Polieren oder nicht polieren, diese Frage lässt sich beim Montblanc Charles Dickens leicht beantworten.
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Lieber Heinrich,
das ist ja ein Prachtstück! Mit der Patina wächst der Füller thematisch richtig stimmig zu Dickens und dem 19. Jahrhundert.
Zugegeben, damals hat es zwar Füller gegeben, aber nicht solche und nicht mit an einem Tintenleiter. Dennoch muss ich spontan an folgende Worte denken:
“Es war die beste aller Zeiten, es war die schlimmste aller Zeiten,
es war das Zeitalter der Weisheit, es war das Zeitalter der Dummheit,
es war die Epoche des Glaubens, es war die Epoche des Unglaubens,
es war die Saison des Lichts, es war die Saison der Dunkelheit,
es war der Frühling der Hoffnung, es war der Winter der Verzweiflung.“
Nahvalur Schuylkill 365 Anniversary Fountain Pen Obsidian Pumpkin ...
....vor dem Foto habe ich den inzwischen schwarzen Schaft ein bisschen mit dem Silberputztuch bearbeitet...
Oha! Das ist ein sehr indischer Füller. Und damit meine ich v.a. die Gestaltung und die Farben. Orange verbinde ich intuitiv mit Indien und der lebendig wirkende Kunststoff fügt sich perfekt ein.
Nur vom Silberputztuch würde ich die Finger lassen! Das Mittel darin ist mittelmäßig und der Stoff ist oft zu fest.
Für die Silberpflege nehme ich Watte aus reiner Baumwolle, man sollte drauf achten, dass keine Viskoseanteile drin sind o.ä. Diese ist so fein in der Textur und weich, dass sie Silber nicht zerkratzt.
Beim Pflegemittel nehme ich „Silbermilch“ also die dünnflüssigste Silberpolitur von Robbe & Berking oder von Edzard. Sie sind sehr mild und müssen nur verteilt werden, zum Reagieren reicht dies völlig aus und man braucht nicht mechanisch zu reiben.
Gerade bei diesem Füller kannst du ein Wattepad in Politur tränken und auf den Tisch legen und dann den Füller drüber rollen, was bewirken wird, das der Corpus glänzen wird und die Vertiefungen die Patina behalten also dunkel bleiben. Man kann also auch kunstvoll damit spielen.
Viele Grüße
Todor
Moin Todor, und vielen Dank für den Tipp. Das werde ich demnächste mal testen. Hatte mich nie darum gekümmert, wie Silber wohl am besten geputzt wird - habe nur diesen einen Silberling, und auch mit dem möchte ich lieber schreiben als ihn zu putzen .
Ja, er sieht sehr anders aus als die anderen hier vorgestellten Füller. Auch dafür mag ich ihn. Aber indisch? Die Assoziationen hatte ich selbst nie. Schon spannend, wie unterschiedlich man ein Füllerdesign empfinden kann (nicht nur bei diesem Modell)
Liebe Claudia,
Orange gehört irgendwie zu Indien, die Feste, die Kleidung, der Schmuck. Auch geben viele Hersteller ihren orangenen Tinten ein indisches Thema: Jacques Herbin, Faber-Castell etc.
Meine Tipps kommen direkt von der Pflege von Silberbesteck. Bei diesem Füller kannst du w.e. künstlerisch spielen und ihn nur teils aufhellen. Wenn du jedenfalls Silberpolitur einsetzst, bleibt das aufgehellte Metall dann hell durch die Benutzung. Wenn du den Füller benutzst und anfasst, wird das Silber quasi leicht beschichtet und reagiert nicht mehr.
Ich habe einen silbernen Füller und habe ihn vor Jahren gereinigt, er war angelaufen durch Nichtbenutzung, und seitdem ist er wie frisch, poliert. Eben durch die häufige Benutzung.
Viel Spaß mit dem schönen Stück und viele Grüße
Todor
Ich habe einen silbernen Füller und habe ihn vor Jahren gereinigt, er war angelaufen durch Nichtbenutzung, und seitdem ist er wie frisch, poliert. Eben durch die häufige Benutzung.
Silber ärgert sich schwarz, wenn es nicht benutzt wird
Ich habe einen silbernen Füller und habe ihn vor Jahren gereinigt, er war angelaufen durch Nichtbenutzung, und seitdem ist er wie frisch, poliert. Eben durch die häufige Benutzung.
Silber ärgert sich schwarz, wenn es nicht benutzt wird
Silber ärgert sich schwarz, wenn es nicht benutzt wird
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Genau! Und das zurecht, es ist schließlich ein derart schöner Stoff mit so guten Eigenschaften.
Und dann ärgert es dich, wenn du versuchst in die Fugen und sonst engen Stellen einer Kanne oder Vase zu kommen
Aber da gibt es heutzutage jede Menge Werkzeug wie Baby-Wattestäbchen oder Tücher aus weichem Twill..
Ehrlich gesagt bin ich nicht sicher, wie weit das mit "Benutzung hält Silber hell" wirklich trägt, Hautfett und Schweiß bringen ja auch Schwefel u.ä. mit. Sieht man ja beim Besteck: Das im Alltag genutzte bleibt meist schön, das seperat in der Schublade liegende läuft an. Vielleicht liegt es aber auch einfach nur daran dass es dabei ständig abgerieben wird.
... Aber, da wo der Stift gehalten wird, ist sie größtenteils weg, die Patina. Manche spekulieren, das Hautfett könne den Kontakt mit dem Schwefelwasserstoff verringern. Ich denke allerdings eher, die vermisste Patina hängt irgendwie an meinen Fingern.
Das wird langsam eine ziemlich dermatologische Betrachtung der Sache. Wahrscheinlich bestehen beide Zustände nebeneinander gleichzeitig: Silbergegenstände, die man benutzt, laufen erfahrungsgemäß nicht an — um auf den Füllerkorpus zurückzukommen
Wenn es an der "Beschichtung" liegt (was möglich wäre), dürfte es dann auch nur verzögert anlaufen, wenn der Füller nicht mehr regelmäßig benutzt wird. Mein Swan der läuft mittlerweile wegen Nichtbenutzung wieder an. Jetzt zeige ich den hier nochmal zum Forumabschluss (und bedanke mich bei Ansgar!). Nehmt Silber, der hat das komplette 20.Jh. überstanden.