergolden. Inzwischen wusste ich ja besser, worauf zu achten ist. Das vorsichtige Auflegen des Blattgolds wich allerdings einem "in dem Zeug wälzen", denn mit Geduld habe ich's nicht so
Aber ich hatte ja nun ein bisschen Übung, und so ist der Schaft super geworden.
Allerdings war das Abkleben des güldenen Rings mit Frogtape (vor jeder Lackschicht neu) nicht die beste Lösung, so dass der Rand schrecklich aussah.
Nach einer Woche Durchtrocknung bin ich diesem Rand dann mit dem Skalpell zu Leibe gerückt. Perfekt ist immer noch anders. Aber mit bloßem Auge sieht das nun klasse aus, und ich habe doch eher selten meine Kopflupe auf, wenn ich Briefe schreibe
